Die europäische Einzelhandelslandschaft wandelt sich – und mit ihr die Rolle der Handelsimmobilien. Laut einer aktuellen CBRE-Studie gewinnt der Gesundheits- und Wellnesssektor als neuer Nutzungstreiber in Shoppingcentern und High-Street-Lagen rasant an Bedeutung. Besonders Ärztezentren, Fitnessstudios und Wellnesseinrichtungen sorgen für Frequenz, stabile Mieteinnahmen und längere Aufenthaltsdauer – ein Trend, der auch in Österreich zunehmend Fuß fasst.
„Die Nachfrage nach Flächen durch Anbieter aus dem Gesundheits- und Wellnessbereich steigt deutlich“, sagt Walter Wölfler, Head of Retail bei CBRE Österreich. „Sie suchen stark frequentierte Lagen, bespielen aber auch Bereiche, die für klassische Retailer derzeit weniger interessant sind.“ Erst kürzlich begleitete CBRE den Markteintritt eines südafrikanischen Premium-Fitnesskonzepts in Wien, das im Herbst 2026 auf rund 4.000 Quadratmetern eröffnet.
Laut Studie hat sich die von Fitnessanbietern belegte Fläche in europäischen Einkaufszentren seit 2019 mehr als verdoppelt. Während Shoppingcenter mit solchen Mietern ihre Besucherfrequenz seit der Pandemie fast vollständig stabilisieren konnten, liegen Häuser ohne FGW-Angebot noch immer 4,7 Prozent unter dem Vorkrisenniveau.
An der Spitze steht Schweden, wo in den größten Centern bereits mehr als 60 Gesundheitsanbieter aktiv sind. In Ländern wie Deutschland, Italien oder den Niederlanden steckt der Trend dagegen noch in den Anfängen – ebenso in Österreich, wo die Entwicklung aber durch demografische Veränderungen Rückenwind bekommt.
Denn mit dem Anstieg der über 65-Jährigen um mehr als 600.000 Personen bis 2040 wächst der Bedarf an wohnortnaher Gesundheitsversorgung spürbar. Neue Primärversorgungszentren (PVE), wie das im Frühjahr eröffnete „Millennium Med“ in der Wiener Millennium City, zeigen, wie medizinische Infrastruktur in bestehende Handelsflächen integriert werden kann.
„Für Eigentümer eröffnen sich hier krisensichere Perspektiven“, betont Marc Steinke, Head of Research bei CBRE Österreich. „Gesundheitsdienstleister sind langfristige, stabile Mieter – und sie stärken gleichzeitig die Attraktivität und Frequenz von Handelsimmobilien.“
Damit wird klar: Gesundheitsangebote sind mehr als nur neue Mieter – sie werden zum zentralen Baustein einer resilienten Immobilienstrategie im europäischen Retailsektor.
Der Wiener Büromarkt erlebt eine paradoxe Situation: Trotz einer soliden Pipeline an Projekten gibt es immer weniger großflächige, zusammenhängende Büroeinheiten, die kurzfristig verfügbar sind. Der Grund: Aktuell wird nur ein kleiner Teil der baugenehmigten Projekte tatsächlich umgesetzt und selbst bei den in Realisierung befindlichen ist der eine oder andere Bauträger über eine langsamere Umsetzung nicht unglücklich.
Das Resultat: Für Unternehmen, die 5.000 Quadratmeter oder mehr benötigen, wird es zunehmend eng. Neubauten mit ESG-Zertifizierung und moderner Infrastruktur sind Mangelware – und werden damit zum strategischen Premiumprodukt.
Ein Beispiel für diesen Trend ist das Quartier TwentyOne in der Siemensstraße 1210 Wien. Mit rund 51.500 m² Bürofläche innerhalb eines urbanen Business-Campus gilt es als eines der letzten großvolumigen Neubauprojekte mit kurzfristig realisierbaren, zusammenhängenden Flächen. Das Projekt bietet von flexiblen Private Offices bis zu 15.000 m² Headquarter-Lösungen eine ungewöhnlich breite Bandbreite. Neben
„Das Angebot umfasst sowohl attraktive, voll möblierte Private Offices mit geteilter Infrastruktur, flexiblen Laufzeiten und sofortiger Verfügbarkeit als auch ca 3.000 m2 großzügige voll möblierte Büroflächen, die zum sofortigen Bezug geeignet sind", sagt Projektentwickler Anton Bondi dazu. „Projekte wie TwentyOne sind deshalb ein wichtiges Signal für den Markt – sie kombinieren ESG-Standards, Campusstruktur und moderne Arbeitsumgebungen in einem Umfeld, das sonst kaum noch zu finden ist.“ Und: Branchengerüchten zufolge könnte es noch vor Weihnachten zum Abschluss eines Pachtvertrages für ein Hotel am Standort geben, was die Attraktivität hier weiter steigern würde.
Noch eine neuer Trend am Markt: Erstmals seit vielen Jahren wird Unternehmen angeboten, am Standort auch Stand-Alone Lösung umzusetzen. Bondi deutete im immoflash-Gespräch an, auch eine Eigenrealisierung der Nutzer zu ermöglichen. Eine fast schon historische Chance, vergleichsweise günstig ein neues Headquarter im Eigenbesitz zu bekommen.
Gleichzeit sinkt das Angebot am Wiener Büromarkt insgesamt deutlich: Laut Marktdaten wurden 2025 in Wien rund 107.000 bis 110.000 m² Bürofläche fertiggestellt, während die Leerstandsquote mit 3,5 Prozent auf einem historischen Tief verharrt. Der Großteil davon entfällt auf Projekte wie LeopoldQuartier Office (21.500 m²), Vienna TwentyTwo (16.400 m²) oder ENNA an der Erdberger Lände (25.000 m²) – allerdings sind viele dieser Flächen bereits vorvermarktet oder kleinteilig strukturiert.
Die Folge: Nutzer mit Flächenbedarf über 10.000 m² müssen zunehmend auf Build-to-Suit-Modelle oder langfristige Eigenentwicklungen ausweichen. Das treibt die Büromieten im Premiumsegment weiter nach oben und erhöht den Druck auf Projektentwickler, neue Flächenpipeline zu schaffen.
Gleichzeitig verändert sich der Bewertungsmaßstab: ESG-konforme Gebäude mit ÖGNI-Zertifizierung, Photovoltaik und klimaneutralem Betrieb gelten als zukunftssicher – und sind bei internationalen Konzernen inzwischen Voraussetzung für Anmietungen.
Der Berliner Wohnungsmarkt bleibt unter Druck. Laut aktuellen Markteinschätzungen hat sich die Nachfrage in nahezu allen Segmenten deutlich verschärft, einzig im hochpreisigen Bereich ab Nettokaltmieten von 20 Euro pro Quadratmeter zeigt sich laut Schick Immobilien erstmals seit Jahren ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage.
Besonders knapp sind Wohnungen mit 70 bis 100 Quadratmetern Wohnfläche, die vor allem im unteren und mittleren Preissegment fehlen. Diese Objektkategorie zählt jedoch zu den bevorzugten Wohnformen urbaner Haushalte und junger Familien – ein Umstand, der die soziale Balance am Berliner Wohnungsmarkt zunehmend gefährdet.
Zudem nimmt das Angebot an Sozialwohnungen weiter ab, was die Versorgungslücke für einkommensschwächere Haushalte weiter vergrößert. Die Hauptursachen für den anhaltenden Wohnraummangel sehen Experten in den hohen Baukosten, den langen Genehmigungsverfahren und den komplexen Auflagen des Mieterschutzes, die viele private Investoren von Neubauprojekten abschrecken.
In Kombination mit den gestiegenen Zinsen und dem Mangel an förderfähigen Grundstücken entsteht so ein Umfeld, in dem sich Bautätigkeit und Nachfrage immer weiter voneinander entfernen – während die Mieten im mittleren Segment weiter steigen.
Die Zeit vor Weihnachten gilt traditionell als Moment des Innehaltens und des Rückblicks. In diesem Geist luden EHL Immobilien und Leitbetriebe Austria zu einer gemeinsamen Weihnachtsmesse in die Wiener Karlskirche. Der Abend verstand sich bewusst nicht als Branchenveranstaltung im klassischen Sinn, sondern als gemeinsamer Jahresabschluss in einem ruhigen, feierlichen Rahmen – abseits des beruflichen Alltags.
Die Karlskirche bot dafür einen stimmungsvollen Ort. Musikalische Beiträge begleiteten die Messe und prägten die Atmosphäre des Abends. Auch Mitglieder der Familie Ehlmaier wirkten musikalisch mit und unterstrichen damit den persönlichen Charakter der Veranstaltung. Im Mittelpunkt standen nicht Gespräche über Märkte oder Projekte, sondern das gemeinsame Erleben von Tradition, Musik und Besinnung.
Der Wiener Zinshausmarkt gewinnt weiter an Dynamik: Otto Immobilien hat im Auftrag einer privaten Eigentümerfamilie den Verkauf eines Gründerzeithauses in der Castellezgasse 22 abgeschlossen. Käuferin ist die Steiner Immobiliengruppe, die ihre Ankaufstätigkeit im zweiten Bezirk fortsetzt und das Objekt mit einem klaren Entwicklungskonzept übernimmt.
„Diese Transaktion steht exemplarisch für das Comeback der Zinshausentwickler, die derzeit wieder deutlich aktiver am Markt sind als noch zu Jahresbeginn“, erklärt Philipp Maisel, Teamleiter Zinshaus bei Otto Immobilien.
Das Gebäude umfasst rund 1.100 Quadratmeter Nutzfläche und befand sich über Jahrzehnte im Familienbesitz. Mit einem Leerstand von etwa 50 Prozent, einem unausgebauten Rohdachboden sowie einer möglichen Aufstockung bietet die Liegenschaft umfangreiches Entwicklungspotenzial – und das in einer besonders gefragten Lage unmittelbar am Augarten.
Die Steiner Immobiliengruppe besitzt bereits mehrere Objekte in der Umgebung und plant eine schrittweise Revitalisierung. Der Kaufpreis beträgt 3,5 Millionen Euro.
Der Deal unterstreicht den Trend zu Reinvestitionen in klassische Gründerzeitobjekte, die durch Entwicklungsreserven und zentrale Lagen wieder stärker in den Fokus institutioneller und privater Investoren rücken.
Der Hotelimmobilienmarkt - auch und besonders im deutschsprachigen Raum - bleibt in Bewegung: Christie & Co hat den Verkauf des Best Western City Hotels in Pirmasens erfolgreich abgeschlossen. Käufer ist die Dahlheim Immobiliengruppe aus Düsseldorf, die damit ihre Expansionsstrategie im Hotelsegment fortsetzt.
Gemeinsam mit dem neuen Betreiber Dormero soll das Haus im zweiten Halbjahr 2026 unter neuer Marke und modernisiertem Konzept wiedereröffnen. Für die Immobilienbranche gilt das Projekt als Beispiel für die schrittweise Rückkehr strategischer Investoren in den Hotelmarkt nach Jahren der Zurückhaltung.
Das Objekt verfügt über 45 Zimmer, hauseigene Stellplätze, einen Konferenzraum für bis zu 20 Personen und eine Dachterrasse mit Panoramablick über die Stadt. Die Lage im Stadtzentrum von Pirmasens – nahe der französischen Grenze und des Naturparks Pfälzerwald – macht das Hotel sowohl für Geschäftsreisende als auch für Freizeitgäste interessant.
„Das Objekt überzeugt durch Lage, Substanz und Potenzial für eine wirtschaftlich effiziente Neupositionierung“, sagt Ina Sobotta, Senior Consultant Investment & Letting bei Christie & Co. Der Verkauf zeige, dass sich Investoren wieder gezielt auf regionale Hotelstandorte mit Entwicklungschancen konzentrieren.
Für die Immobilienwirtschaft ist die Transaktion ein weiteres Signal, dass Hotelimmobilien als Assetklasse an Attraktivitäte noch immer zunimmt – insbesondere, wenn sie durch erfahrene Betreiber und klare Markenstrategien gestützt werden.
Es gibt - einige wenige - Lagen, die sind von jeder Branchendelle ausgenommen sind. Die haben in der Regel freilich auch ihren Preis. Im 19. Wiener Gemeindebezirk, dort wo sich Stadt und Natur auf besondere Weise verbinden, wurde am Unterer Schreiberweg ein hochwertiges Wohnprojekt mit 13 Eigentumswohnungen realisiert. Eingebettet zwischen Schreiberbach und Kahlenberger Weinbergen, vereint das Ensemble modernen Komfort, historische Atmosphäre und nachhaltige Bauweise – ein Beispiel für den anhaltenden Trend zu naturnahem Wohnen im Premiumsegment.
Die von Immocontract vertriebenen Wohnungen bieten 47 bis 192 m² Wohnfläche und verfügen über großzügige Freiflächen – von Eigengärten und Loggien bis zu Terrassen mit privaten Pools. Ein klimafreundliches Heizsystem mittels Sole-Wärmepumpe, kombiniert mit Photovoltaikanlage und Kühlung, sorgt für zeitgemäßen Wohnkomfort. Ergänzt wird das Angebot durch eine Tiefgarage mit 13 Stellplätzen, einen Eventbereich mit Küche sowie hochwertige Materialien.
Die Architektur kombiniert eine moderne Linienführung mit einer Mosaikfassade aus greystone-Glas und Holz-Alu-Fenstern.
Die Lage am Südhang des Kahlenbergs zählt zu den begehrtesten Adressen Wiens. Die Nähe zu Grinzing, zum Krapfenwaldlbad und zur Innenstadt (rund 20 Autominuten) macht das Projekt sowohl für Eigennutzer als auch für Anleger attraktiv.
Mit der Verbindung aus nachhaltiger Energieversorgung, hoher Bauqualität und naturnahem Umfeld steht der Untere Schreiberweg exemplarisch für die Entwicklung hin zu wohnwertorientierten Kleinprojekten im gehobenen Segment – ein Trend, der zunehmend den Wiener Wohnmarkt prägt.
Die europäische Einzelhandelslandschaft wandelt sich – und mit ihr die Rolle der Handelsimmobilien. Laut einer aktuellen CBRE-Studie gewinnt der Gesundheits- und Wellnesssektor als neuer Nutzungstreiber in Shoppingcentern und High-Street-Lagen rasant an Bedeutung. Besonders Ärztezentren, Fitnessstudios und Wellnesseinrichtungen sorgen für Frequenz, stabile Mieteinnahmen und längere Aufenthaltsdauer – ein Trend, der auch in Österreich zunehmend Fuß fasst.
„Die Nachfrage nach Flächen durch Anbieter aus dem Gesundheits- und Wellnessbereich steigt deutlich“, sagt Walter Wölfler, Head of Retail bei CBRE Österreich. „Sie suchen stark frequentierte Lagen, bespielen aber auch Bereiche, die für klassische Retailer derzeit weniger interessant sind.“ Erst kürzlich begleitete CBRE den Markteintritt eines südafrikanischen Premium-Fitnesskonzepts in Wien, das im Herbst 2026 auf rund 4.000 Quadratmetern eröffnet.
Laut Studie hat sich die von Fitnessanbietern belegte Fläche in europäischen Einkaufszentren seit 2019 mehr als verdoppelt. Während Shoppingcenter mit solchen Mietern ihre Besucherfrequenz seit der Pandemie fast vollständig stabilisieren konnten, liegen Häuser ohne FGW-Angebot noch immer 4,7 Prozent unter dem Vorkrisenniveau.
An der Spitze steht Schweden, wo in den größten Centern bereits mehr als 60 Gesundheitsanbieter aktiv sind. In Ländern wie Deutschland, Italien oder den Niederlanden steckt der Trend dagegen noch in den Anfängen – ebenso in Österreich, wo die Entwicklung aber durch demografische Veränderungen Rückenwind bekommt.
Denn mit dem Anstieg der über 65-Jährigen um mehr als 600.000 Personen bis 2040 wächst der Bedarf an wohnortnaher Gesundheitsversorgung spürbar. Neue Primärversorgungszentren (PVE), wie das im Frühjahr eröffnete „Millennium Med“ in der Wiener Millennium City, zeigen, wie medizinische Infrastruktur in bestehende Handelsflächen integriert werden kann.
„Für Eigentümer eröffnen sich hier krisensichere Perspektiven“, betont Marc Steinke, Head of Research bei CBRE Österreich. „Gesundheitsdienstleister sind langfristige, stabile Mieter – und sie stärken gleichzeitig die Attraktivität und Frequenz von Handelsimmobilien.“
Damit wird klar: Gesundheitsangebote sind mehr als nur neue Mieter – sie werden zum zentralen Baustein einer resilienten Immobilienstrategie im europäischen Retailsektor.
Der Wiener Büromarkt erlebt eine paradoxe Situation: Trotz einer soliden Pipeline an Projekten gibt es immer weniger großflächige, zusammenhängende Büroeinheiten, die kurzfristig verfügbar sind. Der Grund: Aktuell wird nur ein kleiner Teil der baugenehmigten Projekte tatsächlich umgesetzt und selbst bei den in Realisierung befindlichen ist der eine oder andere Bauträger über eine langsamere Umsetzung nicht unglücklich.
Das Resultat: Für Unternehmen, die 5.000 Quadratmeter oder mehr benötigen, wird es zunehmend eng. Neubauten mit ESG-Zertifizierung und moderner Infrastruktur sind Mangelware – und werden damit zum strategischen Premiumprodukt.
Ein Beispiel für diesen Trend ist das Quartier TwentyOne in der Siemensstraße 1210 Wien. Mit rund 51.500 m² Bürofläche innerhalb eines urbanen Business-Campus gilt es als eines der letzten großvolumigen Neubauprojekte mit kurzfristig realisierbaren, zusammenhängenden Flächen. Das Projekt bietet von flexiblen Private Offices bis zu 15.000 m² Headquarter-Lösungen eine ungewöhnlich breite Bandbreite. Neben
„Das Angebot umfasst sowohl attraktive, voll möblierte Private Offices mit geteilter Infrastruktur, flexiblen Laufzeiten und sofortiger Verfügbarkeit als auch ca 3.000 m2 großzügige voll möblierte Büroflächen, die zum sofortigen Bezug geeignet sind", sagt Projektentwickler Anton Bondi dazu. „Projekte wie TwentyOne sind deshalb ein wichtiges Signal für den Markt – sie kombinieren ESG-Standards, Campusstruktur und moderne Arbeitsumgebungen in einem Umfeld, das sonst kaum noch zu finden ist.“ Und: Branchengerüchten zufolge könnte es noch vor Weihnachten zum Abschluss eines Pachtvertrages für ein Hotel am Standort geben, was die Attraktivität hier weiter steigern würde.
Noch eine neuer Trend am Markt: Erstmals seit vielen Jahren wird Unternehmen angeboten, am Standort auch Stand-Alone Lösung umzusetzen. Bondi deutete im immoflash-Gespräch an, auch eine Eigenrealisierung der Nutzer zu ermöglichen. Eine fast schon historische Chance, vergleichsweise günstig ein neues Headquarter im Eigenbesitz zu bekommen.
Gleichzeit sinkt das Angebot am Wiener Büromarkt insgesamt deutlich: Laut Marktdaten wurden 2025 in Wien rund 107.000 bis 110.000 m² Bürofläche fertiggestellt, während die Leerstandsquote mit 3,5 Prozent auf einem historischen Tief verharrt. Der Großteil davon entfällt auf Projekte wie LeopoldQuartier Office (21.500 m²), Vienna TwentyTwo (16.400 m²) oder ENNA an der Erdberger Lände (25.000 m²) – allerdings sind viele dieser Flächen bereits vorvermarktet oder kleinteilig strukturiert.
Die Folge: Nutzer mit Flächenbedarf über 10.000 m² müssen zunehmend auf Build-to-Suit-Modelle oder langfristige Eigenentwicklungen ausweichen. Das treibt die Büromieten im Premiumsegment weiter nach oben und erhöht den Druck auf Projektentwickler, neue Flächenpipeline zu schaffen.
Gleichzeitig verändert sich der Bewertungsmaßstab: ESG-konforme Gebäude mit ÖGNI-Zertifizierung, Photovoltaik und klimaneutralem Betrieb gelten als zukunftssicher – und sind bei internationalen Konzernen inzwischen Voraussetzung für Anmietungen.
Der Berliner Wohnungsmarkt bleibt unter Druck. Laut aktuellen Markteinschätzungen hat sich die Nachfrage in nahezu allen Segmenten deutlich verschärft, einzig im hochpreisigen Bereich ab Nettokaltmieten von 20 Euro pro Quadratmeter zeigt sich laut Schick Immobilien erstmals seit Jahren ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage.
Besonders knapp sind Wohnungen mit 70 bis 100 Quadratmetern Wohnfläche, die vor allem im unteren und mittleren Preissegment fehlen. Diese Objektkategorie zählt jedoch zu den bevorzugten Wohnformen urbaner Haushalte und junger Familien – ein Umstand, der die soziale Balance am Berliner Wohnungsmarkt zunehmend gefährdet.
Zudem nimmt das Angebot an Sozialwohnungen weiter ab, was die Versorgungslücke für einkommensschwächere Haushalte weiter vergrößert. Die Hauptursachen für den anhaltenden Wohnraummangel sehen Experten in den hohen Baukosten, den langen Genehmigungsverfahren und den komplexen Auflagen des Mieterschutzes, die viele private Investoren von Neubauprojekten abschrecken.
In Kombination mit den gestiegenen Zinsen und dem Mangel an förderfähigen Grundstücken entsteht so ein Umfeld, in dem sich Bautätigkeit und Nachfrage immer weiter voneinander entfernen – während die Mieten im mittleren Segment weiter steigen.
EHL und Leitbetriebe Austria luden ein
Weihnachtsmesse in der Karlskirche
von Stefan Posch
Die Zeit vor Weihnachten gilt traditionell als Moment des Innehaltens und des Rückblicks. In diesem Geist luden EHL Immobilien und Leitbetriebe Austria zu einer gemeinsamen Weihnachtsmesse in die Wiener Karlskirche. Der Abend verstand sich bewusst nicht als Branchenveranstaltung im klassischen Sinn, sondern als gemeinsamer Jahresabschluss in einem ruhigen, feierlichen Rahmen – abseits des beruflichen Alltags.
Die Karlskirche bot dafür einen stimmungsvollen Ort. Musikalische Beiträge begleiteten die Messe und prägten die Atmosphäre des Abends. Auch Mitglieder der Familie Ehlmaier wirkten musikalisch mit und unterstrichen damit den persönlichen Charakter der Veranstaltung. Im Mittelpunkt standen nicht Gespräche über Märkte oder Projekte, sondern das gemeinsame Erleben von Tradition, Musik und Besinnung.
Der Wiener Zinshausmarkt gewinnt weiter an Dynamik: Otto Immobilien hat im Auftrag einer privaten Eigentümerfamilie den Verkauf eines Gründerzeithauses in der Castellezgasse 22 abgeschlossen. Käuferin ist die Steiner Immobiliengruppe, die ihre Ankaufstätigkeit im zweiten Bezirk fortsetzt und das Objekt mit einem klaren Entwicklungskonzept übernimmt.
„Diese Transaktion steht exemplarisch für das Comeback der Zinshausentwickler, die derzeit wieder deutlich aktiver am Markt sind als noch zu Jahresbeginn“, erklärt Philipp Maisel, Teamleiter Zinshaus bei Otto Immobilien.
Das Gebäude umfasst rund 1.100 Quadratmeter Nutzfläche und befand sich über Jahrzehnte im Familienbesitz. Mit einem Leerstand von etwa 50 Prozent, einem unausgebauten Rohdachboden sowie einer möglichen Aufstockung bietet die Liegenschaft umfangreiches Entwicklungspotenzial – und das in einer besonders gefragten Lage unmittelbar am Augarten.
Die Steiner Immobiliengruppe besitzt bereits mehrere Objekte in der Umgebung und plant eine schrittweise Revitalisierung. Der Kaufpreis beträgt 3,5 Millionen Euro.
Der Deal unterstreicht den Trend zu Reinvestitionen in klassische Gründerzeitobjekte, die durch Entwicklungsreserven und zentrale Lagen wieder stärker in den Fokus institutioneller und privater Investoren rücken.
Der Hotelimmobilienmarkt - auch und besonders im deutschsprachigen Raum - bleibt in Bewegung: Christie & Co hat den Verkauf des Best Western City Hotels in Pirmasens erfolgreich abgeschlossen. Käufer ist die Dahlheim Immobiliengruppe aus Düsseldorf, die damit ihre Expansionsstrategie im Hotelsegment fortsetzt.
Gemeinsam mit dem neuen Betreiber Dormero soll das Haus im zweiten Halbjahr 2026 unter neuer Marke und modernisiertem Konzept wiedereröffnen. Für die Immobilienbranche gilt das Projekt als Beispiel für die schrittweise Rückkehr strategischer Investoren in den Hotelmarkt nach Jahren der Zurückhaltung.
Das Objekt verfügt über 45 Zimmer, hauseigene Stellplätze, einen Konferenzraum für bis zu 20 Personen und eine Dachterrasse mit Panoramablick über die Stadt. Die Lage im Stadtzentrum von Pirmasens – nahe der französischen Grenze und des Naturparks Pfälzerwald – macht das Hotel sowohl für Geschäftsreisende als auch für Freizeitgäste interessant.
„Das Objekt überzeugt durch Lage, Substanz und Potenzial für eine wirtschaftlich effiziente Neupositionierung“, sagt Ina Sobotta, Senior Consultant Investment & Letting bei Christie & Co. Der Verkauf zeige, dass sich Investoren wieder gezielt auf regionale Hotelstandorte mit Entwicklungschancen konzentrieren.
Für die Immobilienwirtschaft ist die Transaktion ein weiteres Signal, dass Hotelimmobilien als Assetklasse an Attraktivitäte noch immer zunimmt – insbesondere, wenn sie durch erfahrene Betreiber und klare Markenstrategien gestützt werden.
Wohnen zwischen Reben und Residenzen
Neues Wohnprojekt am Schreiberweg
von Gerhard Rodler
Es gibt - einige wenige - Lagen, die sind von jeder Branchendelle ausgenommen sind. Die haben in der Regel freilich auch ihren Preis. Im 19. Wiener Gemeindebezirk, dort wo sich Stadt und Natur auf besondere Weise verbinden, wurde am Unterer Schreiberweg ein hochwertiges Wohnprojekt mit 13 Eigentumswohnungen realisiert. Eingebettet zwischen Schreiberbach und Kahlenberger Weinbergen, vereint das Ensemble modernen Komfort, historische Atmosphäre und nachhaltige Bauweise – ein Beispiel für den anhaltenden Trend zu naturnahem Wohnen im Premiumsegment.
Die von Immocontract vertriebenen Wohnungen bieten 47 bis 192 m² Wohnfläche und verfügen über großzügige Freiflächen – von Eigengärten und Loggien bis zu Terrassen mit privaten Pools. Ein klimafreundliches Heizsystem mittels Sole-Wärmepumpe, kombiniert mit Photovoltaikanlage und Kühlung, sorgt für zeitgemäßen Wohnkomfort. Ergänzt wird das Angebot durch eine Tiefgarage mit 13 Stellplätzen, einen Eventbereich mit Küche sowie hochwertige Materialien.
Die Architektur kombiniert eine moderne Linienführung mit einer Mosaikfassade aus greystone-Glas und Holz-Alu-Fenstern.
Die Lage am Südhang des Kahlenbergs zählt zu den begehrtesten Adressen Wiens. Die Nähe zu Grinzing, zum Krapfenwaldlbad und zur Innenstadt (rund 20 Autominuten) macht das Projekt sowohl für Eigennutzer als auch für Anleger attraktiv.
Mit der Verbindung aus nachhaltiger Energieversorgung, hoher Bauqualität und naturnahem Umfeld steht der Untere Schreiberweg exemplarisch für die Entwicklung hin zu wohnwertorientierten Kleinprojekten im gehobenen Segment – ein Trend, der zunehmend den Wiener Wohnmarkt prägt.
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