Die Bundesregierung will Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) beschleunigen – und erhält dafür Rückendeckung aus der Immobilienbranche. Die VÖPE, Vereinigung Österreichischer Projektentwickler, begrüßt die gestern angekündigten Reformpläne ausdrücklich. Ziel ist es, Verfahren zu straffen und Doppelprüfungen abzuschaffen. Nach Ansicht der Entwickler könnten dadurch Bauprojekte schneller realisiert und Kosten gesenkt werden.
Hintergrund sind langwierige Genehmigungsverfahren, die insbesondere im Wohn- und Städtebau regelmäßig zu Verzögerungen führen. Diese verlängerten Projektlaufzeiten schlagen sich in höheren Finanzierungskosten, Preissteigerungen und verschobenen Fertigstellungen nieder. Die Branche sieht darin ein zentrales Hemmnis für die Schaffung von Wohnraum und Infrastruktur.
„Wir brauchen planbare, schlanke, transparente und rechtssicheren Verfahren. Die geplante Abschaffung von Doppelprüfungen bei der UVP macht Projekte für uns Entwickler leichter umsetzbar. Einfacheres Bauen senkt dann wiederum die Preise und schafft Wohnraum", so VÖPE-Präsident Andreas Köttl. Die Vereinigung fordert seit Längerem effizientere Abläufe mit klar definierten Zuständigkeiten. Aus Sicht der Projektentwickler sind Planbarkeit und Rechtssicherheit entscheidend für Investitionsentscheidungen. Verzögerungen erhöhen nicht nur Bau- und Finanzierungskosten, sondern erschweren auch die Kalkulation gegenüber Investoren und Finanzierungspartnern. „Planbarkeit und Sicherheit sind das Fundament für eine erfolgreiche Projektentwicklung. Nur so können Risiken wie Kostenüberschreitungen, Zeitverzug und rechtliche Probleme minimiert, verlässliche Entscheidungen für Investoren und Stakeholder getroffen und die Wirtschaftlichkeit sowie der Erfolg eines komplexen Projekts von Anfang bis Ende sichergestellt werden“, so Köttl.
In Welchem Umfang die angekündigten Änderungen tatsächlich zu kürzeren Verfahrensdauern führen, bleibt abzuwarten. Klar ist: In einem angespannten Wohnungsmarkt könnte jede Beschleunigung bei Genehmigungen unmittelbare Auswirkungen auf Angebot und Preise haben.
Am Flughafen Wien-Schwechat wurde heute der Spatenstich für den Office Park 4 NEXT gesetzt. Bis 2028 entsteht ein rund 17.000 Quadratmeter großes Büro- und Konferenzgebäude, das vollständig mit erneuerbarer Geothermie versorgt wird. Der Flughafen investiert rund 55 Millionen Euro und schafft damit Platz für etwa 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Das Projekt ist Teil der stark wachsenden AirportCity, in der bereits mehr als 23.000 Menschen in über 250 Betrieben arbeiten. Allein im vergangenen Jahr haben sich rund 20 neue Unternehmen am Standort angesiedelt. Mit dem Office Park 4 NEXT setzt der Flughafen Wien den Ausbau der AirportCity als nachhaltigen, international angebundenen Büro- und Wirtschaftsstandort konsequent fort.
Soravia hat ein revitalisiertes Serviced-Apartmenthaus in München veräußert. Das Objekt in der Landwehrstraße 56 im südlichen Bahnhofsviertel wurde im Rahmen eines Asset Deals verkauft. Käufer und Kaufpreis wurden nicht genannt. Mit dem Abschluss realisiert der Projektentwickler einen Exit in zentraler Innenstadtlage.
Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1905 und wurde umfassend kernsaniert. Neben der Modernisierung der Gebäudehülle und der technischen Infrastruktur wurden sämtliche Einheiten erneuert. Nach Angaben des Unternehmens wurde das Haus energetisch auf Neubauniveau gebracht. Die Immobilie verfügt über rund 2.500 Quadratmeter Fläche. Entstanden sind 50 voll ausgestattete Serviced Apartments, ergänzt um zwei Gewerbeeinheiten und zehn Stellplätze. Bereits vor dem Verkauf wurde ein langfristiger Pachtvertrag mit dem Hospitality-Betreiber Numa abgeschlossen, der das Haus betreibt. Damit war die Nutzung zum Zeitpunkt der Transaktion gesichert.
Der Standort zwischen Münchner Hauptbahnhof und Theresienwiese gilt als frequenzstark. Der Hauptbahnhof ist in rund zehn Gehminuten erreichbar, die Theresienwiese liegt etwa 200 Meter entfernt. Auch innerstädtische Ziele wie der Marienplatz sind fußläufig angebunden. Das Bahnhofsviertel zählt seit Jahren zu den dynamischsten Lagen der Stadt – mit entsprechendem Druck auf Flächen und Umnutzungspotenzialen im Bestand.
Der deutsche Markt für Wohn- und Geschäftshäuser hat 2025 spürbar angezogen. Laut „Marktbericht für Wohn- und Geschäftshäuser Deutschland 2026“ von Engel & Völkers Research wurden rund 38.000 Transaktionen registriert – ein Plus von etwa 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Umsatzvolumen lag bei 35 bis 38 Milliarden Euro und damit um 12 bis 21 Prozent höher als 2024. Analysiert wurden 59 Städte. Ein knappes Drittel des Transaktionsvolumens entfiel auf die sieben A-Städte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Die Marktbelebung wird von stabilisierten Bauzinsen getragen, die sich zuletzt bei 3,6 bis 3,8 Prozent eingependelt haben. Bestandsobjekte kosten im Schnitt 1.996 Euro pro Quadratmeter und liegen damit 3,0 Prozent über dem Vorjahresquartal – jedoch unter dem Höchstwert von 2.113 Euro/m² aus dem zweiten Quartal 2022. Neubauten erreichen durchschnittlich 4.019 Euro/m². Zwei Drittel der inserierten Mehrfamilienhäuser weisen die Energieeffizienzklasse E oder schlechter auf, was Value-Add-Strategien begünstigt. Die bundesweite Mietrendite für Wohn- und Geschäftshäuser liegt 2025 bei 5,4 Prozent. In den A-Städten beträgt sie im vierten Quartal durchschnittlich 4,1 Prozent und damit deutlich mehr als die 2,7 Prozent Rendite zehnjähriger Bundesanleihen. Steigende Mieten stützen die Erträge: Bestandswohnungen kosten im Schnitt 10,42 Euro/m² (+4,1 %), Neubauten 15,43 Euro/m² (+3,5 %). „Immobilieninvestments sind dank stabiler Rahmendaten wieder planbar und kalkulierbar", sagt Till-Fabian Zalewski, CEO von Engel & Völkers D-A-CH. „Diese Chance nutzen derzeit viele Privatanleger.“ Institutionelle Investoren agieren noch selektiv, während private und semiprofessionelle Käufer Marktanteile gewinnen. Für 2026 erwartet Engel & Völkers eine Inflationsrate nahe 2 Prozent und Bauzinsen um 4 Prozent. Auch die Zahl der Baugenehmigungen für Wohn- und Geschäftshäuser ist 2025 um rund 12 Prozent gestiegen – Impulse für den Markt ab 2027 gelten als wahrscheinlich.
In Wien-Favoriten beginnt der Bau eines der größten Wohnprojekte im Süden der Stadt. Auf einem rund 3,5 Hektar großen, seit den 1970er-Jahren als Bauland gewidmeten Areal zwischen Kurbadstraße und Kurpark Oberlaa starten nun die Arbeiten für das Quartier Kurbadstraße. Der Aushub für das erste Baufeld soll in den kommenden Wochen beginnen, die Fertigstellung ist bis Herbst 2028 geplant. Insgesamt entstehen rund 600 Wohnungen. Mehr als zwei Drittel der Einheiten werden gefördert errichtet, zusätzlich ist ein Gemeindebau-Neu vorgesehen. „Jedes in Umsetzung gebrachte Bauvorhaben bedeutet unter diesen Rahmenbedingungen einen entscheidenden Schritt zur Schaffung von leistbarem Wohnraum. Beim Projekt in der Kurbadstraße werden mehr als zwei Drittel der insgesamt rund 600 Wohnungen gefördert errichtet, auf einer der Liegenschaften entsteht ein weiterer Gemeindebau-Neu“, sagt Projektsprecher Ernst Eichinger. Das Areal war zuletzt weitgehend versiegelt und wurde vorwiegend als Parkplatz genutzt. Frühere Bestandsbauten wie das rund 30 Meter hohe Kurmittelhaus wurden nach der Eröffnung der Therme Wien abgebrochen. Nun wird nur ein Teil der Fläche bebaut, große Freiräume bleiben erhalten. Geplant sind begrünte Innenhöfe, Dach- und Fassadenbegrünungen, eine autofreie Erschließung sowie Ersatzpflanzungen für entnommene Bäume. Die Wärmeversorgung erfolgt zu rund 80 Prozent über Abwärme der benachbarten Therme Wien, ergänzt durch Fernwärme und Wärmepumpen. Photovoltaik, Regenwasserrückhalteflächen und das Schwammstadtprinzip sind Teil des Konzepts. Der Aushub wird laut Angaben der Projektverantwortlichen zur Ziegelproduktion weiterverwendet. Neben Wohnraum sind Nahversorgung, Gastronomie und Gemeinschaftsflächen vorgesehen. 1.670 Fahrradabstellplätze, eine unterirdische Parkierung sowie die Nähe zur U1 sollen ein autoarmes Quartier ermöglichen. Die Bauhöhen variieren zwischen sechs und maximal 25 Metern, im Westen entstehen eingeschossige Baukörper. Hinter dem Projekt stehen mehrere gemeinnützige und gewerbliche Bauträger, darunter Gewog, Gesiba und WBV-GPA. Die Umsetzung basiert auf einem dialogorientierten Bauträgerwettbewerb unter Einbindung von Anrainern und Fachplanern.
AEW steigt in den deutschen Rechenzentrumsmarkt ein. Der international tätige Investment- und Asset-Manager hat ein vollständig vermietetes Datacenter in der Metropolregion Nürnberg erworben. Die Transaktion erfolgte im Rahmen einer Anlagestrategie für französische Privatanleger mit Fokus auf diversifizierte Investments in Deutschland. Es handelt sich um das erste Engagement des Hauses in der Assetklasse Rechenzentren hierzulande. Verkäufer ist Aventos. Bei dem Objekt handelt es sich um ein Powered-Shell-Rechenzentrum mit 2.592 Quadratmetern Fläche. Die Gebäudestruktur stellt den Zugang zu Strom- und Glasfaserinfrastruktur mit einer Anschlussleistung von 6,4 MVA sicher. Der Innenausbau ist auf die technischen Anforderungen des Mieters zugeschnitten. Vermietet ist die Immobilie langfristig im Rahmen eines Double-Net-Mietvertrags an einen globalen Technologiekonzern. Die Struktur erlaubt sowohl eine spätere Kapazitätserweiterung als auch – im Falle eines Mieterwechsels – eine Multi-Tenant-Colocation-Nutzung.
Der Markt gilt als wachstumsstark: Der globale Markt für gemietete Rechenzentren soll bis 2030 jährlich um 14 Prozent wachsen. Für Deutschland, gemessen an der Kapazität größter Rechenzentrumsmarkt der EU, wird bis 2030 ein Marktbewertungswachstum von 8,9 Prozent pro Jahr erwartet. Treiber sind Automatisierung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Mit der Akquisition steigt das verwaltete Vermögen des Fonds auf 169,9 Millionen Euro. Das Portfolio umfasst nun 59.118 Quadratmeter in den Segmenten Büro, Einzelhandel, Logistik und Light Industrial. Die Transaktion erweitert die sektorale Diversifikation um digitale Infrastruktur.
Antoine Barbier, Head of AEW Patrimoine, kommentiert: „Der Erwerb eines vollständig vermieteten und hervorragend angebundenen Rechenzentrums markiert einen strategischen Einstieg von AEW Patrimoine in den deutschen Markt für digitale Infrastruktur. Während etablierte Rechenzentrumsstandorte wie Frankfurt zunehmend unter Stromknappheit und begrenzter Flächenverfügbarkeit leiden, entwickelt sich Nürnberg zu einer überzeugenden Alternative mit exzellenter Konnektivität und einer starken lokalen Wirtschaft.“
Matthieu Samaran, Investment Director Germany bei AEW, ergänzt: „Das ist AEWs erstes Investment in diese stark nachgefragte und wachsende Assetklasse in Deutschland. Die steigende Nachfrage nach Datenspeicherung bei gleichzeitig begrenztem Angebot an digitaler Infrastruktur bietet einen idealen Zeitpunkt für den Einstieg in diesen dynamischen Sektor. Das Core-Investment zeichnet sich durch eine starke Mieterbonität, langfristige Ertragssicherheit und ein Engagement in einem der dynamischsten Immobiliensegmente aus.“
Kone ist erneut auf der A-Liste der Klimaschutzorganisation CDP gelandet. Wie das Unternehmen am 12. Februar 2026 in Wien mitteilte, zählt der Aufzugs- und Rolltreppenhersteller damit zu einer kleinen Gruppe von Firmen, die unter mehr als 22.000 bewerteten Unternehmen ein A-Rating erhalten haben. Seit 2009 legt Kone seine Umweltdaten über CDP offen und erreicht nun zum 13. Mal in Folge eine Führungsbewertung von A oder A-. Erst vor wenigen Wochen war Kone als einziges Unternehmen seiner Branche in die Liste „Global 100 Most Sustainable Corporations in the World“ von Corporate Knights aufgenommen worden. Dort belegte der Konzern Rang 54 weltweit und Platz 15 in Europa. „Diese Anerkennung spiegelt unsere systematischen Bemühungen wider, Nachhaltigkeit in alles, was wir tun, zu integrieren – von unseren Produkten und Dienstleistungen bis hin zu unseren Betriebsabläufen und Partnerschaften. Im Jahr 2025 stieg der Anteil regenerativer Antriebe in Kone-Aufzügen deutlich an, wodurch die Energieeffizienz der Produkte verbessert und die CO2-Emissionen sowohl von Kone als auch seiner Kunden reduziert wurden. Die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette spielt eine Schlüsselrolle bei der Eindämmung des Klimawandels. Wir arbeiten aktiv mit Lieferanten zusammen, um Möglichkeiten zur Reduzierung der Emissionen aus den in unseren Produkten verwendeten Materialien zu identifizieren“, sagt Kirsi Simola-Laaksonen, Senior Vice President, Sustainability & Environment bei Kone. Mehr als 99 Prozent der Emissionen entfallen laut Unternehmen auf die Produkt- und Wertschöpfungskette (Scope 3). Kone hat sich wissenschaftlich fundierte Klimaziele bis 2030 gesetzt und berichtet regelmäßig an externe Nachhaltigkeitsrating-Agenturen. Für die Immobilienwirtschaft sind energieeffiziente Aufzugs- und Mobilitätslösungen ein relevanter Faktor – insbesondere vor dem Hintergrund verschärfter ESG-Anforderungen bei Neubau und Bestand.
In Graz ist ein Wohnhochhaus aus den 1970er-Jahren umfassend saniert worden. Die ÖWG Wohnbau investierte rund 2,5 Millionen Euro in die Modernisierung des Gebäudes in der Arnold-Luschin-Gasse 6 nahe dem Hauptbahnhof. Der Beschluss zur Fassadensanierung fiel im September 2023, nun sind die Arbeiten abgeschlossen. Ziel war eine energetische und technische Aufwertung des Bestands bei laufender Nutzung. Das Gebäude umfasst rund 5.170 Quadratmeter Nutzfläche mit 44 Wohnungen, fünf Büroeinheiten, einem Gewerbebetrieb sowie einer Tiefgarage. Im Fokus standen Brandschutz, Energieeffizienz und Gebäudetechnik. Sämtliche Wohnungseingangstüren sowie Türen in Keller- und Nebenräumen wurden durch Feuerschutztüren ersetzt, technische Einrichtungen an aktuelle Vorschriften angepasst. Auch die Elektrosteigleitungen wurden erneuert. Im Stiegenhaus sorgt nun LED-Beleuchtung mit Bewegungsmeldern für geringeren Energieverbrauch. Ein zentraler Baustein war die thermische Sanierung: Die alte Eternitfassade wurde durch ein Wärmedämmverbundsystem ersetzt, sämtliche Fenster gegen Schallschutzfenster getauscht. Gerade am stark frequentierten Eggenberger Gürtel ist der Lärmschutz für Bewohner ein wesentlicher Faktor. Die Maßnahmen reduzieren laut Unternehmen den Energiebedarf und wirken sich auf die Heizkosten aus. „Wir als ÖWG Wohnbau haben bereits seit einigen Jahren unsere Bemühungen und Zielsetzungen im Bereich Klimaschutz verstärkt. Dabei stützen wir uns auf unsere guten Erfahrungen der letzten Jahre mit nachhaltigen Sanierungen zur Energieeinsparung. Dadurch verbessert sich auch die Wohnqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner erheblich. Jüngstes erfolgreiches Beispiel ist das Hochhaus in der Grazer Arnold-Luschin-Gasse“, so Hans Schaffer, Vorstandsdirektor von ÖWG Wohnbau. Christian Krainer, ebenfalls Vorstandsdirektor, ergänzt: „Das Thema Bauen wird sich künftig gravierend ändern. In Zukunft werde man mehr revitalisieren und nachverdichten müssen. Es geht darum, die Sanierungsraten für thermische Sanierungen zu erhöhen. Mit unseren Sanierungen beweisen wir das, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind.“ ÖWG Wohnbau verwaltet mehr als 33.000 Wohnungen und zählt mit über 40.000 Verwaltungseinheiten zu den größten gemeinnützigen Hausverwaltungen Österreichs.
Im 19. Wiener Gemeindebezirk entsteht ein exklusives Wohnprojekt im historischen Bestand. Das Palais Pick in Döbling wird derzeit von Valinor Estates revitalisiert und bis Dezember 2026 zu hochwertigen Eigentumswohnungen ausgebaut. Ergänzt wird das Ensemble durch den Neubau Villa Chimani am anderen Ende eines parkähnlichen Grundstücks. Im denkmalprägenden Altbau entstehen vier Etagenwohnungen mit privaten Gärten oder Terrassen. Das Gebäude, seit über 100 Jahren Teil der lokalen Bausubstanz, wird technisch umfassend modernisiert und zugleich architektonisch instandgesetzt. Geplant sind hohe Räume, großzügige Salons sowie restaurierte Stuckelemente und historische Ornamente. Die Ausstattung umfasst unter anderem Tafel- und Fischgrätparkett, Fußbodenheizung und -kühlung, ein Smarthome-System sowie ein chip- und codebasiertes Sicherheitssystem. Die Bäder werden mit großformatigen Oberflächen in Marmoroptik und Armaturen von Dornbracht ausgeführt. Ein beheizter Edelstahlpool ist ebenfalls Teil des Konzepts. Auf dem Grundstück entsteht zudem die Villa Chimani mit acht weiteren Wohnungen. Der Neubau greift laut Projektangaben gestalterische Elemente des Palais auf – darunter Sprossenfenster, Gesimse und dekorative Geländer. Vorgesehen sind südseitig orientierte Wohnbereiche mit Terrassen und Blick in den Baumbestand des geschlossenen Parks. Ein Concierge-Service soll das Angebot ergänzen. Mit dem Projekt setzt der Entwickler auf die Kombination aus historischer Substanz und zeitgemäßer Technik in einer der gefragtesten Wohnlagen Wiens. Döbling zählt traditionell zu den hochpreisigen Märkten der Stadt, geprägt von Villen, Grünräumen und guter Anbindung an das Zentrum. Keywords:
Die Städte Salzburg und Villach ziehen nach vier Jahren Bilanz des EU-geförderten Projekts SanierungsPLUS. Gemeinsam mit der Stadt Salzburg Immobilien GmbH (SIG), e7 energy innovation & engineering sowie dem Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (SIR) wurden Prozesse zur nachhaltigen Sanierung kommunaler Gebäude neu strukturiert. Das unter dem Namen „IncorporatEE“ laufende Vorhaben wurde durch das EU-Programm Horizon 2020 finanziert. Ziel war es, thermische Sanierungen und Heizungstausche in öffentlichen Gebäuden systematisch zu beschleunigen – ohne zusätzliche Dauerressourcen in den Verwaltungen. Konkret wurden bei umfassenden Sanierungen Einsparungen von 55 Prozent Primärenergie und 65 Prozent CO₂ gegenüber dem Bestand angestrebt. Parallel dazu analysierten die Projektpartner interne Abläufe und optimierten Zuständigkeiten, Entscheidungswege und Qualitätskontrollen. Ein Teil der EU-Mittel floss in zusätzliche Personalressourcen, um bestehende Prozesse anhand konkreter Projekte zu evaluieren. In Salzburg entstand zudem eine umfassende Erhebung kommunaler Gebäude, die als Grundlage für die fristgerechte Dateneinreichung im Rahmen der EU-Energieeffizienzrichtlinie EED III dient. Über die beiden Städte hinaus soll das Projekt Wirkung entfalten: Aus den gewonnenen Erkenntnissen wurden standardisierte Arbeitsunterlagen entwickelt, die österreichweit kostenfrei verfügbar sind. Dazu zählen Sanierungsfahrpläne für kommunale Gebäudebestände, Kriterienkataloge für nachhaltige öffentliche Gebäude, Modelle zur langfristigen Finanzierung energieeffizienter Maßnahmen sowie Leitfäden zur Qualitätssicherung der Gesamtenergiebilanz. Für die Immobilienwirtschaft zeigt das Projekt, wie institutionelle Eigentümer durch strukturierte Prozesse Sanierungsraten erhöhen können – ein zentrales Thema angesichts verschärfter ESG-Vorgaben und steigender regulatorischer Anforderungen.
Österreich verzeichnet 2025 so viele Firmeninsolvenzen wie nie zuvor. Laut Analyse Firmeninsolvenzen 2025 des Informationsdienstleisters CRIF wurden 7.392 Unternehmenspleiten registriert – ein Plus von 8,5 Prozent gegenüber 2024 (6.813 Fälle). Im Vergleich zu 2021 hat sich die Zahl mit damals 3.030 Insolvenzen um rund 144 Prozent erhöht. Besonders auffällig: Der Jänner 2025 war mit 760 Pleiten der insolvenzstärkste Monat der vergangenen fünf Jahre. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blieben angespannt. Hohe Energie- und Lohnkosten, geopolitische Unsicherheiten sowie die anhaltende Rezession setzten Unternehmen weiter unter Druck. Auch die schwache Industrieproduktion im Euro-Raum wirkte sich dämpfend aus. „Die Unternehmen in Österreich standen 2025 weiterhin unter massivem Druck. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich nicht entspannt, und viele Betriebe konnten den Belastungen nicht mehr standhalten“, erklärt Anca Eisner-Schwarz, Geschäftsführerin von CRIF Österreich. Regional liegt Wien mit 2.741 Insolvenzen erneut an der Spitze, gefolgt von Niederösterreich (1.214) und Oberösterreich (887). Die höchste Insolvenzdichte weist ebenfalls Wien auf: 190 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen, deutlich über dem Österreich-Schnitt von 123. Während das Burgenland als einziges Bundesland einen Rückgang um 20,3 Prozent verzeichnete, stiegen die Zahlen vor allem in Tirol (+44,6 Prozent) und Salzburg (+35,0 Prozent) kräftig an. Branchenseitig traf es vor allem den Handel mit 1.388 Insolvenzen (+9,6 Prozent) sowie das Gastgewerbe mit 937 Fällen (+13,3 Prozent). Im Baugewerbe sank die Zahl leicht auf 1.136 (-2,7 Prozent). Auch Logistik (580 Fälle, +5,8 Prozent) und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (647 Fälle, +5,7 Prozent) legten zu. Für 2026 erwarten Experten keine deutliche Entspannung. „Insgesamt wird von einer Stagnation ausgegangen. Eine nachhaltige Entspannung lässt sich derzeit jedoch nicht erkennen. Dabei ist wichtig zu berücksichtigen, dass Insolvenzstatistiken vor allem die Vergangenheit abbilden und damit einen Blick in den Rückspiegel darstellen“, so Eisner-Schwarz.
Aviva Investors baut sein Fixed-Income-Team aus. Der Asset-Manager des britischen Versicherers Aviva PLC hat Mark Dove zum Credit Portfolio Manager ernannt. Das teilte das Unternehmen am 12. Februar 2026 in London mit. Dove wird vom Standort London aus tätig sein und an Aaron Grehan, Head of Capital Opportunities, berichten. Er übernimmt Mitverantwortung für die High-Yield- und Multi-Sector-Fixed-Income-Strategien. Dove wechselt von Federated Hermes, wo er zuletzt als Portfoliomanager für High-Yield- und Multi-Sector-Credit-Strategien tätig war. Zuvor arbeitete er unter anderem mit Fraser Lundie, heute Global Head of Fixed Income bei Aviva Investors, zusammen. Seine Erfahrung umfasst das Management globaler Hybridanleihen sowie Strategien zur Steuerung von Kreditvolatilität – beides Kernbereiche im Segment Capital Opportunities. Seine Karriere begann Dove bei Aberdeen Investments, bevor er 2018 zu Federated Hermes wechselte. Aaron Grehan, Head of Capital Opportunities und Co-Head of Emerging Market Debt bei Aviva Investors, sagt: „Wir freuen uns sehr, Mark Dove in unserem Team willkommen zu heißen. Nach Gesprächen mit Teammitgliedern, die bereits mit ihm zusammengearbeitet haben, bin ich überzeugt, dass er uns vom ersten Tag an mit zusätzlichen Erkenntnissen und Fachwissen unterstützen wird. Wir möchten unser Angebot im Bereich Fixed Income weiter ausbauen und entwickeln, um unseren Kunden auch weiterhin marktführende Lösungen in diesem Bereich bieten zu können. Die Einstellung von Mark Dove ist ein weiterer positiver Schritt in diese Richtung, und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm.“ Aviva Investors verwaltete per 30. Juni 2025 ein Vermögen von 246 Milliarden Pfund und ist in neun Ländern aktiv. Mit der Personalie unterstreicht das Haus seinen Anspruch, das Angebot im Bereich kreditbasierter Strategien weiter zu vertiefen – ein Segment, das institutionelle Investoren angesichts volatiler Zins- und Spread-Entwicklungen besonders im Blick haben.
Die Bundesregierung will Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) beschleunigen – und erhält dafür Rückendeckung aus der Immobilienbranche. Die VÖPE, Vereinigung Österreichischer Projektentwickler, begrüßt die gestern angekündigten Reformpläne ausdrücklich. Ziel ist es, Verfahren zu straffen und Doppelprüfungen abzuschaffen. Nach Ansicht der Entwickler könnten dadurch Bauprojekte schneller realisiert und Kosten gesenkt werden.
Hintergrund sind langwierige Genehmigungsverfahren, die insbesondere im Wohn- und Städtebau regelmäßig zu Verzögerungen führen. Diese verlängerten Projektlaufzeiten schlagen sich in höheren Finanzierungskosten, Preissteigerungen und verschobenen Fertigstellungen nieder. Die Branche sieht darin ein zentrales Hemmnis für die Schaffung von Wohnraum und Infrastruktur.
„Wir brauchen planbare, schlanke, transparente und rechtssicheren Verfahren. Die geplante Abschaffung von Doppelprüfungen bei der UVP macht Projekte für uns Entwickler leichter umsetzbar. Einfacheres Bauen senkt dann wiederum die Preise und schafft Wohnraum", so VÖPE-Präsident Andreas Köttl. Die Vereinigung fordert seit Längerem effizientere Abläufe mit klar definierten Zuständigkeiten. Aus Sicht der Projektentwickler sind Planbarkeit und Rechtssicherheit entscheidend für Investitionsentscheidungen. Verzögerungen erhöhen nicht nur Bau- und Finanzierungskosten, sondern erschweren auch die Kalkulation gegenüber Investoren und Finanzierungspartnern. „Planbarkeit und Sicherheit sind das Fundament für eine erfolgreiche Projektentwicklung. Nur so können Risiken wie Kostenüberschreitungen, Zeitverzug und rechtliche Probleme minimiert, verlässliche Entscheidungen für Investoren und Stakeholder getroffen und die Wirtschaftlichkeit sowie der Erfolg eines komplexen Projekts von Anfang bis Ende sichergestellt werden“, so Köttl.
In Welchem Umfang die angekündigten Änderungen tatsächlich zu kürzeren Verfahrensdauern führen, bleibt abzuwarten. Klar ist: In einem angespannten Wohnungsmarkt könnte jede Beschleunigung bei Genehmigungen unmittelbare Auswirkungen auf Angebot und Preise haben.
Spatenstich am Flughafen Wien
Office Park 4 NEXT startet
von Stefan Posch
Am Flughafen Wien-Schwechat wurde heute der Spatenstich für den Office Park 4 NEXT gesetzt. Bis 2028 entsteht ein rund 17.000 Quadratmeter großes Büro- und Konferenzgebäude, das vollständig mit erneuerbarer Geothermie versorgt wird. Der Flughafen investiert rund 55 Millionen Euro und schafft damit Platz für etwa 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Das Projekt ist Teil der stark wachsenden AirportCity, in der bereits mehr als 23.000 Menschen in über 250 Betrieben arbeiten. Allein im vergangenen Jahr haben sich rund 20 neue Unternehmen am Standort angesiedelt. Mit dem Office Park 4 NEXT setzt der Flughafen Wien den Ausbau der AirportCity als nachhaltigen, international angebundenen Büro- und Wirtschaftsstandort konsequent fort.
Soravia hat ein revitalisiertes Serviced-Apartmenthaus in München veräußert. Das Objekt in der Landwehrstraße 56 im südlichen Bahnhofsviertel wurde im Rahmen eines Asset Deals verkauft. Käufer und Kaufpreis wurden nicht genannt. Mit dem Abschluss realisiert der Projektentwickler einen Exit in zentraler Innenstadtlage.
Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1905 und wurde umfassend kernsaniert. Neben der Modernisierung der Gebäudehülle und der technischen Infrastruktur wurden sämtliche Einheiten erneuert. Nach Angaben des Unternehmens wurde das Haus energetisch auf Neubauniveau gebracht. Die Immobilie verfügt über rund 2.500 Quadratmeter Fläche. Entstanden sind 50 voll ausgestattete Serviced Apartments, ergänzt um zwei Gewerbeeinheiten und zehn Stellplätze. Bereits vor dem Verkauf wurde ein langfristiger Pachtvertrag mit dem Hospitality-Betreiber Numa abgeschlossen, der das Haus betreibt. Damit war die Nutzung zum Zeitpunkt der Transaktion gesichert.
Der Standort zwischen Münchner Hauptbahnhof und Theresienwiese gilt als frequenzstark. Der Hauptbahnhof ist in rund zehn Gehminuten erreichbar, die Theresienwiese liegt etwa 200 Meter entfernt. Auch innerstädtische Ziele wie der Marienplatz sind fußläufig angebunden. Das Bahnhofsviertel zählt seit Jahren zu den dynamischsten Lagen der Stadt – mit entsprechendem Druck auf Flächen und Umnutzungspotenzialen im Bestand.
Der deutsche Markt für Wohn- und Geschäftshäuser hat 2025 spürbar angezogen. Laut „Marktbericht für Wohn- und Geschäftshäuser Deutschland 2026“ von Engel & Völkers Research wurden rund 38.000 Transaktionen registriert – ein Plus von etwa 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Umsatzvolumen lag bei 35 bis 38 Milliarden Euro und damit um 12 bis 21 Prozent höher als 2024. Analysiert wurden 59 Städte. Ein knappes Drittel des Transaktionsvolumens entfiel auf die sieben A-Städte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Die Marktbelebung wird von stabilisierten Bauzinsen getragen, die sich zuletzt bei 3,6 bis 3,8 Prozent eingependelt haben. Bestandsobjekte kosten im Schnitt 1.996 Euro pro Quadratmeter und liegen damit 3,0 Prozent über dem Vorjahresquartal – jedoch unter dem Höchstwert von 2.113 Euro/m² aus dem zweiten Quartal 2022. Neubauten erreichen durchschnittlich 4.019 Euro/m². Zwei Drittel der inserierten Mehrfamilienhäuser weisen die Energieeffizienzklasse E oder schlechter auf, was Value-Add-Strategien begünstigt. Die bundesweite Mietrendite für Wohn- und Geschäftshäuser liegt 2025 bei 5,4 Prozent. In den A-Städten beträgt sie im vierten Quartal durchschnittlich 4,1 Prozent und damit deutlich mehr als die 2,7 Prozent Rendite zehnjähriger Bundesanleihen. Steigende Mieten stützen die Erträge: Bestandswohnungen kosten im Schnitt 10,42 Euro/m² (+4,1 %), Neubauten 15,43 Euro/m² (+3,5 %). „Immobilieninvestments sind dank stabiler Rahmendaten wieder planbar und kalkulierbar", sagt Till-Fabian Zalewski, CEO von Engel & Völkers D-A-CH. „Diese Chance nutzen derzeit viele Privatanleger.“ Institutionelle Investoren agieren noch selektiv, während private und semiprofessionelle Käufer Marktanteile gewinnen. Für 2026 erwartet Engel & Völkers eine Inflationsrate nahe 2 Prozent und Bauzinsen um 4 Prozent. Auch die Zahl der Baugenehmigungen für Wohn- und Geschäftshäuser ist 2025 um rund 12 Prozent gestiegen – Impulse für den Markt ab 2027 gelten als wahrscheinlich.
Baustart am Areal bei Therme Wien
600 Wohnungen in Oberlaa
von Laura Fürst
In Wien-Favoriten beginnt der Bau eines der größten Wohnprojekte im Süden der Stadt. Auf einem rund 3,5 Hektar großen, seit den 1970er-Jahren als Bauland gewidmeten Areal zwischen Kurbadstraße und Kurpark Oberlaa starten nun die Arbeiten für das Quartier Kurbadstraße. Der Aushub für das erste Baufeld soll in den kommenden Wochen beginnen, die Fertigstellung ist bis Herbst 2028 geplant. Insgesamt entstehen rund 600 Wohnungen. Mehr als zwei Drittel der Einheiten werden gefördert errichtet, zusätzlich ist ein Gemeindebau-Neu vorgesehen. „Jedes in Umsetzung gebrachte Bauvorhaben bedeutet unter diesen Rahmenbedingungen einen entscheidenden Schritt zur Schaffung von leistbarem Wohnraum. Beim Projekt in der Kurbadstraße werden mehr als zwei Drittel der insgesamt rund 600 Wohnungen gefördert errichtet, auf einer der Liegenschaften entsteht ein weiterer Gemeindebau-Neu“, sagt Projektsprecher Ernst Eichinger. Das Areal war zuletzt weitgehend versiegelt und wurde vorwiegend als Parkplatz genutzt. Frühere Bestandsbauten wie das rund 30 Meter hohe Kurmittelhaus wurden nach der Eröffnung der Therme Wien abgebrochen. Nun wird nur ein Teil der Fläche bebaut, große Freiräume bleiben erhalten. Geplant sind begrünte Innenhöfe, Dach- und Fassadenbegrünungen, eine autofreie Erschließung sowie Ersatzpflanzungen für entnommene Bäume. Die Wärmeversorgung erfolgt zu rund 80 Prozent über Abwärme der benachbarten Therme Wien, ergänzt durch Fernwärme und Wärmepumpen. Photovoltaik, Regenwasserrückhalteflächen und das Schwammstadtprinzip sind Teil des Konzepts. Der Aushub wird laut Angaben der Projektverantwortlichen zur Ziegelproduktion weiterverwendet. Neben Wohnraum sind Nahversorgung, Gastronomie und Gemeinschaftsflächen vorgesehen. 1.670 Fahrradabstellplätze, eine unterirdische Parkierung sowie die Nähe zur U1 sollen ein autoarmes Quartier ermöglichen. Die Bauhöhen variieren zwischen sechs und maximal 25 Metern, im Westen entstehen eingeschossige Baukörper. Hinter dem Projekt stehen mehrere gemeinnützige und gewerbliche Bauträger, darunter Gewog, Gesiba und WBV-GPA. Die Umsetzung basiert auf einem dialogorientierten Bauträgerwettbewerb unter Einbindung von Anrainern und Fachplanern.
Nürnberg wird neuer Infrastrukturhub
AEW kauft erstes Datacenter
von Laura Fürst
AEW steigt in den deutschen Rechenzentrumsmarkt ein. Der international tätige Investment- und Asset-Manager hat ein vollständig vermietetes Datacenter in der Metropolregion Nürnberg erworben. Die Transaktion erfolgte im Rahmen einer Anlagestrategie für französische Privatanleger mit Fokus auf diversifizierte Investments in Deutschland. Es handelt sich um das erste Engagement des Hauses in der Assetklasse Rechenzentren hierzulande. Verkäufer ist Aventos. Bei dem Objekt handelt es sich um ein Powered-Shell-Rechenzentrum mit 2.592 Quadratmetern Fläche. Die Gebäudestruktur stellt den Zugang zu Strom- und Glasfaserinfrastruktur mit einer Anschlussleistung von 6,4 MVA sicher. Der Innenausbau ist auf die technischen Anforderungen des Mieters zugeschnitten. Vermietet ist die Immobilie langfristig im Rahmen eines Double-Net-Mietvertrags an einen globalen Technologiekonzern. Die Struktur erlaubt sowohl eine spätere Kapazitätserweiterung als auch – im Falle eines Mieterwechsels – eine Multi-Tenant-Colocation-Nutzung.
Der Markt gilt als wachstumsstark: Der globale Markt für gemietete Rechenzentren soll bis 2030 jährlich um 14 Prozent wachsen. Für Deutschland, gemessen an der Kapazität größter Rechenzentrumsmarkt der EU, wird bis 2030 ein Marktbewertungswachstum von 8,9 Prozent pro Jahr erwartet. Treiber sind Automatisierung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Mit der Akquisition steigt das verwaltete Vermögen des Fonds auf 169,9 Millionen Euro. Das Portfolio umfasst nun 59.118 Quadratmeter in den Segmenten Büro, Einzelhandel, Logistik und Light Industrial. Die Transaktion erweitert die sektorale Diversifikation um digitale Infrastruktur.
Antoine Barbier, Head of AEW Patrimoine, kommentiert: „Der Erwerb eines vollständig vermieteten und hervorragend angebundenen Rechenzentrums markiert einen strategischen Einstieg von AEW Patrimoine in den deutschen Markt für digitale Infrastruktur. Während etablierte Rechenzentrumsstandorte wie Frankfurt zunehmend unter Stromknappheit und begrenzter Flächenverfügbarkeit leiden, entwickelt sich Nürnberg zu einer überzeugenden Alternative mit exzellenter Konnektivität und einer starken lokalen Wirtschaft.“
Matthieu Samaran, Investment Director Germany bei AEW, ergänzt: „Das ist AEWs erstes Investment in diese stark nachgefragte und wachsende Assetklasse in Deutschland. Die steigende Nachfrage nach Datenspeicherung bei gleichzeitig begrenztem Angebot an digitaler Infrastruktur bietet einen idealen Zeitpunkt für den Einstieg in diesen dynamischen Sektor. Das Core-Investment zeichnet sich durch eine starke Mieterbonität, langfristige Ertragssicherheit und ein Engagement in einem der dynamischsten Immobiliensegmente aus.“
Kone ist erneut auf der A-Liste der Klimaschutzorganisation CDP gelandet. Wie das Unternehmen am 12. Februar 2026 in Wien mitteilte, zählt der Aufzugs- und Rolltreppenhersteller damit zu einer kleinen Gruppe von Firmen, die unter mehr als 22.000 bewerteten Unternehmen ein A-Rating erhalten haben. Seit 2009 legt Kone seine Umweltdaten über CDP offen und erreicht nun zum 13. Mal in Folge eine Führungsbewertung von A oder A-. Erst vor wenigen Wochen war Kone als einziges Unternehmen seiner Branche in die Liste „Global 100 Most Sustainable Corporations in the World“ von Corporate Knights aufgenommen worden. Dort belegte der Konzern Rang 54 weltweit und Platz 15 in Europa. „Diese Anerkennung spiegelt unsere systematischen Bemühungen wider, Nachhaltigkeit in alles, was wir tun, zu integrieren – von unseren Produkten und Dienstleistungen bis hin zu unseren Betriebsabläufen und Partnerschaften. Im Jahr 2025 stieg der Anteil regenerativer Antriebe in Kone-Aufzügen deutlich an, wodurch die Energieeffizienz der Produkte verbessert und die CO2-Emissionen sowohl von Kone als auch seiner Kunden reduziert wurden. Die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette spielt eine Schlüsselrolle bei der Eindämmung des Klimawandels. Wir arbeiten aktiv mit Lieferanten zusammen, um Möglichkeiten zur Reduzierung der Emissionen aus den in unseren Produkten verwendeten Materialien zu identifizieren“, sagt Kirsi Simola-Laaksonen, Senior Vice President, Sustainability & Environment bei Kone. Mehr als 99 Prozent der Emissionen entfallen laut Unternehmen auf die Produkt- und Wertschöpfungskette (Scope 3). Kone hat sich wissenschaftlich fundierte Klimaziele bis 2030 gesetzt und berichtet regelmäßig an externe Nachhaltigkeitsrating-Agenturen. Für die Immobilienwirtschaft sind energieeffiziente Aufzugs- und Mobilitätslösungen ein relevanter Faktor – insbesondere vor dem Hintergrund verschärfter ESG-Anforderungen bei Neubau und Bestand.
In Graz ist ein Wohnhochhaus aus den 1970er-Jahren umfassend saniert worden. Die ÖWG Wohnbau investierte rund 2,5 Millionen Euro in die Modernisierung des Gebäudes in der Arnold-Luschin-Gasse 6 nahe dem Hauptbahnhof. Der Beschluss zur Fassadensanierung fiel im September 2023, nun sind die Arbeiten abgeschlossen. Ziel war eine energetische und technische Aufwertung des Bestands bei laufender Nutzung. Das Gebäude umfasst rund 5.170 Quadratmeter Nutzfläche mit 44 Wohnungen, fünf Büroeinheiten, einem Gewerbebetrieb sowie einer Tiefgarage. Im Fokus standen Brandschutz, Energieeffizienz und Gebäudetechnik. Sämtliche Wohnungseingangstüren sowie Türen in Keller- und Nebenräumen wurden durch Feuerschutztüren ersetzt, technische Einrichtungen an aktuelle Vorschriften angepasst. Auch die Elektrosteigleitungen wurden erneuert. Im Stiegenhaus sorgt nun LED-Beleuchtung mit Bewegungsmeldern für geringeren Energieverbrauch. Ein zentraler Baustein war die thermische Sanierung: Die alte Eternitfassade wurde durch ein Wärmedämmverbundsystem ersetzt, sämtliche Fenster gegen Schallschutzfenster getauscht. Gerade am stark frequentierten Eggenberger Gürtel ist der Lärmschutz für Bewohner ein wesentlicher Faktor. Die Maßnahmen reduzieren laut Unternehmen den Energiebedarf und wirken sich auf die Heizkosten aus. „Wir als ÖWG Wohnbau haben bereits seit einigen Jahren unsere Bemühungen und Zielsetzungen im Bereich Klimaschutz verstärkt. Dabei stützen wir uns auf unsere guten Erfahrungen der letzten Jahre mit nachhaltigen Sanierungen zur Energieeinsparung. Dadurch verbessert sich auch die Wohnqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner erheblich. Jüngstes erfolgreiches Beispiel ist das Hochhaus in der Grazer Arnold-Luschin-Gasse“, so Hans Schaffer, Vorstandsdirektor von ÖWG Wohnbau. Christian Krainer, ebenfalls Vorstandsdirektor, ergänzt: „Das Thema Bauen wird sich künftig gravierend ändern. In Zukunft werde man mehr revitalisieren und nachverdichten müssen. Es geht darum, die Sanierungsraten für thermische Sanierungen zu erhöhen. Mit unseren Sanierungen beweisen wir das, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind.“ ÖWG Wohnbau verwaltet mehr als 33.000 Wohnungen und zählt mit über 40.000 Verwaltungseinheiten zu den größten gemeinnützigen Hausverwaltungen Österreichs.
Im 19. Wiener Gemeindebezirk entsteht ein exklusives Wohnprojekt im historischen Bestand. Das Palais Pick in Döbling wird derzeit von Valinor Estates revitalisiert und bis Dezember 2026 zu hochwertigen Eigentumswohnungen ausgebaut. Ergänzt wird das Ensemble durch den Neubau Villa Chimani am anderen Ende eines parkähnlichen Grundstücks. Im denkmalprägenden Altbau entstehen vier Etagenwohnungen mit privaten Gärten oder Terrassen. Das Gebäude, seit über 100 Jahren Teil der lokalen Bausubstanz, wird technisch umfassend modernisiert und zugleich architektonisch instandgesetzt. Geplant sind hohe Räume, großzügige Salons sowie restaurierte Stuckelemente und historische Ornamente. Die Ausstattung umfasst unter anderem Tafel- und Fischgrätparkett, Fußbodenheizung und -kühlung, ein Smarthome-System sowie ein chip- und codebasiertes Sicherheitssystem. Die Bäder werden mit großformatigen Oberflächen in Marmoroptik und Armaturen von Dornbracht ausgeführt. Ein beheizter Edelstahlpool ist ebenfalls Teil des Konzepts. Auf dem Grundstück entsteht zudem die Villa Chimani mit acht weiteren Wohnungen. Der Neubau greift laut Projektangaben gestalterische Elemente des Palais auf – darunter Sprossenfenster, Gesimse und dekorative Geländer. Vorgesehen sind südseitig orientierte Wohnbereiche mit Terrassen und Blick in den Baumbestand des geschlossenen Parks. Ein Concierge-Service soll das Angebot ergänzen. Mit dem Projekt setzt der Entwickler auf die Kombination aus historischer Substanz und zeitgemäßer Technik in einer der gefragtesten Wohnlagen Wiens. Döbling zählt traditionell zu den hochpreisigen Märkten der Stadt, geprägt von Villen, Grünräumen und guter Anbindung an das Zentrum. Keywords:
Die Städte Salzburg und Villach ziehen nach vier Jahren Bilanz des EU-geförderten Projekts SanierungsPLUS. Gemeinsam mit der Stadt Salzburg Immobilien GmbH (SIG), e7 energy innovation & engineering sowie dem Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (SIR) wurden Prozesse zur nachhaltigen Sanierung kommunaler Gebäude neu strukturiert. Das unter dem Namen „IncorporatEE“ laufende Vorhaben wurde durch das EU-Programm Horizon 2020 finanziert. Ziel war es, thermische Sanierungen und Heizungstausche in öffentlichen Gebäuden systematisch zu beschleunigen – ohne zusätzliche Dauerressourcen in den Verwaltungen. Konkret wurden bei umfassenden Sanierungen Einsparungen von 55 Prozent Primärenergie und 65 Prozent CO₂ gegenüber dem Bestand angestrebt. Parallel dazu analysierten die Projektpartner interne Abläufe und optimierten Zuständigkeiten, Entscheidungswege und Qualitätskontrollen. Ein Teil der EU-Mittel floss in zusätzliche Personalressourcen, um bestehende Prozesse anhand konkreter Projekte zu evaluieren. In Salzburg entstand zudem eine umfassende Erhebung kommunaler Gebäude, die als Grundlage für die fristgerechte Dateneinreichung im Rahmen der EU-Energieeffizienzrichtlinie EED III dient. Über die beiden Städte hinaus soll das Projekt Wirkung entfalten: Aus den gewonnenen Erkenntnissen wurden standardisierte Arbeitsunterlagen entwickelt, die österreichweit kostenfrei verfügbar sind. Dazu zählen Sanierungsfahrpläne für kommunale Gebäudebestände, Kriterienkataloge für nachhaltige öffentliche Gebäude, Modelle zur langfristigen Finanzierung energieeffizienter Maßnahmen sowie Leitfäden zur Qualitätssicherung der Gesamtenergiebilanz. Für die Immobilienwirtschaft zeigt das Projekt, wie institutionelle Eigentümer durch strukturierte Prozesse Sanierungsraten erhöhen können – ein zentrales Thema angesichts verschärfter ESG-Vorgaben und steigender regulatorischer Anforderungen.
Österreich verzeichnet 2025 so viele Firmeninsolvenzen wie nie zuvor. Laut Analyse Firmeninsolvenzen 2025 des Informationsdienstleisters CRIF wurden 7.392 Unternehmenspleiten registriert – ein Plus von 8,5 Prozent gegenüber 2024 (6.813 Fälle). Im Vergleich zu 2021 hat sich die Zahl mit damals 3.030 Insolvenzen um rund 144 Prozent erhöht. Besonders auffällig: Der Jänner 2025 war mit 760 Pleiten der insolvenzstärkste Monat der vergangenen fünf Jahre. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blieben angespannt. Hohe Energie- und Lohnkosten, geopolitische Unsicherheiten sowie die anhaltende Rezession setzten Unternehmen weiter unter Druck. Auch die schwache Industrieproduktion im Euro-Raum wirkte sich dämpfend aus. „Die Unternehmen in Österreich standen 2025 weiterhin unter massivem Druck. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich nicht entspannt, und viele Betriebe konnten den Belastungen nicht mehr standhalten“, erklärt Anca Eisner-Schwarz, Geschäftsführerin von CRIF Österreich. Regional liegt Wien mit 2.741 Insolvenzen erneut an der Spitze, gefolgt von Niederösterreich (1.214) und Oberösterreich (887). Die höchste Insolvenzdichte weist ebenfalls Wien auf: 190 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen, deutlich über dem Österreich-Schnitt von 123. Während das Burgenland als einziges Bundesland einen Rückgang um 20,3 Prozent verzeichnete, stiegen die Zahlen vor allem in Tirol (+44,6 Prozent) und Salzburg (+35,0 Prozent) kräftig an. Branchenseitig traf es vor allem den Handel mit 1.388 Insolvenzen (+9,6 Prozent) sowie das Gastgewerbe mit 937 Fällen (+13,3 Prozent). Im Baugewerbe sank die Zahl leicht auf 1.136 (-2,7 Prozent). Auch Logistik (580 Fälle, +5,8 Prozent) und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (647 Fälle, +5,7 Prozent) legten zu. Für 2026 erwarten Experten keine deutliche Entspannung. „Insgesamt wird von einer Stagnation ausgegangen. Eine nachhaltige Entspannung lässt sich derzeit jedoch nicht erkennen. Dabei ist wichtig zu berücksichtigen, dass Insolvenzstatistiken vor allem die Vergangenheit abbilden und damit einen Blick in den Rückspiegel darstellen“, so Eisner-Schwarz.
Aviva Investors baut sein Fixed-Income-Team aus. Der Asset-Manager des britischen Versicherers Aviva PLC hat Mark Dove zum Credit Portfolio Manager ernannt. Das teilte das Unternehmen am 12. Februar 2026 in London mit. Dove wird vom Standort London aus tätig sein und an Aaron Grehan, Head of Capital Opportunities, berichten. Er übernimmt Mitverantwortung für die High-Yield- und Multi-Sector-Fixed-Income-Strategien. Dove wechselt von Federated Hermes, wo er zuletzt als Portfoliomanager für High-Yield- und Multi-Sector-Credit-Strategien tätig war. Zuvor arbeitete er unter anderem mit Fraser Lundie, heute Global Head of Fixed Income bei Aviva Investors, zusammen. Seine Erfahrung umfasst das Management globaler Hybridanleihen sowie Strategien zur Steuerung von Kreditvolatilität – beides Kernbereiche im Segment Capital Opportunities. Seine Karriere begann Dove bei Aberdeen Investments, bevor er 2018 zu Federated Hermes wechselte. Aaron Grehan, Head of Capital Opportunities und Co-Head of Emerging Market Debt bei Aviva Investors, sagt: „Wir freuen uns sehr, Mark Dove in unserem Team willkommen zu heißen. Nach Gesprächen mit Teammitgliedern, die bereits mit ihm zusammengearbeitet haben, bin ich überzeugt, dass er uns vom ersten Tag an mit zusätzlichen Erkenntnissen und Fachwissen unterstützen wird. Wir möchten unser Angebot im Bereich Fixed Income weiter ausbauen und entwickeln, um unseren Kunden auch weiterhin marktführende Lösungen in diesem Bereich bieten zu können. Die Einstellung von Mark Dove ist ein weiterer positiver Schritt in diese Richtung, und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm.“ Aviva Investors verwaltete per 30. Juni 2025 ein Vermögen von 246 Milliarden Pfund und ist in neun Ländern aktiv. Mit der Personalie unterstreicht das Haus seinen Anspruch, das Angebot im Bereich kreditbasierter Strategien weiter zu vertiefen – ein Segment, das institutionelle Investoren angesichts volatiler Zins- und Spread-Entwicklungen besonders im Blick haben.
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