Trend: Renditen steigen wieder im Wohnbereich

Neubau teilweise billiger und gestiegene Mieten

von Leon Protz

Trendwende: Rendite steigt bei Wohnen wieder © AdobeStock Trendwende: Rendite steigt bei Wohnen wieder © AdobeStock
Ergebnisse aus der Datenbank "Projektimmo" zeigen, dass in vielen Bezirken die Renditen für Geldanlage in Wohnimmobilien erstmals wieder gestiegen sind. Im Rahmen der neuen Datenbank, die in Partnerschaft zwischen Immoservice Austria und der KE Wohnimmobilien entstand, werden die Renditen für Immobilienanlagen in Wohnimmobilien in ganz Österreich untersucht. Die Auswertung basiert auf der Erhebung der Mietpreise von Willhaben Österreich. Der partielle Anstieg der Renditen liegt vor allem an den zum Teil gesunkenen Preisen für neu errichtete Immobilien, aber auch an den fast überall gestiegenen Mieten. Signifikant ist nach wie vor der erhebliche Unterschied der Erträge.
Während in Wien in der Inneren Stadt nur 1,2 Prozent erzielt werden können, erreichen die Renditen beispielsweise in Bruck Mürzzuschlag schon wieder 3,9 Prozent und kratzen damit an der 4 Prozent Marke. Die regionalen Unterschiede sind zum Teil sehr hoch, was größtenteils an der Qualität der angebotenen Objekte liegt. Hier gilt die Faustregel: Je hochwertiger die Immobilie, desto geringer muss die Renditeerwartung sein, was vornehmlich an der schwierigeren Vermietbarkeit liegt. Auf absehbare Zeit weisen sämtliche Indikatoren darauf hin, dass die Renditen weiter steigen werden. Zum einen ist bei den Kaufpreisen für Immobilien kein signifikanter Anstieg in den kommenden 12 Monaten zu erwarten, es ist nach wie vor genug Angebot am Markt, bevor die Nachfrage wieder das Angebot bei weitem übersteigen wird. Zum anderen wird auch der Trend zur Miete weiter anhalten, da in naher Zukunft weder mit einer umfassenden Lockerung der KIM Verordnung noch mit drastisch fallenden Zinsen gerechnet werden kann. Die Anlageform Immobilie wird wieder attraktiver, wobei nach wie vor gilt, dass die Auswahl äußerst sorgfältig vorgenommen werden sollte. Ernst Kovacs, Geschäftsführer der KE Wohnimmobilien: „Als Investition eignen sich nur Wohnimmobilien mit optimalen Grundrissen und attraktiven Lagen, um eine langfristige und gute Vermietbarkeit zu erzielen.“
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Ich bin dabei: re.comm 2024

Karin Fuhrmann auf dem Real Estate Leaders Summit

von Karin Fuhrmann, Partnerin bei TPA Steuerberatung

Karin Fuhrmann © TPA Steuerberatung Karin Fuhrmann © TPA Steuerberatung
"Um optimale Lösungen zu finden, sind ständiges Lernen und kreatives Denken entscheidend. Besonders freue ich mich auf die erstklassigen Referent:innen und den bereichernden Austausch mit den anderen Teilnehmer:innen! Die re.comm ist für mich jedes Jahr ein erfrischendes Erlebnis in einer besonders entspannten Atmosphäre. Dieses hervorragende Event muss unterstützt und bewahrt werden."
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Immofinanz verkauft drei Büros in Polen

In Warschau für 28,5 Millionen Euro an die Echo Investment Group

von Leon Protz

Büroimmobilienkomplex in Warschau © Immofinanz Büroimmobilienkomplex in Warschau © Immofinanz
Die Immofinanz verkauft einen Büroimmobilienkomplex in Warschau an einen polnischen Immobilieninvestor. Die drei Bürogebäude gingen an die polnische Echo Investment Group. Der Transaktionswert beläuft sich auf 28,5 Millionen Euro. Der Bürokomplex befindet sich im Warschauer Business District Mokotów und hat eine Gesamtnutzfläche von rund 43.000 m². Der Verkauf steht im Einklang mit der Portfoliooptimierungsstrategie der Immofinanz und erfolgte in etwa zu Buchwerten. „Wir freuen uns über den erfolgreichen Verkauf im Rahmen unseres Portfoliooptimierungsprogramms und werden die frei werdende Liquidität wertschaffend in den Ausbau unserer innovativen Office- und Retaillösungen reinvestieren“, sagt Radka Doehring, Mitglied des Vorstands der Immofinanz.
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Ein Jahr Bestellerprinzip

Expert:innen-Round Table über die Auswirkungen und Hoffnungen

von Leon Protz

https://youtube.com/watch?v=7GGwUgZq_Ko
Das Bestellerprinzip wirkt sich stark auf die Branche aus. Das Immobilien Magazin hat deswegen eine Gesprächsrunde unter Top-Vertreter:innen der Branche organisiert. Gesprächspartner:innen waren:
+ Anton Holzapfel: Geschäftsführer, ÖVI
+ Anita Körbler: Gesellschafterin, trovato.immo
+ Josef Michelfeit: Immobilienberater Mietwohnungen, EHL Immobilien
+ Thomas Rohr: Geschäftsführender Gesellschafter, IMMOROHR Immobilien
+ Alexander Scheuch: Managing Director, Rustler Immobilientreuhand
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Generalprokuratur erwartet Bestätigung

IMMOBILIEN IM RECHT: Je länger die Prozesse, desto eher "halten" sie

von Gerhard Rodler

Lange Urteile - vor allem bei der Generalprokuratur - halten scheinbar länger.  © Adobe Stock/Spitzi-Foto Lange Urteile - vor allem bei der Generalprokuratur - halten scheinbar länger. © Adobe Stock/Spitzi-Foto
Es zeichnet sich scheinbar ab, dass bei besonders langen Prozessen die Urteile scheinbar tenendiziell eher halten. Zumindest die Generalprokuratur scheint dies naturgemäß so zu sehen. An den im Dezember 2020 über Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und die weiteren Angeklagten gesprochenen Urteilen im BUWOG-Prozess dürfte wohl nicht mehr zu rütteln sein - meint zumindest die  Generalprokuratur auf die zentralen Punkte bezogen. Der OGH ist grundsätzlich nicht an die Stellungnahme der Generalprokuratur gebunden, im Regelfall werden deren Stellungnahmen aber beachtet. Immerhin ist sie ja die höchste Staatsanwaltschaft der Republik, die als Rechtswahrerin auftritt. 
Der BUWOG-Prozess zieht sich immerhin über zwei Jahrzehnte. Anwälte berichten, dass sie einen Tendenz mutmaßen, dass insbesonders Prozesse, die sich über einen sehr langen Zeitraum erstrecken, tendenziell die Ersturteile eher bestätigt werden. Freilich gibt es hier auch öffentlichkeitswirksame Ausnahmen, wie beispielsweise im Prozess rund um Julius Meinl.
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Renaturierungsgesetz: Wer darf's?!

IMMOBILIEN IM RECHT: Rechts-Kompetenzstreit in der Regierung

von Gerhard Rodler

Am EU-Renaturierungsgesetz entzünden sich unterschiedliche Rechtsauffassungen. © Adobe Stock Am EU-Renaturierungsgesetz entzünden sich unterschiedliche Rechtsauffassungen. © Adobe Stock
Das Gesetz ist durch, aber der Streit im Vorfeld um das EU-Renaturierungsgesetz hat auch eine interessante rechtliche Komponente. So hat Bundeskanzler Karl Nehammer gestern, Sonntagabend den belgischen Ratsvorsitz darüber informiert, dass eine Zustimmung von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler zur EU-Renaturierung rechtswidrig wäre. Nach Rechtsauslagung des Bundeskanzleramtes - auch in einer Presseinformation mitgeteilt - müsse es "bei der bereits gemäß den üblichen Verfahren eingemeldeten Stimmenthaltung Österreichs bleiben". Bei Zustimmung gebe es eine Nichtigkeitsklage beim EuGH.
Damit betritt Österreich jedenfalls Neuland. Denn üblicherweise stimmt jeweils der/die anwesende zuständige Minister:in für das eigene Land rechtskräftig ab. So sieht das scheinbar auch der belgische Ratsvorsitz laut Medienberichten.
Das Bundeskanzleramt verwies  in einer Presseerklärung umgekehrt darauf, dass eine "aufrechte negative Stellungnahme der Bundesländer vorliegt und das notwendige Einvernehmen zwischen den betroffenen Bundesministerien fehlt". Sohin seien die Voraussetzungen für eine Zustimmung nicht gegeben. Der EU-Ratsvorsitz wiederum verweist darauf, dass innerösterreichische Auseiunandersetzungen den EU-Rat nichts angehen würden.
Auch aus rechtlicher Sicht ist daher der aktuelle Hick-Hack spannend.
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Gebührenbefreiung: Darauf ist zu achten

IMMOBILIEN IM RECHT: Durchführungserlass zeigt, worauf geschaut werden muss

von Leon Protz

AdobeStock_700936985.jpeg © AdobeStock AdobeStock_700936985.jpeg © AdobeStock
Ab 1.7.2024 kann für den Erwerb von Immobilien unter bestimmten Voraussetzungen die Befreiung von der Eintragungs- und Pfandrechtsgebühr beantragt werden. Der nun vorliegende Durchführungserlass zeigt, dass sich künftige Immobilieneigentümer:innen vorausschauend überlegen müssen, ob sie die Voraussetzungen für die Befreiung auch längerfristig erfüllen können. Zahlreiche Notariate sind daher in den letzten Wochen mit einer deutlich erhöhten Beratungstätigkeit im Zusammenhang mit Immobilienkäufen konfrontiert. Grund dafür ist, dass ab 1. Juli 2024 der Immobilienkauf unter ganz bestimmten Voraussetzungen und unter Einhaltung bestimmter Fristen von der Eintragungs- und Pfandrechtsgebühr befreit ist und damit erhebliche Nebenkosten eingespart werden können.
Um in den Genuss der Gebührenbefreiung zu kommen, muss der Grundbuchsantrag nach dem 30.6.2024 und vor dem 1.7.2026 gestellt werden. Nun wurde auch ein entsprechender Durchführungserlass zur Umsetzung der neuen Rechtslage veröffentlicht. In der Bevölkerung noch wenig bekannt ist die Tatsache, dass die Befreiung für 500.000 Euro pro Erwerbsvorgang bis zu einer Höchstsumme von 2 Millionen Euro gilt.
Im Klartext: Bei einem Ehepaar (bzw. eingetragenen Partnern), das sich zum Beispiel gemeinsam ein Haus um Euro 1 Millionen kauft, kann jeder der (Ehe-)Partner die Befreiung von der Grundbuchseintragungsgebühr (1,1 Prozent des Kaufpreises) für einen Erwerbsvorgang von 500.000 Euro beantragen. Dadurch erspart sich jeder (Ehe-)Partner 5.500 Euro. Im notariellen Beratungsalltag geht es häufig um den Erwerb von Liegenschaften im Erbwege oder durch Schenkung. Notar:innen weisen darauf hin, dass diese nicht unter die Gebührenbefreiung fallen, da nur entgeltliche Rechtsgeschäfte befreit sind. Schenken beispielsweise Eltern ihrer Tochter eine Liegenschaft samt einem darauf befindlichen, renovierungsbedürftigen Haus, muss die Eintragungsgebühr für den Erwerb durch Schenkung entrichtet werden. Nimmt die Tochter einen Kredit auf, der zu mehr als 90 Prozent für die Sanierung verwendet wird, gibt es auch keine Befreiung von der Pfandrechtsgebühr, da das Pfandrecht im Zusammenhang mit dem entgeltlichen Erwerb einer Liegenschaft stehen muss. Die Aufgabe der Notariate ist es, in der Beratung vorauszudenken und möglichst alle Eventualitäten im Sinne der Klient:innen einzubeziehen. Die Notarinnen und Notare legen daher großen Wert darauf, ihre Klient:innen über die Konsequenzen eines nachträglichen Wegfalls der Gebührenbefreiung innerhalb der 5 Jahres-Frist aufzuklären. Der Wegfall muss im Übrigen dem Gericht innerhalb eines Monats nach ihrem Eintritt aktiv angezeigt werden. Sofern der Mitteilungsverpflichtung nicht nachgekommen wird und das Gericht von sich aus feststellt, dass die Voraussetzungen für die Befreiung nicht oder nicht mehr vorliegen, kann zusätzlich zur Eintragungsgebühr auch eine Gebührenerhöhung vorgeschrieben werden. Wie realitätsnah ein solcher Wegfall sein kann, verdeutlicht die letzte Scheidungsstatistik der Statistik Austria aus dem Jahr 2022. Allein in diesem Jahr wurden in Österreich knapp 13.500 Ehen geschieden. Im selben Zeitraum wurden rund 46.500 Ehen standesamtlich geschlossen sowie knapp 1.600 eingetragene Partnerschaften begründet. Wenn beispielsweise ein Ehepaar (oder eingetragene Partner) mit einem dringenden Wohnbedürfnis gemeinsam eine Wohnung zu einem Gesamtkaufpreis von 600.000 Euro erwirbt, liegen die Voraussetzung für die Geltendmachung der Befreiung vor. Pro Erwerbsvorgang sind 300.000 Euro und somit der gesamte Kaufpreis von der Eintragungsgebühr befreit. Nach zwei Jahren wird die Ehe (Partnerschaft) einvernehmlich geschieden (aufgelöst) und die gemeinsame Wohnung verkauft. Jeder (Ehe-)Partner ist verpflichtet, binnen eines Monats das zuständige Gericht vom Wegfall der Befreiung zu informieren. Beiden wird die Eintragungsgebühr nachträglich vorgeschrieben. „Derzeit erbringen die Notariate eine wichtige Beratungsleistung, indem sie ihre Klient:innen aktiv über die praktischen Konsequenzen der neuen Rechtslage informieren. Für Immobilienkäufer:innen ist es daher wichtig, sich rechtzeitig bei ihren Notariaten zu erkundigen, ob die Voraussetzung für die bereits in Anspruch genommene Gebührenbefreiung nachträglich wegfallen könnte. So lassen sich teure Überraschungen vermeiden“, rät Notar Ulrich Voit, Pressesprecher der Österreichischen Notariatskammer, abschließend.
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Junge Immoprofis mit Vorbildfunktion

IMMOBILIEN IM RECHT: Die TOP100 der Immobilienwirtschaft unter 40 Jahren wurden ausgezeichnet

von Elisabeth K. Fürst

Die Stimmung bei den Preisträger:innen war gut. © Leadersnet/D. Mikkelsen Die Stimmung bei den Preisträger:innen war gut. © Leadersnet/D. Mikkelsen
Mit den "TheREAL100under40", zeichnet Leadersnet die innovativsten, kreativsten, spannendsten und einflussreichsten jungen Profis in der Immobilienbranche aus. Die Kandidat:innen, die das 40. Lebensjahr noch nicht erreicht haben durften, konnten sich in fünf Kategorien bewerben, die den Lebenszyklus einer Immobilie repräsentieren. Eine Jury hat dann die Botschafter, die sogenannten Ambassadors, für jede Lebenszyklusphase gewählt. Sie fungieren als Vorbilder und Sprecher ihrer Kategorie. Jede der fünf Lebenszyklusphasen hat ein Mentoring-Partner aus der Branche begleitet. Ausgezeichnet wurden die Ambassadors am 13. Juni 2024 in der Ottakringer Brauerei. Im Rahmen der PropTech Vienna wurde im Hefeboden zunächst geehrt und dann gefeiert.
Die Ambassadors von "TheREAL100under40" für das Jahr 2024/25 sind:

Evaluation & Data
Carmen Dilch, FH Wien der WKW
Clemens Fürhauser, Reinberg & Partner
Valentin Bauer, IMMOunited
Isabel Liebl, Reinberg & Partner,
Christoph Spiegelfeld, Spiegelfeld & Wohlgemuth

Finance & Law
Julia Fritz, PHH Rechtsanwält:innen
Nadja Holzer, STC Immobiliengruppe
Mariella Kapoun, CMS Reich Rohrwig Hainz Rechtsanwälte
Barbara Riegler, Handler Gruppe
Benedikt Stockert, FSM Rechtsanwälte
Gunther Hingshammer, IFA Institut für Anlageberatung

Plan & Build
Thomas Glanzer, Alukönigstahl
Rafael Lughammer, LZH Group
Lewis Probst, PBE Immobilien
Romy Schwenkert, Soravia
Oliver Zaininger, S+B Gruppe

Marketing & Sales
Iris Einwaller, epmedia
Nadja Hafez, Zeha Real Estate
Eleonora Kahlig, Contakt EDV
Lukas Sattlegger, Glorit Bausysteme
Karina Schunker, EHL Immobilien Gruppen

Operations
Caroline Aichholzer, Apcoa
Stephanie Ernst, Rainer Gruppe
Lukas Pusta-Katzian, Pusta & Partner
Simone Rongitsch, Pocket House
Albin Thunhart, ÖRAG
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Leonardo Hotels kauft 12 Hotels

1.522 Hotelzimmer in den Niederlanden von der Zien Group

von Elisabeth K. Fürst

Teil des Packages ist auch das Eden Hotel in Amsterdam. © Zien Group Teil des Packages ist auch das Eden Hotel in Amsterdam. © Zien Group
Leonardo Hotels gab den Erwerb der Zien Group und ihrer zwölf Hotels in den Niederlanden bekannt. Mit dieser Transaktion erweitert die Hotelgruppe ihr Portfolio um 1.522 Hotelzimmer. Die Übernahme beinhaltet bekannter Hotels in Amsterdam, darunter das Eden Hotel, das Lancaster Hotel und The Manor. Der Kaufvertrag wurde mit Tochtergesellschaften der KSL Capital Partners geschlossen, einem Investor in der Reise- und Freizeitbranche, und dessen Partner, der Garden Capital Group. Der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal 2024 erwartet.
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In Warschau für 28,5 Millionen Euro an die Echo Investment Group

Immofinanz verkauft drei Büros in Polen

von Leon Protz

Die Immofinanz verkauft einen Büroimmobilienkomplex in Warschau an einen polnischen Immobilieninvestor. Die drei Bürogebäude gingen an die polnische Echo Investment Group. Der Transaktionswert beläuft sich auf 28,5 Millionen Euro. Der Bürokomplex befindet sich im Warschauer Business District Mokotów und hat eine Gesamtnutzfläche von rund 43.000 m². Der Verkauf steht im Einklang mit der Portfoliooptimierungsstrategie der Immofinanz und erfolgte in etwa zu Buchwerten. „Wir freuen uns über den erfolgreichen Verkauf im Rahmen unseres Portfoliooptimierungsprogramms und werden die frei werdende Liquidität wertschaffend in den Ausbau unserer innovativen Office- und Retaillösungen reinvestieren“, sagt Radka Doehring, Mitglied des Vorstands der Immofinanz.

Expert:innen-Round Table über die Auswirkungen und Hoffnungen

Ein Jahr Bestellerprinzip

von Leon Protz

Das Bestellerprinzip wirkt sich stark auf die Branche aus. Das Immobilien Magazin hat deswegen eine Gesprächsrunde unter Top-Vertreter:innen der Branche organisiert. Gesprächspartner:innen waren:
+ Anton Holzapfel: Geschäftsführer, ÖVI
+ Anita Körbler: Gesellschafterin, trovato.immo
+ Josef Michelfeit: Immobilienberater Mietwohnungen, EHL Immobilien
+ Thomas Rohr: Geschäftsführender Gesellschafter, IMMOROHR Immobilien
+ Alexander Scheuch: Managing Director, Rustler Immobilientreuhand
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IMMOBILIEN IM RECHT: Je länger die Prozesse, desto eher "halten" sie

Generalprokuratur erwartet Bestätigung

von Gerhard Rodler

Lange Urteile - vor allem bei der Generalprokuratur - halten scheinbar länger. © Adobe Stock/Spitzi-Foto
Es zeichnet sich scheinbar ab, dass bei besonders langen Prozessen die Urteile scheinbar tenendiziell eher halten. Zumindest die Generalprokuratur scheint dies naturgemäß so zu sehen. An den im Dezember 2020 über Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und die weiteren Angeklagten gesprochenen Urteilen im BUWOG-Prozess dürfte wohl nicht mehr zu rütteln sein - meint zumindest die  Generalprokuratur auf die zentralen Punkte bezogen. Der OGH ist grundsätzlich nicht an die Stellungnahme der Generalprokuratur gebunden, im Regelfall werden deren Stellungnahmen aber beachtet. Immerhin ist sie ja die höchste Staatsanwaltschaft der Republik, die als Rechtswahrerin auftritt. 
Der BUWOG-Prozess zieht sich immerhin über zwei Jahrzehnte. Anwälte berichten, dass sie einen Tendenz mutmaßen, dass insbesonders Prozesse, die sich über einen sehr langen Zeitraum erstrecken, tendenziell die Ersturteile eher bestätigt werden. Freilich gibt es hier auch öffentlichkeitswirksame Ausnahmen, wie beispielsweise im Prozess rund um Julius Meinl.

IMMOBILIEN IM RECHT: Rechts-Kompetenzstreit in der Regierung

Renaturierungsgesetz: Wer darf's?!

von Gerhard Rodler

Am EU-Renaturierungsgesetz entzünden sich unterschiedliche Rechtsauffassungen. © Adobe Stock
Das Gesetz ist durch, aber der Streit im Vorfeld um das EU-Renaturierungsgesetz hat auch eine interessante rechtliche Komponente. So hat Bundeskanzler Karl Nehammer gestern, Sonntagabend den belgischen Ratsvorsitz darüber informiert, dass eine Zustimmung von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler zur EU-Renaturierung rechtswidrig wäre. Nach Rechtsauslagung des Bundeskanzleramtes - auch in einer Presseinformation mitgeteilt - müsse es "bei der bereits gemäß den üblichen Verfahren eingemeldeten Stimmenthaltung Österreichs bleiben". Bei Zustimmung gebe es eine Nichtigkeitsklage beim EuGH.
Damit betritt Österreich jedenfalls Neuland. Denn üblicherweise stimmt jeweils der/die anwesende zuständige Minister:in für das eigene Land rechtskräftig ab. So sieht das scheinbar auch der belgische Ratsvorsitz laut Medienberichten.
Das Bundeskanzleramt verwies  in einer Presseerklärung umgekehrt darauf, dass eine "aufrechte negative Stellungnahme der Bundesländer vorliegt und das notwendige Einvernehmen zwischen den betroffenen Bundesministerien fehlt". Sohin seien die Voraussetzungen für eine Zustimmung nicht gegeben. Der EU-Ratsvorsitz wiederum verweist darauf, dass innerösterreichische Auseiunandersetzungen den EU-Rat nichts angehen würden.
Auch aus rechtlicher Sicht ist daher der aktuelle Hick-Hack spannend.
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IMMOBILIEN IM RECHT: Durchführungserlass zeigt, worauf geschaut werden muss

Gebührenbefreiung: Darauf ist zu achten

von Leon Protz

Ab 1.7.2024 kann für den Erwerb von Immobilien unter bestimmten Voraussetzungen die Befreiung von der Eintragungs- und Pfandrechtsgebühr beantragt werden. Der nun vorliegende Durchführungserlass zeigt, dass sich künftige Immobilieneigentümer:innen vorausschauend überlegen müssen, ob sie die Voraussetzungen für die Befreiung auch längerfristig erfüllen können. Zahlreiche Notariate sind daher in den letzten Wochen mit einer deutlich erhöhten Beratungstätigkeit im Zusammenhang mit Immobilienkäufen konfrontiert. Grund dafür ist, dass ab 1. Juli 2024 der Immobilienkauf unter ganz bestimmten Voraussetzungen und unter Einhaltung bestimmter Fristen von der Eintragungs- und Pfandrechtsgebühr befreit ist und damit erhebliche Nebenkosten eingespart werden können.
Um in den Genuss der Gebührenbefreiung zu kommen, muss der Grundbuchsantrag nach dem 30.6.2024 und vor dem 1.7.2026 gestellt werden. Nun wurde auch ein entsprechender Durchführungserlass zur Umsetzung der neuen Rechtslage veröffentlicht. In der Bevölkerung noch wenig bekannt ist die Tatsache, dass die Befreiung für 500.000 Euro pro Erwerbsvorgang bis zu einer Höchstsumme von 2 Millionen Euro gilt.
Im Klartext: Bei einem Ehepaar (bzw. eingetragenen Partnern), das sich zum Beispiel gemeinsam ein Haus um Euro 1 Millionen kauft, kann jeder der (Ehe-)Partner die Befreiung von der Grundbuchseintragungsgebühr (1,1 Prozent des Kaufpreises) für einen Erwerbsvorgang von 500.000 Euro beantragen. Dadurch erspart sich jeder (Ehe-)Partner 5.500 Euro. Im notariellen Beratungsalltag geht es häufig um den Erwerb von Liegenschaften im Erbwege oder durch Schenkung. Notar:innen weisen darauf hin, dass diese nicht unter die Gebührenbefreiung fallen, da nur entgeltliche Rechtsgeschäfte befreit sind. Schenken beispielsweise Eltern ihrer Tochter eine Liegenschaft samt einem darauf befindlichen, renovierungsbedürftigen Haus, muss die Eintragungsgebühr für den Erwerb durch Schenkung entrichtet werden. Nimmt die Tochter einen Kredit auf, der zu mehr als 90 Prozent für die Sanierung verwendet wird, gibt es auch keine Befreiung von der Pfandrechtsgebühr, da das Pfandrecht im Zusammenhang mit dem entgeltlichen Erwerb einer Liegenschaft stehen muss. Die Aufgabe der Notariate ist es, in der Beratung vorauszudenken und möglichst alle Eventualitäten im Sinne der Klient:innen einzubeziehen. Die Notarinnen und Notare legen daher großen Wert darauf, ihre Klient:innen über die Konsequenzen eines nachträglichen Wegfalls der Gebührenbefreiung innerhalb der 5 Jahres-Frist aufzuklären. Der Wegfall muss im Übrigen dem Gericht innerhalb eines Monats nach ihrem Eintritt aktiv angezeigt werden. Sofern der Mitteilungsverpflichtung nicht nachgekommen wird und das Gericht von sich aus feststellt, dass die Voraussetzungen für die Befreiung nicht oder nicht mehr vorliegen, kann zusätzlich zur Eintragungsgebühr auch eine Gebührenerhöhung vorgeschrieben werden. Wie realitätsnah ein solcher Wegfall sein kann, verdeutlicht die letzte Scheidungsstatistik der Statistik Austria aus dem Jahr 2022. Allein in diesem Jahr wurden in Österreich knapp 13.500 Ehen geschieden. Im selben Zeitraum wurden rund 46.500 Ehen standesamtlich geschlossen sowie knapp 1.600 eingetragene Partnerschaften begründet. Wenn beispielsweise ein Ehepaar (oder eingetragene Partner) mit einem dringenden Wohnbedürfnis gemeinsam eine Wohnung zu einem Gesamtkaufpreis von 600.000 Euro erwirbt, liegen die Voraussetzung für die Geltendmachung der Befreiung vor. Pro Erwerbsvorgang sind 300.000 Euro und somit der gesamte Kaufpreis von der Eintragungsgebühr befreit. Nach zwei Jahren wird die Ehe (Partnerschaft) einvernehmlich geschieden (aufgelöst) und die gemeinsame Wohnung verkauft. Jeder (Ehe-)Partner ist verpflichtet, binnen eines Monats das zuständige Gericht vom Wegfall der Befreiung zu informieren. Beiden wird die Eintragungsgebühr nachträglich vorgeschrieben. „Derzeit erbringen die Notariate eine wichtige Beratungsleistung, indem sie ihre Klient:innen aktiv über die praktischen Konsequenzen der neuen Rechtslage informieren. Für Immobilienkäufer:innen ist es daher wichtig, sich rechtzeitig bei ihren Notariaten zu erkundigen, ob die Voraussetzung für die bereits in Anspruch genommene Gebührenbefreiung nachträglich wegfallen könnte. So lassen sich teure Überraschungen vermeiden“, rät Notar Ulrich Voit, Pressesprecher der Österreichischen Notariatskammer, abschließend.
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IMMOBILIEN IM RECHT: Die TOP100 der Immobilienwirtschaft unter 40 Jahren wurden ausgezeichnet

Junge Immoprofis mit Vorbildfunktion

von Elisabeth K. Fürst

Mit den "TheREAL100under40", zeichnet Leadersnet die innovativsten, kreativsten, spannendsten und einflussreichsten jungen Profis in der Immobilienbranche aus. Die Kandidat:innen, die das 40. Lebensjahr noch nicht erreicht haben durften, konnten sich in fünf Kategorien bewerben, die den Lebenszyklus einer Immobilie repräsentieren. Eine Jury hat dann die Botschafter, die sogenannten Ambassadors, für jede Lebenszyklusphase gewählt. Sie fungieren als Vorbilder und Sprecher ihrer Kategorie. Jede der fünf Lebenszyklusphasen hat ein Mentoring-Partner aus der Branche begleitet. Ausgezeichnet wurden die Ambassadors am 13. Juni 2024 in der Ottakringer Brauerei. Im Rahmen der PropTech Vienna wurde im Hefeboden zunächst geehrt und dann gefeiert.
Die Ambassadors von "TheREAL100under40" für das Jahr 2024/25 sind:

Evaluation & Data
Carmen Dilch, FH Wien der WKW
Clemens Fürhauser, Reinberg & Partner
Valentin Bauer, IMMOunited
Isabel Liebl, Reinberg & Partner,
Christoph Spiegelfeld, Spiegelfeld & Wohlgemuth

Finance & Law
Julia Fritz, PHH Rechtsanwält:innen
Nadja Holzer, STC Immobiliengruppe
Mariella Kapoun, CMS Reich Rohrwig Hainz Rechtsanwälte
Barbara Riegler, Handler Gruppe
Benedikt Stockert, FSM Rechtsanwälte
Gunther Hingshammer, IFA Institut für Anlageberatung

Plan & Build
Thomas Glanzer, Alukönigstahl
Rafael Lughammer, LZH Group
Lewis Probst, PBE Immobilien
Romy Schwenkert, Soravia
Oliver Zaininger, S+B Gruppe

Marketing & Sales
Iris Einwaller, epmedia
Nadja Hafez, Zeha Real Estate
Eleonora Kahlig, Contakt EDV
Lukas Sattlegger, Glorit Bausysteme
Karina Schunker, EHL Immobilien Gruppen

Operations
Caroline Aichholzer, Apcoa
Stephanie Ernst, Rainer Gruppe
Lukas Pusta-Katzian, Pusta & Partner
Simone Rongitsch, Pocket House
Albin Thunhart, ÖRAG
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1.522 Hotelzimmer in den Niederlanden von der Zien Group

Leonardo Hotels kauft 12 Hotels

von Elisabeth K. Fürst

Leonardo Hotels gab den Erwerb der Zien Group und ihrer zwölf Hotels in den Niederlanden bekannt. Mit dieser Transaktion erweitert die Hotelgruppe ihr Portfolio um 1.522 Hotelzimmer. Die Übernahme beinhaltet bekannter Hotels in Amsterdam, darunter das Eden Hotel, das Lancaster Hotel und The Manor. Der Kaufvertrag wurde mit Tochtergesellschaften der KSL Capital Partners geschlossen, einem Investor in der Reise- und Freizeitbranche, und dessen Partner, der Garden Capital Group. Der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal 2024 erwartet.
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