Die Mieten in Österreich ziehen weiter an. Laut Statistik Austria lag die monatliche Miete inklusive Betriebskosten im Schnitt bei 10,2 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zum Vorquartal stieg sie damit um 1,9 Prozent, der stärkste Zuwachs innerhalb eines Jahres. Verglichen mit dem 2. Quartal des Vorjahres gab es ein Anstieg um 4,6 Prozent. Die durchschnittliche Miete exklusive Betriebskosten lag im 2. Quartal 2025 bei 7,7 Euro pro Quadratmeter und erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 5,3 Prozent.
„Im 2. Quartal 2025 haben die Mieten in Österreich erneut angezogen. Die monatliche Wohnungsmiete ohne Betriebskosten ist auf durchschnittlich 7,7 Euro pro Quadratmeter gestiegen und damit um 5,3 Prozent höher als ein Jahr davor und um 1,8 Prozent höher als zu Jahresbeginn. Dieser Zuwachs im Vergleich zum Vorquartal ist der stärkste der vergangenen vier Quartale. Zur Nettomiete kommen Betriebskosten von aktuell 2,6 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zum 2. Quartal des Vorjahres haben sich die Betriebskosten damit um 2,8 Prozent erhöht“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.
Im 2. Quartal 2025 lag die durchschnittliche Miete inklusive Betriebskosten bei 673,2 Euro pro Hauptmietwohnung. Das entspricht einem Quadratmeterpreis von 10,2 Euro. Die Nettomiete – exklusive Betriebskosten – belief sich auf durchschnittlich 508,4 Euro pro Wohnung bzw. 7,7 Euro pro Quadratmeter. Die monatlichen Betriebskosten lagen bei 167,9 Euro pro Wohnung, pro Quadratmeter bei 2,6 Euro. Die tatsächliche Höhe der monatlichen Miete inklusive Betriebskosten hängt vor allem vom Mietsegment, der Region, der Wohnungsgröße und der Mietdauer ab. Die Mietkosten beziehen sich hochgerechnet auf 1,8 Millionen Hauptmietwohnungen in Österreich.
Das Palais Hatzenberg-Fürstenberg in der Wiener Innenstadt wird verkauft. Das Gebäude, auch als „Österreichisches Buchgewerbehaus“ bekannt, zählt zu den bedeutendsten Profanbauten der Wiener Barockzeit und ist im Eigentum des Verbands Druck & Medientechnik und dem Hauptverbands des österreichischen Buchhandels. Mit der Vermarktung wurde exklusiv Otto Immobilien beauftragt.
„Das Palais Fürstenberg ist nicht nur ein markantes Stück Wiener Architekturgeschichte, sondern auch ein Objekt mit Potenzial für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Nutzung. Die Lage im Herzen Wiens, nur wenige Schritte vom Stephansplatz entfernt, macht es zu einer außergewöhnlichen Gelegenheit für Käuferinnen und Käufer mit langfristiger Perspektive“, sagt Eugen Otto, Geschäftsführer von Otto Immobilien.
Das Palais wurde zwischen 1702 und 1720 im Stil von Johann Lucas von Hildebrandt errichtet. Heute präsentiert sich das Gebäude mit seiner barocken Fassadengliederung, neobarocken Innenräumen und späthistoristischen Ausstattungen, die teils spätgotische und barocke Elemente integrieren. Zuletzt wurde es vor allem als Veranstaltungsort und für Büros genutzt. Aufgrund seiner historischen und architektonischen Bedeutung eignet sich das Palais laut Otto Immobilien insbesondere für Investor:innen, die auf Repräsentation und kulturellen Mehrwert setzen. Denkbar sind etwa Nutzungen als Firmensitz, kulturelle Institution oder hochwertige Veranstaltungsstätte.
Die Liegenschaft hat eine Grundstücksfläche von 376 m² mitten im ersten Bezirk, die Gesamtnutzfläche beträgt rund 792 m². Äußerlich ist das Gebäude weitgehend intakt, die technische Ausstattung wie Heizung, Elektrik und Lift ist jedoch erneuerungsbedürftig. Das Objekt steht unter Denkmalschutz.
Die FHWien der WKW hat die Leitung ihres Bachelorstudiums Immobilienwirtschaft neu besetzt: Mit Beginn des Wintersemesters übernimmt Carmen Dilch die Verantwortung für die fachliche und organisatorische Führung des erfolgreichen Studienprogramms. Der Studiengang gilt seit Jahren als anerkannte Ausbildungsstätte für Nachwuchskräfte in der Immobilienbranche und erfreut sich hoher Nachfrage.
Mit der Neubesetzung wird die Weiterentwicklung des praxisnahen Curriculums weiter forciert. Ziel ist es, Studierenden eine fundierte Vorbereitung auf die beruflichen Anforderungen der Immobilienwirtschaft zu bieten. Unterstützt wird Dilch dabei von einem erfahrenen Team, das den engen Bezug zur Praxis sichert.
Der Studienbereich Immobilienwirtschaft der Hochschule bleibt weiterhin unter der Leitung von Klemen Braunisch. Er zeichnet für die strategische Ausrichtung des gesamten Studienangebots verantwortlich, einschließlich des Masterstudiums Immobilienmanagement für die Bauträger. Die FHWien der WKW gilt als eine der führenden Ausbildungsstätten für immobilienwirtschaftliche Studiengänge in Österreich.
Wer meint in Wien oder in anderen Hotspots in Österreich ist schon so wirklich richtig teuer geworden, der sollte einmal einen Blick ins Ausland werfen. Insbesonders nach München, wo das durchschnittlich verfügbare Einkommen gar nicht so unterschiedlich zu Wien ist.
München bleibt nämlich auch 2025 Deutschlands teuerster Wohnimmobilienmarkt: Mit einem Quadratmeterpreis von 10.800 Euro liegt die bayerische Landeshauptstadt zwar leicht unter dem Vorjahr, aber immer noch rund 125 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt von 4.800 Euro. Das zeigt der aktuelle Property Index von Deloitte, der 77 Städte in 28 Ländern vergleicht. In Europa liegt nur Luxemburg-Stadt mit 11.074 Euro pro Quadratmeter noch darüber. Zum Vergleich: In Wien liegt der durchschnittliche m2-Preis bei rund 6.500 Euro.
Die Preisschere in Europa öffnet sich weiter: Während westliche Kernmärkte stagnieren oder leicht nachgeben, verzeichnen vor allem osteuropäische Länder deutliche Aufholeffekte. In Polen, Albanien und Bosnien-Herzegowina stiegen die Preise für Wohnimmobilien teils zweistellig, ebenso in Kroatien und Ungarn. In der Türkei hingegen ging das Preisniveau inflationsbedingt zurück.
In Deutschland steigen die Mieten in den Ballungszentren weiter. München führt mit 21,9 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Frankfurt (18,5), Berlin (18,4) und Hamburg (16,1). Die Nachfrage verlagert sich zunehmend ins Umland, da in den Großstädten Bauflächen fehlen, Finanzierungen teurer werden und leistbarer Wohnraum knapp ist. Das Neubauvolumen stagniert – ein Grund für die strukturelle Anspannung des Markts.
„Der Markt beginnt sich zu stabilisieren“, so Deloitte-Immobilienexperte Michael Müller. „Die Zinskurve flacht ab, Energie- und Materialkosten werden kalkulierbarer, und das Preistief scheint überwunden.“ Trotz dieser Tendenzen bleibt das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage – insbesondere im mittleren und unteren Preissegment – eine zentrale Herausforderung für Investoren und Entwickler.
Einer der größten Vermietungsabschlüsse am Wiener Büromarkt im Jahr 2025 ist fix: Vamed Engineering bezieht rund 3.400 Quadratmeter Bürofläche in der Brehmstraße 12 im 11. Bezirk. Eigentümerin des Objekts ist die HT Group, die das Gebäude über ihren Fonds „HT Office Top 30 Invest“ hält. Vor einigen Trubulenzen war die heutige HT Group als Hamburg Trust bekannt. In Hamburg hat das Unternehmen auch seinen Sitz.
Die 2002 errichtete Büroimmobilie umfasst rund 11.500 Quadratmeter Gesamtmietfläche auf acht Obergeschossen und verfügt über 79 Stellplätze. Der Standort punktet durch seine Lage zwischen Stadtzentrum und Flughafen, mit direkter Anbindung an Hauptverkehrsachsen. Der Wiener Hauptbahnhof ist in etwa zehn Minuten erreichbar, der Flughafen Wien liegt 13 Kilometer entfernt.
Mit der langfristigen Vermietung an das auf Gesundheitsprojekte spezialisierte Unternehmen Vamed Engineering sichert sich die HT Group einen namhaften Mieter und stärkt die Performance ihres Büroportfolios in Wien. Der Abschluss wird am Markt auch als Signal gewertet, dass gut angebundene Lagen im etablierten Bürosektor weiterhin hohe Nachfrage verzeichnen.
Die internationale Hotelbranche steht 2025 vor einem grundlegenden Wandel – getrieben durch künstliche Intelligenz, operative Nachhaltigkeit und hybride Geschäftsmodelle. Globale Ketten wie IHG, Hyatt und Accor passen ihre Immobilienstrategien zunehmend an lokale Märkte an und setzen dabei auf integrierte Tech-Lösungen und ESG-konforme Betriebskonzepte.
Künftig wird es entscheidend sein, wie sich globale Marken standardisiert aufstellen, ohne die Authentizität vor Ort zu verlieren. Dieser Spagat beeinflusst nicht nur Markenführung, sondern auch die Entwicklung und Positionierung neuer Hotelimmobilien. Insbesondere Betreiber- und Eigentümerstrukturen müssen sich anpassen, um agile Produktformen zwischen klassischem Hotel, Serviced Apartment und Co-Living erfolgreich am Markt zu platzieren.
Sogenannte Hospitality Tech Strategien, die KI-basierte Preisoptimierung, Demand Forecasting und Prozessautomatisierung in einer ganzheitlichen Betriebslogik vereinen, gewinnen an Bedeutung. Damit verschieben sich die Anforderungen an Standorte, Grundrisse und technische Gebäudeausstattung – was auch Projektentwickler und Investoren unter Druck setzt.
Gleichzeitig erlebt der Hostelmarkt ein Revival – aber nicht als Low-Cost-Produkt, sondern als lifestyleorientiertes Segment mit klarer Community-Ausrichtung und wachstumsfähigen Betreiberkonzepten. Für Investoren bedeutet das: Höhere Flächenflexibilität und neue Umsatzmodelle werden künftig relevanter als klassische Zimmerkennzahlen.
Auch im ESG-Bereich steht die Branche unter Zugzwang: Die operative Übersetzung von Nachhaltigkeitszielen in die Immobilie rückt in den Fokus. Von Kreislaufwirtschaft und Energiedesign über lokale Lieferketten bis zu Vermeidung von Greenwashing reichen die Forderungen an Entwickler und Betreiber.
Darüber hinaus wird deutlich: Der Markt sucht nach neuen Konzepten, um Nebensaisonen zu füllen – etwa mit Angeboten für Digital Nomads, Gesundheits- oder Kulturtourismus. Solche Nachfrageverschiebungen müssen künftig bereits in die Immobilienplanung einfließen – von Coworking-Spaces bis zu modularen Nutzungseinheiten.
Praemia REIM hat Thomas Storgaard zum neuen Managing Director, Head of Purpose-Built Student Accommodation (PBSA) ernannt. Mit Sitz in London wird er die Expansion des Unternehmens im Segment studentisches Wohnen auf gesamteuropäischer Ebene verantworten. Das PBSA-Segment soll künftig eine tragende Säule innerhalb des 36 Milliarden Euro umfassenden Immobilienportfolios von Praemia werden.
Storgaard gilt als ausgewiesener PBSA-Experte mit über 20 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und Skalierung institutioneller Plattformen. Zuletzt war er Partner bei Bridges Fund Management, davor verantwortete er bei Harrison Street europaweite Investments in Höhe von über 800 Millionen Euro. Insgesamt war er an Transaktionen von mehr als 3,4 Milliarden Euro beteiligt. Praemia REIM positioniert sich damit strategisch in einem der dynamischsten Teilsegmente des europäischen Wohnimmobilienmarktes. Die Nachfrage nach professionell geführtem studentischem Wohnraum bleibt strukturell hoch – auch in Deutschland. Mit zwei PBSA-Vehikeln in Italien und der Partnerschaft mit Camplus wurde bereits ein skalierbares Plattformmodell etabliert, das nun auf weitere europäische Märkte ausgeweitet werden soll.
„PBSA ist ein unterversorgter, wachstumsstarker Sektor mit hoher Relevanz für institutionelle Investoren“, betont Laurent Fléchet, Chairman von Praemia REIM. Für CEO Peter Finkbeiner steht zudem die Kombination aus städtebaulichem Bedarf, demografischem Rückenwind und professioneller Betreiberstruktur im Fokus.
Mit dem Einstieg von Thomas Storgaard will Praemia REIM seine Position im europäischen Wohnsegment weiter ausbauen und Investoren gezielte Zugänge zu langfristig stabilen Renditestrukturen im Bereich studentisches Wohnen bieten.
In der Immobilienverwaltung wächst der Druck, manuelle Prozesse durch digitale Strukturen zu ersetzen. Immer mehr Hausverwaltungen investieren in KI-basierte Tools, um Routinetätigkeiten effizienter zu gestalten. Besonders groß ist das Potenzial in der Buchhaltung, die laut Branchenschätzungen rund ein Drittel der Personalkosten ausmacht. Durch den gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz kann dieser Aufwand um bis zu 80 Prozent reduziert werden.
Auch in der Kommunikation mit Eigentümern und Mietern zeigen sich klare Effizienzgewinne: Intelligente Systeme bündeln Anfragen, strukturieren Aufgaben und verbessern die Dokumentation. Ergänzt wird dieser Wandel durch automatisierte Wiedervorlagen und die digitale Erschließung von Dokumentenbeständen, die zusätzliche Ressourcen freisetzen.
Zentrale Voraussetzung für diese Entwicklung bleibt ein modernes ERP-System als digitales Rückgrat. Nur mit einer cloudbasierten, flexiblen Lösung lassen sich KI-Prozesse sinnvoll integrieren. Dabei rückt zunehmend auch die Integration von Kundenportalen und revisionssicheren Dokumentenarchiven in den Fokus.
Trotz deutlicher Fortschritte besteht in der Branche weiter Optimierungspotenzial. Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass Verwaltungen mit ihrer eingesetzten Software im Schnitt nur zu 69 Prozent zufrieden sind – zu wenig, um zukunftssicher zu arbeiten. Dass sich die Branche dennoch im Aufbruch befindet, zeigte sich zuletzt auch im Rahmen der Fachkonferenz „WEG.DIGITAL – Smartes WEG-Management“ in Leipzig, bei der über 100 Verwaltungen über digitale Strategien diskutierten.
Die deutschen Pfandbriefbanken verzeichnen eine spürbare Belebung der Immobilienfinanzierung. Im ersten Halbjahr 2025 vergaben die Institute laut dem Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) Kredite im Gesamtvolumen von 70,1 Milliarden Euro – ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Treiber des Wachstums ist vor allem der Wohnimmobilienbereich. Hier stieg das Neugeschäft um 22 Prozent auf 46,0 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickelten sich Finanzierungen für Mehrfamilienhäuser, die um über 30 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro zulegten. Auch die Vergabe von Krediten für Ein- und Zweifamilienhäuser (+22 Prozent) sowie Eigentumswohnungen (+17,7 Prozent) nahm deutlich zu. Im Gewerbesegment fiel der Zuwachs moderater aus: Finanzierungen stiegen um 8,6 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro. Während Büroimmobilien nur leicht zulegten, verzeichneten Einzelhandelsobjekte einen deutlichen Anstieg um 13,6 Prozent.
„Offenbar haben sich Investoren und Haushalte auf das neue Zinsniveau eingestellt“, so vdp-Geschäftsführer Jens Tolckmitt. Man rechne mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung im zweiten Halbjahr – auch wenn geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten bestehen bleiben.
Nettomieten stiegen im Jahresvergleich um 1,9 Prozent
von Stefan Posch
Die Mieten in Österreich ziehen weiter an. Laut Statistik Austria lag die monatliche Miete inklusive Betriebskosten im Schnitt bei 10,2 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zum Vorquartal stieg sie damit um 1,9 Prozent, der stärkste Zuwachs innerhalb eines Jahres. Verglichen mit dem 2. Quartal des Vorjahres gab es ein Anstieg um 4,6 Prozent. Die durchschnittliche Miete exklusive Betriebskosten lag im 2. Quartal 2025 bei 7,7 Euro pro Quadratmeter und erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 5,3 Prozent.
„Im 2. Quartal 2025 haben die Mieten in Österreich erneut angezogen. Die monatliche Wohnungsmiete ohne Betriebskosten ist auf durchschnittlich 7,7 Euro pro Quadratmeter gestiegen und damit um 5,3 Prozent höher als ein Jahr davor und um 1,8 Prozent höher als zu Jahresbeginn. Dieser Zuwachs im Vergleich zum Vorquartal ist der stärkste der vergangenen vier Quartale. Zur Nettomiete kommen Betriebskosten von aktuell 2,6 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zum 2. Quartal des Vorjahres haben sich die Betriebskosten damit um 2,8 Prozent erhöht“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.
Im 2. Quartal 2025 lag die durchschnittliche Miete inklusive Betriebskosten bei 673,2 Euro pro Hauptmietwohnung. Das entspricht einem Quadratmeterpreis von 10,2 Euro. Die Nettomiete – exklusive Betriebskosten – belief sich auf durchschnittlich 508,4 Euro pro Wohnung bzw. 7,7 Euro pro Quadratmeter. Die monatlichen Betriebskosten lagen bei 167,9 Euro pro Wohnung, pro Quadratmeter bei 2,6 Euro. Die tatsächliche Höhe der monatlichen Miete inklusive Betriebskosten hängt vor allem vom Mietsegment, der Region, der Wohnungsgröße und der Mietdauer ab. Die Mietkosten beziehen sich hochgerechnet auf 1,8 Millionen Hauptmietwohnungen in Österreich.
Das Palais Hatzenberg-Fürstenberg in der Wiener Innenstadt wird verkauft. Das Gebäude, auch als „Österreichisches Buchgewerbehaus“ bekannt, zählt zu den bedeutendsten Profanbauten der Wiener Barockzeit und ist im Eigentum des Verbands Druck & Medientechnik und dem Hauptverbands des österreichischen Buchhandels. Mit der Vermarktung wurde exklusiv Otto Immobilien beauftragt.
„Das Palais Fürstenberg ist nicht nur ein markantes Stück Wiener Architekturgeschichte, sondern auch ein Objekt mit Potenzial für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Nutzung. Die Lage im Herzen Wiens, nur wenige Schritte vom Stephansplatz entfernt, macht es zu einer außergewöhnlichen Gelegenheit für Käuferinnen und Käufer mit langfristiger Perspektive“, sagt Eugen Otto, Geschäftsführer von Otto Immobilien.
Das Palais wurde zwischen 1702 und 1720 im Stil von Johann Lucas von Hildebrandt errichtet. Heute präsentiert sich das Gebäude mit seiner barocken Fassadengliederung, neobarocken Innenräumen und späthistoristischen Ausstattungen, die teils spätgotische und barocke Elemente integrieren. Zuletzt wurde es vor allem als Veranstaltungsort und für Büros genutzt. Aufgrund seiner historischen und architektonischen Bedeutung eignet sich das Palais laut Otto Immobilien insbesondere für Investor:innen, die auf Repräsentation und kulturellen Mehrwert setzen. Denkbar sind etwa Nutzungen als Firmensitz, kulturelle Institution oder hochwertige Veranstaltungsstätte.
Die Liegenschaft hat eine Grundstücksfläche von 376 m² mitten im ersten Bezirk, die Gesamtnutzfläche beträgt rund 792 m². Äußerlich ist das Gebäude weitgehend intakt, die technische Ausstattung wie Heizung, Elektrik und Lift ist jedoch erneuerungsbedürftig. Das Objekt steht unter Denkmalschutz.
Neue Leiterin Bachelorstudiums Immobilienwirtschaft
Carmen Dilch übernimmt
von Gerhard Rodler
Die FHWien der WKW hat die Leitung ihres Bachelorstudiums Immobilienwirtschaft neu besetzt: Mit Beginn des Wintersemesters übernimmt Carmen Dilch die Verantwortung für die fachliche und organisatorische Führung des erfolgreichen Studienprogramms. Der Studiengang gilt seit Jahren als anerkannte Ausbildungsstätte für Nachwuchskräfte in der Immobilienbranche und erfreut sich hoher Nachfrage.
Mit der Neubesetzung wird die Weiterentwicklung des praxisnahen Curriculums weiter forciert. Ziel ist es, Studierenden eine fundierte Vorbereitung auf die beruflichen Anforderungen der Immobilienwirtschaft zu bieten. Unterstützt wird Dilch dabei von einem erfahrenen Team, das den engen Bezug zur Praxis sichert.
Der Studienbereich Immobilienwirtschaft der Hochschule bleibt weiterhin unter der Leitung von Klemen Braunisch. Er zeichnet für die strategische Ausrichtung des gesamten Studienangebots verantwortlich, einschließlich des Masterstudiums Immobilienmanagement für die Bauträger. Die FHWien der WKW gilt als eine der führenden Ausbildungsstätten für immobilienwirtschaftliche Studiengänge in Österreich.
Wer meint in Wien oder in anderen Hotspots in Österreich ist schon so wirklich richtig teuer geworden, der sollte einmal einen Blick ins Ausland werfen. Insbesonders nach München, wo das durchschnittlich verfügbare Einkommen gar nicht so unterschiedlich zu Wien ist.
München bleibt nämlich auch 2025 Deutschlands teuerster Wohnimmobilienmarkt: Mit einem Quadratmeterpreis von 10.800 Euro liegt die bayerische Landeshauptstadt zwar leicht unter dem Vorjahr, aber immer noch rund 125 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt von 4.800 Euro. Das zeigt der aktuelle Property Index von Deloitte, der 77 Städte in 28 Ländern vergleicht. In Europa liegt nur Luxemburg-Stadt mit 11.074 Euro pro Quadratmeter noch darüber. Zum Vergleich: In Wien liegt der durchschnittliche m2-Preis bei rund 6.500 Euro.
Die Preisschere in Europa öffnet sich weiter: Während westliche Kernmärkte stagnieren oder leicht nachgeben, verzeichnen vor allem osteuropäische Länder deutliche Aufholeffekte. In Polen, Albanien und Bosnien-Herzegowina stiegen die Preise für Wohnimmobilien teils zweistellig, ebenso in Kroatien und Ungarn. In der Türkei hingegen ging das Preisniveau inflationsbedingt zurück.
In Deutschland steigen die Mieten in den Ballungszentren weiter. München führt mit 21,9 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Frankfurt (18,5), Berlin (18,4) und Hamburg (16,1). Die Nachfrage verlagert sich zunehmend ins Umland, da in den Großstädten Bauflächen fehlen, Finanzierungen teurer werden und leistbarer Wohnraum knapp ist. Das Neubauvolumen stagniert – ein Grund für die strukturelle Anspannung des Markts.
„Der Markt beginnt sich zu stabilisieren“, so Deloitte-Immobilienexperte Michael Müller. „Die Zinskurve flacht ab, Energie- und Materialkosten werden kalkulierbarer, und das Preistief scheint überwunden.“ Trotz dieser Tendenzen bleibt das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage – insbesondere im mittleren und unteren Preissegment – eine zentrale Herausforderung für Investoren und Entwickler.
3.400 m2 Büro an Vamed Engineering
HT Group vermietet in "Brehmstrasse"
von Gerhard Rodler aus Hamburg
Einer der größten Vermietungsabschlüsse am Wiener Büromarkt im Jahr 2025 ist fix: Vamed Engineering bezieht rund 3.400 Quadratmeter Bürofläche in der Brehmstraße 12 im 11. Bezirk. Eigentümerin des Objekts ist die HT Group, die das Gebäude über ihren Fonds „HT Office Top 30 Invest“ hält. Vor einigen Trubulenzen war die heutige HT Group als Hamburg Trust bekannt. In Hamburg hat das Unternehmen auch seinen Sitz.
Die 2002 errichtete Büroimmobilie umfasst rund 11.500 Quadratmeter Gesamtmietfläche auf acht Obergeschossen und verfügt über 79 Stellplätze. Der Standort punktet durch seine Lage zwischen Stadtzentrum und Flughafen, mit direkter Anbindung an Hauptverkehrsachsen. Der Wiener Hauptbahnhof ist in etwa zehn Minuten erreichbar, der Flughafen Wien liegt 13 Kilometer entfernt.
Mit der langfristigen Vermietung an das auf Gesundheitsprojekte spezialisierte Unternehmen Vamed Engineering sichert sich die HT Group einen namhaften Mieter und stärkt die Performance ihres Büroportfolios in Wien. Der Abschluss wird am Markt auch als Signal gewertet, dass gut angebundene Lagen im etablierten Bürosektor weiterhin hohe Nachfrage verzeichnen.
Neues Geschäftsmodelle entstehen
KI, ESG verändern Hotelbranche
von Gerhard Rodler
Die internationale Hotelbranche steht 2025 vor einem grundlegenden Wandel – getrieben durch künstliche Intelligenz, operative Nachhaltigkeit und hybride Geschäftsmodelle. Globale Ketten wie IHG, Hyatt und Accor passen ihre Immobilienstrategien zunehmend an lokale Märkte an und setzen dabei auf integrierte Tech-Lösungen und ESG-konforme Betriebskonzepte.
Künftig wird es entscheidend sein, wie sich globale Marken standardisiert aufstellen, ohne die Authentizität vor Ort zu verlieren. Dieser Spagat beeinflusst nicht nur Markenführung, sondern auch die Entwicklung und Positionierung neuer Hotelimmobilien. Insbesondere Betreiber- und Eigentümerstrukturen müssen sich anpassen, um agile Produktformen zwischen klassischem Hotel, Serviced Apartment und Co-Living erfolgreich am Markt zu platzieren.
Sogenannte Hospitality Tech Strategien, die KI-basierte Preisoptimierung, Demand Forecasting und Prozessautomatisierung in einer ganzheitlichen Betriebslogik vereinen, gewinnen an Bedeutung. Damit verschieben sich die Anforderungen an Standorte, Grundrisse und technische Gebäudeausstattung – was auch Projektentwickler und Investoren unter Druck setzt.
Gleichzeitig erlebt der Hostelmarkt ein Revival – aber nicht als Low-Cost-Produkt, sondern als lifestyleorientiertes Segment mit klarer Community-Ausrichtung und wachstumsfähigen Betreiberkonzepten. Für Investoren bedeutet das: Höhere Flächenflexibilität und neue Umsatzmodelle werden künftig relevanter als klassische Zimmerkennzahlen.
Auch im ESG-Bereich steht die Branche unter Zugzwang: Die operative Übersetzung von Nachhaltigkeitszielen in die Immobilie rückt in den Fokus. Von Kreislaufwirtschaft und Energiedesign über lokale Lieferketten bis zu Vermeidung von Greenwashing reichen die Forderungen an Entwickler und Betreiber.
Darüber hinaus wird deutlich: Der Markt sucht nach neuen Konzepten, um Nebensaisonen zu füllen – etwa mit Angeboten für Digital Nomads, Gesundheits- oder Kulturtourismus. Solche Nachfrageverschiebungen müssen künftig bereits in die Immobilienplanung einfließen – von Coworking-Spaces bis zu modularen Nutzungseinheiten.
Storgaard übernimmt Bereich europaweit
Praemia setzt auf studentisches Wohnen
von Gerhard Rodler
Praemia REIM hat Thomas Storgaard zum neuen Managing Director, Head of Purpose-Built Student Accommodation (PBSA) ernannt. Mit Sitz in London wird er die Expansion des Unternehmens im Segment studentisches Wohnen auf gesamteuropäischer Ebene verantworten. Das PBSA-Segment soll künftig eine tragende Säule innerhalb des 36 Milliarden Euro umfassenden Immobilienportfolios von Praemia werden.
Storgaard gilt als ausgewiesener PBSA-Experte mit über 20 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und Skalierung institutioneller Plattformen. Zuletzt war er Partner bei Bridges Fund Management, davor verantwortete er bei Harrison Street europaweite Investments in Höhe von über 800 Millionen Euro. Insgesamt war er an Transaktionen von mehr als 3,4 Milliarden Euro beteiligt. Praemia REIM positioniert sich damit strategisch in einem der dynamischsten Teilsegmente des europäischen Wohnimmobilienmarktes. Die Nachfrage nach professionell geführtem studentischem Wohnraum bleibt strukturell hoch – auch in Deutschland. Mit zwei PBSA-Vehikeln in Italien und der Partnerschaft mit Camplus wurde bereits ein skalierbares Plattformmodell etabliert, das nun auf weitere europäische Märkte ausgeweitet werden soll.
„PBSA ist ein unterversorgter, wachstumsstarker Sektor mit hoher Relevanz für institutionelle Investoren“, betont Laurent Fléchet, Chairman von Praemia REIM. Für CEO Peter Finkbeiner steht zudem die Kombination aus städtebaulichem Bedarf, demografischem Rückenwind und professioneller Betreiberstruktur im Fokus.
Mit dem Einstieg von Thomas Storgaard will Praemia REIM seine Position im europäischen Wohnsegment weiter ausbauen und Investoren gezielte Zugänge zu langfristig stabilen Renditestrukturen im Bereich studentisches Wohnen bieten.
In der Immobilienverwaltung wächst der Druck, manuelle Prozesse durch digitale Strukturen zu ersetzen. Immer mehr Hausverwaltungen investieren in KI-basierte Tools, um Routinetätigkeiten effizienter zu gestalten. Besonders groß ist das Potenzial in der Buchhaltung, die laut Branchenschätzungen rund ein Drittel der Personalkosten ausmacht. Durch den gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz kann dieser Aufwand um bis zu 80 Prozent reduziert werden.
Auch in der Kommunikation mit Eigentümern und Mietern zeigen sich klare Effizienzgewinne: Intelligente Systeme bündeln Anfragen, strukturieren Aufgaben und verbessern die Dokumentation. Ergänzt wird dieser Wandel durch automatisierte Wiedervorlagen und die digitale Erschließung von Dokumentenbeständen, die zusätzliche Ressourcen freisetzen.
Zentrale Voraussetzung für diese Entwicklung bleibt ein modernes ERP-System als digitales Rückgrat. Nur mit einer cloudbasierten, flexiblen Lösung lassen sich KI-Prozesse sinnvoll integrieren. Dabei rückt zunehmend auch die Integration von Kundenportalen und revisionssicheren Dokumentenarchiven in den Fokus.
Trotz deutlicher Fortschritte besteht in der Branche weiter Optimierungspotenzial. Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass Verwaltungen mit ihrer eingesetzten Software im Schnitt nur zu 69 Prozent zufrieden sind – zu wenig, um zukunftssicher zu arbeiten. Dass sich die Branche dennoch im Aufbruch befindet, zeigte sich zuletzt auch im Rahmen der Fachkonferenz „WEG.DIGITAL – Smartes WEG-Management“ in Leipzig, bei der über 100 Verwaltungen über digitale Strategien diskutierten.
Die deutschen Pfandbriefbanken verzeichnen eine spürbare Belebung der Immobilienfinanzierung. Im ersten Halbjahr 2025 vergaben die Institute laut dem Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) Kredite im Gesamtvolumen von 70,1 Milliarden Euro – ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Treiber des Wachstums ist vor allem der Wohnimmobilienbereich. Hier stieg das Neugeschäft um 22 Prozent auf 46,0 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickelten sich Finanzierungen für Mehrfamilienhäuser, die um über 30 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro zulegten. Auch die Vergabe von Krediten für Ein- und Zweifamilienhäuser (+22 Prozent) sowie Eigentumswohnungen (+17,7 Prozent) nahm deutlich zu. Im Gewerbesegment fiel der Zuwachs moderater aus: Finanzierungen stiegen um 8,6 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro. Während Büroimmobilien nur leicht zulegten, verzeichneten Einzelhandelsobjekte einen deutlichen Anstieg um 13,6 Prozent.
„Offenbar haben sich Investoren und Haushalte auf das neue Zinsniveau eingestellt“, so vdp-Geschäftsführer Jens Tolckmitt. Man rechne mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung im zweiten Halbjahr – auch wenn geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten bestehen bleiben.
Impressum
Medieninhaber & Herausgeber
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