Vision Decision übernimmt Your Office-Gruppe

Für Standortexpansion in Österreich und CEE

von Stefan Posch

Michael Graf und Tihomir Bajci © Vision Division Michael Graf und Tihomir Bajci © Vision Division
Wie Immoflash in Erfahrung bringen konnte übernimmt ATL Immoinvest - über ihre Schwestergesellschaft Vision Decision - die Your Office-Gruppe. Your Office wurde im Jahr 1997 als Serviced- & Flex-Office Dienstleister gegründet und betreibt derzeit sieben Bürostandorte in Wien. Mit Wirkung zum 4. März 2026 wird der Geschäftsbetrieb in die 2025 gegründete Vision Decision GmbH eingebracht. Im Rahmen dieses Zusammenschlusses bündeln zwei auf Serviced- und Flex-Office-Lösungen spezialisierte Unternehmen ihre Kompetenzen, um ihre Marktposition in Österreich und Zentraleuropa auszubauen, heißt es von der ATL Immoinvest.

Mit der Übernahme soll die Grundlage für eine beschleunigte Standortexpansion in Österreich sowie für die Internationalisierung des Flex-Office-Konzepts in Richtung CEE geschaffen werden. Im Mittelpunkt stehen individuell zugeschnittene Raumlösungen mit einem umfassenden Hospitality- und Servicekonzept: Von nicht servicierten Flächen bis zu voll servicierten, integrierten Bürolösungen, die sich dynamisch und modular an die Bedürfnisse der Mieter anpassen und nachhaltiges Wachstum ermöglichen.

„Wir erreichen eine sehr erfreuliche Kombination von Talenten, die mit ihrem starken Wiener Management und Marktauftritt von Your Office unsere Expansion in Zentraleuropa maßgeblich vorantreiben werden“, erklärt Tihomir Bajci, Geschäftsführer der Vision Decision. „Die Kombination aus operativer Expertise und finanzieller Stärke bietet optimale Voraussetzungen für weiteres Wachstum.“

Michael Graf, bislang Eigentümer der Your Office Gruppe, ergänzt: „Unser Geschäftsmodell ist erprobt und erfolgreich. Künftig können wir unsere Kunden in mehreren Städten Zentraleuropas begleiten und ihre Bürolösungen flexibel an die jeweilige Entwicklungsphase und den sich stetig ändernden Bedarf anpassen. Gleichzeitig profitieren wir von der technischen und digitalen Professionalität unserer neuen Eigentümer.“
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Generation Miete

Round Table über Mieten und Eigentum

von Stefan Posch

https://youtube.com/watch?v=lJEdo_jLHBA
Die sogenannte „Generation Miete” prägt die Entwicklung des Wohnungsmarktes zunehmend und der Mietmarkt gewinnt aktuell immer mehr an Dynamik.

Das Angebot an verfügbaren Mietwohnungen bleibt jedoch begrenzt. Diese Knappheit verschiebt den Fokus vielleicht wieder stärker in Richtung Wohneigentum. Ein funktionierender Wohnungsmarkt braucht Vielfalt. Um verschiedensten Lebenssituationen gerecht zu werden, sind unterschiedliche Lagen, Größen und Preissegmente entscheidend.

Für eine nachhaltige Stabilisierung sind strukturelle Anpassungen erforderlich. Erleichterungen für Bauträger, effizientere Verfahren sowie bessere Rahmenbedingungen für den Vermögensaufbau könnten hierfür neue Impulse setzen. Die Generation Miete steht exemplarisch für einen sich wandelnden Markt. Wie sich der Wiener Wohnungsmarkt in den kommenden Jahren entwickeln wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab: steigende Nachfrage, begrenztes Angebot und neue politische Rahmenbedingungen.

Im Interview:
Karina Schunker - Geschäftsführerin, EHL Wohnen
Alexander Scheuch - Managing Director, Rustler Immobilientreuhand
Thomas Raith - Bauträgersprecher, Österreichischer Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI)
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325 Mio. für deutsches Retail-Portfolio

PGIM refinanziert 85 Märkte neu

von Laura Fürst

Jürgen Helm (links) und Anton Bashtavy © PGIM & Centerscape Jürgen Helm (links) und Anton Bashtavy © PGIM & Centerscape
PGIM Real Estate stellt der Retail-Plattform Centerscape ein Darlehen über 325 Millionen Euro zur Verfügung. Die Finanzierung dient der Refinanzierung eines deutschlandweit diversifizierten Einzelhandelsportfolios mit Schwerpunkt auf Lebensmitteleinzelhandel. Abschlussdatum: 25. Februar, Standort der Transaktion: Frankfurt.

Das Darlehen wurde über die Senior-Debt-Plattform von Pgim strukturiert und kombiniert feste sowie variable Zinssätze. Finanziert werden 85 Objekte in nahezu allen deutschen Bundesländern. Ein Schwerpunkt liegt in dicht besiedelten Regionen wie dem Rhein-Ruhr-Gebiet, der Metropolregion Berlin, dem Rhein-Main-Gebiet, dem Großraum München sowie Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg. Hauptmieter sind führende deutsche Lebensmitteleinzelhändler.

„Angesichts der anhaltend starken Nachfrage von Mietern und Verbrauchern bleibt der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland und darüber hinaus ein attraktiver Investment- und Finanzierungssektor“, kommentiert Jürgen Helm, Head of European Senior Debt Originations. „Wir freuen uns, Centerscape eine Finanzierung bereitstellen zu können. Die Erfahrung und der langfristige Anlagehorizont von Centerscape, kombiniert mit der starken Struktur des Portfolios und der diversifizierten Mieterbasis, stellen eine attraktive Gelegenheit für alternative Anbieter wie PGIM dar.“

Pgim verwaltet oder berät im Immobilienbereich nach eigenen Angaben 134 Milliarden US-Dollar, das gesamte verwaltete und verwahrte Vermögen liegt bei 216 Milliarden US-Dollar. Die Plattform deckt die gesamte Kapitalstruktur ab – von vorrangigen, durch Core-Immobilien besicherten Darlehen bis zu höher verzinslichen Kreditprodukten.

Für Centerscape ist die Transaktion Teil der strategischen Ausrichtung auf lebensmittelgeankerte Immobilien. „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Pgim im Rahmen dieser Finanzierung, die unsere strategische Ausrichtung auf hochwertige, lebensmittelgeankerte Immobilien in Deutschland klar bestätigt“, sagt Anton Bashtavy, Head of Corporate Finance Germany bei Centerscape.

Für den deutschen Investmentmarkt zeigt die Transaktion: Lebensmittelgeankerte Retail-Assets bleiben auch im Umfeld höherer Finanzierungskosten ein zentraler Baustein institutioneller Strategien – insbesondere, wenn stabile Cashflows und breite Mieterstrukturen im Fokus stehen.
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Baubranche zwischen Mut und Druck

Hubexo sieht Wende mit Risiken

von Laura Fürst

Mehr als 750 Bauunternehmen bewerten im aktuellen Baubarometer 2025 die Lage der österreichischen Bauwirtschaft zwischen Stabilisierung und Transformationsdruck © Adobe Stock Mehr als 750 Bauunternehmen bewerten im aktuellen Baubarometer 2025 die Lage der österreichischen Bauwirtschaft zwischen Stabilisierung und Transformationsdruck © Adobe Stock
Das aktuelle Baubarometer von Hubexo Austria, veröffentlicht Ende 2025, basiert auf den Angaben von mehr als 750 Bauunternehmen in Österreich. Das Ergebnis: Die Stimmung stabilisiert sich, doch strukturelle Herausforderungen bleiben.

Gut die Hälfte der befragten Betriebe berichtet von stabilen Auftragslagen, knapp ein Drittel sieht sogar Wachstum. Gleichzeitig kämpfen viele Unternehmen weiterhin mit rückläufigen Projekten und steigenden Kosten. Von einer durchgängigen Erholung kann daher keine Rede sein – vielmehr zeigt sich ein Markt im Übergang.

Besonders deutlich wird der Veränderungsdruck beim Thema Digitalisierung. Zwei Drittel der Unternehmen stufen Künstliche Intelligenz als entscheidend für ihre künftige Wettbewerbsfähigkeit ein. Konkrete Anwendungen haben bislang jedoch nur rund 20 Prozent implementiert. Die Lücke zwischen strategischer Bedeutung und operativer Umsetzung bleibt damit erheblich.

Auch die Investitionsbereitschaft deutet auf Bewegung hin: Nahezu jedes zweite Unternehmen plant in den kommenden Monaten verstärkte Ausgaben für digitale Technologien. Neben KI stehen Prozessautomatisierung, Datenanalyse und digitale Projektsteuerung im Fokus.
Parallel dazu verschärfen Nachhaltigkeitsanforderungen, Fachkräftemangel und anhaltender Kostendruck die Rahmenbedingungen. Viele Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Geschäftsmodelle anzupassen, Prozesse zu optimieren und neue Kompetenzen aufzubauen.

Das Baubarometer zeichnet damit kein Bild von Euphorie, sondern von vorsichtigem Tritt fassen in einem anspruchsvollen Umfeld.
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Wiens neuer KI-Knoten eröffnet

AI:AT startet Hub mit 300 Gästen

von Laura Fürst

AI Factory Austria AI:AT eröffnet AI:AT Coworking Hub © AI:AT/Krisztian Juhasz AI Factory Austria AI:AT eröffnet AI:AT Coworking Hub © AI:AT/Krisztian Juhasz
Am 24. Februar eröffnete die AI Factory Austria AI:AT ihren neuen Coworking Hub im Solaris in Wien-Landstraße. Rund 300 Vertreter:innen aus Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Verwaltung diskutierten dort mit europäischen Partnern über souveräne KI, den Zugang zu EuroHPC-Rechenressourcen und die praktische Umsetzung anspruchsvoller Anwendungen.

AI:AT ist Österreichs nationale KI-Fabrik im Rahmen des EuroHPC Joint Undertaking. Getragen wird sie vom AIT Austrian Institute of Technology und Advanced Computing Austria sowie einem breiten Konsortium aus Universitäten und Forschungseinrichtungen, darunter TU Wien und Universität Wien.

Innovationsminister Peter Hanke sprach bei der Eröffnung von einem „Meilenstein in Österreichs KI-Entwicklung“. Wörtlich erklärte er: „Die AI Factory ist ein Meilenstein für die Stärkung von Österreichs digitaler Souveränität und ein zentrales Element im KI-Ökosystem des Innovationsstandortes Österreich. Wir schaffen damit ein wichtiges Angebot zur Beherrschung von KI-Technologien und der Umsetzung herausfordernder KI-Projekte und sichern für unsere Unternehmen, darunter viele KMU und Start-ups den Zugang zu KI-Hardware und Kompetenzen – beides ist zentral für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Österreich. Mit dem Coworking Hub bieten wir einen Trainingsraum, dessen Angebot von Einsteiger- und Executive-Formaten bis zu technischen Trainings reicht.“

Seit dem Start des Trainings- und Enablement-Programms im Juli 2025 wurden laut AI:AT mehr als 20 Trainings mit über 900 Teilnehmer:innen durchgeführt. Begleitet wurden mehr als 40 Vorhaben, zudem starteten über zehn Partnerschaften und rund 30 Community-Events.

Der Hub selbst umfasst 94 Arbeitsplätze, aktuell genutzt von 67 Co-Workers aus 28 Unternehmen und fünf Branchen. Inhaltlich geht es um mehr als Coworking: AI:AT unterstützt Organisationen beim Zugang zu europäischen Hochleistungsrechnern im EuroHPC-Ökosystem und bei der Skalierung rechenintensiver KI-Projekte – ein Thema, das insbesondere für Industrie, Energie, Mobilität und öffentliche Verwaltung an Bedeutung gewinnt.
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EHL Wohnen holt Immy zum 13. Mal

Erneut in Silber geehrt

von Laura Fürst

EHL Wohnen wird zum 13. Mal mit dem IMMY ausgezeichnet © leadersnet.at / D. Mikkelsen EHL Wohnen wird zum 13. Mal mit dem IMMY ausgezeichnet © leadersnet.at / D. Mikkelsen
EHL Wohnen ist am 24. Februar erneut mit dem Immy in Silber prämiert worden. Verliehen wird der Qualitätspreis von der Wirtschaftskammer Wien, Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder. Für EHL Wohnen ist es bereits die 13. Auszeichnung dieser Art.

Die Verleihung fand im Rahmen einer Gala im The Hoxton in Wien statt. Geschäftsführerin Karina Schunker nahm den Preis entgegen. „Es ist uns eine große Freude und Ehre, mit dem Immy ausgezeichnet zu werden. Diese Anerkennung bestätigt unseren Anspruch, unsere Kundinnen und Kunden mit höchster Professionalität und Servicequalität zu begleiten. Mein besonderer Dank gilt unserem gesamten Team, das mit großem Engagement zu diesem Erfolg beiträgt“, sagt Karina Schunker.

Der Immy gilt in Wien als etablierter Branchenpreis für die Vermittlung von Wohnimmobilien. Grundlage der Auszeichnung ist ein mehrstufiges Mystery Shopping über einen längeren Zeitraum. Bewertet werden unter anderem die Qualität schriftlicher Informationen, die Reaktionsgeschwindigkeit auf Anfragen sowie die persönliche Beratung und Betreuung. Die getesteten Unternehmen wissen im Vorfeld nicht, wann und in welcher Form sie geprüft werden.

Für EHL Wohnen ist die wiederholte Prämierung ein Signal der Kontinuität in einem Marktumfeld, das sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert hat – von regulatorischen Eingriffen wie dem Bestellerprinzip bis hin zu einem insgesamt zurückhaltenderen Transaktionsgeschehen im Wohnsegment.

„Die Auszeichnung ist eine besondere Bestätigung für die konsequente Qualitätsorientierung von EHL Wohnen. Mein ausdrücklicher Dank gilt Karina Schunker und ihrem gesamten Team, das mit Professionalität, Verlässlichkeit und hoher Servicebereitschaft maßgeblich zu diesem Erfolg beiträgt“, so Michael Ehlmaier.
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Vermarktungsstart für ARE-Projekt

ÖRAG startet exklusive Vermietung an der Wienzeile

von Laura Fürst

An der Linken Wienzeile 216 entsteht ein modernes Wohnbauprojekt © A2K Architekten An der Linken Wienzeile 216 entsteht ein modernes Wohnbauprojekt © A2K Architekten
Die ÖRAG Immobilien Vermittlung übernimmt exklusiv die Vermietung eines neuen Wohnprojekts an der Linken Wienzeile 216 im 15. Wiener Gemeindebezirk. Entwickelt wird das Projekt von ARE Austrian Real Estate, geplant von A2K Architekten. Der Bezug ist mit 1. Juni 2026 vorgesehen.

Auf rund 4.100 m² Nutzfläche entstehen 54 Mietwohnungen mit ein bis drei Zimmern und Wohnflächen zwischen 39 und 73 m². Ergänzt wird das Angebot durch 18 Serviced Apartments mit 38 bis 46 m² sowie eine Bürofläche. Sämtliche Wohnungen verfügen über Freiflächen.
Der Standort gegenüber der U-Bahn-Station Längenfeldgasse bietet direkte Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Nahversorger und Gastronomie befinden sich im Umfeld, der Schlosspark Schönbrunn liegt in Gehdistanz.

Technisch setzt das Projekt auf ein kombiniertes Energiekonzept aus Luftwärmepumpen und Erdwärme, ergänzt durch eine Photovoltaikanlage auf dem Gründach. Die Fassade mit rötlichen Klinkerriemchen wird teilweise begrünt, ebenso ist ein begrünter Innenhof vorgesehen. Eine klimaaktiv-Silber-Zertifizierung wird angestrebt.

„Mit dem Wohnbau in der Linken Wienzeile 216 wird dringend benötigter Wohnraum in hervorragender urbaner Lage und mit höchstem Anspruch an eine nachhaltige Bauweise und Energieversorgung geschaffen“, so Aleksandra Mitrovic, Prokuristin und Bereichsleiterin Wohnen Miete bei ÖRAG. „Es freut uns sehr, mit der exklusiven Vermietung beauftragt worden zu sein, die nun startet.“
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300 Mio. für Diagnostik-Zentrum

Roche investiert in Deutschland

von Laura Fürst

Neues Diagnostik- und Innovationszentrums in Penzberg © Philip Kottlorz Neues Diagnostik- und Innovationszentrums in Penzberg © Philip Kottlorz
Der Pharmakonzern Roche hat Mitte Februar 2026 in Penzberg (Oberbayern) ein neues Diagnostik- und Innovationszentrum eröffnet. Das Investitionsvolumen beträgt rund 300 Millionen Euro. Begleitet wurde das Projekt vom Bau- und Immobilienberatungsunternehmen Drees & Sommer, das das Construction Management übernahm. Auf 35.000 Quadratmetern und sieben Stockwerken sollen künftig In-vitro-Diagnostika und Testverfahren zur Früherkennung unter anderem von Alzheimer, Multipler Sklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickelt werden.

Das Gebäude bietet Platz für rund 1.000 Mitarbeitende am Standort. Laut Roche ist der Neubau Teil einer umfassenden Investitionsoffensive: Seit 2020 flossen mehr als 3,5 Milliarden Euro in die deutschen Standorte, etwa die Hälfte davon nach Penzberg.

„Mit ihnen können Ärztinnen und Ärzte über eine Blutprobe bereits kleinste Veränderungen bei Betroffenen frühzeitig nachweisen und Therapien passgenauer auswählen“, sagt Thomas Schinecker, CEO von Roche, mit Blick auf die neuen Diagnostiktests. „Mit dem neuen Entwicklungszentrum stärken wir nicht nur unseren Forschungs- und Wirtschaftsstandort in Deutschland“, betont Schinecker. „Wir schaffen gleichzeitig wichtige Voraussetzungen, um unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen und medizinische Lösungen weltweit anbieten zu können.“

Baulich setzt das Projekt auf eine Holz-Hybridkonstruktion, ein Niedertemperaturnetz zur Nutzung von Abwärme sowie eine Photovoltaikanlage. Der Energieverbrauch soll im Vergleich zu früheren Laborgebäuden um rund 70 Prozent sinken, der Betrieb nahezu CO₂-frei erfolgen. Mehr als 4.400 Sensoren erfassen den Energieverbrauch in Echtzeit, digitale Systeme steuern die Auslastung der Labore.

Drees & Sommer koordinierte mit einem 30-köpfigen Team Terminplanung, Vergaben und Inbetriebnahme. Zum Einsatz kamen digitale Planungsmethoden wie BIM sowie Lean Construction Management. „Alle Projektschritte haben wir auf den Tag genau durchgetaktet und auf einer Projekttafel für alle transparent visualisiert“, sagt Projektleiter Adrian Schwarz.

Für den Life-Science-Standort Deutschland markiert das Zentrum einen weiteren Ausbau spezialisierter Forschungsimmobilien – mit hohen technischen Anforderungen, großem Energiebedarf und steigender Bedeutung nachhaltiger Baukonzepte.
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Holz-Wohnbau setzt Zeichen in Prag

Agpb-Award für Timber Praha

von Laura Fürst

Das Timber Praha erhält den Austrian Green Planet Building  (AGPB) Award © UBM Das Timber Praha erhält den Austrian Green Planet Building (AGPB) Award © UBM
In Prag hat UBM Development mit „Timber Praha“ den ersten mehrstöckigen Wohnbau in Holzbauweise der tschechischen Hauptstadt realisiert. Am 24. Februar wurde der Gebäudekomplex mit dem Austrian Green Planet Building (Agpb) Award prämiert. Die Auszeichnung würdigt nachhaltige Bauleistungen österreichischer Unternehmen im Ausland.

Der Wohnkomplex besteht aus vier Gebäuden. Durch einen hohen Vorfertigungsgrad konnte die Bauzeit verkürzt werden. Holz als tragendes Material prägt nicht nur die Konstruktion, sondern auch die Innenräume. Ergänzt wird das Konzept durch eine Reihe technischer Maßnahmen zur Energieeffizienz: Geothermie in Kombination mit Wärmepumpen für Heizung und Kühlung, Photovoltaikanlagen auf begrünten Dächern, außenliegender Sonnenschutz gegen sommerliche Überhitzung sowie wohnungsweise steuerbare Smart-Home-Systeme zur Verbrauchskontrolle. Das Projekt wurde bereits mit Breeam „Excellent“ zertifiziert.
Der Austrian Green Planet Building Award überträgt die Zielsetzungen der österreichischen Klimaschutzinitiative klimaaktiv auf internationale Projekte. Träger der Initiative sind unter anderem das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus sowie Advantage Austria. Bewertet werden insbesondere Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes.

Für Projektentwickler und Investoren ist Timber Praha ein Signal: Holzbau gewinnt auch in osteuropäischen Metropolen an Bedeutung. Neben der CO₂-Bilanz spielen Bauzeitverkürzung, Vorfertigung und Betriebskosten zunehmend eine Rolle in der Wirtschaftlichkeitsrechnung. Die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und die Lage nahe einem Naherholungsgebiet ergänzen das Konzept auf Standortebene.

Mit dem Agpb-Award rückt damit ein Projekt in den Fokus, das Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und serielle Bauweise kombiniert – und den urbanen Holzbau in einem wachsenden Markt weiter etabliert.
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Generationenprojekt wächst weiter

Zehn geförderte Wohnungen übergeben

von Laura Fürst

Mit der Übergabe hat die Salzburg Wohnbau den zweiten Bauabschnitt des Projekts „Haus der Generationen“ in Rauris fertiggestellt © Neumayr Mit der Übergabe hat die Salzburg Wohnbau den zweiten Bauabschnitt des Projekts „Haus der Generationen“ in Rauris fertiggestellt © Neumayr
Die Salzburg Wohnbau hat am 24. Februar in Rauris den zweiten Bauabschnitt des Projekts Haus der Generationen abgeschlossen und zehn geförderte Mietwohnungen übergeben. Das Vorhaben entsteht in Kooperation mit der Gemeinde Rauris auf einem rund 6.600 Quadratmeter großen Grundstück im Baurecht und ist Teil einer umfassenden Ortskernentwicklung.

Die nun fertiggestellten Wohnungen verteilen sich auf acht Drei-Zimmer- und zwei Zwei-Zimmer-Einheiten. Die Bauzeit betrug 17 Monate. Das Land Salzburg unterstützte das Projekt mit rund 1,8 Millionen Euro Wohnbauförderung. Die Mieten sind laut Bauträger inflationsgeschützt und mit unter 12 Euro pro Quadratmeter gedeckelt. Sämtliche Einheiten waren bereits zur Übergabe vergeben.

„Das Projekt Haus der Generationen steht für ein generationenübergreifendes Zusammenleben und verbindet Wohnen, soziale Infrastruktur und Lebensqualität an einem Ort. Unser Ziel war es, geförderte Mietwohnungen mit preiswerten, inflationsgeschützten und preisgedeckelten Mieten unter € 12,00/m² anzubieten. Die hohe Nachfrage bestätigt den dringenden Bedarf: Alle Wohnungen waren bereits zur Übergabe vergeben“, so Geschäftsführer Georg Grundbichler.
Das Ensemble wird in drei Bauetappen realisiert. 2021 wurde ein Seniorenwohnheim samt Dojo-Halle eröffnet, im November 2025 folgte eine neue Rotkreuz-Dienststelle für rund 50 Mitarbeitende und Freiwillige. Der dritte Bauabschnitt ist bereits gestartet: Am früheren Standort der Rotkreuz-Dienststelle entsteht ein Kindergarten in Massivholzbauweise.

Die Planung basiert auf einem Architekturwettbewerb, den LP Architektur ZT für sich entschied. Die Bauausführung übernahm Kaiserer Bau. Mit dem digitalen Objektmanager Alfred setzt Salzburg Wohnbau auf eine digitale Hausverwaltung.
Für Bürgermeister Peter Loitfellner ist das Projekt ein zentraler Baustein der Ortsentwicklung: „Wohnen, soziale Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen sind hier sinnvoll gebündelt.“ Auch Wohnbaulandesrat Martin Zauner sieht sich bestätigt: „Die große Nachfrage bestätigt, dass wir mit unserer Wohnbaupolitik am richtigen Weg sind.“
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Leasingmarkt dreht wieder auf

Kfz treibt Wachstum, Immo stabilisiert

von Laura Fürst

Leasingmarkt dreht wieder auf © Adobe Stock Leasingmarkt dreht wieder auf © Adobe Stock
Die österreichische Leasingbranche hat 2025 deutlich zugelegt. Laut dem Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL) stieg vor allem das Kfz-Leasing kräftig an, während sich das zuvor stark rückläufige Immobilien-Leasing stabilisierte.

Im Kfz-Leasing erhöhte sich die Zahl der Vertragsabschlüsse um 21,1 Prozent. Das Neugeschäft legte um 10,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Damit entwickelte sich dieses Segment zum klaren Wachstumstreiber der Branche.

Auch im Immobilien-Leasing zeigt sich eine Trendwende. Die Zahl der Neuverträge stieg um knapp 31 Prozent. Nach einem massiven Rückgang der Anschaffungswerte von minus 51,6 Prozent im Jahr 2024 lag das Minus 2025 nur noch bei 0,2 Prozent – faktisch eine Stabilisierung. „Trotz des langjährig rückläufigen Trends ist die strategische Bedeutung des Immobilien-Leasings nicht zu unterschätzen. Mit einem Bestandsvolumen von 6,36 Mrd. Euro bleibt das Immobilien-Leasing weiterhin ein zentrales Geschäftsfeld der Branche“, so VÖL-Präsident Alexander Nekolar.

Beim Mobilien-Leasing ging die Zahl der Neuverträge zwar um rund 2,4 Prozent zurück, das Volumen im Neugeschäft stieg jedoch um 3,1 Prozent. Laut Verband deutet das auf höherwertige Investitionen hin – trotz verhaltener Konjunktur.
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Deutscher Bau meldet Comeback

Aufträge steigen um 7,5 Prozent

von Laura Fürst

Branche sieht Trendwende: Mehr Aufträge für deutsche Bauwirtschaft © Adobe Stock Branche sieht Trendwende: Mehr Aufträge für deutsche Bauwirtschaft © Adobe Stock
Die deutsche Bauwirtschaft hat 2025 erstmals seit Jahren wieder steigende Auftragseingänge verzeichnet. Wie das Statistisches Bundesamt berichtet, erhöhte sich der preisbereinigte Wert der Bestellungen um 7,5 Prozent. Einschließlich Preissteigerungen lag das Plus sogar bei 10,1 Prozent. Treiber waren öffentliche Großprojekte in der Infrastruktur sowie ein Wohnungsbau, der von niedrigem Niveau aus zulegte.

Im Wohnungsbau stiegen die Auftragseingänge real um 10,1 Prozent – prozentual der stärkste Zuwachs, allerdings nach einem massiven Einbruch in den Vorjahren. Im Tiefbau kletterten die Orders preisbereinigt um 6,2 Prozent auf einen neuen Höchststand. Insbesondere Sanierungen von Bahnstrecken und weitere Infrastrukturmaßnahmen sorgten für Impulse.

Auch bei den Umsätzen zeigt sich eine Stabilisierung. Größere Baubetriebe mit mindestens 20 Beschäftigten setzten 2025 insgesamt 120,5 Milliarden Euro um – ein nominelles Plus von 5,0 Prozent. Preisbereinigt stiegen die Erlöse erstmals seit 2020 wieder, und zwar um 2,4 Prozent. Allerdings ging das Wachstum ausschließlich auf den Tiefbau zurück. Im Hochbau sanken die realen Umsätze nochmals um 0,8 Prozent.

Für 2026 rechnet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) mit einer Trendwende. Erwartet wird ein Umsatzplus von 2,5 Prozent. Neben stabileren Zinsen dürften die angekündigten Milliardeninvestitionen des Bundes in Straßen- und Schienenprojekte zusätzliche Nachfrage schaffen. Auch das Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) prognostiziert, dass das Bauvolumen 2026 nach fünf Jahren wieder preisbereinigt wachsen wird.

Die Branche war infolge stark gestiegener Zinsen und Baukosten nach Beginn des Ukraine-Kriegs massiv unter Druck geraten. Private Bauherren zogen sich zurück, institutionelle Investoren verschoben Projekte. Angesichts anhaltenden Wohnungsmangels in Ballungsräumen bleibt der Druck auf den Markt hoch. Die aktuellen Zahlen liefern nun erstmals belastbare Hinweise auf eine Stabilisierung – getragen vor allem vom Infrastrukturbereich.
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Neue Doppelspitze fürs Loop5

Brunner und Jansen übernehmen

von Laura Fürst

Jacqueline Brunner (links) und Eva Jansen in de Wal © LOOP 5 Shopping Centre Jacqueline Brunner (links) und Eva Jansen in de Wal © LOOP 5 Shopping Centre
Das Loop5 in Weiterstadt stellt sein Center-Management neu auf. Seit Januar 2026 führen Jacqueline Brunner und Eva Jansen in de Wal das Shopping-Entertainment-Center gemeinsam. Betreiberin ist HBB Centermanagement.

Das Loop5  hatte sich nach umfassenden Umbauten im September 2024 als erstes Shopping-Entertainment-Center Deutschlands positioniert. Der Standort in der Rhein-Main-Region kombiniert Einzelhandel, Gastronomie und Freizeitangebote – darunter Fahrgeschäfte wie Rutschenturm, Kletterturm, Freefalltower und Zip Coaster sowie digitale Spielformate.

Jacqueline Brunner verfügt über langjährige Erfahrung im Center- und Immobilienmanagement. Vor ihrem Wechsel war sie unter anderem bei Multi Germany tätig, wo sie Handelsimmobilien operativ und strategisch verantwortete. Weitere Stationen führten sie zu MEC Metro-ECE Centermanagement.

„Die Transformation des Loop5  war ein ambitionierter Schritt, den wir nun gemeinsam konsequent weitergehen. Dabei entwickeln wir das Center gezielt als Erlebnisort weiter, der insbesondere für Familien mit Kindern einen echten Mehrwert bietet. Retailtainment spielt dabei eine zentrale Rolle – vom vielfältigen Freizeitangebot bis hin zu Aufenthaltsflächen, die zum Verweilen einladen. Besonders der Food Court zeigt, wie gut dieses Konzept angenommen wird: Sein Design, die hohe Besucherfrequenz und das sehr positive Feedback unserer Mietpartner bestätigen uns in diesem Weg“, sagt Jacqueline Brunner.
Eva Jansen in de Wal war bereits von 2018 bis 2020 im Loop5  tätig und kehrt nun zurück. Zwischenzeitlich leitete sie unter anderem das Outlet Center Montabaur sowie das Breuningerland Ludwigsburg.

„In Zusammenarbeit mit Frau Brunner ist es mein Ziel, gemeinsam mit der HBB das Optimum für alle Beteiligten herauszuholen – für unsere Besucher, Mietpartner, Dienstleister und Eigentümer“, erklärt Eva Jansen in de Wal.
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PGIM refinanziert 85 Märkte neu

325 Mio. für deutsches Retail-Portfolio

von Laura Fürst

PGIM Real Estate stellt der Retail-Plattform Centerscape ein Darlehen über 325 Millionen Euro zur Verfügung. Die Finanzierung dient der Refinanzierung eines deutschlandweit diversifizierten Einzelhandelsportfolios mit Schwerpunkt auf Lebensmitteleinzelhandel. Abschlussdatum: 25. Februar, Standort der Transaktion: Frankfurt.

Das Darlehen wurde über die Senior-Debt-Plattform von Pgim strukturiert und kombiniert feste sowie variable Zinssätze. Finanziert werden 85 Objekte in nahezu allen deutschen Bundesländern. Ein Schwerpunkt liegt in dicht besiedelten Regionen wie dem Rhein-Ruhr-Gebiet, der Metropolregion Berlin, dem Rhein-Main-Gebiet, dem Großraum München sowie Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg. Hauptmieter sind führende deutsche Lebensmitteleinzelhändler.

„Angesichts der anhaltend starken Nachfrage von Mietern und Verbrauchern bleibt der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland und darüber hinaus ein attraktiver Investment- und Finanzierungssektor“, kommentiert Jürgen Helm, Head of European Senior Debt Originations. „Wir freuen uns, Centerscape eine Finanzierung bereitstellen zu können. Die Erfahrung und der langfristige Anlagehorizont von Centerscape, kombiniert mit der starken Struktur des Portfolios und der diversifizierten Mieterbasis, stellen eine attraktive Gelegenheit für alternative Anbieter wie PGIM dar.“

Pgim verwaltet oder berät im Immobilienbereich nach eigenen Angaben 134 Milliarden US-Dollar, das gesamte verwaltete und verwahrte Vermögen liegt bei 216 Milliarden US-Dollar. Die Plattform deckt die gesamte Kapitalstruktur ab – von vorrangigen, durch Core-Immobilien besicherten Darlehen bis zu höher verzinslichen Kreditprodukten.

Für Centerscape ist die Transaktion Teil der strategischen Ausrichtung auf lebensmittelgeankerte Immobilien. „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Pgim im Rahmen dieser Finanzierung, die unsere strategische Ausrichtung auf hochwertige, lebensmittelgeankerte Immobilien in Deutschland klar bestätigt“, sagt Anton Bashtavy, Head of Corporate Finance Germany bei Centerscape.

Für den deutschen Investmentmarkt zeigt die Transaktion: Lebensmittelgeankerte Retail-Assets bleiben auch im Umfeld höherer Finanzierungskosten ein zentraler Baustein institutioneller Strategien – insbesondere, wenn stabile Cashflows und breite Mieterstrukturen im Fokus stehen.

Hubexo sieht Wende mit Risiken

Baubranche zwischen Mut und Druck

von Laura Fürst

Mehr als 750 Bauunternehmen bewerten im aktuellen Baubarometer 2025 die Lage der österreichischen Bauwirtschaft zwischen Stabilisierung und Transformationsdruck © Adobe Stock
Das aktuelle Baubarometer von Hubexo Austria, veröffentlicht Ende 2025, basiert auf den Angaben von mehr als 750 Bauunternehmen in Österreich. Das Ergebnis: Die Stimmung stabilisiert sich, doch strukturelle Herausforderungen bleiben.

Gut die Hälfte der befragten Betriebe berichtet von stabilen Auftragslagen, knapp ein Drittel sieht sogar Wachstum. Gleichzeitig kämpfen viele Unternehmen weiterhin mit rückläufigen Projekten und steigenden Kosten. Von einer durchgängigen Erholung kann daher keine Rede sein – vielmehr zeigt sich ein Markt im Übergang.

Besonders deutlich wird der Veränderungsdruck beim Thema Digitalisierung. Zwei Drittel der Unternehmen stufen Künstliche Intelligenz als entscheidend für ihre künftige Wettbewerbsfähigkeit ein. Konkrete Anwendungen haben bislang jedoch nur rund 20 Prozent implementiert. Die Lücke zwischen strategischer Bedeutung und operativer Umsetzung bleibt damit erheblich.

Auch die Investitionsbereitschaft deutet auf Bewegung hin: Nahezu jedes zweite Unternehmen plant in den kommenden Monaten verstärkte Ausgaben für digitale Technologien. Neben KI stehen Prozessautomatisierung, Datenanalyse und digitale Projektsteuerung im Fokus.
Parallel dazu verschärfen Nachhaltigkeitsanforderungen, Fachkräftemangel und anhaltender Kostendruck die Rahmenbedingungen. Viele Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Geschäftsmodelle anzupassen, Prozesse zu optimieren und neue Kompetenzen aufzubauen.

Das Baubarometer zeichnet damit kein Bild von Euphorie, sondern von vorsichtigem Tritt fassen in einem anspruchsvollen Umfeld.
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AI:AT startet Hub mit 300 Gästen

Wiens neuer KI-Knoten eröffnet

von Laura Fürst

Am 24. Februar eröffnete die AI Factory Austria AI:AT ihren neuen Coworking Hub im Solaris in Wien-Landstraße. Rund 300 Vertreter:innen aus Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Verwaltung diskutierten dort mit europäischen Partnern über souveräne KI, den Zugang zu EuroHPC-Rechenressourcen und die praktische Umsetzung anspruchsvoller Anwendungen.

AI:AT ist Österreichs nationale KI-Fabrik im Rahmen des EuroHPC Joint Undertaking. Getragen wird sie vom AIT Austrian Institute of Technology und Advanced Computing Austria sowie einem breiten Konsortium aus Universitäten und Forschungseinrichtungen, darunter TU Wien und Universität Wien.

Innovationsminister Peter Hanke sprach bei der Eröffnung von einem „Meilenstein in Österreichs KI-Entwicklung“. Wörtlich erklärte er: „Die AI Factory ist ein Meilenstein für die Stärkung von Österreichs digitaler Souveränität und ein zentrales Element im KI-Ökosystem des Innovationsstandortes Österreich. Wir schaffen damit ein wichtiges Angebot zur Beherrschung von KI-Technologien und der Umsetzung herausfordernder KI-Projekte und sichern für unsere Unternehmen, darunter viele KMU und Start-ups den Zugang zu KI-Hardware und Kompetenzen – beides ist zentral für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Österreich. Mit dem Coworking Hub bieten wir einen Trainingsraum, dessen Angebot von Einsteiger- und Executive-Formaten bis zu technischen Trainings reicht.“

Seit dem Start des Trainings- und Enablement-Programms im Juli 2025 wurden laut AI:AT mehr als 20 Trainings mit über 900 Teilnehmer:innen durchgeführt. Begleitet wurden mehr als 40 Vorhaben, zudem starteten über zehn Partnerschaften und rund 30 Community-Events.

Der Hub selbst umfasst 94 Arbeitsplätze, aktuell genutzt von 67 Co-Workers aus 28 Unternehmen und fünf Branchen. Inhaltlich geht es um mehr als Coworking: AI:AT unterstützt Organisationen beim Zugang zu europäischen Hochleistungsrechnern im EuroHPC-Ökosystem und bei der Skalierung rechenintensiver KI-Projekte – ein Thema, das insbesondere für Industrie, Energie, Mobilität und öffentliche Verwaltung an Bedeutung gewinnt.
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Erneut in Silber geehrt

EHL Wohnen holt Immy zum 13. Mal

von Laura Fürst

EHL Wohnen ist am 24. Februar erneut mit dem Immy in Silber prämiert worden. Verliehen wird der Qualitätspreis von der Wirtschaftskammer Wien, Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder. Für EHL Wohnen ist es bereits die 13. Auszeichnung dieser Art.

Die Verleihung fand im Rahmen einer Gala im The Hoxton in Wien statt. Geschäftsführerin Karina Schunker nahm den Preis entgegen. „Es ist uns eine große Freude und Ehre, mit dem Immy ausgezeichnet zu werden. Diese Anerkennung bestätigt unseren Anspruch, unsere Kundinnen und Kunden mit höchster Professionalität und Servicequalität zu begleiten. Mein besonderer Dank gilt unserem gesamten Team, das mit großem Engagement zu diesem Erfolg beiträgt“, sagt Karina Schunker.

Der Immy gilt in Wien als etablierter Branchenpreis für die Vermittlung von Wohnimmobilien. Grundlage der Auszeichnung ist ein mehrstufiges Mystery Shopping über einen längeren Zeitraum. Bewertet werden unter anderem die Qualität schriftlicher Informationen, die Reaktionsgeschwindigkeit auf Anfragen sowie die persönliche Beratung und Betreuung. Die getesteten Unternehmen wissen im Vorfeld nicht, wann und in welcher Form sie geprüft werden.

Für EHL Wohnen ist die wiederholte Prämierung ein Signal der Kontinuität in einem Marktumfeld, das sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert hat – von regulatorischen Eingriffen wie dem Bestellerprinzip bis hin zu einem insgesamt zurückhaltenderen Transaktionsgeschehen im Wohnsegment.

„Die Auszeichnung ist eine besondere Bestätigung für die konsequente Qualitätsorientierung von EHL Wohnen. Mein ausdrücklicher Dank gilt Karina Schunker und ihrem gesamten Team, das mit Professionalität, Verlässlichkeit und hoher Servicebereitschaft maßgeblich zu diesem Erfolg beiträgt“, so Michael Ehlmaier.
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ÖRAG startet exklusive Vermietung an der Wienzeile

Vermarktungsstart für ARE-Projekt

von Laura Fürst

Die ÖRAG Immobilien Vermittlung übernimmt exklusiv die Vermietung eines neuen Wohnprojekts an der Linken Wienzeile 216 im 15. Wiener Gemeindebezirk. Entwickelt wird das Projekt von ARE Austrian Real Estate, geplant von A2K Architekten. Der Bezug ist mit 1. Juni 2026 vorgesehen.

Auf rund 4.100 m² Nutzfläche entstehen 54 Mietwohnungen mit ein bis drei Zimmern und Wohnflächen zwischen 39 und 73 m². Ergänzt wird das Angebot durch 18 Serviced Apartments mit 38 bis 46 m² sowie eine Bürofläche. Sämtliche Wohnungen verfügen über Freiflächen.
Der Standort gegenüber der U-Bahn-Station Längenfeldgasse bietet direkte Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Nahversorger und Gastronomie befinden sich im Umfeld, der Schlosspark Schönbrunn liegt in Gehdistanz.

Technisch setzt das Projekt auf ein kombiniertes Energiekonzept aus Luftwärmepumpen und Erdwärme, ergänzt durch eine Photovoltaikanlage auf dem Gründach. Die Fassade mit rötlichen Klinkerriemchen wird teilweise begrünt, ebenso ist ein begrünter Innenhof vorgesehen. Eine klimaaktiv-Silber-Zertifizierung wird angestrebt.

„Mit dem Wohnbau in der Linken Wienzeile 216 wird dringend benötigter Wohnraum in hervorragender urbaner Lage und mit höchstem Anspruch an eine nachhaltige Bauweise und Energieversorgung geschaffen“, so Aleksandra Mitrovic, Prokuristin und Bereichsleiterin Wohnen Miete bei ÖRAG. „Es freut uns sehr, mit der exklusiven Vermietung beauftragt worden zu sein, die nun startet.“
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Roche investiert in Deutschland

300 Mio. für Diagnostik-Zentrum

von Laura Fürst

Der Pharmakonzern Roche hat Mitte Februar 2026 in Penzberg (Oberbayern) ein neues Diagnostik- und Innovationszentrum eröffnet. Das Investitionsvolumen beträgt rund 300 Millionen Euro. Begleitet wurde das Projekt vom Bau- und Immobilienberatungsunternehmen Drees & Sommer, das das Construction Management übernahm. Auf 35.000 Quadratmetern und sieben Stockwerken sollen künftig In-vitro-Diagnostika und Testverfahren zur Früherkennung unter anderem von Alzheimer, Multipler Sklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickelt werden.

Das Gebäude bietet Platz für rund 1.000 Mitarbeitende am Standort. Laut Roche ist der Neubau Teil einer umfassenden Investitionsoffensive: Seit 2020 flossen mehr als 3,5 Milliarden Euro in die deutschen Standorte, etwa die Hälfte davon nach Penzberg.

„Mit ihnen können Ärztinnen und Ärzte über eine Blutprobe bereits kleinste Veränderungen bei Betroffenen frühzeitig nachweisen und Therapien passgenauer auswählen“, sagt Thomas Schinecker, CEO von Roche, mit Blick auf die neuen Diagnostiktests. „Mit dem neuen Entwicklungszentrum stärken wir nicht nur unseren Forschungs- und Wirtschaftsstandort in Deutschland“, betont Schinecker. „Wir schaffen gleichzeitig wichtige Voraussetzungen, um unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen und medizinische Lösungen weltweit anbieten zu können.“

Baulich setzt das Projekt auf eine Holz-Hybridkonstruktion, ein Niedertemperaturnetz zur Nutzung von Abwärme sowie eine Photovoltaikanlage. Der Energieverbrauch soll im Vergleich zu früheren Laborgebäuden um rund 70 Prozent sinken, der Betrieb nahezu CO₂-frei erfolgen. Mehr als 4.400 Sensoren erfassen den Energieverbrauch in Echtzeit, digitale Systeme steuern die Auslastung der Labore.

Drees & Sommer koordinierte mit einem 30-köpfigen Team Terminplanung, Vergaben und Inbetriebnahme. Zum Einsatz kamen digitale Planungsmethoden wie BIM sowie Lean Construction Management. „Alle Projektschritte haben wir auf den Tag genau durchgetaktet und auf einer Projekttafel für alle transparent visualisiert“, sagt Projektleiter Adrian Schwarz.

Für den Life-Science-Standort Deutschland markiert das Zentrum einen weiteren Ausbau spezialisierter Forschungsimmobilien – mit hohen technischen Anforderungen, großem Energiebedarf und steigender Bedeutung nachhaltiger Baukonzepte.
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Agpb-Award für Timber Praha

Holz-Wohnbau setzt Zeichen in Prag

von Laura Fürst

In Prag hat UBM Development mit „Timber Praha“ den ersten mehrstöckigen Wohnbau in Holzbauweise der tschechischen Hauptstadt realisiert. Am 24. Februar wurde der Gebäudekomplex mit dem Austrian Green Planet Building (Agpb) Award prämiert. Die Auszeichnung würdigt nachhaltige Bauleistungen österreichischer Unternehmen im Ausland.

Der Wohnkomplex besteht aus vier Gebäuden. Durch einen hohen Vorfertigungsgrad konnte die Bauzeit verkürzt werden. Holz als tragendes Material prägt nicht nur die Konstruktion, sondern auch die Innenräume. Ergänzt wird das Konzept durch eine Reihe technischer Maßnahmen zur Energieeffizienz: Geothermie in Kombination mit Wärmepumpen für Heizung und Kühlung, Photovoltaikanlagen auf begrünten Dächern, außenliegender Sonnenschutz gegen sommerliche Überhitzung sowie wohnungsweise steuerbare Smart-Home-Systeme zur Verbrauchskontrolle. Das Projekt wurde bereits mit Breeam „Excellent“ zertifiziert.
Der Austrian Green Planet Building Award überträgt die Zielsetzungen der österreichischen Klimaschutzinitiative klimaaktiv auf internationale Projekte. Träger der Initiative sind unter anderem das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus sowie Advantage Austria. Bewertet werden insbesondere Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes.

Für Projektentwickler und Investoren ist Timber Praha ein Signal: Holzbau gewinnt auch in osteuropäischen Metropolen an Bedeutung. Neben der CO₂-Bilanz spielen Bauzeitverkürzung, Vorfertigung und Betriebskosten zunehmend eine Rolle in der Wirtschaftlichkeitsrechnung. Die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und die Lage nahe einem Naherholungsgebiet ergänzen das Konzept auf Standortebene.

Mit dem Agpb-Award rückt damit ein Projekt in den Fokus, das Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und serielle Bauweise kombiniert – und den urbanen Holzbau in einem wachsenden Markt weiter etabliert.
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Zehn geförderte Wohnungen übergeben

Generationenprojekt wächst weiter

von Laura Fürst

Mit der Übergabe hat die Salzburg Wohnbau den zweiten Bauabschnitt des Projekts „Haus der Generationen“ in Rauris fertiggestellt © Neumayr
Die Salzburg Wohnbau hat am 24. Februar in Rauris den zweiten Bauabschnitt des Projekts Haus der Generationen abgeschlossen und zehn geförderte Mietwohnungen übergeben. Das Vorhaben entsteht in Kooperation mit der Gemeinde Rauris auf einem rund 6.600 Quadratmeter großen Grundstück im Baurecht und ist Teil einer umfassenden Ortskernentwicklung.

Die nun fertiggestellten Wohnungen verteilen sich auf acht Drei-Zimmer- und zwei Zwei-Zimmer-Einheiten. Die Bauzeit betrug 17 Monate. Das Land Salzburg unterstützte das Projekt mit rund 1,8 Millionen Euro Wohnbauförderung. Die Mieten sind laut Bauträger inflationsgeschützt und mit unter 12 Euro pro Quadratmeter gedeckelt. Sämtliche Einheiten waren bereits zur Übergabe vergeben.

„Das Projekt Haus der Generationen steht für ein generationenübergreifendes Zusammenleben und verbindet Wohnen, soziale Infrastruktur und Lebensqualität an einem Ort. Unser Ziel war es, geförderte Mietwohnungen mit preiswerten, inflationsgeschützten und preisgedeckelten Mieten unter € 12,00/m² anzubieten. Die hohe Nachfrage bestätigt den dringenden Bedarf: Alle Wohnungen waren bereits zur Übergabe vergeben“, so Geschäftsführer Georg Grundbichler.
Das Ensemble wird in drei Bauetappen realisiert. 2021 wurde ein Seniorenwohnheim samt Dojo-Halle eröffnet, im November 2025 folgte eine neue Rotkreuz-Dienststelle für rund 50 Mitarbeitende und Freiwillige. Der dritte Bauabschnitt ist bereits gestartet: Am früheren Standort der Rotkreuz-Dienststelle entsteht ein Kindergarten in Massivholzbauweise.

Die Planung basiert auf einem Architekturwettbewerb, den LP Architektur ZT für sich entschied. Die Bauausführung übernahm Kaiserer Bau. Mit dem digitalen Objektmanager Alfred setzt Salzburg Wohnbau auf eine digitale Hausverwaltung.
Für Bürgermeister Peter Loitfellner ist das Projekt ein zentraler Baustein der Ortsentwicklung: „Wohnen, soziale Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen sind hier sinnvoll gebündelt.“ Auch Wohnbaulandesrat Martin Zauner sieht sich bestätigt: „Die große Nachfrage bestätigt, dass wir mit unserer Wohnbaupolitik am richtigen Weg sind.“

Kfz treibt Wachstum, Immo stabilisiert

Leasingmarkt dreht wieder auf

von Laura Fürst

Leasingmarkt dreht wieder auf © Adobe Stock
Die österreichische Leasingbranche hat 2025 deutlich zugelegt. Laut dem Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL) stieg vor allem das Kfz-Leasing kräftig an, während sich das zuvor stark rückläufige Immobilien-Leasing stabilisierte.

Im Kfz-Leasing erhöhte sich die Zahl der Vertragsabschlüsse um 21,1 Prozent. Das Neugeschäft legte um 10,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Damit entwickelte sich dieses Segment zum klaren Wachstumstreiber der Branche.

Auch im Immobilien-Leasing zeigt sich eine Trendwende. Die Zahl der Neuverträge stieg um knapp 31 Prozent. Nach einem massiven Rückgang der Anschaffungswerte von minus 51,6 Prozent im Jahr 2024 lag das Minus 2025 nur noch bei 0,2 Prozent – faktisch eine Stabilisierung. „Trotz des langjährig rückläufigen Trends ist die strategische Bedeutung des Immobilien-Leasings nicht zu unterschätzen. Mit einem Bestandsvolumen von 6,36 Mrd. Euro bleibt das Immobilien-Leasing weiterhin ein zentrales Geschäftsfeld der Branche“, so VÖL-Präsident Alexander Nekolar.

Beim Mobilien-Leasing ging die Zahl der Neuverträge zwar um rund 2,4 Prozent zurück, das Volumen im Neugeschäft stieg jedoch um 3,1 Prozent. Laut Verband deutet das auf höherwertige Investitionen hin – trotz verhaltener Konjunktur.
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Aufträge steigen um 7,5 Prozent

Deutscher Bau meldet Comeback

von Laura Fürst

Branche sieht Trendwende: Mehr Aufträge für deutsche Bauwirtschaft © Adobe Stock
Die deutsche Bauwirtschaft hat 2025 erstmals seit Jahren wieder steigende Auftragseingänge verzeichnet. Wie das Statistisches Bundesamt berichtet, erhöhte sich der preisbereinigte Wert der Bestellungen um 7,5 Prozent. Einschließlich Preissteigerungen lag das Plus sogar bei 10,1 Prozent. Treiber waren öffentliche Großprojekte in der Infrastruktur sowie ein Wohnungsbau, der von niedrigem Niveau aus zulegte.

Im Wohnungsbau stiegen die Auftragseingänge real um 10,1 Prozent – prozentual der stärkste Zuwachs, allerdings nach einem massiven Einbruch in den Vorjahren. Im Tiefbau kletterten die Orders preisbereinigt um 6,2 Prozent auf einen neuen Höchststand. Insbesondere Sanierungen von Bahnstrecken und weitere Infrastrukturmaßnahmen sorgten für Impulse.

Auch bei den Umsätzen zeigt sich eine Stabilisierung. Größere Baubetriebe mit mindestens 20 Beschäftigten setzten 2025 insgesamt 120,5 Milliarden Euro um – ein nominelles Plus von 5,0 Prozent. Preisbereinigt stiegen die Erlöse erstmals seit 2020 wieder, und zwar um 2,4 Prozent. Allerdings ging das Wachstum ausschließlich auf den Tiefbau zurück. Im Hochbau sanken die realen Umsätze nochmals um 0,8 Prozent.

Für 2026 rechnet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) mit einer Trendwende. Erwartet wird ein Umsatzplus von 2,5 Prozent. Neben stabileren Zinsen dürften die angekündigten Milliardeninvestitionen des Bundes in Straßen- und Schienenprojekte zusätzliche Nachfrage schaffen. Auch das Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) prognostiziert, dass das Bauvolumen 2026 nach fünf Jahren wieder preisbereinigt wachsen wird.

Die Branche war infolge stark gestiegener Zinsen und Baukosten nach Beginn des Ukraine-Kriegs massiv unter Druck geraten. Private Bauherren zogen sich zurück, institutionelle Investoren verschoben Projekte. Angesichts anhaltenden Wohnungsmangels in Ballungsräumen bleibt der Druck auf den Markt hoch. Die aktuellen Zahlen liefern nun erstmals belastbare Hinweise auf eine Stabilisierung – getragen vor allem vom Infrastrukturbereich.

Brunner und Jansen übernehmen

Neue Doppelspitze fürs Loop5

von Laura Fürst

Jacqueline Brunner (links) und Eva Jansen in de Wal © LOOP 5 Shopping Centre
Das Loop5 in Weiterstadt stellt sein Center-Management neu auf. Seit Januar 2026 führen Jacqueline Brunner und Eva Jansen in de Wal das Shopping-Entertainment-Center gemeinsam. Betreiberin ist HBB Centermanagement.

Das Loop5  hatte sich nach umfassenden Umbauten im September 2024 als erstes Shopping-Entertainment-Center Deutschlands positioniert. Der Standort in der Rhein-Main-Region kombiniert Einzelhandel, Gastronomie und Freizeitangebote – darunter Fahrgeschäfte wie Rutschenturm, Kletterturm, Freefalltower und Zip Coaster sowie digitale Spielformate.

Jacqueline Brunner verfügt über langjährige Erfahrung im Center- und Immobilienmanagement. Vor ihrem Wechsel war sie unter anderem bei Multi Germany tätig, wo sie Handelsimmobilien operativ und strategisch verantwortete. Weitere Stationen führten sie zu MEC Metro-ECE Centermanagement.

„Die Transformation des Loop5  war ein ambitionierter Schritt, den wir nun gemeinsam konsequent weitergehen. Dabei entwickeln wir das Center gezielt als Erlebnisort weiter, der insbesondere für Familien mit Kindern einen echten Mehrwert bietet. Retailtainment spielt dabei eine zentrale Rolle – vom vielfältigen Freizeitangebot bis hin zu Aufenthaltsflächen, die zum Verweilen einladen. Besonders der Food Court zeigt, wie gut dieses Konzept angenommen wird: Sein Design, die hohe Besucherfrequenz und das sehr positive Feedback unserer Mietpartner bestätigen uns in diesem Weg“, sagt Jacqueline Brunner.
Eva Jansen in de Wal war bereits von 2018 bis 2020 im Loop5  tätig und kehrt nun zurück. Zwischenzeitlich leitete sie unter anderem das Outlet Center Montabaur sowie das Breuningerland Ludwigsburg.

„In Zusammenarbeit mit Frau Brunner ist es mein Ziel, gemeinsam mit der HBB das Optimum für alle Beteiligten herauszuholen – für unsere Besucher, Mietpartner, Dienstleister und Eigentümer“, erklärt Eva Jansen in de Wal.
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