Immomarkt erlebt spürbaren Aufschwung

Transaktionsvolumen steigt um 15,37 Prozent

von Stefan Posch

2025 stiegen die Versicherungen stark.  © IMMOunited GmbH 2025 stiegen die Versicherungen stark. © IMMOunited GmbH
Der österreichische Immobilienmarkt zeigt eine deutliche Belebung. Eine aktuelle Auswertung von IMMOunited weist die Verbücherungen klar über dem Vorjahresniveau aus. Mit 105.270 registrierten Transaktionen per 1. Dezember liegen die Verbücherungen um 14,72 Prozent höher als im Vorjahr, das Transaktionsvolumen steigt parallel um 15,37 Prozent. Die Entwicklung ist in allen Bundesländern sichtbar und signalisiert eine spürbare Rückkehr der Nachfrage.

Besonders der Wohnungsmarkt treibt den Aufschwung: Die Anzahl der Transaktionen steigt um rund ein Fünftel, das Volumen um 22,25 Prozent. Im Zinshaussegment fällt das Plus mit knapp einem Drittel noch deutlicher aus. Auch bei Einfamilienhäusern zeigt der Markt mit rund 17 Prozent Wachstum einen soliden Anstieg. Grundstücksverkäufe legen um mehr als drei Prozent zu und unterstreichen die breite Marktbelebung über alle Nutzungsarten hinweg.

Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer von IMMOunited, ordnet die aktuelle Entwicklung als wichtige Marktstabilisierung ein. „Es gibt allen Grund zur Freude: Die Bewegung am Immobilienmarkt kehrt zurück. Jeder Eintrag im Grundbuch erzählt von einem neuen Käufer, einer neuen Investition und einem Markt, der wieder an Schwung gewinnt“, sagt Schmid.
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Die Köpfe des Jahres

Die Lenker der Branche

von Stefan Posch

Die Köpfe des Jahres 2025 © Adobe stock Die Köpfe des Jahres 2025 © Adobe stock
Das Immobilien Magazin hat die Köpfe des Jahres 2025 vorgestellt. Die Leser hatten im Vorfeld die Möglichkeit, Persönlichkeiten aus der Immobilienbranche zu nominieren. Anschließend wählte die Redaktion gemeinsam mit einer Fachjury jene Personen aus, die im Jahr 2025 durch ihr Wirken, ihre Projekte oder ihre fachliche Führungsrolle besondere Akzente in der österreichischen Immobilienbranche gesetzt haben.

Die endgültige Auswahl umfasst eine Reihe von Persönlichkeiten, die das Marktgeschehen im vergangenen Jahr maßgeblich geprägt haben. Die Liste der Köpfe des Jahres 2025 ist in der aktuellen Ausgabe des Immobilien Magazins abrufbar oder online unter diesem Link.
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Premium zurück am Wiener Markt

Projekte in Wien und St. Pölten geplant

von Stefan Posch

Das Projekt Ensemble war einer der großen Projekte der Premium Immobilien in Wien.  ©  ARE Development / PREMIUM Immobilien Das Projekt Ensemble war einer der großen Projekte der Premium Immobilien in Wien. © ARE Development / PREMIUM Immobilien
Premium meldet sich nach mehreren Jahren Pause mit neuen Projekten in Wien zurück. Das Unternehmen hatte sich zuletzt stark auf den US-Markt konzentriert, insbesondere auf Miami, wo kürzlich bereits das zweite Projekt erfolgreich verkauft wurde. Nun richtet Premium den Blick wieder verstärkt auf Österreich. Wie Geschäftsführer Hannes Schöckler im Gespräch mit Immoflash bestätigt, war der Rückzug aus Wien nie vollständig: „Wir hatten immer laufend Bestand in Wien, St. Pölten und auch Berlin.“ Dennoch habe man bewusst entschieden, Projekte in Wien „eine Zeit lang nicht zu forcieren“, wie Schöckler betont. Diese Phase sei nun abgeschlossen.

Premium setzt wieder auf klassische Anleger- und Vorsorgewohnungen. Bauherrenmodelle hat das Unternehmen zwar analysiert, sich jedoch dagegen entschieden. „Wir haben uns das Bauherrenmodell sehr genau angesehen, aber die Zeit ist dafür momentan nicht die richtige“, sagt Schöckler.

Dass ein Player wie Premium wieder aktiv in den Wiener Markt eintritt, werten viele Branchenkenner als ermutigendes Zeichen. Die Entscheidung deutet darauf hin, dass Entwickler wieder Perspektiven erkennen und Neubauprojekte im urbanen Segment für attraktiv halten. Das Comeback eines etablierten Unternehmens verstärkt damit die Signale einer schrittweisen Stabilisierung und Erholung des Marktes.
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Projektentwickler Whitestone in Konkurs

Investoren droht Totalausfall

von Stefan Posch

Whitestone in Konkurs © © AdobeStock Whitestone in Konkurs © © AdobeStock
Die Netanja GmbH – jener Name, unter dem der Projektentwickler Whitestone zuletzt firmierte – hat Konkurs angemeldet. Das Insolvenzverfahren wird mangels Kostendeckung nicht eröffnet. Der Schuldner ist somit zahlungsunfähig. Für die zahlreichen Anleger, die über unterschiedliche Investmentvehikel Kapital bereitgestellt haben, bedeutet dies voraussichtlich einen vollständigen Verlust ihres eingesetzten Geldes.

Der Niedergang begann bereits zu Jahresbeginn, als Whitestone Zinsauszahlungen nicht mehr leisten konnte. Im Frühjahr kam es zur überraschenden Übernahme: Wie Immoflash damals exklusiv berichtete, erwarben zwei Gesellschaften aus dem Umfeld von Boris Yosopov – die Pagna Real Estate GmbH und die Ramadgan GmbH – den Entwickler. Der Gründer und bisherige Geschäftsführer Norbert Galfusz erklärte damals: „Ich ziehe mich aufgrund gesundheitlicher Probleme mit sofortiger Wirkung zurück, um meine Genesung zu gewährleisten.“ Das Unternehmen wurde im Zuge des Verkaufs in Netanja umbenannt, neue Geschäftsführer wurden Alexander Waiz und Avial Yosopov. Vergangene Woche wechselte das Unternehmen erneut den Besitzer: Die Netanja GmbH wurde an Dusan Morvay verkauft, dem im November mehrer Gesellschaften von Boris Yosopov übergeben wurden. Kurz darauf folgte der Konkursantrag der Netanja GmbH.
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2025 Wendepunkt für Immowirtschaft

Jahr der allmählichen Stabilisierung in Europa

von Stefan Posch

Christopher Mertlitz, Head of European Investments © W. P. Carey Christopher Mertlitz, Head of European Investments © W. P. Carey
Der europäische Immobilienmarkt hat 2025 einen Wendepunkt erreicht. Laut Christopher Mertlitz, Head of European Investments bei W. P. Carey, war es „ein Jahr der allmählichen Stabilisierung“, das die Basis für eine erneute Marktbelebung gelegt habe. Für Investoren und Nutzer habe sich der Fokus „von der Korrektur auf die Positionierung“ verschoben. Trotz geopolitischer und makroökonomischer Unsicherheiten bewertet er die Stimmung für 2026 positiv.

Mertlitz verweist auf mehrere Faktoren, die den Ausblick stützen: Die Preisdifferenz zwischen Käufern und Verkäufern verkleinere sich, die Transparenz im Transaktionsmarkt nehme zu. Beides führe zu einem „konstruktiveren Ausblick“ für das Jahr 2026. Zudem würden europäische Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben langfristige Opportunitäten schaffen. Auch wenn deren Umsetzung Zeit benötige, zeigten sie die Breite struktureller Investmentthemen, die sich in Europa verstärkten.

Kurzfristig sieht W. P. Carey Chancen vor allem in Industrie-, ausgewählten Einzelhandels- und Spezialimmobilien. Dabei bleibe man bewusst langfristig orientiert: Man jage nicht „den heißesten Trends hinterher“, sondern halte am sektoragnostischen Ansatz fest und konzentriere sich auf langlebige, betriebskritische Immobilien.

Für den Sale-Leaseback-Markt erwartet Mertlitz eine deutliche Belebung. Ein weiterhin angespanntes Finanzierungsumfeld, geprägt von vorsichtig agierenden Banken und Zurückhaltung im überhitzten Private-Debt-Segment, dürfte die Vorteile alternativer Finanzierungsformen hervorheben. Zugleich bleibe die sehr unterschiedliche Entwicklung der Private-Credit-Märkte in Europa ein Risikofaktor, der fortlaufend beobachtet werden müsse.

W. P. Carey setzt auch 2026 auf Kontinuität. Der Ansatz bleibe „stabil, diszipliniert und langfristig“. In einem Markt, der langsam wieder ins Gleichgewicht finde, lägen die Chancen nicht in Spekulation, sondern in Stabilität. Als Käufer, der ausschließlich mit Eigenkapital arbeite, sei das Unternehmen gut positioniert, um die Pipeline weiter auszubauen.
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Wohnungen im LeopoldQuartier übergeben

Erste Eigentümer ziehen ins LeopoldQuartier Living

von Stefan Posch

Das Projekt LeopoldQuartier Living  © Michael Nagl Das Projekt LeopoldQuartier Living © Michael Nagl
Im LeopoldQuartier Living wurden die ersten Wohnungen an ihre neuen Eigentümer übergeben. Damit beginnt die schrittweise Belebung des Wohnprojekts, in dem insgesamt 253 Eigentumswohnungen in Holz-Hybrid-Bauweise entstehen.

Laut UBM-CEO Thomas G. Winkler markiert die Übergabe einen wichtigen Schritt in der Umsetzung des Projekts: „Die ersten Wohnungsübergaben stellen immer etwas Erhebendes dar. Sie sind ein Zeichen dafür, dass Europas erstes Stadtquartier in Holz-Hybrid-Bauweise auch in die Realität umgesetzt wurde. Mögen die Eigentümer so zufrieden sein mit dem Ergebnis wie wir.“ Die Wohnungen verfügen über hochwertige Ausstattung, großzügige Freiflächen und Smart-Home-Lösungen. Mit der Fertigstellung der ersten Einheiten beginnt nun die Besiedelung des Areals, das als erstes Stadtquartier Europas in dieser Bauweise konzipiert ist.

UBM Development setzt seinen strategischen Fokus auf Green und Smart Building in zentralen Metropolregionen und zählt zu den größten Entwicklern von Holzbauprojekten in Europa. Das Unternehmen verweist auf Nachhaltigkeitsratings wie EcoVadis Platin und den Prime-Status von ISS ESG. 
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Regionale Expertise als USP

Daten, Marktgespür und lokale Expertise entscheidend

von Stefan Posch

Für Markus Dejmek ist Marktkenntnis entscheidend. ©  ImmoScout24 Für Markus Dejmek ist Marktkenntnis entscheidend. © ImmoScout24
Österreichs Vielfalt – vom alpinen Gelände bis zur Millionenstadt – verlangt präzise Standortkenntnis. Für die Immobilienbranche bedeutet das, regionale Besonderheiten richtig zu lesen und Projekte entsprechend auszurichten. Laut Immoscout24-Geschäftsführer Markus Dejmek bleibt „Lage, Lage, Lage“ zwar zentral, doch entscheidend werde zunehmend das Zusammenspiel aus Daten, Marktgespür und lokaler Expertise.

Die Preisentwicklung zeigt klare Trends: Eigentumswohnungen wurden 2025 teurer, während die Nachfrage besonders in der Steiermark, Tirol und Wien zunahm. Knappes Bauland treibt Preise in Tirol auf durchschnittlich 7.000 Euro pro Quadratmeter, in Wien auf 6.615 Euro. Trotz hoher Kosten bleibt der Bedarf an Wohnraum hoch. Projektentwickler wie Winegg betonen, dass neue Wohnungen nur mit stabilen Rahmenbedingungen realisiert werden können. „Wir suchen sehr selektiv in Trendlagen Wiens, um moderne Lebensräume zu schaffen“, sagt Winegg-Prokurist Hannes Speiser.

Auch Regionen mit niedrigeren Preisen, etwa Kärnten mit 4.981 Euro pro Quadratmeter, erleben steigende Nachfrage. ATV-Immobilien-Geschäftsführer Alexander Tischler verweist auf wirtschaftliche und bautechnische Faktoren und betont die Bedeutung kontinuierlicher Marktbeobachtung: Wer täglich mit Käufern spreche, erkenne Trends frühzeitig.

Immoscout24 sieht digitale Tools als Ergänzung zur regionalen Expertise: „Unsere Aufgabe ist es, Makler:innen und Bauträger:innen mit den richtigen Tools und Daten zu unterstützen. Am Ende entscheiden Marktkenntnis und Gespür über den Erfolg“, so Dejmek.
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IFA stellt viertes Projekt des Jahres

Breitenleer Straße 248 übergeben

von Stefan Posch

Breitenleer Straße 248  © IFA Breitenleer Straße 248 © IFA
Die IFA hat mit der „Breitenleer Straße 248“ in Wien ihr viertes Projekt im Jahr 2025 abgeschlossen. Das geförderte Wohnbauvorhaben wurde drei Monate früher als geplant fertiggestellt und umfasst 42 Mietwohnungen sowie 26 Tiefgaragenplätze. Nahezu alle Einheiten verfügen über private Freiflächen wie Eigengarten, Terrasse oder Balkon. 
 
Investor:innen beteiligten sich über ein Bauherrenmodell mit insgesamt 19,7 Millionen Euro. Sie profitieren laut IFA von den Vorteilen dieser Struktur sowie vom begleitenden Asset Management und der Investorenbetreuung. Gunther Hingsammer von der IFA erklärt, man freue sich, „in diesem Jahr bereits das vierte Projekt an Investor:innen und Mieter:innen übergeben zu können“, erneut mit verkürzter Bauzeit. Die Fertigstellung belege, dass geförderter Wohnbau weiterhin stark nachgefragt werde.
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Staatspreis Holzbau feiert 2026 Premiere

Auszeichnung für herausragende Bauwerke aus Holz

von Stefan Posch

Holzbauten bekommen einen eigenen Preis © Adobe sTock Holzbauten bekommen einen eigenen Preis © Adobe sTock
Mit dem Österreichischen Staatspreis Holzbau wird eine nationale Auszeichnung für herausragende Bauwerke aus Holz ins Leben gerufen. Im Fokus des Preises, der im Mai 2026 erstmals vergeben wird, stehen Projekte, die auf vorbildhafte Weise hohe architektonische und raumplanerische Qualitäten mit dem ökologischen, ressourcenschonenden und innovativen Einsatz von Holz verbinden. Als klimapositives Material steht Holz im Zentrum einer zukunftsweisenden Baukultur. Der Österreichische Staatspreis Holzbau 2026 wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) in Kooperation mit proHolz Austria vergeben. Er ist gefördert mit Mitteln des österreichischen Waldfonds.

„Mit der Österreichischen Holzinitiative setzt das Bundesministerium ein klares Zeichen: Nachhaltige Holzverwendung und eine starke heimische Wertschöpfungskette sind zentrale Pfeiler unserer Klimaschutz- und Wirtschaftspolitik. Holzbau ist nicht nur ein ökologischer Hebel, sondern auch ein strategischer Motor für Wachstum, Innovation und regionale Arbeitsplätze. Mit dem Staatspreis Holzbau rücken wir die engagierten Architektur- und Planungsbüros sowie die leistungsstarken Holzbaubetriebe und das große Innovationspotenzial des heimischen Rohstoffs Holz ins Rampenlicht.“
Mag. Norbert Totschnig, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft

„Der Staatspreis Holzbau zeichnet erstmals auf nationaler Ebene vorbildhafte Holzbauten aus Österreich aus. Österreich verfügt über international angesehenes Holzbau-Knowhow. Der Preis würdigt die herausragenden Leistungen in Gestaltung, Technik und Ausführung sowie die Potenziale des Holzbaus für Klimaschutz und Ressourcenschonung. Holz ist weit mehr als ein traditioneller Werkstoff – als klimapositives, nachwachsendes Baumaterial spielt es eine Schlüsselrolle für nachhaltiges, zukunftsfähiges Bauen", so Richard Stralz, Obmann proHolz Austria.
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Helm neuer STUWO-Finanzvorstand

Verantwortet die finanzstrategische Ausrichtung

von Stefan Posch

Michael Helm  © Fotostudio Schuster Michael Helm © Fotostudio Schuster
Seit 1. Dezember ist Michael Helm neuer Finanzvorstand der STUWO Gemeinnützige Studentenwohnbau AG in Wien. Er verantwortet die finanzstrategische Ausrichtung des Unternehmens, inklusive langfristiger Finanzplanung, Controlling, Liquiditätssteuerung sowie die Weiterentwicklung von Finanzierungs- und Fördermodellen für Neu- und Bestandsprojekte.

Der Absolvent des Studiengangs Banking and Finance an der FH des bfi Wien verfügt über rund 15 Jahre Erfahrung im Finanzwesen und war zuvor bei der Frieda Rustler Gebäudeverwaltung GmbH & Co KG tätig.

„Die STUWO verbindet wirtschaftliche Vernunft mit sozialer Verantwortung. Diese Balance weiter zu stärken und langfristig abzusichern, ist mein zentraler Auftrag. Wir wollen Studierenden auch in Zukunft leistbaren Wohnraum bieten – verlässlich, qualitätsvoll und nachhaltig“, so Michael Helm. Mit seiner Bestellung zum Finanzvorstand verstärkt Michael Helm, MA, als zweites Vorstandsmitglied die Führungsspitze an der Seite von Vorständin Valerija Karsai, MAS MBA, die seit Mai 2023 für den gesamten operativen Bereich der STUWO verantwortlich ist.

STUWO Student Housing bietet als einer der größten Wohnheimbetreiber Österreichs über 4.000 Studentenheimplätze für Studierende in Wien, Graz, Linz, Innsbruck, Villach, Krems und Lambach. 
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Projekte in Wien und St. Pölten geplant

Premium zurück am Wiener Markt

von Stefan Posch

Premium meldet sich nach mehreren Jahren Pause mit neuen Projekten in Wien zurück. Das Unternehmen hatte sich zuletzt stark auf den US-Markt konzentriert, insbesondere auf Miami, wo kürzlich bereits das zweite Projekt erfolgreich verkauft wurde. Nun richtet Premium den Blick wieder verstärkt auf Österreich. Wie Geschäftsführer Hannes Schöckler im Gespräch mit Immoflash bestätigt, war der Rückzug aus Wien nie vollständig: „Wir hatten immer laufend Bestand in Wien, St. Pölten und auch Berlin.“ Dennoch habe man bewusst entschieden, Projekte in Wien „eine Zeit lang nicht zu forcieren“, wie Schöckler betont. Diese Phase sei nun abgeschlossen.

Premium setzt wieder auf klassische Anleger- und Vorsorgewohnungen. Bauherrenmodelle hat das Unternehmen zwar analysiert, sich jedoch dagegen entschieden. „Wir haben uns das Bauherrenmodell sehr genau angesehen, aber die Zeit ist dafür momentan nicht die richtige“, sagt Schöckler.

Dass ein Player wie Premium wieder aktiv in den Wiener Markt eintritt, werten viele Branchenkenner als ermutigendes Zeichen. Die Entscheidung deutet darauf hin, dass Entwickler wieder Perspektiven erkennen und Neubauprojekte im urbanen Segment für attraktiv halten. Das Comeback eines etablierten Unternehmens verstärkt damit die Signale einer schrittweisen Stabilisierung und Erholung des Marktes.

Investoren droht Totalausfall

Projektentwickler Whitestone in Konkurs

von Stefan Posch

Whitestone in Konkurs © © AdobeStock
Die Netanja GmbH – jener Name, unter dem der Projektentwickler Whitestone zuletzt firmierte – hat Konkurs angemeldet. Das Insolvenzverfahren wird mangels Kostendeckung nicht eröffnet. Der Schuldner ist somit zahlungsunfähig. Für die zahlreichen Anleger, die über unterschiedliche Investmentvehikel Kapital bereitgestellt haben, bedeutet dies voraussichtlich einen vollständigen Verlust ihres eingesetzten Geldes.

Der Niedergang begann bereits zu Jahresbeginn, als Whitestone Zinsauszahlungen nicht mehr leisten konnte. Im Frühjahr kam es zur überraschenden Übernahme: Wie Immoflash damals exklusiv berichtete, erwarben zwei Gesellschaften aus dem Umfeld von Boris Yosopov – die Pagna Real Estate GmbH und die Ramadgan GmbH – den Entwickler. Der Gründer und bisherige Geschäftsführer Norbert Galfusz erklärte damals: „Ich ziehe mich aufgrund gesundheitlicher Probleme mit sofortiger Wirkung zurück, um meine Genesung zu gewährleisten.“ Das Unternehmen wurde im Zuge des Verkaufs in Netanja umbenannt, neue Geschäftsführer wurden Alexander Waiz und Avial Yosopov. Vergangene Woche wechselte das Unternehmen erneut den Besitzer: Die Netanja GmbH wurde an Dusan Morvay verkauft, dem im November mehrer Gesellschaften von Boris Yosopov übergeben wurden. Kurz darauf folgte der Konkursantrag der Netanja GmbH.
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Jahr der allmählichen Stabilisierung in Europa

2025 Wendepunkt für Immowirtschaft

von Stefan Posch

Der europäische Immobilienmarkt hat 2025 einen Wendepunkt erreicht. Laut Christopher Mertlitz, Head of European Investments bei W. P. Carey, war es „ein Jahr der allmählichen Stabilisierung“, das die Basis für eine erneute Marktbelebung gelegt habe. Für Investoren und Nutzer habe sich der Fokus „von der Korrektur auf die Positionierung“ verschoben. Trotz geopolitischer und makroökonomischer Unsicherheiten bewertet er die Stimmung für 2026 positiv.

Mertlitz verweist auf mehrere Faktoren, die den Ausblick stützen: Die Preisdifferenz zwischen Käufern und Verkäufern verkleinere sich, die Transparenz im Transaktionsmarkt nehme zu. Beides führe zu einem „konstruktiveren Ausblick“ für das Jahr 2026. Zudem würden europäische Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben langfristige Opportunitäten schaffen. Auch wenn deren Umsetzung Zeit benötige, zeigten sie die Breite struktureller Investmentthemen, die sich in Europa verstärkten.

Kurzfristig sieht W. P. Carey Chancen vor allem in Industrie-, ausgewählten Einzelhandels- und Spezialimmobilien. Dabei bleibe man bewusst langfristig orientiert: Man jage nicht „den heißesten Trends hinterher“, sondern halte am sektoragnostischen Ansatz fest und konzentriere sich auf langlebige, betriebskritische Immobilien.

Für den Sale-Leaseback-Markt erwartet Mertlitz eine deutliche Belebung. Ein weiterhin angespanntes Finanzierungsumfeld, geprägt von vorsichtig agierenden Banken und Zurückhaltung im überhitzten Private-Debt-Segment, dürfte die Vorteile alternativer Finanzierungsformen hervorheben. Zugleich bleibe die sehr unterschiedliche Entwicklung der Private-Credit-Märkte in Europa ein Risikofaktor, der fortlaufend beobachtet werden müsse.

W. P. Carey setzt auch 2026 auf Kontinuität. Der Ansatz bleibe „stabil, diszipliniert und langfristig“. In einem Markt, der langsam wieder ins Gleichgewicht finde, lägen die Chancen nicht in Spekulation, sondern in Stabilität. Als Käufer, der ausschließlich mit Eigenkapital arbeite, sei das Unternehmen gut positioniert, um die Pipeline weiter auszubauen.
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Erste Eigentümer ziehen ins LeopoldQuartier Living

Wohnungen im LeopoldQuartier übergeben

von Stefan Posch

Im LeopoldQuartier Living wurden die ersten Wohnungen an ihre neuen Eigentümer übergeben. Damit beginnt die schrittweise Belebung des Wohnprojekts, in dem insgesamt 253 Eigentumswohnungen in Holz-Hybrid-Bauweise entstehen.

Laut UBM-CEO Thomas G. Winkler markiert die Übergabe einen wichtigen Schritt in der Umsetzung des Projekts: „Die ersten Wohnungsübergaben stellen immer etwas Erhebendes dar. Sie sind ein Zeichen dafür, dass Europas erstes Stadtquartier in Holz-Hybrid-Bauweise auch in die Realität umgesetzt wurde. Mögen die Eigentümer so zufrieden sein mit dem Ergebnis wie wir.“ Die Wohnungen verfügen über hochwertige Ausstattung, großzügige Freiflächen und Smart-Home-Lösungen. Mit der Fertigstellung der ersten Einheiten beginnt nun die Besiedelung des Areals, das als erstes Stadtquartier Europas in dieser Bauweise konzipiert ist.

UBM Development setzt seinen strategischen Fokus auf Green und Smart Building in zentralen Metropolregionen und zählt zu den größten Entwicklern von Holzbauprojekten in Europa. Das Unternehmen verweist auf Nachhaltigkeitsratings wie EcoVadis Platin und den Prime-Status von ISS ESG. 
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Daten, Marktgespür und lokale Expertise entscheidend

Regionale Expertise als USP

von Stefan Posch

Für Markus Dejmek ist Marktkenntnis entscheidend. © ImmoScout24
Österreichs Vielfalt – vom alpinen Gelände bis zur Millionenstadt – verlangt präzise Standortkenntnis. Für die Immobilienbranche bedeutet das, regionale Besonderheiten richtig zu lesen und Projekte entsprechend auszurichten. Laut Immoscout24-Geschäftsführer Markus Dejmek bleibt „Lage, Lage, Lage“ zwar zentral, doch entscheidend werde zunehmend das Zusammenspiel aus Daten, Marktgespür und lokaler Expertise.

Die Preisentwicklung zeigt klare Trends: Eigentumswohnungen wurden 2025 teurer, während die Nachfrage besonders in der Steiermark, Tirol und Wien zunahm. Knappes Bauland treibt Preise in Tirol auf durchschnittlich 7.000 Euro pro Quadratmeter, in Wien auf 6.615 Euro. Trotz hoher Kosten bleibt der Bedarf an Wohnraum hoch. Projektentwickler wie Winegg betonen, dass neue Wohnungen nur mit stabilen Rahmenbedingungen realisiert werden können. „Wir suchen sehr selektiv in Trendlagen Wiens, um moderne Lebensräume zu schaffen“, sagt Winegg-Prokurist Hannes Speiser.

Auch Regionen mit niedrigeren Preisen, etwa Kärnten mit 4.981 Euro pro Quadratmeter, erleben steigende Nachfrage. ATV-Immobilien-Geschäftsführer Alexander Tischler verweist auf wirtschaftliche und bautechnische Faktoren und betont die Bedeutung kontinuierlicher Marktbeobachtung: Wer täglich mit Käufern spreche, erkenne Trends frühzeitig.

Immoscout24 sieht digitale Tools als Ergänzung zur regionalen Expertise: „Unsere Aufgabe ist es, Makler:innen und Bauträger:innen mit den richtigen Tools und Daten zu unterstützen. Am Ende entscheiden Marktkenntnis und Gespür über den Erfolg“, so Dejmek.

Breitenleer Straße 248 übergeben

IFA stellt viertes Projekt des Jahres

von Stefan Posch

Breitenleer Straße 248 © IFA
Die IFA hat mit der „Breitenleer Straße 248“ in Wien ihr viertes Projekt im Jahr 2025 abgeschlossen. Das geförderte Wohnbauvorhaben wurde drei Monate früher als geplant fertiggestellt und umfasst 42 Mietwohnungen sowie 26 Tiefgaragenplätze. Nahezu alle Einheiten verfügen über private Freiflächen wie Eigengarten, Terrasse oder Balkon. 
 
Investor:innen beteiligten sich über ein Bauherrenmodell mit insgesamt 19,7 Millionen Euro. Sie profitieren laut IFA von den Vorteilen dieser Struktur sowie vom begleitenden Asset Management und der Investorenbetreuung. Gunther Hingsammer von der IFA erklärt, man freue sich, „in diesem Jahr bereits das vierte Projekt an Investor:innen und Mieter:innen übergeben zu können“, erneut mit verkürzter Bauzeit. Die Fertigstellung belege, dass geförderter Wohnbau weiterhin stark nachgefragt werde.
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Auszeichnung für herausragende Bauwerke aus Holz

Staatspreis Holzbau feiert 2026 Premiere

von Stefan Posch

Holzbauten bekommen einen eigenen Preis © Adobe sTock
Mit dem Österreichischen Staatspreis Holzbau wird eine nationale Auszeichnung für herausragende Bauwerke aus Holz ins Leben gerufen. Im Fokus des Preises, der im Mai 2026 erstmals vergeben wird, stehen Projekte, die auf vorbildhafte Weise hohe architektonische und raumplanerische Qualitäten mit dem ökologischen, ressourcenschonenden und innovativen Einsatz von Holz verbinden. Als klimapositives Material steht Holz im Zentrum einer zukunftsweisenden Baukultur. Der Österreichische Staatspreis Holzbau 2026 wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) in Kooperation mit proHolz Austria vergeben. Er ist gefördert mit Mitteln des österreichischen Waldfonds.

„Mit der Österreichischen Holzinitiative setzt das Bundesministerium ein klares Zeichen: Nachhaltige Holzverwendung und eine starke heimische Wertschöpfungskette sind zentrale Pfeiler unserer Klimaschutz- und Wirtschaftspolitik. Holzbau ist nicht nur ein ökologischer Hebel, sondern auch ein strategischer Motor für Wachstum, Innovation und regionale Arbeitsplätze. Mit dem Staatspreis Holzbau rücken wir die engagierten Architektur- und Planungsbüros sowie die leistungsstarken Holzbaubetriebe und das große Innovationspotenzial des heimischen Rohstoffs Holz ins Rampenlicht.“
Mag. Norbert Totschnig, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft

„Der Staatspreis Holzbau zeichnet erstmals auf nationaler Ebene vorbildhafte Holzbauten aus Österreich aus. Österreich verfügt über international angesehenes Holzbau-Knowhow. Der Preis würdigt die herausragenden Leistungen in Gestaltung, Technik und Ausführung sowie die Potenziale des Holzbaus für Klimaschutz und Ressourcenschonung. Holz ist weit mehr als ein traditioneller Werkstoff – als klimapositives, nachwachsendes Baumaterial spielt es eine Schlüsselrolle für nachhaltiges, zukunftsfähiges Bauen", so Richard Stralz, Obmann proHolz Austria.

Verantwortet die finanzstrategische Ausrichtung

Helm neuer STUWO-Finanzvorstand

von Stefan Posch

Michael Helm © Fotostudio Schuster
Seit 1. Dezember ist Michael Helm neuer Finanzvorstand der STUWO Gemeinnützige Studentenwohnbau AG in Wien. Er verantwortet die finanzstrategische Ausrichtung des Unternehmens, inklusive langfristiger Finanzplanung, Controlling, Liquiditätssteuerung sowie die Weiterentwicklung von Finanzierungs- und Fördermodellen für Neu- und Bestandsprojekte.

Der Absolvent des Studiengangs Banking and Finance an der FH des bfi Wien verfügt über rund 15 Jahre Erfahrung im Finanzwesen und war zuvor bei der Frieda Rustler Gebäudeverwaltung GmbH & Co KG tätig.

„Die STUWO verbindet wirtschaftliche Vernunft mit sozialer Verantwortung. Diese Balance weiter zu stärken und langfristig abzusichern, ist mein zentraler Auftrag. Wir wollen Studierenden auch in Zukunft leistbaren Wohnraum bieten – verlässlich, qualitätsvoll und nachhaltig“, so Michael Helm. Mit seiner Bestellung zum Finanzvorstand verstärkt Michael Helm, MA, als zweites Vorstandsmitglied die Führungsspitze an der Seite von Vorständin Valerija Karsai, MAS MBA, die seit Mai 2023 für den gesamten operativen Bereich der STUWO verantwortlich ist.

STUWO Student Housing bietet als einer der größten Wohnheimbetreiber Österreichs über 4.000 Studentenheimplätze für Studierende in Wien, Graz, Linz, Innsbruck, Villach, Krems und Lambach. 
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immoflash gibt’s jetzt in neuem Gewand – auf IMMOMEDIEN.

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