Eigentum für viele unerreichbar

Einschränkung durch regulatorische Vorgaben

von Laura Fürst

Wohneigentum bleibt für viele ein Wunsch © Adobe Stock Wohneigentum bleibt für viele ein Wunsch © Adobe Stock
Wohneigentum bleibt für die Mehrheit der Österreicher ein zentrales Ziel der privaten Vermögensbildung, ist aber für viele faktisch außer Reichweite. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Immo Investment Barometer von BDO Austria, das im Februar 2026 veröffentlicht wurde. Grundlage ist eine repräsentative Befragung von 1.704 Personen ab 18 Jahren. Demnach würden sich 79 Prozent der Befragten bei freier Wahl für Eigentum entscheiden, tatsächlich leben jedoch nur rund 45 Prozent in den eigenen vier Wänden. Gleichzeitig empfinden 78 Prozent Immobilien als kaum noch finanzierbar.

Als Hauptgründe nennt die Studie das hohe Preisniveau, restriktive Finanzierungsvorgaben sowie wirtschaftliche Unsicherheiten. Rund 60 Prozent der Befragten rechnen nicht damit, in naher Zukunft Wohneigentum erwerben zu können. Lediglich knapp ein Fünftel hält einen Kauf innerhalb der nächsten zwei Jahre für realistisch. Damit öffnet sich die Schere zwischen Wunsch und Umsetzung weiter.

Der Befund fügt sich in die Marktlage 2026 ein: Trotz zuletzt leicht gesunkener Zinsen bleibt die Kreditvergabe durch regulatorische Vorgaben eingeschränkt. Gleichzeitig stagnieren die Neubauzahlen, während Baukosten und Grundstückspreise auf hohem Niveau verharren. Das knappe Angebot verschärft den Wettbewerb, insbesondere in Ballungsräumen wie Wien.
Anpassungsstrategien sind bereits sichtbar. Kaufinteressenten machen häufiger Abstriche bei Baujahr, Größe oder Zustand der Immobilie. Weniger kompromissbereit zeigen sie sich hingegen bei Nachhaltigkeit, Freiflächen und Lichtverhältnissen. Parallel dazu erwarten rund 80 Prozent der Befragten steigende Eigentumspreise in den kommenden fünf Jahren, bei Mietwohnungen gehen sogar mehr als 85 Prozent von weiteren Anstiegen aus.

Für den Immobilienmarkt bedeutet das eine strukturelle Herausforderung. Wohneigentum wird weiterhin als langfristig günstiger eingeschätzt als Miete, bleibt aber für breite Bevölkerungsschichten schwer erreichbar. Aus Sicht von BDO ist das weniger ein konjunkturelles als ein strukturelles Problem, das neue Angebots-, Finanzierungs- und Regulierungslösungen erfordert.
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Wertsicherung im Mietrecht

Immobilien im Recht:

von Roland Weinrauch

Roland Weinrauch  © Weinrauch Rechtsanwälte Roland Weinrauch © Weinrauch Rechtsanwälte
Mit 1. Jänner 2026 sind das 5. Mietrechtliche Inflationslinderungsgesetz sowie das Mieten-Wertsicherungsgesetz in Kraft getreten. Beide Gesetze wurden am 11. Dezember 2025 im Nationalrat beschlossen und gelten nicht nur für neu abgeschlossene, sondern auch für zahlreiche bestehende Mietverträge. Ziel der Neuregelungen ist es, starke Mietsteigerungen künftig abzufedern und die Dynamik der Wertsicherung im Wohnungsbereich zu begrenzen.

Kernstück der Reform ist die Einschränkung von Mietzinserhöhungen durch das Mieten-Wertsicherungsgesetz. Für viele Wohnungsmietverträge nach dem Mietrechtsgesetz gilt nun, dass Mietzinse nur noch einmal pro Jahr erhöht werden dürfen, und zwar ausschließlich mit Wirkung zum 1. April eines Kalenderjahres. Grundlage der Anpassung ist weiterhin die jährliche Inflation gemäß Verbraucherpreisindex. Liegt die Inflationsrate über drei Prozent, darf jedoch nur noch die Hälfte des über drei Prozent hinausgehenden Teils an die Mieter weitergegeben werden. Bei einer jährlichen Inflation von fünf Prozent bedeutet dies etwa, dass lediglich vier Prozent auf den Mietzins aufgeschlagen werden dürfen.

Für besonders geschützte Mietverträge im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes gelten darüber hinaus zusätzliche gesetzliche Begrenzungen. So ist die maximale Mietzinserhöhung zum 1. April 2026 auf ein Prozent beschränkt, zum 1. April 2027 auf zwei Prozent.

Auch die Rückforderung zu Unrecht erhöhter Mieten wurde neu geregelt. Ansprüche aus Zahlungen aufgrund unwirksamer Wertsicherungsvereinbarungen können künftig grundsätzlich nur noch für einen Zeitraum von fünf Jahren geltend gemacht werden. Eine Ausnahme besteht dann, wenn die Unwirksamkeit der Klausel auf eine Missbräuchlichkeit im Sinne der Klausel-Richtlinie zurückzuführen ist, etwa weil sie nicht individuell ausverhandelt oder nicht klar, transparent und nachvollziehbar formuliert wurde.

Ähnliche Anpassungsmechanismen gelten nun auch für Richtwert- und Kategoriemieten. Für das Jahr 2026 ist die maximale Erhöhung auf ein Prozent begrenzt, für 2027 auf zwei Prozent. Ab 2028 wird – wie bei den Wertsicherungen – bei einer Inflation von über drei Prozent nur noch die Hälfte des darüber hinausgehenden Teils berücksichtigt.
Nicht erfasst vom Mieten-Wertsicherungsgesetz sind Mietverträge, die unter die Vollausnahmen des Mietrechtsgesetzes fallen, etwa Mietverträge über Freizeit-Zweitwohnungen oder Wohnungen in Ein- oder Zweiobjekthäusern. Ebenso ausgenommen sind Geschäftsraummietverträge sowie Mietverträge über sogenannte neutrale Objekte. Auch Mietverträge im Anwendungsbereich des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes sind grundsätzlich nicht betroffen, mit Ausnahme der Entgeltbildung nach § 13 Abs. 4 WGG.

Durch die Geltung des Mieten-Wertsicherungsgesetzes auch für Mietverträge im Teilanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes sowie für freie Mietzinsbildungen nach dem RBG 1971 greift der Gesetzgeber erstmals auch in freie Mietzinse ein. Zwar wird nicht die Höhe des vereinbarten Mietzinses selbst reguliert, wohl aber dessen künftige Wertsicherung.
Dabei ist es unerheblich, ob der Vermieter als Unternehmer auftritt. Die neuen Regelungen betreffen somit auch private Vermieter, die lediglich ein oder zwei Wohnungen vermieten.
Insgesamt stellen das 5. Mietrechtliche Inflationslinderungsgesetz und das Mieten-Wertsicherungsgesetz wesentliche Änderungen für Vermieter dar. Anders als die bisherige Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs unterscheiden die neuen Regelungen bei der Wertsicherung nicht mehr zwischen unternehmerischen und nicht unternehmerischen Vermietern und beziehen auch Wohnungen im Teilanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes ein. Die laufenden Entwicklungen in der Judikatur sowie die seit 1. Jänner 2026 geltenden gesetzlichen Neuerungen und ihre Auswirkungen machen eine rechtliche Begleitung von Vermietern daher wichtiger denn je, um nachteilige rechtliche und wirtschaftliche Konsequenzen zu vermeiden.
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Immobilien Magazin mit Personenfokus

Neue Coversystematik zeigt Personen, die die Branche prägen

von Stefan Posch

Das Cover der aktuellen Ausgabe des Immobilien Magazins. © epmedia Werbeagentur Das Cover der aktuellen Ausgabe des Immobilien Magazins. © epmedia Werbeagentur
Print stirbt nicht. Print verändert sich. Und genau darauf reagiert das Immobilien Magazin. Informationen sind heute jederzeit verfügbar, schnell, digital und punktgenau. Marktbewegungen, Transaktionen und Nachrichten werden längst über unsere digitalen Angebote wie den Immoflash, die Immomedien und das Immoflash Morgenjournal konsumiert. Diese Kanäle stehen für Aktualität, Geschwindigkeit und laufende Information. Das gedruckte Magazin übernimmt damit bewusst eine andere Rolle. Es ist nicht mehr primär Instrument der reinen Informationsbeschaffung, sondern Ort für Einordnung, Vertiefung und Perspektive.

Vor allem aber rückt das Immobilien Magazin künftig stärker jene in den Mittelpunkt, die die Branche tatsächlich prägen: die Menschen. Immobilien sind kein abstrakter Markt, sondern ein Beziehungs- und Vertrauensgeschäft. Entscheidungen entstehen nicht aus Tabellen, sondern aus Haltung, Erfahrung und Verantwortung. Diese Dimension lässt sich nicht in Pushmeldungen abbilden, sondern braucht Raum, Kontext und Nähe. Genau diesen Raum will das Magazin bieten – auch visuell. Menschen auf dem Cover sind daher für uns eine logische Weiterentwicklung. Unser Cover wird so zur Bühne für Persönlichkeiten, die die Immobilienwirtschaft gestalten. Nicht als Selbstdarstellung, sondern als Ausdruck unternehmerischer Verantwortung und langfristigen Denkens. 

Dass Michael Ehlmaier das erste Cover dieser neuen Linie ziert, ist daher konsequent. Mit der Übernahme aller Anteile an der EHL Immobilien Gruppe hat er einen klaren unternehmerischen Schritt gesetzt. Er bündelt Eigentum, Verantwortung und Zukunft in einer Phase, in der sich die Branche neu ordnet und Orientierung sucht. EHL ist damit nicht nur strukturell klar aufgestellt, sondern auch in ihrer Identität geschärft. Das Unternehmen trägt sichtbar die Handschrift seines Eigentümers – in Stabilität, Kontinuität und langfristigem Anspruch. Sein Schritt ist weniger Schlagzeile als Statement: für Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Partnern und Markt. Genau solche Entscheidungen sind es, die die Immobilienwirtschaft nachhaltig prägen.
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3SI mit Rekordangebot an Wohnungen

Mehr sanierte Wohnungen als je zuvor im Verkauf

von Laura Fürst

Das Projekt  Kröllgasse 27  © 3SI Immogroup Das Projekt Kröllgasse 27 © 3SI Immogroup
Die 3SI Immogroup startet das Jahr mit einem Rekordangebot von Wohneinheiten und hat zum Jahresbeginn zahlreiche Projekte in mehreren Bezirken in den Verkauf gebracht, weitere Liegenschaften befinden sich in Vorbereitung. Ziel ist es, durch Sanierung und Dachgeschoßausbau zusätzlichen Wohnraum in etablierten Lagen zu schaffen und damit auf die anhaltende Wohnungsknappheit zu reagieren.

Nach Angaben des Unternehmens wurden im Jahr 2025 mehr als 300 Wohnungen verkauft – so viele wie noch nie. Parallel dazu wurde das Angebotsportfolio deutlich ausgeweitet. Der Fokus liegt weiterhin klar auf Gründerzeithäusern, die behutsam modernisiert und technisch erneuert werden. Geschäftsführer Michael Schmidt spricht von einem konsequenten Investitionskurs in den Bestand und betont die Bedeutung dieser Strategie für den Wiener Markt.

Zu den neuen Projekten zählt etwa die Paulusgasse 7 im dritten Bezirk, wo Anfang 2026 elf Eigentumswohnungen entstehen. Auch in der Neulinggasse 27 und der Hetzgasse 3A investiert 3SI in die Aufwertung klassischer Zinshäuser. Weitere Projekte befinden sich unter anderem in der Kröllgasse und der Beckmanngasse im 15. Bezirk sowie in der Schanzstraße 53 in Penzing. Dort werden insgesamt 23 Wohnungen zwischen 30 und 95 Quadratmetern angeboten.

Der Marktkontext spielt dieser Strategie in die Hände. 2026 bleibt das Neubauvolumen in Wien begrenzt, Baukosten stagnieren auf hohem Niveau, und die Finanzierung ist trotz gesunkener Leitzinsen weiterhin anspruchsvoll. Gleichzeitig hält die Nachfrage nach innerstädtischem Eigentum an, sowohl bei Eigennutzern als auch bei Anlegern. 
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Digitale Allianz für Bauwirtschaft

Orca Group bündelt acht Softwareanbieter

von Laura Fürst

Gemeinsam für vernetzte Softwarelösungen im Bauwesen – das Führungsteam der Orca
Group: (v.l.n.r.) Jörg Dersch (CPO), Matthias Werner (CFO), Manfred Scholz (CEO), Christian
Menk (CTPO) © ORCA Software GmbH Gemeinsam für vernetzte Softwarelösungen im Bauwesen – das Führungsteam der Orca Group: (v.l.n.r.) Jörg Dersch (CPO), Matthias Werner (CFO), Manfred Scholz (CEO), Christian Menk (CTPO) © ORCA Software GmbH
Mit der Gründung der Orca Group formiert sich seit Februar 2026 ein neuer Akteur im Markt für Bausoftware. Acht etablierte Softwareunternehmen bündeln unter einem gemeinsamen Dach ihre Kompetenzen, um die Digitalisierung von Bauprojekten über alle Phasen hinweg voranzutreiben. Zum Verbund gehören Acclaro, BauerSoftware, Cosoba, Ishap, NetzWerkPlan, Orca Software, Projekt PRO und Softtech. Sitz der Gruppe ist Wien, Eigentümer ist der Technologieinvestor LEA Partners. Ziel ist es, die steigende Komplexität von Bauprojekten durch besser vernetzte digitale Lösungen zu reduzieren.
Der Zusammenschluss reagiert auf strukturelle Herausforderungen der Branche. Bauprojekte sind geprägt von einer Vielzahl an Beteiligten, parallelen IT-Systemen und fragmentierten Datenflüssen. Medienbrüche und Schnittstellenprobleme verursachen Zeitverluste, Kostenrisiken und Haftungsfragen. Die Orca Group setzt hier an und entwickelt ein integriertes Software-Ökosystem, das Planung, Ausschreibung, Ausführung, Dokumentation und Controlling durchgängig unterstützt.
Im Fokus steht dabei nicht die Vereinheitlichung bestehender Produkte, sondern deren stärkere Vernetzung. Die einzelnen Unternehmen bleiben operativ eigenständig, bündeln jedoch Kompetenzen in den Bereichen Technologie, Datenarchitektur und Schnittstellenentwicklung. „Mit der Orca Group bringen wir starke Marken und tiefes Branchenwissen zusammen“, sagt Manfred Scholz, CEO der Orca Group. Ziel sei es, digitales Arbeiten im Bauwesen einfacher und verlässlicher zu machen.
Der Schritt fällt in eine Phase, in der der Digitalisierungsdruck im Immobilien- und Bausektor weiter zunimmt. Steigende Baukosten, hohe regulatorische Anforderungen, ESG-Vorgaben sowie der anhaltende Fachkräftemangel erhöhen den Bedarf an effizienten, digitalen Prozessen. Gleichzeitig rücken Themen wie Termin- und Kostensicherheit stärker in den Fokus von Auftraggebern, Investoren und Projektentwicklern. Softwarelösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette gelten zunehmend als wirtschaftlicher Faktor.
Auch neue Technologien spielen dabei eine Rolle. Laut Orca Group sollen künftig verstärkt Cloud-Architekturen, KI-Anwendungen und datenbasierte Plattformen integriert werden. „Unsere Produkte sollen nicht nur digitalisieren, sondern mitdenken“, erklärt Christian Menk, Ctpo der Orca Group. Ziel sei es, Entscheidungsgrundlagen zu verbessern und Transparenz über Projekte hinweg zu schaffen.
Mit dem Zusammenschluss entsteht ein Netzwerk, das große Teile der Bau-IT abdeckt – von CAD und AVA über BIM und CDE bis hin zu Baustellendokumentation und Betreiberlösungen. Für Immobilienentwickler und Bestandshalter bedeutet dies potenziell mehr Durchgängigkeit, geringere Reibungsverluste und eine bessere Steuerbarkeit komplexer Bau- und Immobilienprojekte. Die Orca Group positioniert sich damit als integrierter Technologiepartner für das Bauen von morgen.
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Immobilienfonds: Anleger kehren zurück

Zuflüsse und Renditen stützen Deka-Fonds

von Laura Fürst

Zuflüsse und Renditen stützen Deka-Fonds © Adobe Stock Zuflüsse und Renditen stützen Deka-Fonds © Adobe Stock
Offene Immobilienfonds erleben zu Jahresbeginn 2026 eine spürbare Nachfragebelebung. Bei den von der Deka gemanagten Retail-Immobilienfonds kauften Privatanleger 2025 deutlich mehr Anteile als sie zurückgaben. Die Nettovertriebsleistung lag im Gesamtjahr bei rund 90 Millionen Euro, im Jänner 2026 kamen weitere 240 Millionen Euro hinzu. Damit positioniert sich die Deka in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld als einer der wenigen Anbieter mit klar positiven Mittelzuflüssen.
Ein wesentlicher Treiber bleibt die stabile Ertragslage. Die großen, etablierten Offenen Immobilienfonds der Deka erzielten 2025 nach Kosten Renditen zwischen 2,0 und 2,3 Prozent und lagen damit über dem Branchendurchschnitt. Für 2026 erwartet das Management eine Wertentwicklung zwischen zwei und drei Prozent. In einem Umfeld moderat sinkender Zinsen, stagnierender Baukosten und anhaltender Unsicherheit an den Kapitalmärkten gewinnen solche planbaren Erträge für Privatanleger wieder an Attraktivität.
Während viele Wettbewerber mit Mittelabflüssen und eingeschränkter Handlungsfähigkeit kämpfen, nutzte die Deka die Marktlage für aktive Portfolioanpassungen. 2025 wurden Immobilien im Volumen von 1,53 Milliarden Euro veräußert, sämtlich mit Gewinn, gleichzeitig flossen 1,14 Milliarden Euro in zwölf Ankäufe. Dazu zählten Büroimmobilien in Paris und Köln sowie ein Büroobjekt in Irland. Zum Jahresauftakt 2026 folgten weitere Transaktionen, darunter das Bürohochhaus „Tour Deloitte“ in Montréal und eine Hotelimmobilie in Wien.
Die Strategie ist klar auf Stabilität ausgerichtet. Der Fokus liegt auf Immobilien in sehr guten Lagen, Projektentwicklungen werden vermieden. Diese Ausrichtung zahlt sich auch operativ aus: Die Vermietungsquote im Gesamtportfolio lag Ende 2025 bei 93,7 Prozent, das Netto-Jahresmietvolumen neuer Verträge erreichte 420 Millionen Euro. Das Asset-Management-Volumen des Geschäftsfeldes Immobilien belief sich zum Jahresende auf 55,2 Milliarden Euro, davon entfallen rund 40 Milliarden Euro auf Retailfonds.
Vor dem Hintergrund einer angespannten Neubausituation, steigender regulatorischer Anforderungen und weiterhin vorsichtiger Investoren zeigt sich: Offene Immobilienfonds mit breiter Diversifikation und aktiver Mittelsteuerung gewinnen wieder Vertrauen – insbesondere bei Privatanlegern auf der Suche nach stabilen Renditebausteinen.
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Projekt Wiener Rose wird vermarktet

Sanierter Altbau im 17. Bezirk

von Laura Fürst

Projekt Wiener Rose © IC Projekt Wiener Rose © IC
Im 17. Wiener Gemeindebezirk kommt eine umfassend sanierte Altbauliegenschaft auf den Markt. Im Projekt Wiener Rose werden ab sofort Wohnungen in den Regelgeschoßen sowie neu ausgebaute Dachgeschoß­einheiten angeboten. Das Projekt richtet sich an Eigennutzer wie auch an Anleger, die in einem etablierten Wohnbezirk auf erneuerte Bestandsqualität setzen. Der Verkaufsstart erfolgt 2026, nach Abschluss der Sanierungsarbeiten.

Das Gebäude stammt aus der Gründerzeit und wurde technisch wie baulich modernisiert. Im Zuge des Dachgeschoßausbaus wurden sämtliche Steigleitungen erneuert, der Kellerbereich vollständig saniert und die Haustechnik auf einen zeitgemäßen Standard gebracht. Damit wurde die Substanz des Hauses langfristig gesichert – ein zentraler Faktor für Investoren in einem Markt, der zunehmend auf Bestandsentwicklung setzt.

Zum Verkauf stehen fünf Regelgeschoßwohnungen mit Wohnflächen zwischen rund 50 und 70 Quadratmetern sowie vier Dachgeschoß-Maisonetten mit etwa 60 bis 130 Quadratmetern. Letztere verfügen über Terrassen mit Blick über die Stadt. Die Einheiten sind bezugsfertig und werden als Erstbezug nach Sanierung angeboten. Ein Lift, barrierefreier Zugang, Kellerabteile sowie Fahrrad- und Kinderwagenräume ergänzen das Nutzungskonzept.

Die Lage zwischen Ottakringer Brauerei und Manner-Fabrik verbindet urbane Infrastruktur mit Nähe zum Wienerwald. Straßenbahnlinien 9 und 43 bieten direkte Anbindungen in die Innenstadt sowie ins Erholungsgebiet Neuwaldegg. Für Anleger ist der Standort auch vor dem Hintergrund moderat steigender Wohnungsmieten in den westlichen Bezirken relevant. Vermarktet wird das Projekt von IMMOcontract.
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Wohnio: Strategiewechsel im Marketing

Neue Leitung für digitale Heizlösungen

von Laura Fürst

Linda Friedwagner, BSc. / Head of Marketing / Wohnio GmbH © Linda Friedwagner Linda Friedwagner, BSc. / Head of Marketing / Wohnio GmbH © Linda Friedwagner
Mitten im technologischen Umbruch der Branche besetzt der Wiener Heizungsoptimierer Wohnio eine Schlüsselposition neu. Linda Friedwagner hat mit Jänner 2026 die Marketingleitung des Unternehmens übernommen. Die 23-Jährige soll den Wachstumskurs des Spezialisten für digitale Zentralheizungen im mehrgeschossigen Wohnbau vorantreiben. In einer Phase, in der die Immobilienwirtschaft unter massivem Effizienzdruck steht, setzt Geschäftsführer Gabriel Brandstetter damit auf eine Expertin mit internationalem Hintergrund und Startup-Erfahrung.

Friedwagner bringt für diese Aufgabe eine Ausbildung mit, die sie über die Wirtschaftsuniversität Wien bis nach Amerika und Neuseeland führte. Ihre bisherige Laufbahn umfasst Stationen bei Unternehmen wie L’Oréal und Kpmg. Zuletzt leitete sie als Head of Marketing die „Entrepreneurship Avenue“, eine der größten europäischen Startup-Eventserien. Diese Mischung aus Konzernstruktur und agiler Startup-Mentalität soll nun helfen, die digitale Heizungsoptimierung breiter im konservativen Immobiliensektor zu verankern. „Mit Linda gewinnen wir eine Marketing-Leiterin, die strategische Exzellenz mit ausgeprägter Umsetzungsstärke verbindet. Ihr unternehmerischer Spirit ist ein klarer Mehrwert für Wohnio“, kommentiert Gabriel Brandstetter die Neubesetzung. Die Aufgabe der neuen Marketingchefin wird es sein, die technische Komplexität digitaler Heizsysteme in messbare Business-Cases für die Immobilienprofis zu übersetzen.
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Schadensanierer wachsen trotz Flaute

Soluto steigert Umsatz trotz weniger Schäden

von Laura Fürst

Schadensanierer wachsen trotz Flaute © Adobe Stock Schadensanierer wachsen trotz Flaute © Adobe Stock
Nach einem außergewöhnlichen Hochwasserjahr 2024 und einem deutlichen Nachfragerückgang 2025 zeigt sich ein differenziertes Bild in der österreichischen Schadensanierungsbranche. Während viele Betriebe mit rückläufigen Anfragen zu kämpfen hatten, konnte das auf Brand- und Wasserschadensanierung spezialisierte Unternehmen Soluto seinen Umsatz weiter steigern. Der Jahreserlös lag 2025 bei rund 35,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen am 9. Februar 2026 in Korneuburg mitteilte.

Der Hintergrund: 2024 sorgten großflächige Überschwemmungen in Ostösterreich für Rekord-Schadenssummen. Allein die Hochwasserereignisse verursachten laut Versicherungen Schäden von rund 700 Millionen Euro. Ein Jahr später blieb ein vergleichbares Extremereignis aus, was branchenweit zu einem spürbaren Rückgang der Sanierungsaufträge führte. Dennoch gelang es Soluto, insbesondere über sein Franchisegeschäft zusätzliche Erlöse zu generieren.

Die Schadensanierung ist eng mit der Versicherungswirtschaft verflochten und gilt grundsätzlich als relativ konjunkturunabhängig. Schäden durch Brand, Wasser oder Elementarereignisse treten unabhängig von Neubautätigkeit oder Zinsniveau auf. Allein 2023 wurden in Österreich mehr als 8.000 Brandfälle mit einer Schadenssumme von rund 400 Millionen Euro registriert. Hinzu kommen tausende Wasser- und Sturmschäden pro Jahr. Gleichzeitig schwanken die Auftragsspitzen stark – abhängig von Wetterextremen und Großereignissen.

Soluto bearbeitet aktuell rund 17.000 Schadensfälle pro Jahr. Bis 2030 rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg auf bis zu 35.000 Fälle jährlich. Möglich macht das ein dichtes Netzwerk aus elf Standorten sowie Rahmenverträge mit Versicherungen und Hausverwaltungen. Rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind derzeit beschäftigt.

Im Kontext des Immobilienmarktes 2026 gewinnt die Schadensanierung weiter an Bedeutung. Der Klimawandel erhöht die Frequenz von Starkregen und Extremwetter, während der Bestand altert und Sanierungsbedarf steigt. Für Eigentümer, Investoren und Verwalter wird die schnelle Wiederherstellung von Gebäuden zunehmend zu einem wirtschaftlichen Faktor – auch vor dem Hintergrund steigender ESG-Anforderungen und längerer Leerstandsrisiken.

Soluto plant daher weitere Expansionen in Österreich sowie den Markteintritt in Süddeutschland. Regionen mit ähnlichen klimatischen Bedingungen gelten als logische Wachstumsmärkte. Die Branche insgesamt dürfte sich damit weiter professionalisieren – auch in Jahren ohne spektakuläre Schadensereignisse.
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Sicore Real Assets stärkt Kundenbetreuung

Heiko Böhnke verstärkt Unternehmen

von Laura Fürst

Heiko Böhnke © Heiko Böhnke Heiko Böhnke © Heiko Böhnke
Sicore Real Assets baut seine Betreuung institutioneller Investoren weiter aus. Zum 1. Februar 2026 hat der Immobilien- und Asset-Manager Heiko Böhnke als Director Institutional Capital Solutions an Bord geholt. Mit dem Schritt reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage institutioneller Anleger nach professionell gemanagten Immobilien- und Infrastrukturinvestments in einem herausfordernden Marktumfeld.

Böhnke bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Immobilienwirtschaft mit und hat sich früh auf den Vertrieb und die Strukturierung institutioneller Kapitalanlagen spezialisiert. In seiner neuen Funktion soll er gemeinsam mit Dominique Göller den Ausbau externer Mandate vorantreiben. Der Fokus liegt dabei auf der Öffnung bestehender Fondsstrukturen für Drittinvestoren, der Konzeption neuer Produkte sowie auf Asset-Management-as-a-Service-Lösungen außerhalb eigener Fondsvehikel.
Sicore positioniert sich damit stärker als Partner für institutionelle Investoren, die angesichts regulatorischer Vorgaben, ESG-Anforderungen und volatiler Kapitalmärkte zunehmend auf externe Expertise setzen. Gerade Versicherungen, Versorgungswerke und Pensionskassen stehen 2026 unter Druck, stabile Erträge mit langfristigen Sachwertinvestments zu erzielen, während klassische Core-Strategien durch Preisniveaus und begrenztes Angebot an Grenzen stoßen.

„Eine versierte und enge persönliche Betreuung ist Teil der Sicore-DNA – das gilt für unsere Mieter wie für institutionelle Kapitalpartner. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, erfahrene Fachleute wie Heiko Böhnke für unser Team zu gewinnen, die sowohl die Assetklassen und Märkte als auch die regulatorischen und sonstigen Anforderungen des jeweiligen Investors verstehen“, sagt Christoph Lüken, Geschäftsführer von Sicore Real Assets.

Auch Böhnke verweist auf die veränderten Rahmenbedingungen: „Immobilien und Infrastruktur sind heute elementare Portfolio-Bausteine für die meisten Institutionellen und zugleich alles andere als ‚Selbstläufer‘.“ Der aktive Managementansatz von Sicore und die Ausrichtung auf die Bedürfnisse deutscher institutioneller Anleger hätten ihn überzeugt.
Vor seinem Wechsel war Böhnke unter anderem als Head of Institutional / Professional Investors bei einem Fondsanbieter in München tätig. Zuvor hatte er Führungspositionen im Kapitalvertrieb bei mehreren Immobiliengesellschaften inne, darunter Catella und die Real Exchange AG. Mit der Personalie unterstreicht Sicore den strategischen Anspruch, institutionelles Kapital auch außerhalb eigener Fondsstrukturen langfristig zu binden.
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Neues Wohnprojekt im Norden Wiens

28 Wohnungen in Donaustadt

von Laura Fürst

Consulting Company Immobilien startet Wohnbauprojekt Martha © Consulting Company Immobilien Consulting Company Immobilien startet Wohnbauprojekt Martha © Consulting Company Immobilien
Im 22. Wiener Gemeindebezirk startet die Consulting Company Immobilien ein neues Wohnbauprojekt. Am Hausgrundweg in einer verkehrsberuhigten Seitenstraße realisiert der oberösterreichische Bauträger ab dem Frühjahr 2026 das Projekt Martha. Geplant sind 28 Wohnungen, die bis Herbst 2027 fertiggestellt werden sollen. Ziel ist es, in einem nachgefragten Stadtteil zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, der sowohl für Eigennutzer als auch für Anleger interessant ist.
Das Projekt umfasst Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Flächen zwischen rund 31 und 90 Quadratmetern. Die Lage verbindet ruhiges Wohnen mit Nähe zu Grün- und Erholungsräumen wie der Alten Donau sowie einer guten Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz Richtung Stadtzentrum. Consulting-Company-Geschäftsführer Florian Kammerstätter verweist auf die Entwicklung des Standorts: „Schon bei einem Projekt, das wir vor zwei Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft abgeschlossen haben, war die Nachfrage nach Mietwohnungen ausgezeichnet und seither ist der Standort eher noch gefragter geworden.“
Der Start von Martha fällt in eine Phase, in der der Wiener Wohnungsmarkt weiterhin von Angebotsknappheit geprägt ist. Zwar haben sich die Baukosten 2025 weitgehend stabilisiert und die Zinsentwicklung zeigt Anfang 2026 erste Entspannungstendenzen, doch Neubauprojekte bleiben rar. Gleichzeitig dämpfen regulatorische Vorgaben wie die KIM-Verordnung die Nachfrage im Eigentumssegment, während der Mietmarkt angespannt bleibt. Vor allem in gut angebundenen Lagen außerhalb des Gürtels steigen die Mieten weiter moderat an.
Für Vorsorgewohnungskäufer bleibt das Segment dennoch relevant. Kammerstätter betont: „Vorsorgewohnungskäufer können daher bei einem attraktiven Kaufpreis mit exzellenten Verwertungschancen rechnen. Darüber hinaus garantieren wir als Bauträger den Käufern eine Anfangsrendite von vier Prozent.“ Solche Modelle gewinnen vor dem Hintergrund neuer Wertsicherungsregeln im Mietrecht und steigender regulatorischer Anforderungen an Bedeutung.
Martha ist Teil einer größeren Projektpipeline der Consulting Company Immobilien. Derzeit befinden sich vier Projekte mit insgesamt mehr als 210 Wohnungen in Bau oder Planung. In Wien wurde zuletzt ein Projekt im 11. Bezirk abgeschlossen, weitere Standorte sind in Vorbereitung. Der Fokus liegt dabei auf mittleren Projektgrößen, die sich rascher verwerten lassen als großvolumige Anlagen.
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Großprojekt am Berliner Südkreuz

Züblin baut Quartier mit 300 Wohnungen

von Laura Fürst

Straßenansicht B'Ella Berlin © EVE Straßenansicht B'Ella Berlin © EVE
Am Berliner Südkreuz entsteht eines der derzeit größten innerstädtischen Neubauquartiere der Hauptstadt. Die Strabag-Tochter Züblin errichtet im Auftrag des US-Investors Hines das Projekt B’Ella, ein multifunktionales Stadtquartier mit rund 300 Wohneinheiten, Büro-, Gewerbe- und Sozialflächen. Baubeginn ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen, die Fertigstellung bis Ende 2028. Entwickelt wird das Projekt für die Rondus Dritte Immobilienbesitz.
Auf einer Bruttogeschossfläche von rund 75.000 Quadratmetern entstehen neben Wohnraum auch eine Kindertagesstätte sowie Büro- und Aufenthaltsflächen. Strabag wird nach Fertigstellung selbst Mieterin eines Teils der Büroflächen und verlegt ihren Berliner Standort in das neue Quartier. Entworfen wurde das Projekt von Tchoban Voss Architekten und Noefer Architekten.
„Das Bauvorhaben B’Ella verbindet hohe bauliche Expertise mit konsequent nachhaltigen Standards“, sagt Strabag-Vorstand Jörg Rösler. Das Quartier soll vollständig ohne fossile Energieträger auskommen und setzt auf Geothermie und Photovoltaik. Angestrebt wird eine Dgnb-Platin-Zertifizierung, die Wohngebäude sollen zudem die KFN-Förderung für klimafreundlichen Neubau erhalten.
Das Projekt fällt in eine Phase, in der der deutsche Wohnungsmarkt von anhaltender Neubauknappheit geprägt ist. Hohe Finanzierungskosten, strengere ESG-Vorgaben und gestiegene Baupreise haben das Angebot in den vergangenen Jahren deutlich reduziert. Gleichzeitig steigt der politische Druck, innerstädtische Flächen effizienter zu nutzen und sozialen Wohnraum zu integrieren – ein Ansatz, den das Projekt am Südkreuz aufgreift.
Für Projektentwickler und institutionelle Investoren zeigt das B’Ella exemplarisch, dass großvolumige Quartiersentwicklungen trotz herausfordernder Marktbedingungen realisierbar bleiben, sofern Nutzungsmischung, Nachhaltigkeitskonzept und Standortqualität zusammenpassen.
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Neue Coversystematik zeigt Personen, die die Branche prägen

Immobilien Magazin mit Personenfokus

von Stefan Posch

Print stirbt nicht. Print verändert sich. Und genau darauf reagiert das Immobilien Magazin. Informationen sind heute jederzeit verfügbar, schnell, digital und punktgenau. Marktbewegungen, Transaktionen und Nachrichten werden längst über unsere digitalen Angebote wie den Immoflash, die Immomedien und das Immoflash Morgenjournal konsumiert. Diese Kanäle stehen für Aktualität, Geschwindigkeit und laufende Information. Das gedruckte Magazin übernimmt damit bewusst eine andere Rolle. Es ist nicht mehr primär Instrument der reinen Informationsbeschaffung, sondern Ort für Einordnung, Vertiefung und Perspektive.

Vor allem aber rückt das Immobilien Magazin künftig stärker jene in den Mittelpunkt, die die Branche tatsächlich prägen: die Menschen. Immobilien sind kein abstrakter Markt, sondern ein Beziehungs- und Vertrauensgeschäft. Entscheidungen entstehen nicht aus Tabellen, sondern aus Haltung, Erfahrung und Verantwortung. Diese Dimension lässt sich nicht in Pushmeldungen abbilden, sondern braucht Raum, Kontext und Nähe. Genau diesen Raum will das Magazin bieten – auch visuell. Menschen auf dem Cover sind daher für uns eine logische Weiterentwicklung. Unser Cover wird so zur Bühne für Persönlichkeiten, die die Immobilienwirtschaft gestalten. Nicht als Selbstdarstellung, sondern als Ausdruck unternehmerischer Verantwortung und langfristigen Denkens. 

Dass Michael Ehlmaier das erste Cover dieser neuen Linie ziert, ist daher konsequent. Mit der Übernahme aller Anteile an der EHL Immobilien Gruppe hat er einen klaren unternehmerischen Schritt gesetzt. Er bündelt Eigentum, Verantwortung und Zukunft in einer Phase, in der sich die Branche neu ordnet und Orientierung sucht. EHL ist damit nicht nur strukturell klar aufgestellt, sondern auch in ihrer Identität geschärft. Das Unternehmen trägt sichtbar die Handschrift seines Eigentümers – in Stabilität, Kontinuität und langfristigem Anspruch. Sein Schritt ist weniger Schlagzeile als Statement: für Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Partnern und Markt. Genau solche Entscheidungen sind es, die die Immobilienwirtschaft nachhaltig prägen.

Mehr sanierte Wohnungen als je zuvor im Verkauf

3SI mit Rekordangebot an Wohnungen

von Laura Fürst

Das Projekt Kröllgasse 27 © 3SI Immogroup
Die 3SI Immogroup startet das Jahr mit einem Rekordangebot von Wohneinheiten und hat zum Jahresbeginn zahlreiche Projekte in mehreren Bezirken in den Verkauf gebracht, weitere Liegenschaften befinden sich in Vorbereitung. Ziel ist es, durch Sanierung und Dachgeschoßausbau zusätzlichen Wohnraum in etablierten Lagen zu schaffen und damit auf die anhaltende Wohnungsknappheit zu reagieren.

Nach Angaben des Unternehmens wurden im Jahr 2025 mehr als 300 Wohnungen verkauft – so viele wie noch nie. Parallel dazu wurde das Angebotsportfolio deutlich ausgeweitet. Der Fokus liegt weiterhin klar auf Gründerzeithäusern, die behutsam modernisiert und technisch erneuert werden. Geschäftsführer Michael Schmidt spricht von einem konsequenten Investitionskurs in den Bestand und betont die Bedeutung dieser Strategie für den Wiener Markt.

Zu den neuen Projekten zählt etwa die Paulusgasse 7 im dritten Bezirk, wo Anfang 2026 elf Eigentumswohnungen entstehen. Auch in der Neulinggasse 27 und der Hetzgasse 3A investiert 3SI in die Aufwertung klassischer Zinshäuser. Weitere Projekte befinden sich unter anderem in der Kröllgasse und der Beckmanngasse im 15. Bezirk sowie in der Schanzstraße 53 in Penzing. Dort werden insgesamt 23 Wohnungen zwischen 30 und 95 Quadratmetern angeboten.

Der Marktkontext spielt dieser Strategie in die Hände. 2026 bleibt das Neubauvolumen in Wien begrenzt, Baukosten stagnieren auf hohem Niveau, und die Finanzierung ist trotz gesunkener Leitzinsen weiterhin anspruchsvoll. Gleichzeitig hält die Nachfrage nach innerstädtischem Eigentum an, sowohl bei Eigennutzern als auch bei Anlegern. 
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Orca Group bündelt acht Softwareanbieter

Digitale Allianz für Bauwirtschaft

von Laura Fürst

Mit der Gründung der Orca Group formiert sich seit Februar 2026 ein neuer Akteur im Markt für Bausoftware. Acht etablierte Softwareunternehmen bündeln unter einem gemeinsamen Dach ihre Kompetenzen, um die Digitalisierung von Bauprojekten über alle Phasen hinweg voranzutreiben. Zum Verbund gehören Acclaro, BauerSoftware, Cosoba, Ishap, NetzWerkPlan, Orca Software, Projekt PRO und Softtech. Sitz der Gruppe ist Wien, Eigentümer ist der Technologieinvestor LEA Partners. Ziel ist es, die steigende Komplexität von Bauprojekten durch besser vernetzte digitale Lösungen zu reduzieren.
Der Zusammenschluss reagiert auf strukturelle Herausforderungen der Branche. Bauprojekte sind geprägt von einer Vielzahl an Beteiligten, parallelen IT-Systemen und fragmentierten Datenflüssen. Medienbrüche und Schnittstellenprobleme verursachen Zeitverluste, Kostenrisiken und Haftungsfragen. Die Orca Group setzt hier an und entwickelt ein integriertes Software-Ökosystem, das Planung, Ausschreibung, Ausführung, Dokumentation und Controlling durchgängig unterstützt.
Im Fokus steht dabei nicht die Vereinheitlichung bestehender Produkte, sondern deren stärkere Vernetzung. Die einzelnen Unternehmen bleiben operativ eigenständig, bündeln jedoch Kompetenzen in den Bereichen Technologie, Datenarchitektur und Schnittstellenentwicklung. „Mit der Orca Group bringen wir starke Marken und tiefes Branchenwissen zusammen“, sagt Manfred Scholz, CEO der Orca Group. Ziel sei es, digitales Arbeiten im Bauwesen einfacher und verlässlicher zu machen.
Der Schritt fällt in eine Phase, in der der Digitalisierungsdruck im Immobilien- und Bausektor weiter zunimmt. Steigende Baukosten, hohe regulatorische Anforderungen, ESG-Vorgaben sowie der anhaltende Fachkräftemangel erhöhen den Bedarf an effizienten, digitalen Prozessen. Gleichzeitig rücken Themen wie Termin- und Kostensicherheit stärker in den Fokus von Auftraggebern, Investoren und Projektentwicklern. Softwarelösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette gelten zunehmend als wirtschaftlicher Faktor.
Auch neue Technologien spielen dabei eine Rolle. Laut Orca Group sollen künftig verstärkt Cloud-Architekturen, KI-Anwendungen und datenbasierte Plattformen integriert werden. „Unsere Produkte sollen nicht nur digitalisieren, sondern mitdenken“, erklärt Christian Menk, Ctpo der Orca Group. Ziel sei es, Entscheidungsgrundlagen zu verbessern und Transparenz über Projekte hinweg zu schaffen.
Mit dem Zusammenschluss entsteht ein Netzwerk, das große Teile der Bau-IT abdeckt – von CAD und AVA über BIM und CDE bis hin zu Baustellendokumentation und Betreiberlösungen. Für Immobilienentwickler und Bestandshalter bedeutet dies potenziell mehr Durchgängigkeit, geringere Reibungsverluste und eine bessere Steuerbarkeit komplexer Bau- und Immobilienprojekte. Die Orca Group positioniert sich damit als integrierter Technologiepartner für das Bauen von morgen.
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Zuflüsse und Renditen stützen Deka-Fonds

Immobilienfonds: Anleger kehren zurück

von Laura Fürst

Offene Immobilienfonds erleben zu Jahresbeginn 2026 eine spürbare Nachfragebelebung. Bei den von der Deka gemanagten Retail-Immobilienfonds kauften Privatanleger 2025 deutlich mehr Anteile als sie zurückgaben. Die Nettovertriebsleistung lag im Gesamtjahr bei rund 90 Millionen Euro, im Jänner 2026 kamen weitere 240 Millionen Euro hinzu. Damit positioniert sich die Deka in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld als einer der wenigen Anbieter mit klar positiven Mittelzuflüssen.
Ein wesentlicher Treiber bleibt die stabile Ertragslage. Die großen, etablierten Offenen Immobilienfonds der Deka erzielten 2025 nach Kosten Renditen zwischen 2,0 und 2,3 Prozent und lagen damit über dem Branchendurchschnitt. Für 2026 erwartet das Management eine Wertentwicklung zwischen zwei und drei Prozent. In einem Umfeld moderat sinkender Zinsen, stagnierender Baukosten und anhaltender Unsicherheit an den Kapitalmärkten gewinnen solche planbaren Erträge für Privatanleger wieder an Attraktivität.
Während viele Wettbewerber mit Mittelabflüssen und eingeschränkter Handlungsfähigkeit kämpfen, nutzte die Deka die Marktlage für aktive Portfolioanpassungen. 2025 wurden Immobilien im Volumen von 1,53 Milliarden Euro veräußert, sämtlich mit Gewinn, gleichzeitig flossen 1,14 Milliarden Euro in zwölf Ankäufe. Dazu zählten Büroimmobilien in Paris und Köln sowie ein Büroobjekt in Irland. Zum Jahresauftakt 2026 folgten weitere Transaktionen, darunter das Bürohochhaus „Tour Deloitte“ in Montréal und eine Hotelimmobilie in Wien.
Die Strategie ist klar auf Stabilität ausgerichtet. Der Fokus liegt auf Immobilien in sehr guten Lagen, Projektentwicklungen werden vermieden. Diese Ausrichtung zahlt sich auch operativ aus: Die Vermietungsquote im Gesamtportfolio lag Ende 2025 bei 93,7 Prozent, das Netto-Jahresmietvolumen neuer Verträge erreichte 420 Millionen Euro. Das Asset-Management-Volumen des Geschäftsfeldes Immobilien belief sich zum Jahresende auf 55,2 Milliarden Euro, davon entfallen rund 40 Milliarden Euro auf Retailfonds.
Vor dem Hintergrund einer angespannten Neubausituation, steigender regulatorischer Anforderungen und weiterhin vorsichtiger Investoren zeigt sich: Offene Immobilienfonds mit breiter Diversifikation und aktiver Mittelsteuerung gewinnen wieder Vertrauen – insbesondere bei Privatanlegern auf der Suche nach stabilen Renditebausteinen.
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Sanierter Altbau im 17. Bezirk

Projekt Wiener Rose wird vermarktet

von Laura Fürst

Projekt Wiener Rose © IC
Im 17. Wiener Gemeindebezirk kommt eine umfassend sanierte Altbauliegenschaft auf den Markt. Im Projekt Wiener Rose werden ab sofort Wohnungen in den Regelgeschoßen sowie neu ausgebaute Dachgeschoß­einheiten angeboten. Das Projekt richtet sich an Eigennutzer wie auch an Anleger, die in einem etablierten Wohnbezirk auf erneuerte Bestandsqualität setzen. Der Verkaufsstart erfolgt 2026, nach Abschluss der Sanierungsarbeiten.

Das Gebäude stammt aus der Gründerzeit und wurde technisch wie baulich modernisiert. Im Zuge des Dachgeschoßausbaus wurden sämtliche Steigleitungen erneuert, der Kellerbereich vollständig saniert und die Haustechnik auf einen zeitgemäßen Standard gebracht. Damit wurde die Substanz des Hauses langfristig gesichert – ein zentraler Faktor für Investoren in einem Markt, der zunehmend auf Bestandsentwicklung setzt.

Zum Verkauf stehen fünf Regelgeschoßwohnungen mit Wohnflächen zwischen rund 50 und 70 Quadratmetern sowie vier Dachgeschoß-Maisonetten mit etwa 60 bis 130 Quadratmetern. Letztere verfügen über Terrassen mit Blick über die Stadt. Die Einheiten sind bezugsfertig und werden als Erstbezug nach Sanierung angeboten. Ein Lift, barrierefreier Zugang, Kellerabteile sowie Fahrrad- und Kinderwagenräume ergänzen das Nutzungskonzept.

Die Lage zwischen Ottakringer Brauerei und Manner-Fabrik verbindet urbane Infrastruktur mit Nähe zum Wienerwald. Straßenbahnlinien 9 und 43 bieten direkte Anbindungen in die Innenstadt sowie ins Erholungsgebiet Neuwaldegg. Für Anleger ist der Standort auch vor dem Hintergrund moderat steigender Wohnungsmieten in den westlichen Bezirken relevant. Vermarktet wird das Projekt von IMMOcontract.

Neue Leitung für digitale Heizlösungen

Wohnio: Strategiewechsel im Marketing

von Laura Fürst

Linda Friedwagner, BSc. / Head of Marketing / Wohnio GmbH © Linda Friedwagner
Mitten im technologischen Umbruch der Branche besetzt der Wiener Heizungsoptimierer Wohnio eine Schlüsselposition neu. Linda Friedwagner hat mit Jänner 2026 die Marketingleitung des Unternehmens übernommen. Die 23-Jährige soll den Wachstumskurs des Spezialisten für digitale Zentralheizungen im mehrgeschossigen Wohnbau vorantreiben. In einer Phase, in der die Immobilienwirtschaft unter massivem Effizienzdruck steht, setzt Geschäftsführer Gabriel Brandstetter damit auf eine Expertin mit internationalem Hintergrund und Startup-Erfahrung.

Friedwagner bringt für diese Aufgabe eine Ausbildung mit, die sie über die Wirtschaftsuniversität Wien bis nach Amerika und Neuseeland führte. Ihre bisherige Laufbahn umfasst Stationen bei Unternehmen wie L’Oréal und Kpmg. Zuletzt leitete sie als Head of Marketing die „Entrepreneurship Avenue“, eine der größten europäischen Startup-Eventserien. Diese Mischung aus Konzernstruktur und agiler Startup-Mentalität soll nun helfen, die digitale Heizungsoptimierung breiter im konservativen Immobiliensektor zu verankern. „Mit Linda gewinnen wir eine Marketing-Leiterin, die strategische Exzellenz mit ausgeprägter Umsetzungsstärke verbindet. Ihr unternehmerischer Spirit ist ein klarer Mehrwert für Wohnio“, kommentiert Gabriel Brandstetter die Neubesetzung. Die Aufgabe der neuen Marketingchefin wird es sein, die technische Komplexität digitaler Heizsysteme in messbare Business-Cases für die Immobilienprofis zu übersetzen.
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Soluto steigert Umsatz trotz weniger Schäden

Schadensanierer wachsen trotz Flaute

von Laura Fürst

Schadensanierer wachsen trotz Flaute © Adobe Stock
Nach einem außergewöhnlichen Hochwasserjahr 2024 und einem deutlichen Nachfragerückgang 2025 zeigt sich ein differenziertes Bild in der österreichischen Schadensanierungsbranche. Während viele Betriebe mit rückläufigen Anfragen zu kämpfen hatten, konnte das auf Brand- und Wasserschadensanierung spezialisierte Unternehmen Soluto seinen Umsatz weiter steigern. Der Jahreserlös lag 2025 bei rund 35,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen am 9. Februar 2026 in Korneuburg mitteilte.

Der Hintergrund: 2024 sorgten großflächige Überschwemmungen in Ostösterreich für Rekord-Schadenssummen. Allein die Hochwasserereignisse verursachten laut Versicherungen Schäden von rund 700 Millionen Euro. Ein Jahr später blieb ein vergleichbares Extremereignis aus, was branchenweit zu einem spürbaren Rückgang der Sanierungsaufträge führte. Dennoch gelang es Soluto, insbesondere über sein Franchisegeschäft zusätzliche Erlöse zu generieren.

Die Schadensanierung ist eng mit der Versicherungswirtschaft verflochten und gilt grundsätzlich als relativ konjunkturunabhängig. Schäden durch Brand, Wasser oder Elementarereignisse treten unabhängig von Neubautätigkeit oder Zinsniveau auf. Allein 2023 wurden in Österreich mehr als 8.000 Brandfälle mit einer Schadenssumme von rund 400 Millionen Euro registriert. Hinzu kommen tausende Wasser- und Sturmschäden pro Jahr. Gleichzeitig schwanken die Auftragsspitzen stark – abhängig von Wetterextremen und Großereignissen.

Soluto bearbeitet aktuell rund 17.000 Schadensfälle pro Jahr. Bis 2030 rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg auf bis zu 35.000 Fälle jährlich. Möglich macht das ein dichtes Netzwerk aus elf Standorten sowie Rahmenverträge mit Versicherungen und Hausverwaltungen. Rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind derzeit beschäftigt.

Im Kontext des Immobilienmarktes 2026 gewinnt die Schadensanierung weiter an Bedeutung. Der Klimawandel erhöht die Frequenz von Starkregen und Extremwetter, während der Bestand altert und Sanierungsbedarf steigt. Für Eigentümer, Investoren und Verwalter wird die schnelle Wiederherstellung von Gebäuden zunehmend zu einem wirtschaftlichen Faktor – auch vor dem Hintergrund steigender ESG-Anforderungen und längerer Leerstandsrisiken.

Soluto plant daher weitere Expansionen in Österreich sowie den Markteintritt in Süddeutschland. Regionen mit ähnlichen klimatischen Bedingungen gelten als logische Wachstumsmärkte. Die Branche insgesamt dürfte sich damit weiter professionalisieren – auch in Jahren ohne spektakuläre Schadensereignisse.

Heiko Böhnke verstärkt Unternehmen

Sicore Real Assets stärkt Kundenbetreuung

von Laura Fürst

Heiko Böhnke © Heiko Böhnke
Sicore Real Assets baut seine Betreuung institutioneller Investoren weiter aus. Zum 1. Februar 2026 hat der Immobilien- und Asset-Manager Heiko Böhnke als Director Institutional Capital Solutions an Bord geholt. Mit dem Schritt reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage institutioneller Anleger nach professionell gemanagten Immobilien- und Infrastrukturinvestments in einem herausfordernden Marktumfeld.

Böhnke bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Immobilienwirtschaft mit und hat sich früh auf den Vertrieb und die Strukturierung institutioneller Kapitalanlagen spezialisiert. In seiner neuen Funktion soll er gemeinsam mit Dominique Göller den Ausbau externer Mandate vorantreiben. Der Fokus liegt dabei auf der Öffnung bestehender Fondsstrukturen für Drittinvestoren, der Konzeption neuer Produkte sowie auf Asset-Management-as-a-Service-Lösungen außerhalb eigener Fondsvehikel.
Sicore positioniert sich damit stärker als Partner für institutionelle Investoren, die angesichts regulatorischer Vorgaben, ESG-Anforderungen und volatiler Kapitalmärkte zunehmend auf externe Expertise setzen. Gerade Versicherungen, Versorgungswerke und Pensionskassen stehen 2026 unter Druck, stabile Erträge mit langfristigen Sachwertinvestments zu erzielen, während klassische Core-Strategien durch Preisniveaus und begrenztes Angebot an Grenzen stoßen.

„Eine versierte und enge persönliche Betreuung ist Teil der Sicore-DNA – das gilt für unsere Mieter wie für institutionelle Kapitalpartner. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, erfahrene Fachleute wie Heiko Böhnke für unser Team zu gewinnen, die sowohl die Assetklassen und Märkte als auch die regulatorischen und sonstigen Anforderungen des jeweiligen Investors verstehen“, sagt Christoph Lüken, Geschäftsführer von Sicore Real Assets.

Auch Böhnke verweist auf die veränderten Rahmenbedingungen: „Immobilien und Infrastruktur sind heute elementare Portfolio-Bausteine für die meisten Institutionellen und zugleich alles andere als ‚Selbstläufer‘.“ Der aktive Managementansatz von Sicore und die Ausrichtung auf die Bedürfnisse deutscher institutioneller Anleger hätten ihn überzeugt.
Vor seinem Wechsel war Böhnke unter anderem als Head of Institutional / Professional Investors bei einem Fondsanbieter in München tätig. Zuvor hatte er Führungspositionen im Kapitalvertrieb bei mehreren Immobiliengesellschaften inne, darunter Catella und die Real Exchange AG. Mit der Personalie unterstreicht Sicore den strategischen Anspruch, institutionelles Kapital auch außerhalb eigener Fondsstrukturen langfristig zu binden.
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28 Wohnungen in Donaustadt

Neues Wohnprojekt im Norden Wiens

von Laura Fürst

Consulting Company Immobilien startet Wohnbauprojekt Martha © Consulting Company Immobilien
Im 22. Wiener Gemeindebezirk startet die Consulting Company Immobilien ein neues Wohnbauprojekt. Am Hausgrundweg in einer verkehrsberuhigten Seitenstraße realisiert der oberösterreichische Bauträger ab dem Frühjahr 2026 das Projekt Martha. Geplant sind 28 Wohnungen, die bis Herbst 2027 fertiggestellt werden sollen. Ziel ist es, in einem nachgefragten Stadtteil zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, der sowohl für Eigennutzer als auch für Anleger interessant ist.
Das Projekt umfasst Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Flächen zwischen rund 31 und 90 Quadratmetern. Die Lage verbindet ruhiges Wohnen mit Nähe zu Grün- und Erholungsräumen wie der Alten Donau sowie einer guten Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz Richtung Stadtzentrum. Consulting-Company-Geschäftsführer Florian Kammerstätter verweist auf die Entwicklung des Standorts: „Schon bei einem Projekt, das wir vor zwei Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft abgeschlossen haben, war die Nachfrage nach Mietwohnungen ausgezeichnet und seither ist der Standort eher noch gefragter geworden.“
Der Start von Martha fällt in eine Phase, in der der Wiener Wohnungsmarkt weiterhin von Angebotsknappheit geprägt ist. Zwar haben sich die Baukosten 2025 weitgehend stabilisiert und die Zinsentwicklung zeigt Anfang 2026 erste Entspannungstendenzen, doch Neubauprojekte bleiben rar. Gleichzeitig dämpfen regulatorische Vorgaben wie die KIM-Verordnung die Nachfrage im Eigentumssegment, während der Mietmarkt angespannt bleibt. Vor allem in gut angebundenen Lagen außerhalb des Gürtels steigen die Mieten weiter moderat an.
Für Vorsorgewohnungskäufer bleibt das Segment dennoch relevant. Kammerstätter betont: „Vorsorgewohnungskäufer können daher bei einem attraktiven Kaufpreis mit exzellenten Verwertungschancen rechnen. Darüber hinaus garantieren wir als Bauträger den Käufern eine Anfangsrendite von vier Prozent.“ Solche Modelle gewinnen vor dem Hintergrund neuer Wertsicherungsregeln im Mietrecht und steigender regulatorischer Anforderungen an Bedeutung.
Martha ist Teil einer größeren Projektpipeline der Consulting Company Immobilien. Derzeit befinden sich vier Projekte mit insgesamt mehr als 210 Wohnungen in Bau oder Planung. In Wien wurde zuletzt ein Projekt im 11. Bezirk abgeschlossen, weitere Standorte sind in Vorbereitung. Der Fokus liegt dabei auf mittleren Projektgrößen, die sich rascher verwerten lassen als großvolumige Anlagen.

Züblin baut Quartier mit 300 Wohnungen

Großprojekt am Berliner Südkreuz

von Laura Fürst

Straßenansicht B'Ella Berlin © EVE
Am Berliner Südkreuz entsteht eines der derzeit größten innerstädtischen Neubauquartiere der Hauptstadt. Die Strabag-Tochter Züblin errichtet im Auftrag des US-Investors Hines das Projekt B’Ella, ein multifunktionales Stadtquartier mit rund 300 Wohneinheiten, Büro-, Gewerbe- und Sozialflächen. Baubeginn ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen, die Fertigstellung bis Ende 2028. Entwickelt wird das Projekt für die Rondus Dritte Immobilienbesitz.
Auf einer Bruttogeschossfläche von rund 75.000 Quadratmetern entstehen neben Wohnraum auch eine Kindertagesstätte sowie Büro- und Aufenthaltsflächen. Strabag wird nach Fertigstellung selbst Mieterin eines Teils der Büroflächen und verlegt ihren Berliner Standort in das neue Quartier. Entworfen wurde das Projekt von Tchoban Voss Architekten und Noefer Architekten.
„Das Bauvorhaben B’Ella verbindet hohe bauliche Expertise mit konsequent nachhaltigen Standards“, sagt Strabag-Vorstand Jörg Rösler. Das Quartier soll vollständig ohne fossile Energieträger auskommen und setzt auf Geothermie und Photovoltaik. Angestrebt wird eine Dgnb-Platin-Zertifizierung, die Wohngebäude sollen zudem die KFN-Förderung für klimafreundlichen Neubau erhalten.
Das Projekt fällt in eine Phase, in der der deutsche Wohnungsmarkt von anhaltender Neubauknappheit geprägt ist. Hohe Finanzierungskosten, strengere ESG-Vorgaben und gestiegene Baupreise haben das Angebot in den vergangenen Jahren deutlich reduziert. Gleichzeitig steigt der politische Druck, innerstädtische Flächen effizienter zu nutzen und sozialen Wohnraum zu integrieren – ein Ansatz, den das Projekt am Südkreuz aufgreift.
Für Projektentwickler und institutionelle Investoren zeigt das B’Ella exemplarisch, dass großvolumige Quartiersentwicklungen trotz herausfordernder Marktbedingungen realisierbar bleiben, sofern Nutzungsmischung, Nachhaltigkeitskonzept und Standortqualität zusammenpassen.
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