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Starker Wiener Investmentmarkt

1,8 Milliarden Euro Transaktionsvolumen im 1. HJ

von Stefan Posch

2018 wird für den Investmentmarkt in Wien wohl wieder ein umsatzstarkes Jahr. Bereits im ersten Halbjahr betrug das Transaktionsvolumen laut Update Büro- und Investmentmarktbericht von Otto Immobilien 1,8 Milliarden Euro. Im Gegensatz zum Vorjahr, in dem klassische Bürotransaktionen einen Großteil des Umsatzes ausmachten, dominierten heuer Handels- sowie einige großvolumige Hotelimmobilien, hierbei insbesondere der Verkauf des Kika/Leiner Portfolios und des Motel One am Westbahnhof. Im Bürobereich wurde soeben das Objekt "Der Adler und die Ameise" in der Nähe des Gasometers im Submarkt Erdberg (St. Marx) an TH Real Estate verkauft (immoflash berichtete).
Die Spitzenrendite für Büroimmobilien lag zum Ende des 2. Quartals stabil bei unter 4 Prozent, "wobei zu betonen ist, dass dieser Wert nur für absolute Spitzenobjekte in Toplagen erreicht werden kann", so Christoph Lukaschek, Abteilungsleiter Investment bei Otto Immobilien. Büroobjekte abseits der Spitzenlagen, die nicht zwingend neuwertig, aber aufgrund der Vermietungssituation für institutionelle Investoren geeignet sind, werden mittlerweile für Renditen gehandelt, die sich denen im Core-Segment annähern, weiß Lukaschek. Vor allem in den letzten beiden Quartalen haben sich diese deutlich verringert und bewegen sich derzeit zwischen 4,5 und 5,0 Prozent.
Positive Zahlen gibt es auch vom Wiener Büromarkt zu berichten. So lag etwa die Vermietungsleistung moderner Flächen im 2. Quartal um 84 Prozent höher als im Vergleichszeitraum 2017.
"Viele Technologieunternehmen sind derzeit am Markt und suchen Flächen", weiß Alexander Fenzl, Prokurist und Leiter des gewerblichen Maklerteams bei Otto Immobilien. Als klare Trends sieht Otto Immobilien die hohe Anzahl an kleineren Vermietungen unter 500 m² - und weiterhin eine große Nachfrage nach gemeinschaftlich genützter Büroinfrastruktur. "Im ersten Halbjahr wurden in Wien rund 10.000 m² Co-Working Flächen vermietet. Wir erwarten bis zum Jahresende weitere Vermietungen und gehen davon aus, dass diese Nutzergruppe mehr getätigten Prognose von rund 190.000 m² an Vermietungsleistung für 2018", so die Einschätzung von Fenzl.

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Premiere in Wien

Erstes strukturiertes Bieterverfahren für Wohnung

von Stefan Posch

Erstmals wird in Wien ein strukturiertes Bieterverfahren für eine einzelne Wohnung durchgeführt. EHL Wohnen wurde vom Entwickler Strabag Real Estate Österreich beauftragt, ein Bieterverfahren für ein Luxuspenthouse am Standort des ehemaligen Kurier-Gebäudes in der Lindengasse im siebten Wiener Gemeindebezirk durchzuführen.
"Luxusimmobilien sind immer Einzelstücke, aber gerade bei diesem Objekt gibt es im Hinblick auf Ausstattung, Ausblick und Lage praktisch nichts Vergleichbares", erklärt David Breitwieser, Prokurist EHL Wohnen. Daher gebe es auch keine Vergleichswerte, anhand derer man einen Preis festsetzen könnte. Im Bieterverfahren bildet sich der Verkaufspreis auf Basis konkreter Angebote. "Das sichert dem Käufer einen fairen Preis und da wir über das öffentliche Bieterverfahren einen sehr großen Kreis potenzieller Käufer erreichen, kann auch der Entwickler mit einem optimalen Verkaufsergebnis rechnen", so Breitwieser weiter.
Das Penthouse mit 230 m² Wohnfläche, 200 m² Terrassen und 97 m² Dachterrasse entsteht im Rahmen des Gesamtprojektes "Über den Linden", das insgesamt 103 freifinanzierten Eigentumswohnungen umfasst. Durch Zusammenlegung mit Flächen im darunterliegenden OG 11 kann sogar eine gesamte Wohnfläche von ca. 550 m² erzielt werden. Das Penthouse garantiere einen unverbaubaren 360 Grad-Rundblick über Wien und komme ohne platzmindernde Dachschrägen aus, heißt es in einer Aussendung der EHL Wohnen.
"Der Markt für Luxuswohnungen in Wien ist nach wie vor sehr aktiv, jedoch steigen auch die Ansprüche der Wohnungskäufer", erklärt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. "Objekte müssen zu 100 Prozent den Wünschen der Kunden entsprechen, um diese auch wirklich erfolgreich vermarkten zu können." Das Penthouse in der Lindengasse sei in dieser Hinsicht perfekt durchdacht, so Ehlmaier, der von einem regem Interesse an diesem Bieterverfahren ausgeht.
Verbindliche Angebote können bis zum 14. September 2018, 13 Uhr, mittels einem verschlossenem Kuvert beim Treuhänder abgegeben werden.

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Deutscher Mietanstieg langsamer

Aber Einfamilienhäuser mit enormem Preisauftrieb

von Gerhard Rodler

Der F+B-Wohn-Index Deutschland als Durchschnitt der Preis- und Mietentwicklung von Wohnimmobilien für alle Gemeinden in Deutschland stieg im 2. Quartal 2018 im Vergleich zum Vorquartal um 1,6 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,9 Prozent.
Die Wachstumsdynamik schwächt sich damit deutlich ab. Einzig das Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser verzeichnet eine deutlich ansteigende Preisentwicklung.
Hier stiegen die Preise zum Vorquartal 1/2018 um 2,6 Prozent. - nach 3,8 Prozent. im Vergleich von Q4/2017 zu Q1/2018. Damit scheinen die beim Preisanstieg über viele Jahre führenden Eigentumswohnungen nachhaltig auf den zweiten Platz zu rutschen, die zwischen Q2/2018 und Q1/2018 - wie im Wohn-Index 1-2018 - bei 1,2 Prozent. Preisanstieg verharrten. Im Vergleich zum Vorjahresquartal 2/2017 übertrafen nur noch Einfamilienhäuser mit 6,5 Prozent. den Durchschnittswert des F+B-Wohn-Index von 4,9 Prozent., während erstmalig auch im Jahresvergleich die Eigentumswohnungen mit 4,5 Prozent. leicht darunter lagen. Mittlerweile ist damit vor allem der Ein- und Zweifamilienhausbereich maßgeblich für die Gesamtperformance des Wohn-Index verantwortlich.
Im Gegensatz dazu bewegten sich die Bestandsmieten bundesweit im Vergleich von Q2/2018 zum Vorquartal mit +0,3 Prozent weiterhin nahezu seitwärts.

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3SI saniert Zinshaus Am Tabor 8

Aufwendige Sanierung mit Steinmetztechnik

von Stefan Posch

In Wien sorgt der verstärkte Schutz von Häusern, die vor 1945 erbaut wurden, für Aufregung in der Immobilienbranche. Die Realisierung von zig Projekten, bei denen ein Abriss Voraussetzung ist, stehen auf dem Spiel. Bei einem Gründerzeithaus im zweiten Bezirk ist die 3SI Immogroup einen anderen Weg gegangen und setzte bei der Sanierung auf eine altbewährte und aufwendige Steinmetztechnik.
"Unser Engagement richtet sich in eine komplett andere Richtung", erzählt Michael Schmidt, Geschäftsführer der 3SI Immogroup: "Wir bewahren die alte Bausubstanz und setzen auf handwerkliche anspruchsvolle Methoden bei der Sanierung unserer Zinshäuser. Diese sind zwar oft kosten- und zeitintensiv, bringen aber schlussendlich tolle Ergebnisse."
Bei der Sanierung des Gründerzeithauses Am Tabor 8 wurde die traditionelle mehr als hundert Jahre alte Methode des Stockens, die nur noch von wenigen Steinmetzen angewendet wird, eingesetzt. Beim sogenannten Stocken wird für erhärtete Stein- oder Betonoberflächen der Stockhammer eingesetzt. Mit pyramidenförmigen Zähnen wurden in erster Linie die Stiegen des Gründerzeithauses behandelt. Dank der Bearbeitungsmethode erhielten die bei dem Haus in Mitleidenschaft gezogenen Steine der Stiegen eine ansprechende raue, matte Oberfläche, die zudem rutsch- und trittsicher ist.

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Wohnanlage max.living in St. Pölten übergeben

49 Mietwohnungen im Quartier Zentral

von Stefan Posch

Kürzlich wurde die Wohnhausanlage max.living in St. Pölten vom Projektentwickler Corag übergeben. Die 49 Mietwohnungen sind Teil des Quartier Zentral am ehemaligen Jägerbau-Areal im neuen Gesundheitsbezirk von St. Pölten. Investoren sind Semper Constantia Immo Invest und VBV-Vorsorgekasse.
Die Wohneinheiten werden unter dem Motto "Mieten schöner als Eigentum" vermarktet.
"Wir freuen uns besonders darüber, dass wir die Wohnhausanlage termingerecht fertigstellen konnten und jetzt bereits die ersten Mieter das Haus besiedelt haben" sagt Ralph Bezjak, geschäftsführender Gesellschafter von Corag. Die Vermietungslage sei ausgezeichnet. "Mit der Projektentwicklung Quartier Zentral ist es uns gelungen, die drei größten institutionellen Immobilieninvestoren Österreichs von Investitionen in St. Pölten zu überzeugen, wobei die ausgezeichnete Lage im neuen Gesundheitsbezirk ein wichtiges Argument war. Wir liegen in der Umsetzung exakt im Plan und rechnen auch weiterhin mit einer flüssigen Fertigstellung der weiteren Bauphasen", so Bezjak weiter.

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Allianz und Quest kaufen in Hamburg

Büro- und Geschäftsgebäude Überseehaus erworben

von Stefan Posch

Allianz und Quest Investment Partners haben die Multi-Tenant-Immobilie Überseehaus am Baumwall 5-7 in Hamburg erworben. Das Büro- und Geschäftsgebäude wurde in den 80er Jahren erbaut und verfügt über rund 11.300 m2 größtenteils vermietete Fläche. Ziel sei es, das neungeschossige Gebäude in Lage mit Blickbezügen zur Speicherstadt, Elbphilharmonie und zum Hamburger Hafen im Zuge eines Joint Ventures zu repositionieren, heißt es in einer Aussendung der Käufer. Quest wird dabei das aktive Asset- und Projektmanagement übernehmen. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
"Es freut uns, dass wir mit dem Überseehaus unser erstes manage-to-core-Projekt in Hamburg erwerben konnten", sagt Annette Kröger, CEO der Allianz Real Estate Germany. "Wir sehen für dieses traditionsreiche Haus mit seiner markanten Architektur große Entwicklungsmöglichkeiten. Zudem freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit Quest Investment Partners."
"Dass wir die Allianz mit unserer bisherigen Arbeit überzeugen und als Partner für dieses attraktive Projekt gewinnen konnten, ist für uns eine schöne Bestätigung unserer Investmentstrategie", sagt Jan Rouven Künzel, geschäftsführender Gesellschafter von Quest. "In den nächsten Jahren soll die Immobilie Stück für Stück modernisiert und repositioniert werden. Mit den effizienten Büroflächen in bester Elblage mit Blickbezügen auf die Elbphilharmonie und den Hafen wird das Objekt mittelfristig optimal am Hamburger Immobilienmarkt neu ausgerichtet werden können."

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100. all-in99 Wohnung übergeben

Konzept von ÖKO-Wohnbau für leistbaren Wohnraum

von Stefan Posch

Leistbares Wohnen gehört zu den brennendsten Fragen im kommunalen Wohnbau. ÖKO-Wohnbau hat für den Bau von leistbaren Wohnraum das Konzept all-in99 geschaffen. Dabei wird auf standardisierte Planung anstelle von teuren Individualprojekten und auf Pacht anstattt von Grundstückserwerb gesetzt. Jetzt wurde die 100. all-in99 Wohnung in Hartberg übergeben.
"Für alle, die langfristig für ihre Erbengeneration vorsorgen möchten, ist all-in99 ein ideales Produkt", erklärt Wolfgang P. Stabauer, Geschäftsführender Gesellschafter der ÖKO-Wohnbau. "Ein besonderes Argument für all-in99 ist die Bauweise. Die Gebäude werden in einer ökologisch nachhaltigen Massivholzbauweise errichtet."
Zudem sei das Baurecht "die moderne Form des Grundstückserwerbes" und europaweit, beispielsweise in der Schweiz oder in Finnland, bereits weit verbreitet. "Leider orten wir dem Baurecht gegenüber immer noch etwas Skepsis zu, was wahrscheinlich auch an den mangelnden Informationen darüber liegt", so Stabauer weiter.

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FCR Immobilien mit Kapitalerhöhung

71.437 neue Aktien zu je 14,00 Euro

von Stefan Posch

Der auf Retail spezialisierter Münchner Investor FCR Immobilien hat im Rahmen einer Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital 71.437 neue Aktien zu je 14,00 Euro je Aktie platziert. Das Eigenkapital erhöht sich dadurch um 1 Millionen Euro, was einer Steigerung um 13 Prozent entspricht. Das Grundkapital der FCR Immobilien AG erhöht sich von 4.148.151,00 Euro um 71.437,00 Euro auf nunmehr 4.219.588,00 Euro. Durch die Kapitalerhöhung, die im Rahmen einer Privatplatzierung durchgeführt wurde, erhöht sich der Streubesitz der FCR Immobilien auf insgesamt 20,5 Prozent. "Wir haben mit der Kapitalmaßnahme unsere Aktionärsbasis ausgeweitet und damit unsere Kapitalmarktfähigkeit weiter erhöht. Die zufließenden Mittel werden wir in den Ausbau unseres Immobilienportfolios investieren", so Falk Raudies, Gründer und Vorstand der FCR Immobilien.

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Kompendium der Einzlehandelsimmobilie

Bildung zum Tag:

von Stefan Posch

Der Onlinehandel hat eine enorme Auswirkung auf den Einzelhandel und dessen Immobilienmarkt. Grund genug sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Helfen kann dabei etwa das Praxis- und Rechtshandbuch "Kompendium der Einzelhandelsimmobilie", das nun für die 2. Auflage überarbeitet und aktualisiert wurde. In der Marktanalyse wurden die Auswirkungen des Online-Handels auf Städte, Regionen, Standorte, Mietpreisentwicklung und auf einzelne Assetklassen innerhalb der Handelsimmobilie untersucht und die zukünftige Bedeutung der Gastronomie beleuchtet. Die Kapitel 2 bis 5 beschäftigen sich mit den Grundlagen und Trends im Handel und ihren Implikationen auf Standorte, Betriebsformen und Konzepte. Die Kapitel 6 bis 9 behandeln die wesentlichen öffentlich-rechtlichen Rahmen-bedingungen, Vorgaben und Handlungsmöglichkeiten. Die Kapitel 10 bis 12 schließlich befassen sich mit zentralen zivilrechtlichen Fragen, die bei der Realisierung neuer Objekte oder Restrukturierung von Bestandsobjekten zu beachten sind.
Die Herausgeber des Handbuches sind Thomas Lüttgau und Thomas Elsner (Partner der Lenz und Johlen Rechtsanwälte Partnerschaft, Köln) sowie Joachim Stumpf (Geschäftsführer der BBE Handelsberatung und der IPH Handelsimmobilien, München). Das Buch wurde von der Immobilien Zeitung Verlagsgesellschaft herausgegeben.

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Aber Einfamilienhäuser mit enormem Preisauftrieb

Deutscher Mietanstieg langsamer

von Gerhard Rodler

Der F+B-Wohn-In­dex Deutsch­land als Durch­schnitt der Preis- und Miet­ent­wick­lung von Wohn­im­mo­bi­li­en für al­le Ge­mein­den in Deutsch­land stieg im 2. Quar­tal 2018 im Ver­gleich zum Vor­quar­tal um 1,6 Pro­zent, im Ver­gleich zum Vor­jah­res­quar­tal um 4,9 Pro­zent.
Die Wachs­tums­dy­na­mik schwächt sich da­mit deut­lich ab. Ein­zig das Seg­ment der Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­ser ver­zeich­net ei­ne deut­lich an­stei­gen­de Preis­ent­wick­lung.
Hier stie­gen die Prei­se zum Vor­quar­tal 1/2018 um 2,6 Pro­zent. - nach 3,8 Pro­zent. im Ver­gleich von Q4/2017 zu Q1/2018. Da­mit schei­nen die beim Preis­an­stieg über vie­le Jah­re füh­ren­den Ei­gen­tums­woh­nun­gen nach­hal­tig auf den zwei­ten Platz zu rut­schen, die zwi­schen Q2/2018 und Q1/2018 - wie im Wohn-In­dex 1-2018 - bei 1,2 Pro­zent. Preis­an­stieg ver­harr­ten. Im Ver­gleich zum Vor­jah­res­quar­tal 2/2017 über­tra­fen nur noch Ein­fa­mi­li­en­häu­ser mit 6,5 Pro­zent. den Durch­schnitts­wert des F+B-Wohn-In­dex von 4,9 Pro­zent., wäh­rend erst­ma­lig auch im Jah­res­ver­gleich die Ei­gen­tums­woh­nun­gen mit 4,5 Pro­zent. leicht dar­un­ter la­gen. Mitt­ler­wei­le ist da­mit vor al­lem der Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­haus­be­reich maß­geb­lich für die Ge­samt­per­for­mance des Wohn-In­dex ver­ant­wort­lich.
Im Ge­gen­satz da­zu be­weg­ten sich die Be­stands­mie­ten bun­des­weit im Ver­gleich von Q2/2018 zum Vor­quar­tal mit +0,3 Pro­zent wei­ter­hin na­he­zu seit­wärts.

Aufwendige Sanierung mit Steinmetztechnik

3SI saniert Zinshaus Am Tabor 8

von Stefan Posch

In Wien sorgt der ver­stärk­te Schutz von Häu­sern, die vor 1945 er­baut wur­den, für Auf­re­gung in der Im­mo­bi­li­en­bran­che. Die Rea­li­sie­rung von zig Pro­jek­ten, bei de­nen ein Ab­riss Vor­aus­set­zung ist, ste­hen auf dem Spiel. Bei ei­nem Grün­der­zeit­haus im zwei­ten Be­zirk ist die 3SI Im­mo­group ei­nen an­de­ren Weg ge­gan­gen und setz­te bei der Sa­nie­rung auf ei­ne alt­be­währ­te und auf­wen­di­ge Stein­metz­tech­nik.
"Un­ser En­ga­ge­ment rich­tet sich in ei­ne kom­plett an­de­re Rich­tung", er­zählt Mi­cha­el Schmidt, Ge­schäfts­füh­rer der 3SI Im­mo­group: "Wir be­wah­ren die al­te Bau­sub­stanz und set­zen auf hand­werk­li­che an­spruchs­vol­le Me­tho­den bei der Sa­nie­rung un­se­rer Zins­häu­ser. Die­se sind zwar oft kos­ten- und zeit­in­ten­siv, brin­gen aber schluss­end­lich tol­le Er­geb­nis­se."
Bei der Sa­nie­rung des Grün­der­zeit­hau­ses Am Ta­bor 8 wur­de die tra­di­tio­nel­le mehr als hun­dert Jah­re al­te Me­tho­de des Sto­ckens, die nur noch von we­ni­gen Stein­met­zen an­ge­wen­det wird, ein­ge­setzt. Beim so­ge­nann­ten Sto­cken wird für er­här­te­te Stein- oder Be­to­no­ber­flä­chen der Stock­ham­mer ein­ge­setzt. Mit py­ra­mi­den­för­mi­gen Zäh­nen wur­den in ers­ter Li­nie die Stie­gen des Grün­der­zeit­hau­ses be­han­delt. Dank der Be­ar­bei­tungs­me­tho­de er­hiel­ten die bei dem Haus in Mit­lei­den­schaft ge­zo­ge­nen Stei­ne der Stie­gen ei­ne an­spre­chen­de raue, mat­te Ober­flä­che, die zu­dem rutsch- und tritt­si­cher ist.
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49 Mietwohnungen im Quartier Zentral

Wohnanlage max.living in St. Pölten übergeben

von Stefan Posch

Kürz­lich wur­de die Wohn­haus­an­la­ge max.li­ving in St. Pöl­ten vom Pro­jekt­ent­wick­ler Co­r­ag über­ge­ben. Die 49 Miet­woh­nun­gen sind Teil des Quar­tier Zen­tral am ehe­ma­li­gen Jä­ger­bau-Are­al im neu­en Ge­sund­heits­be­zirk von St. Pöl­ten. In­ves­to­ren sind Sem­per Con­stan­tia Im­mo In­vest und VBV-Vor­sor­ge­kas­se.
Die Wohn­ein­hei­ten wer­den un­ter dem Mot­to "Mie­ten schö­ner als Ei­gen­tum" ver­mark­tet.
"Wir freu­en uns be­son­ders dar­über, dass wir die Wohn­haus­an­la­ge ter­min­ge­recht fer­tig­stel­len konn­ten und jetzt be­reits die ers­ten Mie­ter das Haus be­sie­delt ha­ben" sagt Ralph Bez­jak, ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter von Co­r­ag. Die Ver­mie­tungs­la­ge sei aus­ge­zeich­net. "Mit der Pro­jekt­ent­wick­lung Quar­tier Zen­tral ist es uns ge­lun­gen, die drei größ­ten in­sti­tu­tio­nel­len Im­mo­bi­li­en­in­ves­to­ren Ös­ter­reichs von In­ves­ti­tio­nen in St. Pöl­ten zu über­zeu­gen, wo­bei die aus­ge­zeich­ne­te La­ge im neu­en Ge­sund­heits­be­zirk ein wich­ti­ges Ar­gu­ment war. Wir lie­gen in der Um­set­zung ex­akt im Plan und rech­nen auch wei­ter­hin mit ei­ner flüs­si­gen Fer­tig­stel­lung der wei­te­ren Bau­pha­sen", so Bez­jak wei­ter.
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Büro- und Geschäftsgebäude Überseehaus erworben

Allianz und Quest kaufen in Hamburg

von Stefan Posch

Al­li­anz und Quest In­vest­ment Part­ners ha­ben die Mul­ti-Ten­ant-Im­mo­bi­lie Über­see­haus am Baum­wall 5-7 in Ham­burg er­wor­ben. Das Bü­ro- und Ge­schäfts­ge­bäu­de wur­de in den 80er Jah­ren er­baut und ver­fügt über rund 11.300 m2 größ­ten­teils ver­mie­te­te Flä­che. Ziel sei es, das ne­unge­schos­si­ge Ge­bäu­de in La­ge mit Blick­be­zü­gen zur Spei­cher­stadt, Elb­phil­har­mo­nie und zum Ham­bur­ger Ha­fen im Zu­ge ei­nes Joint Ven­tures zu re­po­si­tio­nie­ren, heißt es in ei­ner Aus­sen­dung der Käu­fer. Quest wird da­bei das ak­ti­ve As­set- und Pro­jekt­ma­nage­ment über­neh­men. Zum Kauf­preis wur­de Still­schwei­gen ver­ein­bart.
"Es freut uns, dass wir mit dem Über­see­haus un­ser ers­tes ma­na­ge-to-co­re-Pro­jekt in Ham­burg er­wer­ben konn­ten", sagt An­net­te Krö­ger, CEO der Al­li­anz Re­al Es­ta­te Ger­ma­ny. "Wir se­hen für die­ses tra­di­ti­ons­rei­che Haus mit sei­ner mar­kan­ten Ar­chi­tek­tur gro­ße Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten. Zu­dem freu­en wir uns auf die Zu­sam­men­ar­beit mit Quest In­vest­ment Part­ners."
"Dass wir die Al­li­anz mit un­se­rer bis­he­ri­gen Ar­beit über­zeu­gen und als Part­ner für die­ses at­trak­ti­ve Pro­jekt ge­win­nen konn­ten, ist für uns ei­ne schö­ne Be­stä­ti­gung un­se­rer In­vest­ment­stra­te­gie", sagt Jan Rou­ven Kün­zel, ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter von Quest. "In den nächs­ten Jah­ren soll die Im­mo­bi­lie Stück für Stück mo­der­ni­siert und re­po­si­tio­niert wer­den. Mit den ef­fi­zi­en­ten Bü­ro­flä­chen in bes­ter El­bla­ge mit Blick­be­zü­gen auf die Elb­phil­har­mo­nie und den Ha­fen wird das Ob­jekt mit­tel­fris­tig op­ti­mal am Ham­bur­ger Im­mo­bi­li­en­markt neu aus­ge­rich­tet wer­den kön­nen."
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Konzept von ÖKO-Wohnbau für leistbaren Wohnraum

100. all-in99 Wohnung übergeben

von Stefan Posch

Leist­ba­res Woh­nen ge­hört zu den bren­nends­ten Fra­gen im kom­mu­na­len Wohn­bau. ÖKO-Wohn­bau hat für den Bau von leist­ba­ren Wohn­raum das Kon­zept all-in99 ge­schaf­fen. Da­bei wird auf stan­dar­di­sier­te Pla­nung an­stel­le von teu­ren In­di­vi­dual­pro­jek­ten und auf Pacht an­stattt von Grund­stücks­er­werb ge­setzt. Jetzt wur­de die 100. all-in99 Woh­nung in Hart­berg über­ge­ben.
"Für al­le, die lang­fris­tig für ih­re Er­ben­ge­ne­ra­ti­on vor­sor­gen möch­ten, ist all-in99 ein idea­les Pro­dukt", er­klärt Wolf­gang P. Sta­bau­er, Ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter der ÖKO-Wohn­bau. "Ein be­son­de­res Ar­gu­ment für all-in99 ist die Bau­wei­se. Die Ge­bäu­de wer­den in ei­ner öko­lo­gisch nach­hal­ti­gen Mas­siv­holz­bau­wei­se er­rich­tet."
Zu­dem sei das Bau­recht "die mo­der­ne Form des Grund­stücks­er­wer­bes" und eu­ro­pa­weit, bei­spiels­wei­se in der Schweiz oder in Finn­land, be­reits weit ver­brei­tet. "Lei­der or­ten wir dem Bau­recht ge­gen­über im­mer noch et­was Skep­sis zu, was wahr­schein­lich auch an den man­geln­den In­for­ma­tio­nen dar­über liegt", so Sta­bau­er wei­ter.
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71.437 neue Aktien zu je 14,00 Euro

FCR Immobilien mit Kapitalerhöhung

von Stefan Posch

Der auf Re­tail spe­zia­li­sier­ter Münch­ner In­ves­tor FCR Im­mo­bi­li­en hat im Rah­men ei­ner Ka­pi­tal­er­hö­hung aus ge­neh­mig­tem Ka­pi­tal 71.437 neue Ak­ti­en zu je 14,00 Eu­ro je Ak­tie plat­ziert. Das Ei­gen­ka­pi­tal er­höht sich da­durch um 1 Mil­lio­nen Eu­ro, was ei­ner Stei­ge­rung um 13 Pro­zent ent­spricht. Das Grund­ka­pi­tal der FCR Im­mo­bi­li­en AG er­höht sich von 4.148.151,00 Eu­ro um 71.437,00 Eu­ro auf nun­mehr 4.219.588,00 Eu­ro. Durch die Ka­pi­tal­er­hö­hung, die im Rah­men ei­ner Pri­vat­plat­zie­rung durch­ge­führt wur­de, er­höht sich der Streu­be­sitz der FCR Im­mo­bi­li­en auf ins­ge­samt 20,5 Pro­zent. "Wir ha­ben mit der Ka­pi­tal­maß­nah­me un­se­re Ak­tio­närs­ba­sis aus­ge­wei­tet und da­mit un­se­re Ka­pi­tal­markt­fä­hig­keit wei­ter er­höht. Die zu­flie­ßen­den Mit­tel wer­den wir in den Aus­bau un­se­res Im­mo­bi­li­en­port­fo­li­os in­ves­tie­ren", so Falk Rau­dies, Grün­der und Vor­stand der FCR Im­mo­bi­li­en.

Bildung zum Tag:

Kompendium der Einzlehandelsimmobilie

von Stefan Posch

Der On­line­han­del hat ei­ne enor­me Aus­wir­kung auf den Ein­zel­han­del und des­sen Im­mo­bi­li­en­markt. Grund ge­nug sich über ak­tu­el­le Ent­wick­lun­gen zu in­for­mie­ren. Hel­fen kann da­bei et­wa das Pra­xis- und Rechts­hand­buch "Kom­pen­di­um der Ein­zel­han­dels­im­mo­bi­lie", das nun für die 2. Auf­la­ge über­ar­bei­tet und ak­tua­li­siert wur­de. In der Markt­ana­ly­se wur­den die Aus­wir­kun­gen des On­line-Han­dels auf Städ­te, Re­gio­nen, Stand­or­te, Miet­preis­ent­wick­lung und auf ein­zel­ne As­set­klas­sen in­ner­halb der Han­dels­im­mo­bi­lie un­ter­sucht und die zu­künf­ti­ge Be­deu­tung der Gas­tro­no­mie be­leuch­tet. Die Ka­pi­tel 2 bis 5 be­schäf­ti­gen sich mit den Grund­la­gen und Trends im Han­del und ih­ren Im­pli­ka­tio­nen auf Stand­or­te, Be­triebs­for­men und Kon­zep­te. Die Ka­pi­tel 6 bis 9 be­han­deln die we­sent­li­chen öf­fent­lich-recht­li­chen Rah­men-be­din­gun­gen, Vor­ga­ben und Hand­lungs­mög­lich­kei­ten. Die Ka­pi­tel 10 bis 12 schließ­lich be­fas­sen sich mit zen­tra­len zi­vil­recht­li­chen Fra­gen, die bei der Rea­li­sie­rung neu­er Ob­jek­te oder Re­struk­tu­rie­rung von Be­stands­ob­jek­ten zu be­ach­ten sind.
Die Her­aus­ge­ber des Hand­bu­ches sind Tho­mas Lütt­gau und Tho­mas Els­ner (Part­ner der Lenz und Joh­len Rechts­an­wäl­te Part­ner­schaft, Köln) so­wie Joa­chim Stumpf (Ge­schäfts­füh­rer der BBE Han­dels­be­ra­tung und der IPH Han­dels­im­mo­bi­li­en, Mün­chen). Das Buch wur­de von der Im­mo­bi­li­en Zei­tung Ver­lags­ge­sell­schaft her­aus­ge­ge­ben.
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Witt-Dörring ist auf Rechtssachen der Projektentwicklung und auf Bauträger spezialisiert.Witt-Dörring ist auf Rechtssachen der Projektentwicklung und auf Bauträger spezialisiert.

Rechtssachen im Salon Real

Die Im­mo­bi­li­en­welt zu er­obern, war nicht lang­fris­tig ge­plan­te Stra­te­gie von Rechts­an­wäl­tin Da­nie­la Witt-Dör­ring. Mit ei­nem aus­ge­spro­che­nen Ta­lent für recht­lich kom­ple­xe An­ge­le­gen­hei­ten aus­ge­stat­tet, hat sie sich aber die­se Spe­zia­li­sie­rung schließ­lich aus­ge­sucht und ih­re her­aus­ra­gen­de Ex­per­ti­se er­ar­bei­tet. Das kann man über die CÄ­SAR-Sie­ge­rin 2014 im Be­reich 'Re­al Es­ta­te Con­sul­tin­g' ge­trost so sa­gen. So kam es auch nicht von un­ge­fähr, dass die lang­jäh­ri­ge Part­ne­rin der Kanz­lei We­ber & Co, Da­nie­la Witt-Dör­ring, von Mar­g­ret Funk an­ge­spro­chen wur­de, um in die Grün­dungs­rie­ge des Frau­en­netz­wer­kes Sa­lon Re­al ein­zu­stei­gen und dort die Wei­chen mit­zu­stel­len. Das Erst­ge­spräch zu die­sem Pro­jekt fand be­zeich­nen­der Wei­se in der früh­lings­haf­ten Al­lee zur Glo­ri­et­te, am Weg zum jähr­li­chen Früh­stück des Im­mo­bi­li­en Ma­ga­zins statt. Witt-Dör­ring war so­fort Feu­er und Flam­me für die­se Auf­ga­be und wirk­te tat­kräf­tig mit, als die Idee ei­ni­ge Mo­na­te spä­ter schließ­lich be­gann, For­men an­zu­neh­men. Die Ju­ris­tin ver­riet im Ge­spräch, dass sie sich da­mals sehr ge­schmei­chelt ge­fühlt hat. Es wun­dert aber nicht. Witt-Dör­ring hat nach Be­en­di­gung ih­rer bei­den Stu­di­en Jus und BWL so­fort das Schick­sal in die ei­ge­ne Hand ge­nom­men und ge­mein­sam mit ei­ner Stu­di­en­kol­le­gin ei­ne Kanz­lei ge­grün­det. "Ich wuss­te zu die­sem Zeit­punkt ein­fach schon, dass ich kei­ne be­son­ders gro­ße Eig­nung für Hier­ar­chi­en ha­be. Nicht, dass ich mich nicht auch in gro­ßen Struk­tu­ren zu­recht­fin­de - aber ich dach­te von An­fang an, dass mir mit mei­ner Aus­bil­dung, mei­ner gu­ten Ver­net­zung und mei­nem Kopf die Welt of­fen­steht." Die bei­den Ab­sol­ven­tin­nen be­gan­nen ih­re ers­ten Spo­ren dann prak­tisch mit al­lem zu ver­die­nen, was sich ak­qui­rie­ren ließ - ge­richt­li­che Tä­tig­kei­ten, Scha­dens­er­satz­fäl­le für Man­dan­ten aus der C-Schicht, Frau­en­be­ra­tung - und je­de Men­ge Or­ga­ni­sa­ti­ons­leis­tung. Bis ei­nes Ta­ges der Kanz­lei der ers­te Im­mo­bi­li­en­auf­trag er­teilt wur­de - ei­ne his­to­ri­sche Markt­hal­le in Bra­tis­la­va. Witt-Dör­ring er­ar­bei­te­te sich das nö­ti­ge Know-how für die­ses Pro­jekt im Al­lein­gang, re­cher­chier­te und büf­fel­te - und war am En­de er­staunt, dass al­le Be­tei­lig­ten mit der Leis­tung hoch­zu­frie­den wa­ren. So zu­frie­den, dass als Fol­ge­auf­trag die Ab­wick­lung ei­nes wei­te­ren Deals in der Slo­wa­kei be­auf­tragt wur­de, näm­lich Kauf ei­ner gro­ßen Braue­rei. Und so nahm die Emp­feh­lungs­schlei­fe ih­ren Lauf. "In den 90ern wur­de in der Im­mo­bi­li­en­welt ein 'wil­der Stil' ge­pflegt. Die Trans­ak­ti­ons­ge­schwin­dig­keit und das Ad­re­na­lin, ob al­les gut geht und die Kli­en­ten be­kom­men, was sie wol­len - das hat mich sehr ge­prägt." so Witt-Dör­ring über ihr En­ga­ge­ment. Stra­te­gi­sches Busi­ness De­ve­lop­ment gab es da­mals nicht in der Kanz­lei, die Spe­zia­li­sie­rung auf Zins­häu­ser und Bau­trä­ger kam dann von selbst. Mitt­ler­wei­le ist das an­ders. Nach der Tren­nung von ih­rer ers­ten Kanz­lei­part­ne­rin, die ein Rich­ter­amt über­nahm, kam die nächs­te Sta­ti­on mit Ste­fan We­ber. Sei­ne Wirt­schafts­kanz­lei bil­de­te den per­fek­ten Rah­men für Witt-Dör­rin­g's wei­te­re Schrit­te. Sie fand dort ge­nau das rich­ti­ge Um­feld, um sich ganz auf ih­re gro­ße Stär­ke zu fo­kus­sie­ren: Die Ver­trags­er­rich­tung. "Ein gu­ter Ver­trag ist die Ge­stal­tung ei­ner Win-Win-Si­tua­ti­on. So kön­nen spä­te­re Strei­tig­kei­ten weit­ge­hend vor­weg­ge­nom­men wer­den", sagt die Ex­per­tin aus jah­re­lan­ger Er­fah­rung. Ihr Be­rufs­le­ben be­reits in jun­gen Jah­ren selbst in die Hand zu neh­men, be­deu­te­te für die Rechts­an­wäl­tin, nicht zu zö­gern, die rich­ti­gen Fra­gen zu stel­len: "Die Kunst ist, sich die Ant­wor­ten auch wirk­lich an­zu­hö­ren und dann dar­aus die ei­ge­nen Schlüs­se zu zie­hen." Und nicht zu­letzt ist auch für die Be­ant­wor­tung von spe­zi­fi­schen Fra­gen der Bran­chen­kol­le­gin­nen der Sa­lon Re­al ins Le­ben ge­ru­fen wor­den. Für Witt-Dör­ring geht die Mis­si­on des Sa­lons aber dar­über hin­aus: "Der Sa­lon Re­al hat sich der ak­ti­ven För­de­rung der Mit­glie­der ver­schrei­ben. Wir er­mög­li­chen, dass auch je­ne mit In­for­ma­tio­nen ver­sorgt wer­den, die sonst zu­rück­hal­ten­der sind und wo­mög­lich nicht ak­tiv um Un­ter­stüt­zung bit­ten."

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Zahlreiche Vertreter der Immobilienwirtschaft lauschten gespannt den Vorträgen.Zahlreiche Vertreter der Immobilienwirtschaft lauschten gespannt den Vorträgen.

Schöne neue Proptech-Welt

Nir­gend­wo sonst klaf­fen Schein und Sein (noch) so sehr aus­ein­an­der wie bei der Di­gi­ta­li­sie­rung. Die­se heißt neu­er­dings Proptech, ist cool und mo­dern und macht da­her Mil­lio­nen und Aber­mil­lio­nen an In­ves­to­ren­gel­dern lo­cker. Den Pra­xis­test ha­ben in­des­sen erst we­ni­ge be­stan­den. Am En­de das Ta­ges war den Teil­neh­mern die Er­mü­dung schon an­zu­se­hen. Trotz DJs und der klas­si­schen Par­ty­lo­ca­ti­on in den So­fi­en­sä­len stand man lie­ber zu­sam­men und lüm­mel­te an der Bar, als ab­zu­ro­cken. Kein Wun­der: Im­mer­hin wa­ren an die­sem Tag 45 Spre­cher und 350 Er­folgs­ge­schich­ten rund um Proptech geis­tig zu ver­ar­bei­ten. Und die 20 Pit­ches in der obe­ren Eta­ge wa­ren mehr als nur über­lau­fen. In all dem Ge­drän­ge strahlt ein Mensch ganz be­son­ders: Ju­lia Arlt freut sich, und das sieht man ihr an. Ih­re ers­te Proptech-Ver­an­stal­tung in den Wie­ner So­fi­en­sä­len war, ab­ge­se­hen von der et­was schwie­ri­gen Akus­tik dort, so per­fekt, dass es nicht bes­ser hät­te sein kön­nen. Die meh­re­ren hun­dert Teil­neh­mer ka­men - und das war schon be­acht­lich - aus ganz Eu­ro­pa und den USA. Ein wirk­lich tol­ler Er­folg für die In­itia­to­rin der AP­TI, der Aus­tri­an Prop Tech In­itia­ti­ve - im­mer­hin kann die­ser Wie­ner Event gleich beim ers­ten mal mit zum Teil schon eta­blier­ten ähn­li­chen Ver­an­stal­tun­gen in New York, Lon­don und Ber­lin lo­cker mit­hal­ten. Den­noch. Ja­mes Ab­bert­hun­der lehnt ge­müt­lich in ei­ner Ecke, ein Glas in der Hand, und bringt es im Ge­spräch auf den Punkt: "Coo­ler Event, kei­ne Fra­ge, und fast le­bens­not­wen­dig für ei­ne neue Bran­che, um In­ves­to­ren und Star­tups zu­sam­men­zu­brin­gen und al­len ei­nen groß­ar­ti­gen Über­blick zu ge­ben. Aber was zum Teu­fel ist jetzt ei­gent­lich wirk­lich neu bei der Boom­bran­che Proptech?" Da­mit hat er nicht un­recht. In ge­wis­ser Wei­se ist die Proptech-Bran­che so et­was wie "al­ter Wein in neu­en Schläu­chen". Das, was heu­te Proptech heißt, gibt es in Wahr­heit seit Jahr­zehn­ten. Im­mo­bi­li­en.net war so et­was sei­ner­zeit, und al­le dar­auf fol­gen­den Im­mo­bi­li­en­bör­sen wie will­ha­ben.at, cont­haus oder die On­line Haus­ver­wal­tung eben­so. Und dann na­tür­lich das mit größ­ter Wahr­schein­lich­keit (zu­min­dest in Ös­ter­reich) er­folg­reichs­te Star­t­up in die­ser Hin­sicht, Im­moU­ni­ted mit sei­nen zahl­rei­chen Schwes­ter­un­ter­neh­men der Ro­land Schmid Group, die mitt­ler­wei­le nicht nur Ös­ter­reich, son­dern auch schon Deutsch­land im Sturm er­obern. Oder das ge­ra­de in Um­bau be­find­li­che Star­t­up zoomsqua­re mit dem wahr­schein­lich am in­ten­sivs­ten ak­qui­rier­ten Ri­si­ko­ka­pi­tal. Da­bei hat man fast den Ein­druck, dass Ri­si­ko­ka­pi­tal oh­ne En­de auf der Su­che nach In­vest­ments ist, und zwar nach der Ra­sen­mä­her­me­tho­de: Wenn in vie­le Pro­jek­te in­ves­tiert wird und es über­le­ben zu­min­dest zehn Pro­zent, ist es schon ein Ge­schäft für den Ka­pi­tal­ge­ber. Proptech, das ist ei­ne an­de­re, durch und durch ame­ri­ka­ni­sier­te Welt, wo auch das Schei­tern da­zu ge­hört und per se nichts Tra­gi­sches ist. In­ves­to­ren­gel­der wer­den aber auch in un­se­ren Brei­ten sehr ger­ne lo­cker ge­macht für die neue Boom­bran­che Proptech. In­ves­to­ren hor­chen auf Ein Bei­spiel aus Deutsch­land: Wund­er­flats, die On­line-Platt­form für mö­blier­te Apart­ments, ge­winnt Cre­a­t­hor Ven­ture, den VC Fonds Krea­tiv­wirt­schaft der IBB Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft, ECO­NA AG und Fa­mi­ly Of­fices als In­ves­to­ren und sam­melt 3 Mil­lio­nen Eu­ro ein. Die Fi­nan­zie­rungs­run­de dient neu­en Pro­dukt­in­no­va­tio­nen und wei­te­rem Wachs­tum. In den letz­ten vier Jah­ren hat sich die An­zahl mö­blier­ter Woh­nun­gen in Deutsch­land ver­dop­pelt. Da­mit man die­se Apart­ments ein­fach on­line mie­ten und ver­mie­ten kann, ha­ben Jan Ha­se und Ar­ka­di Jam­pol­ski 2015 das Proptech-Un­ter­neh­men Wund­er­flats ge­grün­det. Über Wund­er­flats kann man ei­ne mö­blier­te Woh­nung mit we­ni­gen Klicks für ei­nen Mo­nat oder län­ger mie­ten. Die Sharing Eco­no­my wird auch die Im­mo­bi­li­en­bran­che ver­än­dern. Chris­ti­an We­ni­ger, Part­ner bei Cre­a­t­hor: "Ähn­lich wie das Car-Sharing mehr und mehr den Au­to­kauf ab­löst, wird die lang­fris­ti­ge Bin­dung an ei­ne Woh­nung durch tem­po­rä­res Woh­nen, Hou­sing as a Ser­vice, er­setzt." Das gilt auch für den Bü­ro­be­reich, wo der US-An­bie­ter We­Work ei­ne ähn­li­che Ent­wick­lung ge­schafft hat wie Uber und Airb­nb: "Nur" mit ei­ner cle­ve­ren Um­set­zung der Sharing Eco­no­my-Idee ein Un­ter­neh­men mit ei­nem Mil­li­ar­den-Bör­se­wert bin­nen we­ni­ger Quar­ta­le aus dem Bo­den zu stamp­fen und welt­weit zu ex­pan­die­ren. Doug Cham­bers hat sein Star­t­up Field­Lens an We­Work gut ver­kauft und ist bei We­Work heu­te Vice Pre­si­dent: "Es geht im­mer um den Nut­zer und des­sen Wohl­be­fin­den. Wenn Sie heu­te zu We­Work kom­men, spü­ren Sie die Vi­bra­tio­nen. Es summt, die Nut­zer ma­chen auch un­ter­ein­an­der Ge­schäf­te, aber vor al­lem mo­ti­vie­ren sie sich ge­gen­sei­tig." Tat­säch­lich bie­tet We­Work nicht sehr viel an­de­res, als an­de­re Ser­vice Of­fice Pro­vi­der, nur zu ei­nem in al­ler Re­gel deut­lich hö­he­ren Miet­preis und mit ei­ner zwar hip­pen, aber al­les an­de­re als teu­er ge­bau­ten Aus­stat­tung. Den Un­ter­schied bei We­Work macht im Grun­de die ge­mein­sa­me Ideo­lo­gie des ge­gen­sei­ti­gen Hel­fens und Be­fruch­tens und der welt­wei­ten Ver­net­zung. Das hat We­Work zu ei­nem der bis jetzt in der PropTech-Sze­ne ganz we­ni­gen Mil­li­ar­den-Un­ter­neh­men ge­macht. Das ist die ei­ne Sei­te. Die an­de­re ist die­se: Auch wenn man ge­ra­de nach sol­chen Events wie­der Fu­ture:Proptech an­ders wahr­nimmt, auch wenn In­ves­to­ren und Star­tups glei­cher­ma­ßen das nicht so se­hen: Die Di­gi­ta­li­sie­rung der Im­mo­bi­li­en-Wirt­schaft be­schäf­tigt Ös­ter­reichs Füh­rungs­kräf­te in ho­hem Ma­ße, die Um­set­zung in stra­te­gi­sche Un­ter­neh­mens­kon­zep­te ist da­bei bis­lang aber deut­lich zu kurz ge­kom­men. Dies geht auch aus ei­ner ak­tu­el­len Um­fra­ge her­vor, die das Wie­ner Be­ra­tungs­un­ter­neh­men Ad­vi­cum Con­sul­ting durch­führ­te. Wäh­rend sich mehr als drei Vier­tel der Be­frag­ten aus Dienst­leis­tung, Han­del und In­dus­trie mit dem The­ma Di­gi­ta­li­sie­rung ak­tiv be­schäf­ti­gen und 43 Pro­zent de­ren Po­ten­zi­al für die Stei­ge­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit als hoch ein­stu­fen, ge­ben nur 10 Pro­zent an, dass Di­gi­ta­li­sie­rung in der Un­ter­neh­mens­stra­te­gie be­reits wei­test­ge­hend be­rück­sich­tigt wur­de. Die be­ste­hen­de di­gi­ta­le In­fra­struk­tur wird im Schnitt als bes­ten­falls mit­tel­mä­ßig ein­ge­stuft. Hin­sicht­lich der Re­le­vanz ver­schie­de­ner Tech­no­lo­gi­en gibt es sek­to­ren­spe­zi­fisch un­ter­schied­li­che Ein­schät­zun­gen. Im­mer­hin wer­den 3D-Druck und Aug­men­ted Rea­li­ty in der In­dus­trie schon jetzt als sehr re­le­vant ein­ge­stuft, wo­mit die Bau- und Im­mo­bi­li­en­bran­che hier so­gar ei­ne Vor­rei­ter­rol­le hat. Aber selbst in der Bau­bran­che lie­gen zwi­schen wahr­ge­nom­me­nem Hand­lungs­be­darf und tat­säch­li­chem Han­deln noch Wel­ten. Erst 6 % der Bau­un­ter­neh­men ver­wen­den bei­spiels­wei­se di­gi­ta­le Pla­nungs­in­stru­men­te. Und das in ei­ner Bran­che, wo je­der über BIM spricht und BIM bis da­to auch ei­ne der ganz we­ni­gen Proptech-Tech­no­lo­gi­en ist, die schon heu­te ei­ne ge­wis­se flä­chen­de­cken­de Re­le­vanz ha­ben. "Für die Ma­schi­nen­in­dus­trie, die Bau­bran­che und auch an­de­re mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men ist die Di­gi­ta­li­sie­rung der ak­tu­ell wich­tigs­te Trei­ber von Wachs­tum, In­no­va­ti­on und Pro­duk­ti­vi­tät. Im Wett­ren­nen um die Da­ten­ho­heit ist ein ho­hes In­no­va­ti­ons­tem­po ge­for­dert", be­ton­te Eli­sa­bet­ta Cas­tiglio­ni, CEO von A1 Di­gi­tal In­ter­na­tio­nal. Der Lei­ter des Be­reichs Ver­ti­cal Mar­ke­ting So­lu­ti­ons bei A1 Di­gi­tal, Fran­cis Ce­pe­ro, un­ter­strich die Not­wen­dig­keit von Di­gi­ta­li­sie­rung in der Bau­bran­che an­hand ei­nes prak­ti­schen Bei­spiels: "Die Kos­ten­op­ti­mie­rung des Fuhr­parks ei­ner Fir­ma, bei gleich­blei­ben­der Ge­samt­fahr­leis­tung, kann nach­weis­lich über 30 Pro­zent lie­gen. Die Mög­lich­kei­ten der Di­gi­ta­li­sie­rung in der Bau­bran­che ste­hen je­doch ak­tu­ell in star­kem Kon­trast zu der An­zahl der im­ple­men­tier­ten di­gi­ta­len In­itia­ti­ven." Die Re­le­vanz der Di­gi­ta­li­sie­rung für ihr Un­ter­neh­men wä­re zwar mitt­ler­wei­le beim Groß­teil der Bau­fir­men an­ge­kom­men, den­noch sei­en es erst sechs Pro­zent der Bau­un­ter­neh­men, die di­gi­ta­le Pla­nungs­in­stru­men­te der­zeit tat­säch­lich nutz­ten. Theo­re­tisch sind sich da al­le ei­nig: Un­ter­neh­men müs­sen sich mit Künst­li­cher In­tel­li­genz (KI) aus­ein­an­der­set­zen, sonst ver­lie­ren sie den An­schluss. In Deutsch­land hat sich die RICS da­mit de­tail­liert aus­ein­an­der­ge­setzt. Fa­zit: Wer sich nicht jetzt da­mit aus­ein­an­der­setzt, ris­kiert die ei­ge­ne Zu­kunft. Denn die Zu­kunft wird we­ni­ger von mensch­li­cher Ar­beits­kraft und stär­ker durch Tech­no­lo­gie ge­prägt sein. Das Fa­ci­li­ty Ma­nage­ment (FM) ist ins­be­son­de­re da­von be­trof­fen. Das ist vor al­lem auf ar­beits­in­ten­si­ve, sich wie­der­ho­len­de Tä­tig­kei­ten zu­rück­zu­füh­ren, die den Be­reich für die Au­to­ma­ti­sie­rung prä­des­ti­nie­ren. Der Be­richt be­leuch­tet so­wohl die po­si­ti­ven als auch die ne­ga­ti­ven Sei­ten die­ser Ent­wick­lung und gibt Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für Un­ter­neh­men. Chan­cen durch künst­li­che In­tel­li­genz Ralf Pil­ger, Ge­schäfts­füh­rer der WI­SAG Fa­ci­li­ty Ma­nage­ment Hes­sen GmbH & Co. KG: "Wie bei der Ein­füh­rung des Smart­pho­nes ist der­zeit noch nicht ab­seh­bar, wel­che Um­wäl­zun­gen sich für die Bran­che er­ge­ben. Fest steht al­ler­dings, dass für Teil­be­rei­che hö­her qua­li­fi­zier­te Mit­ar­bei­ter be­nö­tigt wer­den. Ei­ne Viel­zahl von Tä­tig­kei­ten wird ef­fi­zi­en­ter und ver­läss­li­cher aus­ge­führt. Ob Leis­tun­gen auf­grund der er­for­der­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen auch we­sent­lich güns­ti­ger wer­den, bleibt ab­zu­war­ten." Und Pil­ger wei­ter: "Das FM-Ser­vice­an­ge­bot wird durch neue Tech­no­lo­gi­en aus­ge­baut und da­mit für Kun­den at­trak­ti­ver. Ein Bei­spiel da­für ist der Ein­satz von KI bei der Aus­wer­tung ver­bau­ter Sen­so­rik für das so ge­nann­te 'preven­ti­ve main­ten­an­ce' oder 'on de­man­d'. Da­bei wer­den auch An­pas­sun­gen bei Nor­men oder ge­setz­li­chen Vor­ga­ben nö­tig sein. Wie wer­den z.B. Ge­währ­leis­tungs­an­sprü­che ge­si­chert, wenn kei­ne zy­kli­sche In­stand­hal­tung er­folgt? Auch be­darf es der Klä­rung, wer Ei­gen­tü­mer der durch den Ein­satz von KI ver­füg­ba­ren oder ge­won­ne­nen Da­ten ist. Nicht zu­letzt müs­sen sich die Markt­teil­neh­mer dar­über im Kla­ren sein, dass es mög­li­cher In­ves­ti­tio­nen in die Im­mo­bi­li­en selbst, aber auch auf Sei­ten der be­tei­lig­ten Dienst­leis­ter be­darf. Es bie­ten sich je­doch zahl­rei­che Chan­cen für un­se­re Bran­che. Da­her müs­sen die Un­ter­neh­men - un­ab­hän­gig von ih­rer Grö­ße - jetzt ak­tiv wer­den." Chris Ho­ar, Mit­grün­der von AI in FM: "Ge­mäß un­se­rer Stu­die soll­ten sich Un­ter­neh­men auf die Chan­cen kon­zen­trie­ren, die KI bie­tet, und dar­aus den größt­mög­li­chen Nut­zen zie­hen, bei gleich­zei­ti­ger Mi­ni­mie­rung von Ri­si­ken. So kön­nen sie Stra­te­gi­en, Zie­le und Fi­nanz­la­ge des Un­ter­neh­mens bes­ser steu­ern und kon­trol­lie­ren." Welt­weit in­des­sen schwillt die Flut an Ri­si­ko­ka­pi­tal wei­ter an. Bei der in die­sem Jahr zum zwei­ten Mal durch­ge­führ­ten MI­PIM PropTech Sum­mit in New York - das Im­mo­bi­li­en Ma­ga­zin war als ein­zi­ges deutsch­spra­chi­ges Me­di­um mit ei­nem Team da­bei - wur­de be­kannt, dass al­lein 2017 gan­ze 2,6 Mil­li­ar­den Dol­lar in PropTech-Start- ups flie­ßen. Laut CBIn­sights wa­ren das ge­ra­de ein­mal 277 Trans­ak­tio­nen. Da­bei sind das nur die gro­ßen Proptech-Fi­sche, die klei­nen Ein­per­so­nen-Grün­dun­gen (die frei­lich so­gar ei­nen Groß­teil der Mas­se aus­ma­chen dürf­ten) sind da na­tur­ge­mäß noch gar nicht er­fasst. Ös­ter­rei­cher Welt­spit­ze Da­bei sind Ös­ter­reichs cle­ve­re Proptech-Köp­fe üb­ri­gens Welt­spit­ze. Was Ro­land Schmid be­reits mit sat­ten Ge­win­nen be­le­gen konn­te (auch wenn es zur Zeit sei­ner Un­ter­neh­mens­grün­dung den Aus­druck Proptech noch gar nicht ge­ge­ben hat­te), be­wei­sen an­de­re wie­der­um auf in­ter­na­tio­na­ler Award-Ebe­ne. So schaff­te es bei dem US-PropTech Award nur ein US-Un­ter­neh­men auf den Sto­ckerl­platz, näm­lich Re­al Atom, ei­ne Fi­nan­zie­rungs­platt­form. Die an­de­ren bei­den: Aca­sa aus Groß­bri­tan­ni­en, das ei­ne Ad­mi­nis­tra­ti­ons­platt­form zur Be­triebs­kos­ten­ver­wal­tung für pri­va­te Haus­hal­te an­bie­tet - und die ös­ter­rei­chi­sche Fir­ma Plan­Ra­dar mit ih­rer Ge­bäu­de­do­ku­men­ta­ti­ons­soft­ware. Das ist in­so­fern be­mer­kens­wert, weil die Fi­nan­zie­rung von Proptech-Start-ups nir­gend­wo bes­ser or­ga­ni­siert ist als in den USA. Markt­füh­rer ist hier die New Yor­ker Me­ta­Prop. Grün­der und Ma­na­ging Di­rec­tor Aa­ron Block zum Im­mo­bi­li­en Ma­ga­zin: "Die Zahl der Star­tups im Proptech-Seg­ment ver­viel­facht sich von Mo­nat zu Mo­nat." Im Ge­gen­satz zu den meis­ten ös­ter­rei­chi­schen Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­men (be­mer­kens­wer­te Aus­nah­men sind et­wa die Bu­wog oder der Zins­haus­mak­ler Hu­dej) sind die klas­si­schen US-Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­men aber ex­trem tech­ni­kaf­fin. Da­zu ge­hört auch der Im­mo­bi­li­en­rie­se Sil­ver­stein Pro­per­ties (be­kannt als ehe­ma­li­ger Ei­gen­tü­mer des New Yor­ker World Tra­de Cen­ters). Des­sen CEO Mar­ty Bur­ger sagt dem Im­mo­bi­li­en Ma­ga­zin: "Im­mo­bi­li­en sind heu­te nicht mehr nur Ge­bäu­de, son­dern auch Da­ten über de­ren Nut­zer und Be­woh­ner und wie sie das Ge­bäu­de nut­zen und wie sie le­ben." Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft sei heu­te letzt­lich ein Dienst­leis­tungs­ge­wer­be, die Be­reit­stel­lung von Miet- oder Ei­gen­tums­flä­che nur noch ein klei­ner Teil der tat­säch­li­chen Wert­schöp­fung selbst bei Ent­wick­lern und Bau­trä­gern. Chris Grigg, CEO of Bri­tish Land, sieht das ganz ähn­lich: "Goog­le und Face­book zei­gen uns den Weg vor: Es dreht sich al­les um Big Da­ta, um das gro­ße Bild. Und wir be­fin­den uns an ei­ner Weg­ga­be­lung mit dem Ri­si­ko der rich­ti­gen Ent­schei­dung über die ein­ge­setz­ten Tech­no­lo­gi­en. Wer das jetzt rich­tig macht, wird ge­win­nen - egal ob er heu­te groß oder kein ist. Und um­ge­kehrt." Üb­ri­gens: Beim New Yor­ker PropTech-Event kam mitt­ler­wei­le je­der Vier­te aus Eu­ro­pa. Wir sind welt­weit am Auf­ho­len.

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