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Brexit kostet UK den ersten Platz bei Büros

Transaktionsvolumen in Deutschland mittlerweile höher:

von Charles Steiner

Der Brexit lässt für Investoren für Büroimmobilien zunehmend Standorte in Kontinentaleuropa interessant werden, gehen doch die meisten davon aus, dass der Austritt Großbritanniens aus der EU vollzogen wird. Und besonders der Umstand, dass es wohl ein harter Brexit werden dürfte, hat im europäischen Office-Markt für einige Verschiebungen gesorgt, was die Top-Investitionsstandorte sind. Dem neuen Catella Marktindikator „Europäische Büroimmobilien 2017“ zufolge, hat Deutschland im ersten Quartal mit einem Transaktionsvolumen von 4,9 Milliarden Euro Großbritannien mit 4,6 Milliarden Euro vom ersten Platz verdrängt. Auf Platz drei landet Frankreich. Das ist insofern positiv, als dass österreichische Entwickler in dem Segment Deutschland als Kernmarkt betrachten.
Der Trend dürfte anhalten: „Wir erwarten aufgrund der anhaltenden Brexit-Situation einen starken Fokus internationaler Investoren auf den kontinentaleuropäischen Immobilienmärkten“, sagt Thomas Beyerle, Head of Group Research bei Catella. Bei der anhaltenden Unsicherheit und den nach wie vor stockenden Brexit-Verhandlungen wird zunehmend offensichtlich, dass Investoren auch nach alternativen Standorten Ausschau halten, so Beyerle weiter.
Das wirkt sich auch auf die Mieten aus, wie aus der Studie hervorgeht: An 19 von 32 Standorten konnten steigende Mieten festgestellt werden, sodass sich die Standorte - aus Marktperspektive - in einer sehr starken Verfassung befinden. Die Leerstandsquoten befinden sich weiterhin im Abwärtstrend und die Mieten steigen nach wie vor flächendeckend. Diese Dynamik der Preisentwicklung entfaltet sich nicht nur bei Objekten in den klassischen Risikoklassen Core und Core plus, sondern auch - in geringerem Ausmaß - bei sogenanntem Value-add Immobilien.
Bei den Spitzenmieten liegt London mit 111,5 Euro/m² mit sinkender Tendenz nach wie vor auf Platz eins, die niedrigste Spitzenmiete ist in Rotterdam mit 16,25 Euro/m² zu verzeichnen gewesen. Top-Standorte wie Frankfurt weisen eine Spitzenmiete von 38 Euro/m² auf, gefolgt von München mit 36,5 Euro/m² und Berlin mit 28,5 Euro/m².

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Dating für Immobilien

Raiffeisen Immobilien launcht immonow:

von Charles Steiner

Die einen suchen Partner, andere wiederum suchen Immobilien oder Mieter. Und so wie Partnerbörsen Hilfe bei der Suche nach dem Traummenschen bieten, will Raiffeisen Immobilien NÖ/Wien/Burgenland mit dem neuen Produkt immonow Mieter und Vermieter zusammenbringen. immonow ist die erste heimische Matchingplattform für Mietimmobilien. Ähnlich wie bei Online-Partnersuchplattformen werden Vermieter und Wohnungssuchende vollkommen digital anhand der von ihnen eingegebenen Profile bzw. Wunschkriterien zueinander geführt. Was insofern spannend ist, als dass dazu kein Makler zwischengeschaltet werden muss. Denn, so Michael Mack, Prokurist bei Raiffeisen Immobilien und CEO von immonow, es gebe Zielgruppen, die über Makler ohnehin nicht erreicht werden würde - besonders junge und urbane Menschen gehörten dazu: "Die Makler-Branche muss sich geänderten Rahmenbedingungen aktiv stellen: Unsere Antwort auf Digitalisierung und mögliche gesetzliche Veränderungen - Stichwort Bestellerprinzip - kann nicht more of the same sein, sondern nur Innovation."
Für Vermieter ist das Basis-Servicepaket von immonow kostenlos, das "Silver"-Paket inkl. zweier Bonitätsauskünfte und Verteilung des Inserates auf vier Immobilienplattformen schlägt mit 99 Euro pro Monat zu Buche. Wohnungssuchende zahlen nach erfolgreicher Vermittlung eine fixe Matching-Fee von 300 Euro.

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ÖHGB verabschiedet Resolution

Absage gegen weitere Regulierungen im privaten Mietsektor:

von Charles Steiner

Die politischen Diskussionen um die Reizphrase "Leistbares Wohnen" reißt nicht ab. Richtwert, Deckelungen - das alles macht vor allem Eigentümer von Zinshäusern zu schaffen - und noch immer will man von der Politik die Bereitstellung von leistbarem Wohnraum besonders den Privaten aufbürden. Erst jüngst hatten die Grünen gefordert, den Mietzins im betreffenden Sektor auf maximal 7.50 Eur/m² zu deckeln. Dem Österreichischen Haus- und Grundbesitzerbund reicht es jetzt. Im Rahmen des Bundestags des ÖHGB wurde eine Resolution verabschiedet, in der man sich entschieden gegen weitere Regularien stemmt. Denn, so argumentiert der ÖHGB: 60 Prozent des heimischen Mietwohnungsbestands gehören dem öffentlichen Mietsektor an. Und dort seien ein überregulierter Mieterschutz und mangelnde soziale Treffsicherheit Schuld daran, dass viele einkommensschwache Personen auf den privaten Mietwohnungsmarkt gedrängt werden. Im privaten Wohnungssektor machen dafür überzogene Mieterprivilegien den Eigentümern zu schaffen - und würden eine Zweiklassengesellschaft von Alt- und Neumietern produzieren.
Der ÖHGB fordert daher eine Subjektförderung einkommensschwacher Menschen und keine Objektförderung. "Die Versorgung von sozial Schwachen ist Aufgabe des Staates und nicht der Privaten", heißt es in der Resolution. Zudem wolle man Vertragsfreiheit im privaten Sektor, um auch die Autonomie des Eigentümers zu wahren. "Die derzeitigen mietrechtlichen Bestimmungen beschränken die Rechte der Eigentümer auf unverhältnismäßige Weise, indem sie durch die faktische Unauflösbarkeit Zwangsdauerschuldverhältnisse schaffen ohne eine adäquate Möglichkeit einer Mietzinsanhebung zu ermöglichen." Zudem wolle man Steuererleichterungen sowie Erleichterungen zur Eigentumsbildung neuer Generationen und damit auch eine Erleichterung bei der Weitergabe von Eigentum an jüngere Generationen.

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Eyemaxx mit Umtauschangebot

25,24 Euro Zinsen je Teilschuldverschreibung

von Charles Steiner

Der Vorstand der Eyemaxx Real Estate hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, den Inhabern der Anleihe 2013/2019 den Umtausch ihrer Anteilsscheine in Schuldverschreibungen 2014/2020 anzubieten. Gläubiger besagter Anleihe, die das Umtauschangebot annehmen, erhalten für den Zeitraum vom 26. März bis 20. Juli des heurigen Jahres auch die aufgelaufenen Stückzinsen in Höhe von 25,24 Euro je Teilschuldverschreibung. Die im Rahmen des Umtauschs gelieferten Stücke der Anleihe 2014/2020 sind für den Zinszeitraum vom 30. September 2016 bis zum 29. September 2017 vollständig zinsberechtigt. Daher sind die Anteilseigner der Anleihe 2013/2019 bei Annahme des Umtauschangebots verpflichtet, Stückzinsen für die Anleihe 2014/2020 für den Zeitraum vom 30. September 2016 bis zum 20. Juli 2017 in Höhe von 64,44 Euro je Anteilsschein an die Gesellschaft zu zahlen.
Die Anleihe 2013/2019 hat eine Laufzeit bis zum 25. März 2019 und verfügt über einen Kupon von 7,875 Prozent pro Jahr. Die Anleihe 2014/2020 hat eine Laufzeit bis zum 30. März 2020 und wird mit 8,0 Prozent pro Jahr verzinst. Der Umtausch im Verhältnis 1:1, das heißt eine Anleihe 2013/2019 in jeweils eine Anleihe 2014/2020 mit einem Nennbetrag von je 1.000 Euro, ist auf einen Nominalbetrag von bis zu 4.999.000 Euro beschränkt und wird vom 22. Juni 2017 bis zum 12. Juli 2017 ermöglicht.
Das Umtauschangebot wird von der Dero Bank AG, München, banktechnisch begleitet und abgewickelt.

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Colliers Sommerfest

250 Gäste kamen ins Palmenhaus:

von Markus Giefing

Feste soll man feiern. Im Fall der Colliers International unter den besten Voraussetzungen: Man nehme einen lauen Sommerabend, mische ihn mit dem stilvoll dekorierten Palmenhaus des Burggartens und füge eine Portion raffinierte Gastronomie dazu - Voilà - fertig ist die perfekte Veranstaltung. Knapp 250 Gäste folgten der Einladung des bereits in dritter Generation geführten Unternehmens. Einige der Gäste plaudern über die gemeinsame Geschichte.

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Rendity baut weiter aus

Bereits Volumen von 460.000 Euro zurückgezahlt:

von Charles Steiner

Bei der Crowdinvestingplattform Rendity läuft es offenbar rund. Wie Rendity in einer Mitteilung erklärt, habe man seine Marktführerschaft in Österreich weiter ausbauen können. Laut Eigenerhebung habe das Start-up in den vergangenen 18 Monaten ein Volumen von rund 460.000 Euro an die Crowdinvestoren zurückzahlen können. Damit seien die Ausschüttungen höher gewesen als von anderen Plattformen zusammen. Erhoben wurden die Daten von Rendity selbst über die jeweiligen Homepages der Mitbewerber. Dieser Auswertung zufolge hätten Dagobertinvest 172.000 Euro und Homerocket 19.341 Euro ausschütten können. Bei anderen Plattformen seien bei der Erhebung keine Rückzahlungen öffentlich bekanntgegeben worden, wie es auf Nachfrage heißt. Ausschüttungen nach dem Erhebungszeitraum seien darin nicht enthalten.
Rendity-CEO Tobias Leodolter sagt zur Erhebung: "Immobilienprojekte zu finanzieren ist eine Sache, der Gesamterfolg der Anleger eine andere. Die Ausschüttungen an die Anleger sind daher die einzige harte Währung, an der der Erfolg und die Qualität der Veranlagungsstrategie einer Crowdinvestment-Plattform zu messen ist."
Die Rendity-Investments erfolgen in Form von Nachrangdarlehen. In erster Linie werden Projekte in der Entwicklungsphase finanziert, die Rückzahlung erfolgt nach Fertigstellung des Objekts, in der Regel beträgt die Laufzeit daher zwischen einem und zwei Jahren. Ergänzt werde obiges Basisprogramm durch längerfristige Veranlagungen in fertiggestellte Wohnimmobilien, die wirtschaftlich dem Konzept von Vorsorgewohnungen entsprechen.

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Logistik boomt im Rhein-Main-Gebiet

Österreicher mieten sich in P3-Immobilie ein:

von Charles Steiner

Das Rhein-Main-Gebiet ist ein wirtschaftlich starker Faktor in Deutschland - und das macht besonders Logistikimmobilien in dieser Gegend sehr beliebt. Nicht nur bei Investoren, sondern auch für Mieter. Vor allem Gegenden um die Metropole Frankfurt sind bei Logistikern stark nachgefragt. So konnte etwa der vom internationalen Logistikentwickler P3 errichtete Logistikpark P3 Weiterstadt - unweit von Frankfurt - vollvermietet werden. Es wurden Mietverträge mit einem Volumen von 7.000 m² abgeschlossen - ein Neuvertrag mit dem aus Österreich stammenden Unternehmen Quehenberger Logistics für 3.121 m² und eine Mietverlängerung mit der Ohl Media Network. Für Quehenberger gehört der Logistikpark P3 Weiterstadt damit zu den 85 Standorten, mit denen das 2.700 Mitarbeiter starke Unternehmen in Zentral- und Osteuropa aktiv ist. Rund 14.000 m² umfasst der Park insgesamt. Jones Lang Lasalle hat den Mieter vermittelt.
Der P3-Geschäftsführer Jürgen Diehl sieht die Nachfrage im Rhein-Main-Gebiet ungebrochen, weswegen er weitere Grundstücksflächen akquirieren will. Im Raum Frankfurt besitzt die P3 bereits knapp 100.000 m² Logistikfläche

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Award zum Tag: Artner ausgezeichnet

Immo-Anwalt zum Lawyer of the Year" gekürt:

von Charles Steiner

Stefan ArtnerStefan Artner

Über eine besondere Auszeichnung darf sich der Cäsar-Preisträger aus dem Vorjahr, Stefan Artner, freuen. Der auf Immobilienwirtschaft spezialisierte Anwalt ist vom US-Verlag Best Lawyers zum „Lawyer of the Year 2018“ gekürt worden. Der Verlag hat im Rahmen eines PeerReviews die besten österreichischen Anwälte aus unterschiedlichen Fachbereichen ermittelt. In der Umfrage wird bei den Peers ermittelt welchen Anwalt man außerhalb der eigenen Kanzlei seinen Klienten empfehlen würde. Der Award steht für außergewöhnliche Leistungen in den Bereichen Beratung, Nachwuchs und Integrität.
„Ich freue mich über die Empfehlungen meiner Kollegen, die mir diesen Award ermöglicht haben. Hinter mir steht allerdings auch ein starkes Immobilienteam, das mich tatkräftig unterstützt und mit denen ich Causen von führenden Immobilienunternehmen begleiten kann“, so Artner, der als Managing Partner bei Dorda die Leitung des Real Estate Desk innehat.

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Karriere zum Tag: Neu bei EHL

Georg Burgstaller verstärkt Retail-Team:

von Charles Steiner

Georg BurgstallerGeorg Burgstaller

Georg Burgstaller, 26, verstärkt seit Juni das Retail-Team von EHL Immobilien und ist dabei primär im Bereich Geschäftsflächenvermittlung tätig. Burgstaller startete seine Karriere bei EHL im Jahr 2015, zuvor sammelte er Berufserfahrung im Personalbereich bei der UniCredit Bank Austria AG. Burgstaller studierte Unternehmensführung mit Schwerpunkt HR-Management an der FH Wien sowie Business Administration mit Spezialisierung im Bereich Management Consulting an der Vrije Universität in Amsterdam.
In den vergangenen Monaten konnte das Retail-Team der EHL unter anderem den niederländischen Matratzen- und Boxspringbetthersteller Swiss Sense, die ungarische Nagelstudiokette nail&go und den Sportartikelhändler Playersroom nach Österreich ansiedeln.

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Regatta zum Tag: Schwimmender Beton

TU Graz holt Silber bei Betonkanu-Regatta

von Charles Steiner

Beton kann durchaus schwimmen, wenngleich auch für manche schwer vorstellbar. Und man kann damit auch Kanus bauen, was auch 50 Universitäten mit 125 Mannschaften und 1.000 Teilnehmern auch tun. Und alle zwei Jahre wird eine Regatta mit den Betonkanus ausgetragen, mittlerweile war es die 16. Auflage. Diesmal in Köln. Unter den Teilnehmern konnten zwei Studententeams der Technischen Universität Graz jeweils einen zweiten Platz erreichen. Mit dem Kanu „Printess Layer“, das erste Kanu weltweit in 3D-gedruckt, sicherte sich das Grazer Team den zweiten Platz in der Kategorie „Konstruktion“ vor der ETH Zürich sowie den neunten Platz im Gestaltungswettbewerb. Das Team mit ihrem 15,25 kg Kanu „Fragiler“ erreichte den zweiten Platz in der Kategorie „Leichteste Kanus“. Die Universitäten Deutschlands dominierten die Siegerplätze in allen Kategorien.
Die Schwimmfähigkeit von Beton beruht auf dem gleichen „archimedischen Prinzip“, das auch für andere Baustoffe wie etwa Stahl, Holz oder Kunststoff gilt: Das Verdrängen von Wasser gibt dem Boot oder Schiff Auftrieb. Da die mittlere Dichte eines Bootes geringer als die Dichte des verdrängten Wasser ist, schwimmt es, auch wenn es aus Beton ist.

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Absage gegen weitere Regulierungen im privaten Mietsektor:

ÖHGB verabschiedet Resolution

von Charles Steiner

Die po­li­ti­schen Dis­kus­sio­nen um die Reiz­phra­se "Leist­ba­res Woh­nen" reißt nicht ab. Richt­wert, De­cke­lun­gen - das al­les macht vor al­lem Ei­gen­tü­mer von Zins­häu­sern zu schaf­fen - und noch im­mer will man von der Po­li­tik die Be­reit­stel­lung von leist­ba­rem Wohn­raum be­son­ders den Pri­va­ten auf­bür­den. Erst jüngst hat­ten die Grü­nen ge­for­dert, den Miet­zins im be­tref­fen­den Sek­tor auf ma­xi­mal 7.50 Eur/m² zu de­ckeln. Dem Ös­ter­rei­chi­schen Haus- und Grund­be­sit­zer­bund reicht es jetzt. Im Rah­men des Bun­des­tags des ÖH­GB wur­de ei­ne Re­so­lu­ti­on ver­ab­schie­det, in der man sich ent­schie­den ge­gen wei­te­re Re­gu­la­ri­en stemmt. Denn, so ar­gu­men­tiert der ÖH­GB: 60 Pro­zent des hei­mi­schen Miet­woh­nungs­be­stands ge­hö­ren dem öf­fent­li­chen Miet­sek­tor an. Und dort sei­en ein über­re­gu­lier­ter Mie­ter­schutz und man­geln­de so­zia­le Treff­si­cher­heit Schuld dar­an, dass vie­le ein­kom­mens­schwa­che Per­so­nen auf den pri­va­ten Miet­woh­nungs­markt ge­drängt wer­den. Im pri­va­ten Woh­nungs­sek­tor ma­chen da­für über­zo­ge­ne Mie­ter­pri­vi­le­gi­en den Ei­gen­tü­mern zu schaf­fen - und wür­den ei­ne Zwei­klas­sen­ge­sell­schaft von Alt- und Neu­mie­tern pro­du­zie­ren.
Der ÖH­GB for­dert da­her ei­ne Sub­jekt­för­de­rung ein­kom­mens­schwa­cher Men­schen und kei­ne Ob­jekt­för­de­rung. "Die Ver­sor­gung von so­zi­al Schwa­chen ist Auf­ga­be des Staa­tes und nicht der Pri­va­ten", heißt es in der Re­so­lu­ti­on. Zu­dem wol­le man Ver­trags­frei­heit im pri­va­ten Sek­tor, um auch die Au­to­no­mie des Ei­gen­tü­mers zu wah­ren. "Die der­zei­ti­gen miet­recht­li­chen Be­stim­mun­gen be­schrän­ken die Rech­te der Ei­gen­tü­mer auf un­ver­hält­nis­mä­ßi­ge Wei­se, in­dem sie durch die fak­ti­sche Un­auf­lös­bar­keit Zwangs­dau­er­schuld­ver­hält­nis­se schaf­fen oh­ne ei­ne ad­äqua­te Mög­lich­keit ei­ner Miet­zins­an­he­bung zu er­mög­li­chen." Zu­dem wol­le man Steu­er­er­leich­te­run­gen so­wie Er­leich­te­run­gen zur Ei­gen­tums­bil­dung neu­er Ge­ne­ra­tio­nen und da­mit auch ei­ne Er­leich­te­rung bei der Wei­ter­ga­be von Ei­gen­tum an jün­ge­re Ge­ne­ra­tio­nen.

25,24 Euro Zinsen je Teilschuldverschreibung

Eyemaxx mit Umtauschangebot

von Charles Steiner

Der Vor­stand der Eye­ma­xx Re­al Es­ta­te hat mit Zu­stim­mung des Auf­sichts­rats be­schlos­sen, den In­ha­bern der An­lei­he 2013/2019 den Um­tausch ih­rer An­teils­schei­ne in Schuld­ver­schrei­bun­gen 2014/2020 an­zu­bie­ten. Gläu­bi­ger be­sag­ter An­lei­he, die das Um­tausch­an­ge­bot an­neh­men, er­hal­ten für den Zeit­raum vom 26. März bis 20. Ju­li des heu­ri­gen Jah­res auch die auf­ge­lau­fe­nen Stück­zin­sen in Hö­he von 25,24 Eu­ro je Teil­schuld­ver­schrei­bung. Die im Rah­men des Um­tauschs ge­lie­fer­ten Stü­cke der An­lei­he 2014/2020 sind für den Zins­zeit­raum vom 30. Sep­tem­ber 2016 bis zum 29. Sep­tem­ber 2017 voll­stän­dig zins­be­rech­tigt. Da­her sind die An­teils­eig­ner der An­lei­he 2013/2019 bei An­nah­me des Um­tausch­an­ge­bots ver­pflich­tet, Stück­zin­sen für die An­lei­he 2014/2020 für den Zeit­raum vom 30. Sep­tem­ber 2016 bis zum 20. Ju­li 2017 in Hö­he von 64,44 Eu­ro je An­teils­schein an die Ge­sell­schaft zu zah­len.
Die An­lei­he 2013/2019 hat ei­ne Lauf­zeit bis zum 25. März 2019 und ver­fügt über ei­nen Ku­pon von 7,875 Pro­zent pro Jahr. Die An­lei­he 2014/2020 hat ei­ne Lauf­zeit bis zum 30. März 2020 und wird mit 8,0 Pro­zent pro Jahr ver­zinst. Der Um­tausch im Ver­hält­nis 1:1, das heißt ei­ne An­lei­he 2013/2019 in je­weils ei­ne An­lei­he 2014/2020 mit ei­nem Nenn­be­trag von je 1.000 Eu­ro, ist auf ei­nen No­mi­nal­be­trag von bis zu 4.999.000 Eu­ro be­schränkt und wird vom 22. Ju­ni 2017 bis zum 12. Ju­li 2017 er­mög­licht.
Das Um­tausch­an­ge­bot wird von der De­ro Bank AG, Mün­chen, bank­tech­nisch be­glei­tet und ab­ge­wi­ckelt.
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250 Gäste kamen ins Palmenhaus:

Colliers Sommerfest

von Markus Giefing

Fes­te soll man fei­ern. Im Fall der Col­liers In­ter­na­tio­nal un­ter den bes­ten Vor­aus­set­zun­gen: Man neh­me ei­nen lau­en Som­mer­abend, mi­sche ihn mit dem stil­voll de­ko­rier­ten Pal­men­haus des Burg­gar­tens und fü­ge ei­ne Por­ti­on raf­fi­nier­te Gas­tro­no­mie da­zu - Voi­là - fer­tig ist die per­fek­te Ver­an­stal­tung. Knapp 250 Gäs­te folg­ten der Ein­la­dung des be­reits in drit­ter Ge­ne­ra­ti­on ge­führ­ten Un­ter­neh­mens. Ei­ni­ge der Gäs­te plau­dern über die ge­mein­sa­me Ge­schich­te.

Bereits Volumen von 460.000 Euro zurückgezahlt:

Rendity baut weiter aus

von Charles Steiner

Bei der Crow­din­ves­ting­platt­form Ren­di­ty läuft es of­fen­bar rund. Wie Ren­di­ty in ei­ner Mit­tei­lung er­klärt, ha­be man sei­ne Markt­füh­rer­schaft in Ös­ter­reich wei­ter aus­bau­en kön­nen. Laut Ei­gen­er­he­bung ha­be das Start-up in den ver­gan­ge­nen 18 Mo­na­ten ein Vo­lu­men von rund 460.000 Eu­ro an die Crow­din­ves­to­ren zu­rück­zah­len kön­nen. Da­mit sei­en die Aus­schüt­tun­gen hö­her ge­we­sen als von an­de­ren Platt­for­men zu­sam­men. Er­ho­ben wur­den die Da­ten von Ren­di­ty selbst über die je­wei­li­gen Home­pages der Mit­be­wer­ber. Die­ser Aus­wer­tung zu­fol­ge hät­ten Da­go­bert­in­vest 172.000 Eu­ro und Ho­mero­cket 19.341 Eu­ro aus­schüt­ten kön­nen. Bei an­de­ren Platt­for­men sei­en bei der Er­he­bung kei­ne Rück­zah­lun­gen öf­fent­lich be­kannt­ge­ge­ben wor­den, wie es auf Nach­fra­ge heißt. Aus­schüt­tun­gen nach dem Er­he­bungs­zeit­raum sei­en dar­in nicht ent­hal­ten.
Ren­di­ty-CEO To­bi­as Leo­dol­ter sagt zur Er­he­bung: "Im­mo­bi­li­en­pro­jek­te zu fi­nan­zie­ren ist ei­ne Sa­che, der Ge­samt­er­folg der An­le­ger ei­ne an­de­re. Die Aus­schüt­tun­gen an die An­le­ger sind da­her die ein­zi­ge har­te Wäh­rung, an der der Er­folg und die Qua­li­tät der Ver­an­la­gungs­stra­te­gie ei­ner Crow­din­vest­ment-Platt­form zu mes­sen ist."
Die Ren­di­ty-In­vest­ments er­fol­gen in Form von Nach­rang­dar­le­hen. In ers­ter Li­nie wer­den Pro­jek­te in der Ent­wick­lungs­pha­se fi­nan­ziert, die Rück­zah­lung er­folgt nach Fer­tig­stel­lung des Ob­jekts, in der Re­gel be­trägt die Lauf­zeit da­her zwi­schen ei­nem und zwei Jah­ren. Er­gänzt wer­de obi­ges Ba­sis­pro­gramm durch län­ger­fris­ti­ge Ver­an­la­gun­gen in fer­tig­ge­stell­te Wohn­im­mo­bi­li­en, die wirt­schaft­lich dem Kon­zept von Vor­sor­ge­woh­nun­gen ent­spre­chen.
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Österreicher mieten sich in P3-Immobilie ein:

Logistik boomt im Rhein-Main-Gebiet

von Charles Steiner

Das Rhein-Main-Ge­biet ist ein wirt­schaft­lich star­ker Fak­tor in Deutsch­land - und das macht be­son­ders Lo­gis­ti­k­im­mo­bi­li­en in die­ser Ge­gend sehr be­liebt. Nicht nur bei In­ves­to­ren, son­dern auch für Mie­ter. Vor al­lem Ge­gen­den um die Me­tro­po­le Frank­furt sind bei Lo­gis­ti­kern stark nach­ge­fragt. So konn­te et­wa der vom in­ter­na­tio­na­len Lo­gis­tik­ent­wick­ler P3 er­rich­te­te Lo­gis­tik­park P3 Wei­ter­stadt - un­weit von Frank­furt - voll­ver­mie­tet wer­den. Es wur­den Miet­ver­trä­ge mit ei­nem Vo­lu­men von 7.000 m² ab­ge­schlos­sen - ein Neu­ver­trag mit dem aus Ös­ter­reich stam­men­den Un­ter­neh­men Que­hen­ber­ger Lo­gis­tics für 3.121 m² und ei­ne Miet­ver­län­ge­rung mit der Ohl Me­dia Net­work. Für Que­hen­ber­ger ge­hört der Lo­gis­tik­park P3 Wei­ter­stadt da­mit zu den 85 Stand­or­ten, mit de­nen das 2.700 Mit­ar­bei­ter star­ke Un­ter­neh­men in Zen­tral- und Ost­eu­ro­pa ak­tiv ist. Rund 14.000 m² um­fasst der Park ins­ge­samt. Jo­nes Lang La­sal­le hat den Mie­ter ver­mit­telt.
Der P3-Ge­schäfts­füh­rer Jür­gen Diehl sieht die Nach­fra­ge im Rhein-Main-Ge­biet un­ge­bro­chen, wes­we­gen er wei­te­re Grund­stücks­flä­chen ak­qui­rie­ren will. Im Raum Frank­furt be­sitzt die P3 be­reits knapp 100.000 m² Lo­gis­tik­flä­che

Immo-Anwalt zum Lawyer of the Year" gekürt:

Award zum Tag: Artner ausgezeichnet

von Charles Steiner

Stefan ArtnerStefan Artner
Über ei­ne be­son­de­re Aus­zeich­nung darf sich der Cä­sar-Preis­trä­ger aus dem Vor­jahr, Ste­fan Art­ner, freu­en. Der auf Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft spe­zia­li­sier­te An­walt ist vom US-Ver­lag Best La­wy­ers zum „La­wy­er of the Ye­ar 2018“ ge­kürt wor­den. Der Ver­lag hat im Rah­men ei­nes Peer­Re­views die bes­ten ös­ter­rei­chi­schen An­wäl­te aus un­ter­schied­li­chen Fach­be­rei­chen er­mit­telt. In der Um­fra­ge wird bei den Peers er­mit­telt wel­chen An­walt man au­ßer­halb der ei­ge­nen Kanz­lei sei­nen Kli­en­ten emp­feh­len wür­de. Der Award steht für au­ßer­ge­wöhn­li­che Leis­tun­gen in den Be­rei­chen Be­ra­tung, Nach­wuchs und In­te­gri­tät.
„Ich freue mich über die Emp­feh­lun­gen mei­ner Kol­le­gen, die mir die­sen Award er­mög­licht ha­ben. Hin­ter mir steht al­ler­dings auch ein star­kes Im­mo­bi­li­en­team, das mich tat­kräf­tig un­ter­stützt und mit de­nen ich Cau­sen von füh­ren­den Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­men be­glei­ten kann“, so Art­ner, der als Ma­na­ging Part­ner bei Dor­da die Lei­tung des Re­al Es­ta­te Desk in­ne­hat.
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Georg Burgstaller verstärkt Retail-Team:

Karriere zum Tag: Neu bei EHL

von Charles Steiner

Georg BurgstallerGeorg Burgstaller
Ge­org Burg­stal­ler, 26, ver­stärkt seit Ju­ni das Re­tail-Team von EHL Im­mo­bi­li­en und ist da­bei pri­mär im Be­reich Ge­schäfts­flä­chen­ver­mitt­lung tä­tig. Burg­stal­ler star­te­te sei­ne Kar­rie­re bei EHL im Jahr 2015, zu­vor sam­mel­te er Be­rufs­er­fah­rung im Per­so­nal­be­reich bei der Uni­Credit Bank Aus­tria AG. Burg­stal­ler stu­dier­te Un­ter­neh­mens­füh­rung mit Schwer­punkt HR-Ma­nage­ment an der FH Wien so­wie Busi­ness Ad­mi­nis­tra­ti­on mit Spe­zia­li­sie­rung im Be­reich Ma­nage­ment Con­sul­ting an der Vri­je Uni­ver­si­tät in Ams­ter­dam.
In den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten konn­te das Re­tail-Team der EHL un­ter an­de­rem den nie­der­län­di­schen Ma­trat­zen- und Box­spring­bett­her­stel­ler Swiss Sen­se, die un­ga­ri­sche Na­gel­stu­dio­ket­te nail&go und den Sport­ar­ti­kel­händ­ler Play­ers­room nach Ös­ter­reich an­sie­deln.

TU Graz holt Silber bei Betonkanu-Regatta

Regatta zum Tag: Schwimmender Beton

von Charles Steiner

Be­ton kann durch­aus schwim­men, wenn­gleich auch für man­che schwer vor­stell­bar. Und man kann da­mit auch Ka­nus bau­en, was auch 50 Uni­ver­si­tä­ten mit 125 Mann­schaf­ten und 1.000 Teil­neh­mern auch tun. Und al­le zwei Jah­re wird ei­ne Re­gat­ta mit den Be­ton­ka­nus aus­ge­tra­gen, mitt­ler­wei­le war es die 16. Auf­la­ge. Dies­mal in Köln. Un­ter den Teil­neh­mern konn­ten zwei Stu­den­ten­teams der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Graz je­weils ei­nen zwei­ten Platz er­rei­chen. Mit dem Ka­nu „Print­ess Lay­er“, das ers­te Ka­nu welt­weit in 3D-ge­druckt, si­cher­te sich das Gra­zer Team den zwei­ten Platz in der Ka­te­go­rie „Kon­struk­ti­on“ vor der ETH Zü­rich so­wie den neun­ten Platz im Ge­stal­tungs­wett­be­werb. Das Team mit ih­rem 15,25 kg Ka­nu „Fra­gi­ler“ er­reich­te den zwei­ten Platz in der Ka­te­go­rie „Leich­tes­te Ka­nus“. Die Uni­ver­si­tä­ten Deutsch­lands do­mi­nier­ten die Sie­ger­plät­ze in al­len Ka­te­go­ri­en.
Die Schwimm­fä­hig­keit von Be­ton be­ruht auf dem glei­chen „ar­chi­me­di­schen Prin­zip“, das auch für an­de­re Bau­stof­fe wie et­wa Stahl, Holz oder Kunst­stoff gilt: Das Ver­drän­gen von Was­ser gibt dem Boot oder Schiff Auf­trieb. Da die mitt­le­re Dich­te ei­nes Boo­tes ge­rin­ger als die Dich­te des ver­dräng­ten Was­ser ist, schwimmt es, auch wenn es aus Be­ton ist.
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Bei der Herstellung von Textilbeton werden Carbon- oder Glasfasern zu einer Matte gewebt.Bei der Herstellung von Textilbeton werden Carbon- oder Glasfasern zu einer Matte gewebt.

Bau-Stoff

Tex­til- und Car­bon­be­ton kön­nen auf­grund der hö­he­ren Be­stän­dig­keit und dem ge­rin­ge­ren Ma­te­ri­al­ein­satz für mehr Nach­hal­tig­keit am Bau sor­gen. Ge­nau 150 Jah­ren ist es her, als Jo­seph Mo­nier dem Bau­stoff Be­ton zum Durch­bruch ver­half. 1867 mel­de­te der fran­zö­si­sche Gärt­ner das ers­te Pa­tent für Ei­sen­be­ton an, der heu­te als Stahl­be­ton be­kannt ist. Mit Be­ton wird zwar schon seit der rö­mi­schen An­ti­ke ge­baut - das Pan­the­on in Rom ist da­für ein be­ein­dru­cken­des Bei­spiel -, auf sich al­lei­ne ge­stellt kann der Bau­stoff aber so gut wie kei­ne Zug­kräf­te auf­neh­men. Erst mit der Idee Mo­niers, Stä­be und Git­ter aus Stahl in den Be­ton ein­zu­le­gen, wa­ren die Wei­chen für den Er­folg der Be­ton­bau­wei­se ge­stellt. Kein an­de­rer Bau­stoff wird heu­te öf­ters ver­wen­det, und Be­ton ist nach Was­ser das am häu­figs­ten ver­wen­de­te Ma­te­ri­al. Kor­ro­si­on bei Stahl­be­ton Trotz der un­be­strit­te­nen Vor­tei­le von Stahl­be­ton ist man bei dem Bau­stoff auch mit Pro­ble­men kon­fron­tiert. Die Stahl­be­weh­rung kann kor­ro­die­ren und so an Trag­kraft ver­lie­ren. Als Ge­gen­maß­nah­me wird die Be­ton­de­ckung der Stah­l­ele­men­te di­cker auf­ge­tra­gen, was sich aber auf Ge­wicht und Au­ßen­ab­mes­sun­gen der Be­ton­tei­le aus­wirkt. Kei­ne Ide­al­lö­sung, was Ef­fi­zi­enz und Nach­hal­tig­keit be­trifft. Al­lein die Her­stel­lung von Ze­ment ist für 6,5 Pro­zent des ge­sam­ten Koh­len­di­oxid­aus­sto­ßes ver­ant­wort­lich, drei Mal so viel CO₂, wie durch die glo­ba­le Luft­fahrt emit­tiert wird. Seit den 1980er-Jah­ren wird des­we­gen nach ei­ner nicht­ros­ten­den Al­ter­na­ti­ve ge­sucht. Fe­der­füh­rend auf die­sem For­schungs­feld sind die bei­den deut­schen Uni­ver­si­tä­ten RWTH Aa­chen und TU Dres­den. Die Wis­sen­schaft­ler set­zen da­bei auf Be­weh­run­gen mit Fa­ser­ma­te­ria­li­en aus Car­bon und AR-Glas. "Bau­in­ge­nieu­re ha­ben sich da­mals mit Tex­ti­lin­ge­nieu­ren zu­sam­men­ge­setzt", er­zählt Frank Schla­ditz, wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter am In­sti­tut für Mas­siv­bau der TU Dres­den. Da die Fa­sern für die Be­weh­rung, ähn­lich wie bei Tex­ti­li­en, zu Mat­ten ge­webt wer­den, hat man den Bau­stoff Tex­til­be­ton ge­nannt. An­fangs ha­be man noch Glas­fa­sern ver­wen­det, doch heu­te set­ze man auch auf Car­bon, er­zählt Schla­ditz. Car­bon und Glas wer­den heu­te nicht nur ge­webt ein­ge­setzt, son­dern auch als Stan­gen in den Be­ton in­te­griert. Ge­nannt wird die Car­bon­va­ri­an­te Car­bon­be­ton. Für den Be­ton mit Glas­stä­ben fehlt noch ei­ne spe­zi­el­le Be­zeich­nung. Leich­ter, be­stän­di­ger, trag­fä­hi­ger Die Vor­tei­le des neu­en Bau­stof­fes sind viel­sei­tig. "Über 50 Pro­zent an Ma­te­ri­al und Ge­wicht las­sen sich mit Tex­til­be­ton ein­spa­ren", er­klärt Schla­ditz. Fas­sa­den­plat­ten, die mit Stahl­be­ton in ei­ner Stär­ke von 7-8 cm aus­ge­führt wer­den, wür­den mit Tex­til­be­ton nur noch 2-3 cm dick sein. Das wür­de sich nicht nur auf die Nach­hal­tig­keit aus­wir­ken, son­dern auch auf die Nut­zungs­flä­che ei­nes Ge­bäu­des, so der Wis­sen­schaft­ler. "In vier oder fünf Jah­ren wird es bei den Vor­hang­fas­sa­den kei­nen Stahl­be­ton mehr ge­ben", pro­phe­zeit Schla­ditz. Bei Vor­hang­fas­sa­den güns­ti­ger Ne­ben Vor­hang­fas­sa­den eig­net sich der Tex­til- oder Car­bon­be­ton auch für Sand­wich­wän­de in der Fer­tig­teil­bau­wei­se. Ein Pro­blem ist aber der heu­te noch hö­he­re Preis. "Die Fer­tig­teil­wer­ke sind beim Stahl­be­ton schon sehr au­to­ma­ti­siert", er­klärt Schla­ditz. Bei der Fa­ser­be­weh­rung ste­he hin­ge­gen die ma­schi­nel­le Um­set­zung noch am An­fang. Doch für die Zu­kunft er­war­tet der Wis­sen­schaft­ler auch bei den Her­stel­lungs­ver­fah­ren von Sand­wich­wän­den aus Car­bon- oder Tex­til­be­ton ei­nen Preis­rück­gang. "Bei Vor­hang­fas­sa­den ist Tex­til­be­ton schon heu­te güns­ti­ger", er­klärt er. Der kor­ro­si­ons­freie Tex­til­be­ton ist aber auch für den Brü­cken­bau prä­des­ti­niert, da Bau­stof­fe in die­sem Be­reich sehr ho­her Luft­feuch­tig­keit aus­ge­setzt sind. Bei Bal­ken­brü­cken müs­sen laut ei­ner Ar­beit von Mat­thi­as Eg­ger und Jür­gen Feix von der Uni­ver­si­tät Inns­bruck durch­schnitt­lich al­le 30 Jah­re In­stand­shal­tungs­maß­nah­men durch­ge­führt wer­den, die 35 bis 50 Pro­zent der Neu­bau­kos­ten be­tra­gen. Mit dem neu­en Bau­stoff könn­ten so Geld und Ma­te­ri­al ein­ge­spart wer­den und die Bau­tei­le auch fi­li­gra­ner ge­stal­tet wer­den. "Der­zeit sind et­wa vier oder fünf Fuß­gän­ger­brü­cken aus Tex­til­be­ton in Deutsch­land rea­li­siert", er­zählt Schla­ditz. In den USA ge­be es so­gar schon Stra­ßen­brü­cken. Zu­dem wur­de die welt­weit höchs­te Brü­cken­py­lo­ne - näm­lich je­ne der Ya­vuz-Sul­tan-Selim-Brü­cke über den Bos­po­rus in Is­tan­bul - mit Fas­sa­den­plat­ten mit ei­ner Be­weh­rung aus Glas und Car­bon ver­klei­det. For­schung auch in Ös­ter­reich Her­ge­stellt wird der Tex­til­be­ton zur Zeit nur in Deutsch­land. Aber auch in Ös­ter­reich wird an der Wei­ter­ent­wick­lung des Bau­stof­fes ge­forscht, und Tex­til­be­ton kam auch schon bei In­stand­hal­tungs­maß­nah­men bei Brü­cken zum Ein­satz. Im Zu­ge ei­nes Pi­lot­pro­jekts der Uni­ver­si­tät Inns­bruck wur­den 2015 ei­ne Stra­ßen­brü­cke in See­feld und ei­ne in der Nä­he von Inns­bruck mit Tex­til­be­ton sa­niert. Ge­tes­tet wur­de da­bei die Eig­nung des Bau­stof­fes als Stra­ßen­be­lag. Ein wei­te­res gro­ßes An­wen­dungs­feld sind Ver­stär­kun­gen von Stahl­be­ton­ge­schoss­de­cken. Denn mit Tex­til­be­ton kön­nen her­kömm­li­che Stahl­be­ton­de­cken mit nur ge­rin­ger Ge­wichts­zu­nah­me ge­stärkt wer­den. Tex­til­be­ton der Mar­ke TU­DA­LIT hat im Jahr 2014 vom Deut­schen In­sti­tut für Bau­tech­nik (DIBt) für die Ver­stär­kung von Stahl­be­ton die bau­auf­sicht­li­che Zu­las­sung er­hal­ten. Pra­xis­bei­spie­le sind die Ver­stär­kung des Scha­len­dachs ei­ner Fach­hoch­schu­le in Schwein­furt, die Si­che­rung des Ton­nen­ge­wöl­bes der ehe­ma­li­gen In­ge­nieur­schu­le in Zwi­ckau oder die Sa­nie­rung ei­nes Zu­cker­si­los in Uel­zen. Die ers­ten Zu­las­sun­gen für Tex­til­be­ton sol­len in den kom­men­den Jah­ren deut­li­che er­wei­tert wer­den. Ein gro­ßes Ver­suchs­ge­bäu­de auf dem Cam­pus der TU Dres­den soll zu­dem das Zu­sam­men­spiel al­ler bis­he­ri­gen Ein­zel­ent­wick­lun­gen (Wän­de, De­cken, Ein­bau­tei­le, usw.) zei­gen. Tex­til­be­ton nicht nur am Bau Die Ei­gen­schaft, dass man mit Tex­til­be­ton fi­li­gra­ne For­men mo­del­lie­ren kann, macht den Bau­stoff auch für An­wen­dungbe­rei­che au­ßer­halb der Bau­bran­che in­ter­es­sant. Seit 2010 be­schäf­tigt sich das Dresd­ner De­sign­stu­dio Pauls­berg mit dem The­ma Tex­til­be­ton und stellt seit­her Mö­bel aus die­sem Ma­te­ri­al her. "Die For­men, die sich rea­li­sie­ren las­sen, sind ganz an­ders als beim her­kömm­li­chen Be­ton", er­zählt Lars Schmie­der, Co-Grün­der von Pauls­berg. Bis zu fünf Mil­li­me­ter sei­en die Ent­wür­fe dünn. Zu­dem wür­den sich in die Mö­bel auch Heiz­fä­den mit ein­bau­en las­sen - ein Zu­satz für Sitz­mög­lich­kei­ten im öf­fent­li­chen Raum. Das wür­de sich auch bei Bo­den­be­lä­gen rea­li­sie­ren las­sen, so­dass Eis- und Schnee­schich­ten bei Bus­hal­te­stel­len der Ver­gan­gen­heit an­ge­hö­ren wür­den. Die En­er­gie da­zu könn­ten So­lar­mo­du­le lie­fern, die et­wa in Dres­den schon bei vie­len Hal­te­stel­len vor­han­den sei­en, so Schmie­der. Schla­ditz rich­tet sein Haupt­au­gen­merk aber wei­ter auf die Bau­bran­che. "Wir se­hen die an­de­ren Zwei­ge, wie et­wa Mö­bel und In­nen­de­sign. Ob das der gro­ße Markt wird, weiß ich aber nicht", so der Wis­sen­schaft­ler. Dass Tex­til­be­ton auch in bran­chen­frem­den Be­rei­chen zur An­wen­dung kommt, kann aber als gu­tes Omen für ei­ne Fort­ent­wick­lung als Bau­stoff der Zu­kunft ge­se­hen wer­den. Schließ­lich ent­wi­ckel­te vor 150 Jah­ren Jo­seph Mo­nier den Stahl­be­ton für den Bau von Gar­ten­be­häl­tern. Sein ers­tes Pa­tent ist mit "Sys­tem mo­bi­ler Be­häl­ter­käs­ten aus Ei­sen und Ze­ment für den Gar­ten­bau" be­ti­telt.

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Vom Mittersteig nach Südkorea

Ös­ter­rei­chi­sche (Ar­chi­tek­ten)-Hand­schrift in Go­yang: Vor Kur­zem er­öff­ne­te dort das Hy­un­dai Mo­tor­stu­dio. Ge­stal­tet wur­de es von den Wie­ner Ar­chi­tek­ten De­lug­an Meissl As­so­cia­ted Ar­chi­tects. Mit­ten im Her­zen des vier­ten Be­zirks, an ei­nem ru­hi­gen, vom Stra­ßen­ver­kehr we­nig be­rühr­ten Platz am Mit­ter­steig, dort wo sich meh­re­re präch­ti­ge Pla­ta­nen gen Him­mel re­cken, fin­den Pas­san­ten ein von au­ßen sehr de­zent ge­stal­te­tes Bü­ro mit gro­ßen Schau­fens­tern, wo ei­ni­ge Ge­bäu­de­mo­del­le kunst­voll dra­piert sind. Wer öf­ter schon vor­bei­ge­gan­gen ist, weiß, dass sich dort die Ar­chi­tek­ten De­lug­an Meissl As­so­cia­ted Ar­chi­tects be­fin­den, die Let­tern DMAA deu­ten dar­auf hin. Was die, die vor­bei­ge­hen, nicht wis­sen: Die Ar­chi­tek­ten ha­ben welt­weit span­nen­de Pro­jek­te rea­li­siert. Das jüngs­te ist in Süd­ko­rea ge­le­gen, 8.260 Ki­lo­me­ter Luft­li­nie von Wien ent­fernt: Das Hy­un­dai Mo­tor­stu­dio Go­yang. Und das wer­den auch nur we­ni­ge Ko­rea­ner wis­sen: Es wur­de von Wie­nern ge­plant. Ar­chi­tek­tur­wett­be­werb ge­won­nen Wie kommt man zu so ei­nem un­ter Au­to­mo­bi­lis­ten doch pres­ti­ge­träch­ti­gen Pro­jekt? Im­mer­hin ist das Stu­dio nicht nur ei­ne Art Flagship-Store für den Au­to­er­zeu­ger - das De­sign soll auch gleich­zei­tig Pa­te ste­hen für al­le Hy­un­dai-Stand­or­te. Aus­ge­hend da­für war ein Wett­be­werb im Jahr 2011, zu dem ne­ben der Pla­nung des Mo­tor­stu­di­os auch ein De­si­gn­kon­zept für die Um­set­zung al­ler Hy­un­dai-Show­rooms welt­weit ent­wi­ckelt wird. Grund­la­ge war die "Mo­dern Pre­mi­um"-Stra­te­gie, mit der sich Hy­un­dai neu de­fi­nie­ren will. Die­se Stra­te­gie um­schreibt der Au­to­mo­bil­her­stel­ler mit Qua­li­tät, Tech­no­lo­gie, Funk­tio­na­li­tät, De­sign und Nach­hal­tig­keit. Al­so all das, wo­für ih­re Au­tos ste­hen sol­len, soll auch im Ob­jekt ab­ge­bil­det wer­den. Und so sand­te DMAA ih­re Plä­ne ein, um das sicht­bar zu ma­chen. "Glück­li­cher­wei­se ha­ben sich die Ver­ant­wort­li­chen von Hy­un­dai für un­se­ren Vor­schlag ent­schie­den", lie­ßen DMAA schrift­lich als kol­lek­ti­ve Ant­wort mit­tei­len. Das Kon­zept da­hin­ter? "Es gibt drei klar de­fi­nier­te Ele­men­te - Land­scape, Ver­ti­cal Green so­wie Shaped Sky. Die­se drei Ge­stal­tungs­ele­men­te do­mi­nie­ren den In­nen­raum des Mo­tor­stu­di­os, der durch ei­ne kla­re Struk­tur, Of­fen­heit und Trans­pa­renz de­fi­niert ist", um­reißt DMAA ihr Pla­nungs­kon­zept wei­ter, "ähn­lich ei­ner ur­ba­nen oder na­tür­li­chen Land­schaft." Das al­les auf 64.000 m². 2011 war der Wett­be­werb, zwei Jah­re spä­ter wur­de mit dem Bau be­gon­nen und jetzt ist das Mo­tor­stu­dio fer­tig. Wie das Au­to, so das Haus Gut, ein Au­to soll eben nach­hal­tig, (mög­lichst) um­welt­freund­lich, funk­tio­nell und auch op­tisch an­spre­chend sein. So ist dies im ar­chi­tek­to­ni­schen Kon­zept um­ge­setzt wor­den: Sat­tes Grün von In­door-Pflan­zen trifft auf dy­na­mi­sche For­men und tech­ni­sche De­tails, oh­ne al­ler­dings den Kern der Auf­ga­be - die Viel­zahl der Funk­tio­nen des Ge­bäu­des wie Mar­ken­zen­trum, The­men­park, Ser­vice und Bü­ros un­ter ei­nem Dach zu ver­ei­nen - in den Hin­ter­grund tre­ten zu las­sen. Schlich­te For­men­spra­che da­für im Bü­ro am Mit­ter­steig. Schließ­lich ar­bei­tet man ja am krea­tivs­ten, wenn der Kopf frei von Ein­flüs­sen ist. Beim Vor­bei­ge­hen darf man sich aber den­ken: Die wa­ren das, die das Hy­un­dai Mo­tor­stu­dio ge­plant ha­ben. [ci­te1]

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