Der Hotel- und Pflegeimmobilienmarkt in Österreich zeigt zum Jahresauftakt 2026 eine deutliche Erholung. Laut dem aktuellen „Business Outlook“-Bericht von Christie & Co legte das Transaktionsvolumen im Jahr 2025 auf rund 480 Mio. Euro zu. Wien festigt dabei seine Rolle als zentraler Anziehungspunkt für internationales Kapital, was durch prominente Landmark-Deals wie den Verkauf des Vienna Marriott Hotels und des Ritz-Carlton Vienna – mit einem gemeinsamen Volumen von über 200 Mio. Euro – unterstrichen wurde.
Trotz der positiven Dynamik bleibt das Marktumfeld in Österreich von einem knappen Angebot an institutionellen Produkten und hohen Eigenkapitalanforderungen geprägt. Zudem belasten steigende Bau- und Energiekosten sowie der Fachkräftemangel die Branche, was zunehmend zu einer Konsolidierung unter den Hotelbetreibern führt. Lukas Hochedlinger, Managing Director Central & Northern Europe bei Christie & Co, blickt dennoch optimistisch auf die kommenden Monate: „2026 wird ein Jahr der Chancen für die Hospitality- und Healthcare-Immobilienmärkte. Zinssenkungen und die zunehmende Bedeutung von ESG-Standards werden Investitionen weiter antreiben.“
Neben der Nachhaltigkeit sieht Hochedlinger die technologische Transformation als entscheidend für den Markterfolg an. Die Märkte würden nicht nur durch Restrukturierungen, sondern auch durch eine stärkere Professionalisierung geprägt sein. „Gleichzeitig erwarten wir eine fortschreitende Konsolidierung bei Hotel- und Pflegebetreibern. Digitalisierung und Nachhaltigkeit bleiben die zentralen Erfolgsfaktoren für alle Marktteilnehmer“, resümiert Hochedlinger die aktuelle Entwicklung.
Die Baukosten in Österreich zeigen Ende 2025 eine weiterhin aufsteigende Tendenz. Laut den aktuellsten Daten von Statistik Austria ist vor allem der Wohnhaus- und Siedlungsbau im Jahresvergleich spürbar teurer geworden ist. Während der Index im November bereits um 2,2 % über dem Vorjahr lag, festigte sich dieses Niveau zum Jahresende. Experten führen die Steigerungen vor allem auf die nachgelagerten Effekte der Kollektivvertragsabschlüsse zurück
Besonders im Wohnbau bleibt der Kostendruck durch Lohnsteigerungen und Materialpreise bestehen. Der Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau erreichte zuletzt rund 130,7 Punkte. Im Tiefbau zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Während der Brückenbau mit einem Plus von 1,9 % deutlich zulegte, verzeichnete der Straßenbau mit einem moderaten Anstieg von 0,5 % die geringste Dynamik. Der Siedlungswasserbau lag mit einem Zuwachs von 1,5 % im Mittelfeld.
Pünktlich zum 70-jährigen Jubiläumsjahr stellt Otto Immobilien die Weichen für die Zukunft. Das Wiener Traditionshaus erweitert zum Jahresbeginn 2026 seine Geschäftsleitung, ordnet den Investmentbereich neu und bündelt die expandierende Bewertung in einer eigenen Gesellschaft.
Drei langjährige Führungspersönlichkeiten erweitern das Gremium um Eugen Otto, Martin Weinbrenner und Martina Cerny. Sandra Bodi, Expertin für Finanz- und Rechnungswesen, wird Prokuristin der Otto Immobilien Management GmbH. Anthony Crow, Leiter der Gewerbeabteilung, erhält die Prokura für die Otto Immobilien GmbH. Anna Geher übernimmt die Co-Geschäftsführung der neu gegründeten Otto Immobilien Bewertung GmbH.
Eine zentrale Neubesetzung gibt es auch im Investmentbereich: Philipp Maisel, bisher erfolgreicher Leiter des Zinshaus-Teams, übernimmt die Gesamtleitung der Investment-Abteilung. Er folgt auf Christoph Lukaschek, der das Unternehmen verlässt. Maisel soll das Wachstumspotenzial im Investmentsektor auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld weiter ausschöpfen.
Aufgrund der Verdoppelung des Auftragsvolumens in den letzten zwei Jahren wird die Bewertung in die Otto Immobilien Bewertung GmbH ausgegliedert. Unter der Leitung von Anna Geher und Eugen Otto soll die neue Gesellschaft die fachliche Unabhängigkeit und Marktstärke des Bereichs noch deutlicher nach außen tragen.
„Wir holen Persönlichkeiten in die Geschäftsleitung, die unsere Entwicklung seit Jahren entscheidend mitgestalten. Sie stehen für Verlässlichkeit und hohe fachliche Kompetenz", so Eugen Otto.
Union Investment hat den Gewerbepark Stadlau in Wien erworben. Verkäufer ist die börsennotierte Immobiliengesellschaft Nextensa aus Brüssel. Das Fachmarktzentrum befindet sich in Donaustadt, dem 22. Bezirks Wiens und damit innerhalb einer der frequenzstärksten Gewerbegebiete der Stadt. Der Ankauf erfolgt für einen offenen Immobilien-Spezialfonds von Union Investment. Der Kaufpreis beträgt rund 36 Millionen Euro.
Nach zweijähriger Zurückhaltung auf den Immobilieninvestmentmärkten ist dies innerhalb kurzer Zeit der zweite Ankauf von Union Investment. Anfang November 2025 erwarb der Hamburger Asset und Investment Manager eine Logistikimmobilie in Frankreich. Auch in diesem Jahr sind wieder vermehrt Akquisitionen geplant.
„Mit dem Ankauf steigt das von uns verwaltete Immobilienvermögen im österreichischen Einzelhandel auf über 20 Immobilien mit einem Wert von rund 500 Millionen Euro. Union Investment ist damit der führende Asset und Investment Manager für Einzelhandelsimmobilien in Österreich. Für die von uns betreuten Mandate suchen wir weiter aktiv nach Einstiegschancen, bevorzugt im Segment Lebensmittelhandel und Fachmarktzentren“, so Roman Müller, Head of Investment Management Retail bei Union Investment.
„Das lebensmittelgeankerte Fachmarktzentrum erfüllt ideal unsere Investmentkriterien: Die dominante Handelsagglomeration befindet sich in einem dynamisch wachsenden Bezirk mit großem Entwicklungspotenzial. Die realisierten und geplanten Stadtentwicklungsprojekte sowie die direkte Anbindung durch eine neue Fuß- und Radwegbrücke ab 2026 unterstreichen die Attraktivität des Standorts und bieten nachhaltige Wertsteigerungschancen“, ergänzt Felix Brandt, Investment Manager Retail bei Union Investment.
Der Gewerbepark wurde im Jahr 1996 als Baumarkt errichtet. Im Jahr 2016 erfolgte eine umfassende Restrukturierung als Fachmarktzentrum und Erweiterung um rund 3.000 m². Der Gewerbepark hat eine Mietfläche von 10.978 m² und ist aktuell vollvermietet.
Die STC Immobiliengruppe hat die für den geförderten Wohnbau vorgesehenen Baufelder im Wiener Zukunftsquartier Am Kempelenpark erfolgreich an die Port Folio Immobilien Gruppe verkauft. Dieser Schritt bildet die Basis für die nächste Entwicklungsphase des Areals in Wien-Favoriten. Durch die anschließende Einräumung von Baurechten an die gemeinnützigen Bauträger Heimat Österreich, Frieden und WBV-GPA wird die integrative Quartiersentwicklung fortgesetzt. Mit Projekten wie „TragWerk“, „ZukunftsWerk“ oder „FriedensWerk“ entsteht ein vielfältiges Angebot an Wohn- und Arbeitsraum.
Das Quartier Am Kempelenpark wird auf einem ehemaligen Industriestandort errichtet und soll in der finalen Ausbaustufe rund 1.100 Wohnungen, Büro- und Gewerbeflächen sowie soziale Infrastruktur umfassen. Herzstück ist ein neuer, öffentlich zugänglicher Park mit Altbaumbestand. Das Areal ist Teil einer weiträumigen Grünraumvernetzung, die vom Sonnwendviertel über den Tangentenpark bis hin zum Laaer Berg reicht. Fokus liegt auf der sozialen Durchmischung und einer ökologischen Bauweise, die durch eine übergeordnete Projektsteuerung der STC Immobiliengruppe sichergestellt wird.
Zusätzlich zur Wohnnutzung wird das Umfeld durch eine Ganztagesvolksschule und einen Kindergarten ergänzt. Während die Erdgeschoßzonen durch Gewerbe belebt werden, bietet das „TragWerk am Kempelenpark“ als zentraler Gewerbekomplex moderne Büroflächen. Das Gesamtkonzept zielt darauf ab, Wohnen, Arbeiten und Lernen in einem klimafitten urbanen Umfeld zu verbinden und durch Nachverdichtung sowie gezielte Begrünung ein nachhaltiges Lebensumfeld zu schaffen.
In Wien-Ottakring startet die STC Immobiliengruppe mit der Vermarktung ihres neuen Mietprojekts „ODO25“. In der Odoakergasse 25 entstehen insgesamt 61 Wohneinheiten sowie eine Atelier- und Büroeinheit, die co-exklusiv von EHL Wohnen und Optin Immobilien vermittelt werden. Das Angebot umfasst überwiegend Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen mit Flächen zwischen 30 und 80 m², ergänzt durch Dach-Maisonetten und Freiflächen.
Karina Schunker, Geschäftsführerin der EHL Wohnen GmbH, betont die Vielseitigkeit des Projekts: „ODO25 bietet ein klar strukturiertes Mietwohnangebot mit einer Ausstattung und Gebäudetechnik, die den klassischen Wohnstandard übertreffen. Die Kombination aus funktionalen Grundrissen, urbaner Lage mit Naherholungsgebieten und sehr guter Infrastruktur macht das Projekt für eine breite Zielgruppe interessant.“
David Breitwieser, geschäftsführender Gesellschafter von OPTIN Immobilien, sieht in der Konzeption den entscheidenden Vorteil: „Das Projekt überzeugt durch seine klare Planung und die ausgewogene Verbindung von Wohnqualität, Nachhaltigkeit und Infrastruktur. ODO25 spricht Menschen an, die urban wohnen und dennoch Wert auf ein strukturiertes, gut durchdachtes Umfeld legen.“
Nachdem das Jahr 2025 eine gewisse Konsolidierung am Immobilienmarkt gebracht hat, erwartet der Deutsche Anlage-Immobilien Verbund (Dave) für 2026 eine neue Marktphase. Diese zeichnet sich durch den Übergang von reinen Preisanpassungen hin zu aktiver Portfolioentwicklung und strategischen Investments aus. Die Bedingungen für Transaktionen haben sich sowohl für Käufer als auch für Verkäufer spürbar verbessert. René Husfeldt, seit Jahresbeginn Geschäftsführer von Dave, sieht den Markt an einem Wendepunkt: „Die grundlegenden Preiskorrekturen sind abgeschlossen, Finanzierungen wieder besser kalkulierbar und viele Marktteilnehmer haben ihre Strategien neu justiert. 2026 wird das Jahr sein, in dem Qualität, Lage und Nutzungskonzepte wieder klar über den Erfolg von Investments entscheiden.“
Der Fokus liegt laut Dave im laufenden Jahr insbesondere auf Wohnimmobilien wie Mehrfamilienhäusern und Neubauprojekten sowie auf stabilen Logistikimmobilien. Zudem etablieren sich Spezialimmobilien wie Data Center und Bildungseinrichtungen zunehmend als eigenständige Assetklassen. Ein entscheidender Faktor bleibt der Umgang mit Bestandsimmobilien. Energetische Sanierungen und Refurbishments dienen dabei nicht mehr nur der Erfüllung regulatorischer Vorgaben, sondern fungieren als aktiver Hebel zur Wertsteigerung. Vor allem im Bürosegment zeigt sich eine deutliche Spreizung: Während moderne, nachhaltige Flächen stark nachgefragt werden, geraten veraltete Objekte unter Druck, was wiederum antizyklische Chancen für erfahrene Investoren eröffnet.
Dave rechnet für 2026 mit einer Zunahme der Abschlüsse, wobei neben internationalen Akteuren auch deutsche Family Offices und Privatanleger verstärkt in den Markt zurückkehren. Für den Erfolg sei dabei eine fundierte lokale Expertise entscheidend. Husfeldt betont: „Der Markt verlangt keine Schnellschüsse, sondern fundierte Analysen, belastbare Netzwerke und Erfahrung über alle Assetklassen hinweg. Genau hier sehen wir unsere Stärke als Dave-Verbund.“ Auch wenn 2026 kein neuerlicher Boom erwartet wird, markiert das Jahr aus Sicht des Verbunds eine Phase verlässlicher Marktaktivität mit klaren Spielregeln und attraktiven Entwicklungspotenzialen für strategisch agierende Marktteilnehmer.
Wien als Anziehungspunkt für internationales Kapital
von Stefan Posch
Der Hotel- und Pflegeimmobilienmarkt in Österreich zeigt zum Jahresauftakt 2026 eine deutliche Erholung. Laut dem aktuellen „Business Outlook“-Bericht von Christie & Co legte das Transaktionsvolumen im Jahr 2025 auf rund 480 Mio. Euro zu. Wien festigt dabei seine Rolle als zentraler Anziehungspunkt für internationales Kapital, was durch prominente Landmark-Deals wie den Verkauf des Vienna Marriott Hotels und des Ritz-Carlton Vienna – mit einem gemeinsamen Volumen von über 200 Mio. Euro – unterstrichen wurde.
Trotz der positiven Dynamik bleibt das Marktumfeld in Österreich von einem knappen Angebot an institutionellen Produkten und hohen Eigenkapitalanforderungen geprägt. Zudem belasten steigende Bau- und Energiekosten sowie der Fachkräftemangel die Branche, was zunehmend zu einer Konsolidierung unter den Hotelbetreibern führt. Lukas Hochedlinger, Managing Director Central & Northern Europe bei Christie & Co, blickt dennoch optimistisch auf die kommenden Monate: „2026 wird ein Jahr der Chancen für die Hospitality- und Healthcare-Immobilienmärkte. Zinssenkungen und die zunehmende Bedeutung von ESG-Standards werden Investitionen weiter antreiben.“
Neben der Nachhaltigkeit sieht Hochedlinger die technologische Transformation als entscheidend für den Markterfolg an. Die Märkte würden nicht nur durch Restrukturierungen, sondern auch durch eine stärkere Professionalisierung geprägt sein. „Gleichzeitig erwarten wir eine fortschreitende Konsolidierung bei Hotel- und Pflegebetreibern. Digitalisierung und Nachhaltigkeit bleiben die zentralen Erfolgsfaktoren für alle Marktteilnehmer“, resümiert Hochedlinger die aktuelle Entwicklung.
Die Baukosten in Österreich zeigen Ende 2025 eine weiterhin aufsteigende Tendenz. Laut den aktuellsten Daten von Statistik Austria ist vor allem der Wohnhaus- und Siedlungsbau im Jahresvergleich spürbar teurer geworden ist. Während der Index im November bereits um 2,2 % über dem Vorjahr lag, festigte sich dieses Niveau zum Jahresende. Experten führen die Steigerungen vor allem auf die nachgelagerten Effekte der Kollektivvertragsabschlüsse zurück
Besonders im Wohnbau bleibt der Kostendruck durch Lohnsteigerungen und Materialpreise bestehen. Der Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau erreichte zuletzt rund 130,7 Punkte. Im Tiefbau zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Während der Brückenbau mit einem Plus von 1,9 % deutlich zulegte, verzeichnete der Straßenbau mit einem moderaten Anstieg von 0,5 % die geringste Dynamik. Der Siedlungswasserbau lag mit einem Zuwachs von 1,5 % im Mittelfeld.
Pünktlich zum 70-jährigen Jubiläumsjahr stellt Otto Immobilien die Weichen für die Zukunft. Das Wiener Traditionshaus erweitert zum Jahresbeginn 2026 seine Geschäftsleitung, ordnet den Investmentbereich neu und bündelt die expandierende Bewertung in einer eigenen Gesellschaft.
Drei langjährige Führungspersönlichkeiten erweitern das Gremium um Eugen Otto, Martin Weinbrenner und Martina Cerny. Sandra Bodi, Expertin für Finanz- und Rechnungswesen, wird Prokuristin der Otto Immobilien Management GmbH. Anthony Crow, Leiter der Gewerbeabteilung, erhält die Prokura für die Otto Immobilien GmbH. Anna Geher übernimmt die Co-Geschäftsführung der neu gegründeten Otto Immobilien Bewertung GmbH.
Eine zentrale Neubesetzung gibt es auch im Investmentbereich: Philipp Maisel, bisher erfolgreicher Leiter des Zinshaus-Teams, übernimmt die Gesamtleitung der Investment-Abteilung. Er folgt auf Christoph Lukaschek, der das Unternehmen verlässt. Maisel soll das Wachstumspotenzial im Investmentsektor auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld weiter ausschöpfen.
Aufgrund der Verdoppelung des Auftragsvolumens in den letzten zwei Jahren wird die Bewertung in die Otto Immobilien Bewertung GmbH ausgegliedert. Unter der Leitung von Anna Geher und Eugen Otto soll die neue Gesellschaft die fachliche Unabhängigkeit und Marktstärke des Bereichs noch deutlicher nach außen tragen.
„Wir holen Persönlichkeiten in die Geschäftsleitung, die unsere Entwicklung seit Jahren entscheidend mitgestalten. Sie stehen für Verlässlichkeit und hohe fachliche Kompetenz", so Eugen Otto.
Ankauf des Gewerbeparks Stadlau für 36 Millionen Euro
Union Investment hat den Gewerbepark Stadlau in Wien erworben. Verkäufer ist die börsennotierte Immobiliengesellschaft Nextensa aus Brüssel. Das Fachmarktzentrum befindet sich in Donaustadt, dem 22. Bezirks Wiens und damit innerhalb einer der frequenzstärksten Gewerbegebiete der Stadt. Der Ankauf erfolgt für einen offenen Immobilien-Spezialfonds von Union Investment. Der Kaufpreis beträgt rund 36 Millionen Euro.
Nach zweijähriger Zurückhaltung auf den Immobilieninvestmentmärkten ist dies innerhalb kurzer Zeit der zweite Ankauf von Union Investment. Anfang November 2025 erwarb der Hamburger Asset und Investment Manager eine Logistikimmobilie in Frankreich. Auch in diesem Jahr sind wieder vermehrt Akquisitionen geplant.
„Mit dem Ankauf steigt das von uns verwaltete Immobilienvermögen im österreichischen Einzelhandel auf über 20 Immobilien mit einem Wert von rund 500 Millionen Euro. Union Investment ist damit der führende Asset und Investment Manager für Einzelhandelsimmobilien in Österreich. Für die von uns betreuten Mandate suchen wir weiter aktiv nach Einstiegschancen, bevorzugt im Segment Lebensmittelhandel und Fachmarktzentren“, so Roman Müller, Head of Investment Management Retail bei Union Investment.
„Das lebensmittelgeankerte Fachmarktzentrum erfüllt ideal unsere Investmentkriterien: Die dominante Handelsagglomeration befindet sich in einem dynamisch wachsenden Bezirk mit großem Entwicklungspotenzial. Die realisierten und geplanten Stadtentwicklungsprojekte sowie die direkte Anbindung durch eine neue Fuß- und Radwegbrücke ab 2026 unterstreichen die Attraktivität des Standorts und bieten nachhaltige Wertsteigerungschancen“, ergänzt Felix Brandt, Investment Manager Retail bei Union Investment.
Der Gewerbepark wurde im Jahr 1996 als Baumarkt errichtet. Im Jahr 2016 erfolgte eine umfassende Restrukturierung als Fachmarktzentrum und Erweiterung um rund 3.000 m². Der Gewerbepark hat eine Mietfläche von 10.978 m² und ist aktuell vollvermietet.
Baufelder für gefördertes Wohnen im Kempelenpark
STC verkauft Baufelder an Port Folio
von Laura Fürst
Die STC Immobiliengruppe hat die für den geförderten Wohnbau vorgesehenen Baufelder im Wiener Zukunftsquartier Am Kempelenpark erfolgreich an die Port Folio Immobilien Gruppe verkauft. Dieser Schritt bildet die Basis für die nächste Entwicklungsphase des Areals in Wien-Favoriten. Durch die anschließende Einräumung von Baurechten an die gemeinnützigen Bauträger Heimat Österreich, Frieden und WBV-GPA wird die integrative Quartiersentwicklung fortgesetzt. Mit Projekten wie „TragWerk“, „ZukunftsWerk“ oder „FriedensWerk“ entsteht ein vielfältiges Angebot an Wohn- und Arbeitsraum.
Das Quartier Am Kempelenpark wird auf einem ehemaligen Industriestandort errichtet und soll in der finalen Ausbaustufe rund 1.100 Wohnungen, Büro- und Gewerbeflächen sowie soziale Infrastruktur umfassen. Herzstück ist ein neuer, öffentlich zugänglicher Park mit Altbaumbestand. Das Areal ist Teil einer weiträumigen Grünraumvernetzung, die vom Sonnwendviertel über den Tangentenpark bis hin zum Laaer Berg reicht. Fokus liegt auf der sozialen Durchmischung und einer ökologischen Bauweise, die durch eine übergeordnete Projektsteuerung der STC Immobiliengruppe sichergestellt wird.
Zusätzlich zur Wohnnutzung wird das Umfeld durch eine Ganztagesvolksschule und einen Kindergarten ergänzt. Während die Erdgeschoßzonen durch Gewerbe belebt werden, bietet das „TragWerk am Kempelenpark“ als zentraler Gewerbekomplex moderne Büroflächen. Das Gesamtkonzept zielt darauf ab, Wohnen, Arbeiten und Lernen in einem klimafitten urbanen Umfeld zu verbinden und durch Nachverdichtung sowie gezielte Begrünung ein nachhaltiges Lebensumfeld zu schaffen.
In Wien-Ottakring startet die STC Immobiliengruppe mit der Vermarktung ihres neuen Mietprojekts „ODO25“. In der Odoakergasse 25 entstehen insgesamt 61 Wohneinheiten sowie eine Atelier- und Büroeinheit, die co-exklusiv von EHL Wohnen und Optin Immobilien vermittelt werden. Das Angebot umfasst überwiegend Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen mit Flächen zwischen 30 und 80 m², ergänzt durch Dach-Maisonetten und Freiflächen.
Karina Schunker, Geschäftsführerin der EHL Wohnen GmbH, betont die Vielseitigkeit des Projekts: „ODO25 bietet ein klar strukturiertes Mietwohnangebot mit einer Ausstattung und Gebäudetechnik, die den klassischen Wohnstandard übertreffen. Die Kombination aus funktionalen Grundrissen, urbaner Lage mit Naherholungsgebieten und sehr guter Infrastruktur macht das Projekt für eine breite Zielgruppe interessant.“
David Breitwieser, geschäftsführender Gesellschafter von OPTIN Immobilien, sieht in der Konzeption den entscheidenden Vorteil: „Das Projekt überzeugt durch seine klare Planung und die ausgewogene Verbindung von Wohnqualität, Nachhaltigkeit und Infrastruktur. ODO25 spricht Menschen an, die urban wohnen und dennoch Wert auf ein strukturiertes, gut durchdachtes Umfeld legen.“
Nachdem das Jahr 2025 eine gewisse Konsolidierung am Immobilienmarkt gebracht hat, erwartet der Deutsche Anlage-Immobilien Verbund (Dave) für 2026 eine neue Marktphase. Diese zeichnet sich durch den Übergang von reinen Preisanpassungen hin zu aktiver Portfolioentwicklung und strategischen Investments aus. Die Bedingungen für Transaktionen haben sich sowohl für Käufer als auch für Verkäufer spürbar verbessert. René Husfeldt, seit Jahresbeginn Geschäftsführer von Dave, sieht den Markt an einem Wendepunkt: „Die grundlegenden Preiskorrekturen sind abgeschlossen, Finanzierungen wieder besser kalkulierbar und viele Marktteilnehmer haben ihre Strategien neu justiert. 2026 wird das Jahr sein, in dem Qualität, Lage und Nutzungskonzepte wieder klar über den Erfolg von Investments entscheiden.“
Der Fokus liegt laut Dave im laufenden Jahr insbesondere auf Wohnimmobilien wie Mehrfamilienhäusern und Neubauprojekten sowie auf stabilen Logistikimmobilien. Zudem etablieren sich Spezialimmobilien wie Data Center und Bildungseinrichtungen zunehmend als eigenständige Assetklassen. Ein entscheidender Faktor bleibt der Umgang mit Bestandsimmobilien. Energetische Sanierungen und Refurbishments dienen dabei nicht mehr nur der Erfüllung regulatorischer Vorgaben, sondern fungieren als aktiver Hebel zur Wertsteigerung. Vor allem im Bürosegment zeigt sich eine deutliche Spreizung: Während moderne, nachhaltige Flächen stark nachgefragt werden, geraten veraltete Objekte unter Druck, was wiederum antizyklische Chancen für erfahrene Investoren eröffnet.
Dave rechnet für 2026 mit einer Zunahme der Abschlüsse, wobei neben internationalen Akteuren auch deutsche Family Offices und Privatanleger verstärkt in den Markt zurückkehren. Für den Erfolg sei dabei eine fundierte lokale Expertise entscheidend. Husfeldt betont: „Der Markt verlangt keine Schnellschüsse, sondern fundierte Analysen, belastbare Netzwerke und Erfahrung über alle Assetklassen hinweg. Genau hier sehen wir unsere Stärke als Dave-Verbund.“ Auch wenn 2026 kein neuerlicher Boom erwartet wird, markiert das Jahr aus Sicht des Verbunds eine Phase verlässlicher Marktaktivität mit klaren Spielregeln und attraktiven Entwicklungspotenzialen für strategisch agierende Marktteilnehmer.
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