Wohnen leistbarer als 1980

Im gesamten deutschen Sprachraum

von Gerhard Rodler

Wohnen erschwinglicher als 1980.jpeg © statista Wohnen erschwinglicher als 1980.jpeg © statista
Gut passend zu den exakt in diesen Wochen laufenden informellen Regierungsgesprächen zum Thema "Leistbarkeit des Wohnens".  Gestern abend wurden OECD-Zahlen veröffentlicht, wonach die Leistbarkeit des Wohnens seit 1980 sogar gestiegen ist. Auch wenn wir praktisch täglich das Gegenteil hören (und mittlerweile selber glauben). 

Das gilt nicht nur für den Mietbereich - hier hatte immoflash vor rund zwei Wochen exklusive Zahlen veröffentlicht, die beweisen, dass die Mieten was die Kaufkraft betrifft sogar in Wien sogar günstiger geworden sind - sondern auch für Eigentum. Die OECD hat dazu jetzt Deutschland analysiert, weil hier das Wohneigentum eine sehr zentrale Rolle auch in den Städten spielt. Laut OECD ist die finanzielle Erreichbarkeit von Wohneigentum in Deutschland heute besser als in den 1980er Jahren. Der sogenannte Housing Affordability Indicator ist dort von 176,4 Punkten im Jahr 1980 auf aktuell 111,0 Punkte gefallen – was auf ein verbessertes Verhältnis zwischen Immobilienpreisen und verfügbarem Haushaltsnettoeinkommen hinweist.
In Österreich existiert kein vergleichbarer Indikator. Allerdings zeigt sich anhand aktueller OECD-Daten, dass heimische Haushalte im Schnitt rund 21 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Wohnen aufwenden. Das entspricht in etwas dem OECD-Durchschnitt.

Anders sieht es indessen mit der Verfügbarkeit von Wohnraum aus - und da muss sich bekanntlich für allem die ÖNB bei der Nase nehmen, die für die schlimmste Immobilien-Kreditklemme für Endverbraucher seit Jahrzehnten verantwortlich zeichnet und nach dem gleichen Muster jetzt auch den Bauträgern den Mittelzufluss abdrehen möchte. Die größten regionalen Herausforderungen bestehen weiterhin in Wien und Tirol, wo laut internationalen Analysen bis zu 17 Prozent der Haushalte von Wohnraummangel betroffen sind.

Während Deutschland zunehmend über das Comeback des Eigentumsmarkts diskutiert, bleibt Österreich vorerst beim bewährten Fokus auf leistbare Mieten und sozialem Wohnbau. Eigentum bleibt damit auch im Jahr 2025 vor allem ein Thema für überdurchschnittlich verdienende Haushalte oder Erben – nicht für die breite Mitte. Blöd nur, dass aktuell viel zu wenig Mietwohnungen gebaut werden.
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HV Ranking: Letzte Chance!

Machen Sie mit!

von Elisabeth K. Fürst

Die Einreichfrist für das Hausverwalter- Ranking endet am 11. August. © Adobe Stock Die Einreichfrist für das Hausverwalter- Ranking endet am 11. August. © Adobe Stock
Letzte Chance, um Ihre Hausverwaltung vor den Vorhang zu holen. Auch dieses Jahr macht das Immobilien Magazin wieder sein jährliches Hausverwalter-Ranking. Daher sind ALLE Hausverwaltungen Österreichs aufgerufen, am aktuellen Hausverwalterranking teilzunehmen. Einreichungen sind bis zum 11. August möglich. Machen Sie mit! 

Die Teilnahme geht ganz einfach: Füllen Sie diesen Online-Fragebogen aus. Alle abgefragten Zahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2024. Falls Sie Fragen haben, können Sie uns gerne über ranking@imv-medien.at kontaktieren.

Das fertige Ranking wird in der September-Ausgabe des Immobilien Magazins (ET: 2. September 2024) erscheinen.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
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Das wird aus Kaufhaus Tyrol

Projekte auch in Wien (Herzmansky) und Salzburg

von Gerhard Rodler

Midstad-GF Kevin Meyer: Kaufhaus Tyrol finalisiert. © Wolfgang Stahr Midstad-GF Kevin Meyer: Kaufhaus Tyrol finalisiert. © Wolfgang Stahr
Die Neuaufstellung des Kaufhaus Tyrol in Innsburck ist in trockenen Tüchern: Der Übernahme des Kaufhauses Tyrol im Stadtzentrum von Innsbruck gingen monatelange Verhandlungen voraus. Nun wurde der Deal fixiert: Die neu gegründete Erwerbsgesellschaft KHT AcquiCo SARL erwirbt die Liegenschaft im Rahmen eines Share-Deals zu 100 Prozent. Gemanagt wird das Kaufhaus Tyrol künftig von Midstad, einem europaweit tätigen Immobilienunternehmen.

 „Das Kaufhaus Tyrol verfügt über die besten Voraussetzungen: Die aktuelle Vermietungsstruktur ist gut und kann noch weiter verbessert werden“, sagt Midstad-Geschäftsführer Dr. Kevin Meyer. „Die hochwertige Gebäudequalität ermöglicht eine perspektivische Anpassung des Nutzungsmixes an zukünftige Nutzerbedürfnisse.“

Die geplante Entwicklung orientiert sich an einem ganzheitlichen Ansatz, wie er bereits bei anderen Projekten zur Anwendung kommt. „Unsere Konzepte für Multi-Use-Quartiere basieren auf umfassender Forschung und Erfahrung. Zusammen mit allen Verantwortlichen und Partnern wollen wir nun gemeinsam an Konzepten arbeiten, um diese ikonische Immobilie auf zukünftig veränderte Nutzerbedürfnisse vorzubereiten“, so Meyer.

In Wien entwickelt Midstad aktuell ein ähnlich gelagertes Projekt auf der Mariahilfer Straße: Unter der denkmalgeschützten Herzmansky-Fassade entsteht ein Mixed-Use-Konzept mit Einzelhandel, Gastronomie und einem Hotel mit rund 150 Zimmern. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 vorgesehen. Auch in Salzburg ist ein Projekt in Arbeit.

Insgesamt betreut Midstad derzeit rund 60 Immobilien mit einer Gesamtfläche von rund 600.000 Quadratmetern in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Österreich. Hauptmieter ist der Modekonzern Peek & Cloppenburg. Midstad versteht sich als Experte für urbane Transformation – mit Fokus auf nachhaltiger Wertschöpfung und vitalen Quartieren.
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Vonovia hebt EBT-Prognose an

Gewinnwachstum und Trendwende

von Gerhard Rodler

Die Vonovia SE, zu der auch die österreichische Buwog zählt, blickt auf ein starkes erstes Halbjahr 2025 zurück und hebt auf Basis der positiven Geschäftsentwicklung ihre Prognose für das Gesamtjahr deutlich an. Das Adjusted EBT soll nun bei 1,85 bis 1,95 Milliarden Euro liegen – ein Plus von 100 Millionen Euro gegenüber der bisherigen Planung. Auch das Adjusted EBITDA wird voraussichtlich am oberen Ende der Bandbreite von 2,7 bis 2,8 Milliarden Euro liegen.

Der DAX-notierte Immobilienkonzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr ein Gewinnwachstum von 11 Prozent. Das Adjusted EBITDA Total stieg auf 1,419 Milliarden Euro, während das Adjusted EBT mit 984,3 Millionen Euro um fast 11 Prozent über dem Vorjahreswert liegt. Besonders stark entwickelten sich die Segmente Value-add (+77 Prozent), Recurring Sales (+74 Prozent) und Development, das mit 54 Millionen Euro nach einem Verlust im Vorjahr wieder klar im Plus liegt.

Die Immobilienwerte steigen laut Vonovia ebenfalls wieder: Im Bestand wurde ein Wertzuwachs von 1,3 Prozent verzeichnet – ein Signal für die vom Unternehmen erwartete Trendwende am Immobilienmarkt. Die durchschnittliche Bestandsmiete liegt bei 8,22 Euro/m², bei einer konstant niedrigen Leerstandsquote von 2,1 Prozent. Die organische Mietsteigerung über zwölf Monate beträgt 4,4 Prozent.

Auch im Bau- und Entwicklungsbereich ist Vonovia wieder aktiv: 615 neue Wohnungen wurden fertiggestellt, weitere Projekte – etwa seriell gefertigte Holzbauten in Berlin – befinden sich in Umsetzung. Bis 2028 will das Unternehmen ein Adjusted EBITDA von 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro erreichen. Die Segmente jenseits der klassischen Vermietung sollen dann 20 bis 25 Prozent zum Ergebnis beitragen. Das Investitionsvolumen wurde im ersten Halbjahr bereits auf 856,4 Millionen Euro gesteigert – ein Zuwachs von 27 Prozent.

Die Finanzierung bleibt solide: Vonovia hat Anleihen im Volumen von über 2,2 Milliarden Euro zu einem durchschnittlichen Zinssatz von 1,52 Prozent platziert. Die Kreditratings aller vier großen Agenturen bleiben stabil.
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Glorit steckt auf

P. Haubner Head of Brand & Communications

von Gerhard Rodler

Philip Haubner, Head of Brand & Communications.jpg © Glorit Philip Haubner, Head of Brand & Communications.jpg © Glorit
Der Premium-Bauträger Glorit verstärkt seine Führungsriege: Mit Philip Haubner übernimmt ein erfahrener Kommunikationsprofi die strategische Leitung von Marketing und Unternehmenskommunikation. Der 41-jährige Niederösterreicher soll gemeinsam mit dem Vertrieb die Wachstumsstrategie des Unternehmens weiter vorantreiben und das Markenprofil schärfen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Philip Haubner einen äußerst versierten Kommunikationsprofi für Glorit gewinnen konnten“, erklärt Geschäftsführer Stefan Messar. Lukas Sattlegger, ebenfalls Geschäftsführer bei Glorit, ergänzt: „Mit seiner breiten Erfahrung und strategischen Kompetenz wird er unser Markenprofil weiter schärfen und neue Impulse setzen.“

Haubner folgt auf Björn Lipski, der sich künftig auf die Weiterentwicklung des Vertriebs konzentriert – insbesondere auf das neue Maklergeschäft. Die operative Leitung des bestehenden Marketing-Teams durch Thomas Hammerschmied bleibt unverändert.

Zuletzt war Haubner mehrere Jahre als Head of Marketing & Design bei Gewista tätig, wo er unter anderem die digitale Transformation des Unternehmens erfolgreich vorantrieb. Zuvor verantwortete er bei LAOLA1 als Leiter Marketing & PR die Kommunikation für Österreichs größtes Online-Sportportal. Insgesamt bringt Haubner mehr als 19 Jahre Berufserfahrung in Medien, Marketing und Werbung mit – und das nicht nur im beruflichen Umfeld: Auch als Fußballtrainer im Erwachsenenbereich stellt er seit Jahren seine Führungsqualitäten unter Beweis.

Mit dem Neuzugang will Glorit seine Position am Markt weiter stärken und die Marke Glorit als Premiumanbieter noch sichtbarer und zukunftsfit machen.
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Logistikimmobilien trotzen Unsicherheiten

Transaktionen, Flächenumsatz und Neubauten stabil

von Gerhard Rodler

Sebastian Betz bliebt optimistisch © LIP Invest Sebastian Betz bliebt optimistisch © LIP Invest
LIP Invest, ein Anbieter von Immobilien-Spezialfonds für institutionelle Investoren im Bereich Logistikimmobilien, präsentiert im aktuellen Marktbericht „LIP UP TO DATE – Logistikimmobilien Deutschland“ eine umfassende Analyse der Marktbewegungen im zweiten Quartal 2025 und einen Ausblick auf das laufende dritte Quartal. Trotz herausfordernder Finanzierungsbedingungen bleibt die Assetklasse Logistikimmobilien in Deutschland stabil.

Im Investmentmarkt wurden im zweiten Quartal rund 1,4 Milliarden Euro investiert – im gesamten ersten Halbjahr summiert sich das Transaktionsvolumen auf 2,6 Milliarden Euro. Damit liegt der Markt leicht unter dem Vorjahreswert, was vor allem dem Ausbleiben größerer Portfoliodeals geschuldet ist. Einzeltransaktionen hingegen legten deutlich zu. Unter anderem wechselte das Distributionszentrum von XXXLutz in Groß-Gerau für 22 Millionen Euro den Eigentümer. Die Spitzenrenditen für Neubauten rangieren aktuell zwischen 4,90 und 5,10 Prozent.

Sebastian Betz, geschäftsführender Gesellschafter von LIP Invest, verweist auf die Rolle der Banken als „Kaufbremse“: „Hohe Margen und Aufschläge haben Finanzierungen zuletzt unattraktiv gemacht. Zwar hat die EZB die kurzfristigen Zinsen gesenkt, jedoch profitieren bislang nur Projektentwickler spürbar davon. Für langfristige Investoren bleiben die Zinsen hoch, aber bei 3,60 bis 3,80 Prozent für 10-jährige Finanzierungen lässt sich dennoch gut arbeiten.“

Der Flächenumsatz liegt im zweiten Quartal bei 1,4 Millionen Quadratmetern, im gesamten Halbjahr bei 2,6 Millionen Quadratmetern. Damit bestätigt sich die stabile Entwicklung des Vermietungsmarktes. Chinesische Anbieter wie SK Express Germany treten zunehmend als Direktmieter auf – etwa mit 40.000 m² in Greven, NRW. Auch die Neubautätigkeit bleibt mit 800.000 m² im Quartal konstant. Für das erste Halbjahr ergibt sich ein Neubauvolumen von 1,55 Millionen Quadratmetern. Bedeutende Projekte sind u.a. das neue Panattoni-Logistikzentrum für Dräger in Lübeck sowie eine auf Pharmaprodukte spezialisierte Immobilie von DHL in Florstadt.

Ein besonderer Fokus gilt dem KEP-Sektor (Kurier-, Express- und Paketdienste), der laut Bundesverband Paket- und Expresslogistik bis 2029 ein Sendungsvolumen von über 5 Milliarden erreichen könnte. Der Trend geht verstärkt zu lokalem Fulfillment („Local-for-local“), besonders in Regionen mit Seezugang wie NRW und Bremen. Dies erhöht den Bedarf an urbanen Logistikflächen und Fulfillment-Centern weiter.
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Sellschopf leitet Bonava-Development

Planung, Vertrieb, Marketing, Produktentwicklung

von Gerhard Rodler

Carsten Sellschopf übernimmt Projektentwicklung  © Markus Bachmann Carsten Sellschopf übernimmt Projektentwicklung © Markus Bachmann
Bonava stellt die Weichen für die Zukunft: Carsten Sellschopf übernahm kürzlich die Leitung der Projektentwicklung in Deutschland und wird Teil der Geschäftsleitung. Der 51-jährige Immobilienexperte bringt über 25 Jahre Branchenerfahrung mit – vor allem aus seiner langjährigen Tätigkeit bei Instone Real Estate und deren Vorgängergesellschaften.

Sellschopf begann seine Laufbahn Ende der 1990er Jahre bei Hochtief, war bei Investa aktiv und stieg später zum Geschäftsführer bei formart und Instone auf, wo er insbesondere die Region Nord-Ost mit Fokus auf Berlin und Hamburg verantwortete. Nach seinem Ausscheiden im Juni 2024 arbeitete er als selbstständiger Berater.

Bei Bonava wird Sellschopf künftig für zentrale Bereiche wie Planung, Vertrieb, Marketing, Produktentwicklung und Kundenservice verantwortlich sein. Insgesamt werden 150 Mitarbeitende in seinen Zuständigkeitsbereich fallen.

Sabine Helterhoff, derzeitige Geschäftsführerin von Bonava Deutschland, sieht in Sellschopf eine „ausgewiesene Führungspersönlichkeit mit einem klaren Blick für zukunftsfähige Wohnquartiere“. Gemeinsam mit dem designierten Geschäftsführer Rico Kallies soll Sellschopf die operative Entwicklung des Unternehmens stärken. Helterhoff selbst wird bis August 2026 beratend tätig bleiben.
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Neues Stadtquartier in München

VALUES und ABG entwickeln „Quartier Helene“

von Gerhard Rodler

Im Münchner Europark entsteht ein neues Stadtquartier: Die Landeshauptstadt München hat dem Bebauungsplanverfahren für ein gemischt genutztes Areal am Helene-Wessel-Bogen zugestimmt. Das Immobilienunternehmen VALUES Real Estate holt für Planung und Umsetzung die ABG Real Estate Group als Joint-Venture-Partner an Bord.

Auf dem 43.000 Quadratmeter großen Areal, das bisher gewerblich genutzt wird, soll ein vielfältiges Quartier mit 700 bis 1.000 Wohnungen, Nahversorgung, Gewerbe, Gastronomie, Kultur und sozialen Einrichtungen entstehen. Die Entwicklung erfolgt unter dem Namen „Quartier Helene“. Die Stadt München hebt dabei die klimaresiliente Gestaltung sowie die Verbindung von Wohnen und Arbeiten als zukunftsweisende Elemente hervor.

Der Stadtratsbeschluss basiert auf den Ergebnissen des internationalen Wettbewerbs Europan 17 und einem anschließenden Workshopverfahren, in dem VALUES Real Estate und die Stadt den Siegerentwurf weiterentwickelten. Die Partnerschaft mit der ABG Real Estate Group gilt als strategischer Schritt für die bevorstehenden Planungs- und Bauphasen.

Thorsten Bischoff (VALUES Real Estate) betont die Verantwortung für klimagerechten, urbanen Raum. Ulrich Höller (ABG Real Estate Group) verweist auf die langjährige Münchner Markterfahrung seines Hauses. Stadtbaurätin Elisabeth Merk sieht das Projekt als Startpunkt für die Transformation eines bislang stark versiegelten Gewerbegebiets.
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Projekte auch in Wien (Herzmansky) und Salzburg

Das wird aus Kaufhaus Tyrol

von Gerhard Rodler

Die Neuaufstellung des Kaufhaus Tyrol in Innsburck ist in trockenen Tüchern: Der Übernahme des Kaufhauses Tyrol im Stadtzentrum von Innsbruck gingen monatelange Verhandlungen voraus. Nun wurde der Deal fixiert: Die neu gegründete Erwerbsgesellschaft KHT AcquiCo SARL erwirbt die Liegenschaft im Rahmen eines Share-Deals zu 100 Prozent. Gemanagt wird das Kaufhaus Tyrol künftig von Midstad, einem europaweit tätigen Immobilienunternehmen.

 „Das Kaufhaus Tyrol verfügt über die besten Voraussetzungen: Die aktuelle Vermietungsstruktur ist gut und kann noch weiter verbessert werden“, sagt Midstad-Geschäftsführer Dr. Kevin Meyer. „Die hochwertige Gebäudequalität ermöglicht eine perspektivische Anpassung des Nutzungsmixes an zukünftige Nutzerbedürfnisse.“

Die geplante Entwicklung orientiert sich an einem ganzheitlichen Ansatz, wie er bereits bei anderen Projekten zur Anwendung kommt. „Unsere Konzepte für Multi-Use-Quartiere basieren auf umfassender Forschung und Erfahrung. Zusammen mit allen Verantwortlichen und Partnern wollen wir nun gemeinsam an Konzepten arbeiten, um diese ikonische Immobilie auf zukünftig veränderte Nutzerbedürfnisse vorzubereiten“, so Meyer.

In Wien entwickelt Midstad aktuell ein ähnlich gelagertes Projekt auf der Mariahilfer Straße: Unter der denkmalgeschützten Herzmansky-Fassade entsteht ein Mixed-Use-Konzept mit Einzelhandel, Gastronomie und einem Hotel mit rund 150 Zimmern. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 vorgesehen. Auch in Salzburg ist ein Projekt in Arbeit.

Insgesamt betreut Midstad derzeit rund 60 Immobilien mit einer Gesamtfläche von rund 600.000 Quadratmetern in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Österreich. Hauptmieter ist der Modekonzern Peek & Cloppenburg. Midstad versteht sich als Experte für urbane Transformation – mit Fokus auf nachhaltiger Wertschöpfung und vitalen Quartieren.

Gewinnwachstum und Trendwende

Vonovia hebt EBT-Prognose an

von Gerhard Rodler

Die Vonovia SE, zu der auch die österreichische Buwog zählt, blickt auf ein starkes erstes Halbjahr 2025 zurück und hebt auf Basis der positiven Geschäftsentwicklung ihre Prognose für das Gesamtjahr deutlich an. Das Adjusted EBT soll nun bei 1,85 bis 1,95 Milliarden Euro liegen – ein Plus von 100 Millionen Euro gegenüber der bisherigen Planung. Auch das Adjusted EBITDA wird voraussichtlich am oberen Ende der Bandbreite von 2,7 bis 2,8 Milliarden Euro liegen.

Der DAX-notierte Immobilienkonzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr ein Gewinnwachstum von 11 Prozent. Das Adjusted EBITDA Total stieg auf 1,419 Milliarden Euro, während das Adjusted EBT mit 984,3 Millionen Euro um fast 11 Prozent über dem Vorjahreswert liegt. Besonders stark entwickelten sich die Segmente Value-add (+77 Prozent), Recurring Sales (+74 Prozent) und Development, das mit 54 Millionen Euro nach einem Verlust im Vorjahr wieder klar im Plus liegt.

Die Immobilienwerte steigen laut Vonovia ebenfalls wieder: Im Bestand wurde ein Wertzuwachs von 1,3 Prozent verzeichnet – ein Signal für die vom Unternehmen erwartete Trendwende am Immobilienmarkt. Die durchschnittliche Bestandsmiete liegt bei 8,22 Euro/m², bei einer konstant niedrigen Leerstandsquote von 2,1 Prozent. Die organische Mietsteigerung über zwölf Monate beträgt 4,4 Prozent.

Auch im Bau- und Entwicklungsbereich ist Vonovia wieder aktiv: 615 neue Wohnungen wurden fertiggestellt, weitere Projekte – etwa seriell gefertigte Holzbauten in Berlin – befinden sich in Umsetzung. Bis 2028 will das Unternehmen ein Adjusted EBITDA von 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro erreichen. Die Segmente jenseits der klassischen Vermietung sollen dann 20 bis 25 Prozent zum Ergebnis beitragen. Das Investitionsvolumen wurde im ersten Halbjahr bereits auf 856,4 Millionen Euro gesteigert – ein Zuwachs von 27 Prozent.

Die Finanzierung bleibt solide: Vonovia hat Anleihen im Volumen von über 2,2 Milliarden Euro zu einem durchschnittlichen Zinssatz von 1,52 Prozent platziert. Die Kreditratings aller vier großen Agenturen bleiben stabil.
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P. Haubner Head of Brand & Communications

Glorit steckt auf

von Gerhard Rodler

Philip Haubner, Head of Brand & Communications.jpg © Glorit
Der Premium-Bauträger Glorit verstärkt seine Führungsriege: Mit Philip Haubner übernimmt ein erfahrener Kommunikationsprofi die strategische Leitung von Marketing und Unternehmenskommunikation. Der 41-jährige Niederösterreicher soll gemeinsam mit dem Vertrieb die Wachstumsstrategie des Unternehmens weiter vorantreiben und das Markenprofil schärfen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Philip Haubner einen äußerst versierten Kommunikationsprofi für Glorit gewinnen konnten“, erklärt Geschäftsführer Stefan Messar. Lukas Sattlegger, ebenfalls Geschäftsführer bei Glorit, ergänzt: „Mit seiner breiten Erfahrung und strategischen Kompetenz wird er unser Markenprofil weiter schärfen und neue Impulse setzen.“

Haubner folgt auf Björn Lipski, der sich künftig auf die Weiterentwicklung des Vertriebs konzentriert – insbesondere auf das neue Maklergeschäft. Die operative Leitung des bestehenden Marketing-Teams durch Thomas Hammerschmied bleibt unverändert.

Zuletzt war Haubner mehrere Jahre als Head of Marketing & Design bei Gewista tätig, wo er unter anderem die digitale Transformation des Unternehmens erfolgreich vorantrieb. Zuvor verantwortete er bei LAOLA1 als Leiter Marketing & PR die Kommunikation für Österreichs größtes Online-Sportportal. Insgesamt bringt Haubner mehr als 19 Jahre Berufserfahrung in Medien, Marketing und Werbung mit – und das nicht nur im beruflichen Umfeld: Auch als Fußballtrainer im Erwachsenenbereich stellt er seit Jahren seine Führungsqualitäten unter Beweis.

Mit dem Neuzugang will Glorit seine Position am Markt weiter stärken und die Marke Glorit als Premiumanbieter noch sichtbarer und zukunftsfit machen.

Transaktionen, Flächenumsatz und Neubauten stabil

Logistikimmobilien trotzen Unsicherheiten

von Gerhard Rodler

Sebastian Betz bliebt optimistisch © LIP Invest
LIP Invest, ein Anbieter von Immobilien-Spezialfonds für institutionelle Investoren im Bereich Logistikimmobilien, präsentiert im aktuellen Marktbericht „LIP UP TO DATE – Logistikimmobilien Deutschland“ eine umfassende Analyse der Marktbewegungen im zweiten Quartal 2025 und einen Ausblick auf das laufende dritte Quartal. Trotz herausfordernder Finanzierungsbedingungen bleibt die Assetklasse Logistikimmobilien in Deutschland stabil.

Im Investmentmarkt wurden im zweiten Quartal rund 1,4 Milliarden Euro investiert – im gesamten ersten Halbjahr summiert sich das Transaktionsvolumen auf 2,6 Milliarden Euro. Damit liegt der Markt leicht unter dem Vorjahreswert, was vor allem dem Ausbleiben größerer Portfoliodeals geschuldet ist. Einzeltransaktionen hingegen legten deutlich zu. Unter anderem wechselte das Distributionszentrum von XXXLutz in Groß-Gerau für 22 Millionen Euro den Eigentümer. Die Spitzenrenditen für Neubauten rangieren aktuell zwischen 4,90 und 5,10 Prozent.

Sebastian Betz, geschäftsführender Gesellschafter von LIP Invest, verweist auf die Rolle der Banken als „Kaufbremse“: „Hohe Margen und Aufschläge haben Finanzierungen zuletzt unattraktiv gemacht. Zwar hat die EZB die kurzfristigen Zinsen gesenkt, jedoch profitieren bislang nur Projektentwickler spürbar davon. Für langfristige Investoren bleiben die Zinsen hoch, aber bei 3,60 bis 3,80 Prozent für 10-jährige Finanzierungen lässt sich dennoch gut arbeiten.“

Der Flächenumsatz liegt im zweiten Quartal bei 1,4 Millionen Quadratmetern, im gesamten Halbjahr bei 2,6 Millionen Quadratmetern. Damit bestätigt sich die stabile Entwicklung des Vermietungsmarktes. Chinesische Anbieter wie SK Express Germany treten zunehmend als Direktmieter auf – etwa mit 40.000 m² in Greven, NRW. Auch die Neubautätigkeit bleibt mit 800.000 m² im Quartal konstant. Für das erste Halbjahr ergibt sich ein Neubauvolumen von 1,55 Millionen Quadratmetern. Bedeutende Projekte sind u.a. das neue Panattoni-Logistikzentrum für Dräger in Lübeck sowie eine auf Pharmaprodukte spezialisierte Immobilie von DHL in Florstadt.

Ein besonderer Fokus gilt dem KEP-Sektor (Kurier-, Express- und Paketdienste), der laut Bundesverband Paket- und Expresslogistik bis 2029 ein Sendungsvolumen von über 5 Milliarden erreichen könnte. Der Trend geht verstärkt zu lokalem Fulfillment („Local-for-local“), besonders in Regionen mit Seezugang wie NRW und Bremen. Dies erhöht den Bedarf an urbanen Logistikflächen und Fulfillment-Centern weiter.
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Planung, Vertrieb, Marketing, Produktentwicklung

Sellschopf leitet Bonava-Development

von Gerhard Rodler

Bonava stellt die Weichen für die Zukunft: Carsten Sellschopf übernahm kürzlich die Leitung der Projektentwicklung in Deutschland und wird Teil der Geschäftsleitung. Der 51-jährige Immobilienexperte bringt über 25 Jahre Branchenerfahrung mit – vor allem aus seiner langjährigen Tätigkeit bei Instone Real Estate und deren Vorgängergesellschaften.

Sellschopf begann seine Laufbahn Ende der 1990er Jahre bei Hochtief, war bei Investa aktiv und stieg später zum Geschäftsführer bei formart und Instone auf, wo er insbesondere die Region Nord-Ost mit Fokus auf Berlin und Hamburg verantwortete. Nach seinem Ausscheiden im Juni 2024 arbeitete er als selbstständiger Berater.

Bei Bonava wird Sellschopf künftig für zentrale Bereiche wie Planung, Vertrieb, Marketing, Produktentwicklung und Kundenservice verantwortlich sein. Insgesamt werden 150 Mitarbeitende in seinen Zuständigkeitsbereich fallen.

Sabine Helterhoff, derzeitige Geschäftsführerin von Bonava Deutschland, sieht in Sellschopf eine „ausgewiesene Führungspersönlichkeit mit einem klaren Blick für zukunftsfähige Wohnquartiere“. Gemeinsam mit dem designierten Geschäftsführer Rico Kallies soll Sellschopf die operative Entwicklung des Unternehmens stärken. Helterhoff selbst wird bis August 2026 beratend tätig bleiben.
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VALUES und ABG entwickeln „Quartier Helene“

Neues Stadtquartier in München

von Gerhard Rodler

Im Münchner Europark entsteht ein neues Stadtquartier: Die Landeshauptstadt München hat dem Bebauungsplanverfahren für ein gemischt genutztes Areal am Helene-Wessel-Bogen zugestimmt. Das Immobilienunternehmen VALUES Real Estate holt für Planung und Umsetzung die ABG Real Estate Group als Joint-Venture-Partner an Bord.

Auf dem 43.000 Quadratmeter großen Areal, das bisher gewerblich genutzt wird, soll ein vielfältiges Quartier mit 700 bis 1.000 Wohnungen, Nahversorgung, Gewerbe, Gastronomie, Kultur und sozialen Einrichtungen entstehen. Die Entwicklung erfolgt unter dem Namen „Quartier Helene“. Die Stadt München hebt dabei die klimaresiliente Gestaltung sowie die Verbindung von Wohnen und Arbeiten als zukunftsweisende Elemente hervor.

Der Stadtratsbeschluss basiert auf den Ergebnissen des internationalen Wettbewerbs Europan 17 und einem anschließenden Workshopverfahren, in dem VALUES Real Estate und die Stadt den Siegerentwurf weiterentwickelten. Die Partnerschaft mit der ABG Real Estate Group gilt als strategischer Schritt für die bevorstehenden Planungs- und Bauphasen.

Thorsten Bischoff (VALUES Real Estate) betont die Verantwortung für klimagerechten, urbanen Raum. Ulrich Höller (ABG Real Estate Group) verweist auf die langjährige Münchner Markterfahrung seines Hauses. Stadtbaurätin Elisabeth Merk sieht das Projekt als Startpunkt für die Transformation eines bislang stark versiegelten Gewerbegebiets.
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immoflash gibt’s jetzt in neuem Gewand – auf IMMOMEDIEN.

Willkommen zurück – schön, dass Sie wieder da sind!


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