Der österreichische Investmentmarkt hat 2025 deutlich an Dynamik gewonnen. Wer investierte, was gehandelt wurde und wie stark das Volumen stieg, zeigt das aktuelle Markt-Update von Otto Immobilien: Das Transaktionsvolumen erreichte rund 4,2 Milliarden Euro und lag damit um 44 Prozent über dem Vorjahr (2024: 2,9 Milliarden Euro). Besonders das vierte Quartal brachte spürbare Belebung. Im Gesamtjahr liegt das Volumen um 16 Prozent über dem Fünfjahresschnitt und damit wieder auf dem Niveau der Jahre vor der Zinskrise. Neben Wohnen, Büro sowie Industrie und Logistik umfasst das Gesamtvolumen auch Handel, Hotel, betreibergeführtes Wohnen und weitere Nutzungsarten.
Der österreichische Investmentmarkt hat 2025 einen starken Aufschwung erlebt. „Der Investmentmarkt hat 2025 klar an Vertrauen zurückgewonnen. Die starke zweite Jahreshälfte zeigt, dass Kapital wieder mehr bereitsteht und Transaktionen umgesetzt werden. Wir erwarten, dass sich dieser Trend 2026 fortsetzt“, sagt Eugen Otto, Geschäftsführer von Otto Immobilien. Rund zwei Drittel des Volumens entfielen auf inländische Akteure. „Für 2026 rechnen wir mit einer stärkeren Rückkehr institutioneller Investoren aus dem deutschen Raum“, ergänzt Philipp Maisel, Leiter Investment.
Das Segment Wohnen verzeichnete mit rund 1,3 Milliarden Euro nahezu eine Verdoppelung des Transaktionsvolumens (+93 Prozent). Maßgeblich waren Bestandsobjekte mit hohem Vermietungsgrad in Wien und den Landeshauptstädten. Ein wesentlicher Anteil entfiel auf Verkäufe durch offene Immobilienfonds. „Das Transaktionsgeschehen konzentriert sich fast vollständig auf Bestandsimmobilien. Die niedrige Neubaupipeline begrenzt das Angebot. Wir gehen davon aus, dass der Markt auch 2026 stark durch Fondsverkäufe und selektive Bestandsdeals geprägt sein wird“, so Maisel.
In der Assetklasse Büro erreichte das Volumen 2025 rund 1,1 Milliarden Euro und lag damit leicht unter dem Vorjahr (-6 Prozent). Ein wesentlicher Teil entfiel auf großvolumige Transaktionen in etablierten Wiener Büro-Hotspots. „Der Fokus lag klar auf erstklassigen, ESG-konformen Immobilien in zentralen Wiener Lagen mit langfristig gesicherten Mieteinnahmen. Auffällig war die hohe Zahl an Off-Market-Transaktionen. Mehrere prominente Deals wurden ohne öffentlichen Vermarktungsprozess abgewickelt“, sagt Anthony Crow. Genannt werden unter anderem Transaktionen rund um The Icon Vienna sowie den Austria Campus. Auch Industrie und Logistik legten zu: Mit 604 Millionen Euro stieg das Volumen um 35 Prozent gegenüber 2024 und erreichte damit den zweithöchsten Wert der vergangenen fünf Jahre. Neben der stabilen Nachfrage nach modernen Flächen in gut angebundenen Lagen zeigt sich ein Trend zu kleineren Einheiten zwischen 500 und 3.000 Quadratmetern, insbesondere von Klein- und Mittelbetrieben. Sale-and-Leaseback-Transaktionen rücken wieder stärker in den Fokus, während ältere, nicht ESG-konforme Bestände unter Preisdruck geraten.
Trotz weiterhin anspruchsvoller Rahmenbedingungen rechnet Otto Immobilien für 2026 mit einer weiteren Belebung. Sinkende Finanzierungskosten, stabilisierte Preisniveaus und eine zunehmende Aktivität institutioneller Investoren könnten das Transaktionsgeschehen zusätzlich stärken. „Die Marktteilnehmer haben sich auf das neue Zinsumfeld eingestellt. Das schafft Planungssicherheit. Wir erwarten 2026 eine kontinuierliche Zunahme an Transaktionen über mehrere Assetklassen hinweg“, resümiert Eugen Otto.
Die Zahl der anberaumten Zwangsversteigerungstermine in Österreich ist 2025 deutlich gestiegen. Laut Daten von SmartFacts Data Services GmbH wurden 1.559 Termine angesetzt – ein Plus von 42,8 Prozent gegenüber 2024 mit 1.092 Verfahren. Betroffen sind vor allem Wohn- und Gewerbeimmobilien, während Grundstücke leicht rückläufig waren.
Bei Wohnimmobilien erhöhte sich die Zahl der Termine um 54,6 Prozent, bei Gewerbeimmobilien um 52,1 Prozent. Grundstücke verzeichneten hingegen einen Rückgang von 7,1 Prozent. Entsprechend verschob sich auch die Marktstruktur: 62 Prozent der Termine entfielen 2025 auf Wohnimmobilien, 26 Prozent auf Gewerbeobjekte und 12 Prozent auf Grundstücke. Langfristig lag die Verteilung bei 59, 25 und 16 Prozent.
Noch dynamischer entwickelte sich das Schätzwertvolumen. Es stieg von 437 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 705 Millionen Euro im Jahr 2025 – ein Zuwachs von 61,5 Prozent. Besonders stark fiel das Plus bei Wohnimmobilien mit 84,3 Prozent aus. Gewerbeobjekte legten um 58,9 Prozent zu, während Grundstücke ein Minus von 10,7 Prozent verzeichneten.
Regional bleibt Niederösterreich mit rund einem Viertel aller Termine an der Spitze. Wien und die Steiermark folgen mit jeweils knapp einem Viertel Marktanteil. Oberösterreich rückte mit rund 12 Prozent auf Rang vier vor. Deutlich rückläufig waren die Zahlen im Burgenland (-41,6 Prozent) und in Salzburg (-48,4 Prozent). Kärnten blieb nahezu stabil (-1,2 Prozent). Vorarlberg verzeichnete mit plus 109,1 Prozent den stärksten Anstieg.
Auch pro Kopf zeigt sich die Entwicklung klar: Die Zahl der anberaumten Termine stieg von 11,9 auf 17,0 pro 100.000 Einwohner und erreichte damit wieder das Niveau der Jahre 2017 und 2018.
SmartFacts erfasst seit 2007 sämtliche Zwangsversteigerungsobjekte in Österreich, inklusive Bewertungen, Schätzwerten und erzielten Erlösen. Die aktuellen Zahlen deuten auf eine deutliche Marktverschiebung hin, deren Ursachen über reine Preisentwicklungen hinausgehen dürften.
In der Kategorie „Makler:in“ des Cäsar werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die mit der Verwertung eines aktuellen, außergewöhnlichen Projekts neue Maßstäbe gesetzt haben. Gesucht sind Immobilienmakler:innen, die nicht nur einen singulären Abschluss vorweisen, sondern über einen längeren Zeitraum hinweg durch Fachkompetenz, Marktkenntnis und belastbare Ergebnisse überzeugen.
Im Mittelpunkt stehen Leistungen, die über die reine Transaktion hinausgehen: eine realistische und nachvollziehbare Einpreisung, transparente Information gegenüber Auftraggebern sowie der konsequente Wille, ein Mandat strukturiert und erfolgreich zum Abschluss zu führen. Ebenso gewichtet wird der Aufbau langfristiger, vertrauensvoller Kundenbeziehungen – ein Faktor, der gerade in einem herausfordernden Marktumfeld an Bedeutung gewinnt. Die Auszeichnung richtet sich an Makler:innen, die komplexe Projekte professionell abgewickelt haben – sei es im Wohn-, Gewerbe- oder Investmentsegment. Bewertet werden neben dem Projekterfolg auch Prozessqualität, Beratungsleistung und nachhaltige Kundenbindung.
Nominierungen sind bis spätestens 31. März 2026 möglich. Branchenvertreter:innen können sich selbst oder Kolleg:innen über die Website des Cäsar einreichen. Neben der Kategorie „Makler:in“ stehen sieben weitere Kategorien offen, die unterschiedliche Bereiche der Immobilienwirtschaft abdecken.
Mit der Einreichphase startet damit die nächste Runde einer Auszeichnung, die sich in der Branche als Gradmesser für Qualität und Professionalität etabliert hat.
Der Immobiliendienstleister Rustler hat seinen Linzer Standort in das Mozart City Center verlegt. Mit dem Umzug in die Innenstadt von Linz reagiert das Unternehmen auf das anhaltende Wachstum am oberösterreichischen Markt. Das neue Büro soll sowohl für Kunden als auch für das Team erweiterte Kapazitäten schaffen.
Rustler ist seit rund 15 Jahren in Oberösterreich aktiv und betreut Liegenschaften in den Bereichen Hausverwaltung, Immobilienvermittlung und technische Objektbetreuung. Nach Unternehmensangaben ist die Zahl der verwalteten Objekte ebenso gestiegen wie die Mitarbeiterzahl am Standort. Vor diesem Hintergrund wurde eine räumliche Expansion erforderlich.
Am neuen Standort arbeitet ein 20-köpfiges Team unter der Leitung von Tina Wimmer. „Diese bieten nicht nur mehr Platz für effiziente Arbeitsabläufe und eine angenehme Arbeitsatmosphäre, sondern schaffen auch die strukturellen Voraussetzungen für weiteres personelles Wachstum am Standort“, erklärt Wimmer zu den neuen Büroräumlichkeiten.
Mit der Übersiedlung positioniert sich das Unternehmen zentraler im Stadtgefüge. Das Mozart City Center zählt zu den etablierten Büro- und Handelsadressen der Landeshauptstadt und bietet entsprechende Infrastruktur sowie Anbindung an den öffentlichen Verkehr.
Für Rustler ist der Standortwechsel Teil einer längerfristigen Wachstumsstrategie. Der oberösterreichische Immobilienmarkt gilt – trotz verhaltener Transaktionsdynamik im bundesweiten Vergleich – weiterhin als stabiler Verwaltungs- und Betreuungsmarkt. In diesem Segment setzt das Unternehmen auf personelle Aufstockung und organisatorische Skalierung.
Hohe Energiepreise sind derzeit die größte wohnbezogene Sorge der Österreicher:innen. Das zeigt eine im Jänner 2026 durchgeführte Integral-Trendstudie im Auftrag von ImmoScout24, für die 1.000 Personen befragt wurden. 37 Prozent nennen Energiekosten als drängendstes Problem. Dahinter folgen hohe Mieten oder Kreditraten sowie steigende Betriebskosten. Rund 20 Prozent geben hingegen an, dass sie aktuell kein wohnbezogenes Problem belastet – ein Wert, der mit zunehmendem Alter steigt.
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. In der Steiermark sehen 45 Prozent die Energiepreise als größte Herausforderung, in Niederösterreich 43 Prozent, in Kärnten rund 40 Prozent. Vergleichsweise niedriger ist der Anteil in Vorarlberg (28 Prozent) und Tirol (31 Prozent).
Ein klarer Unterschied zeigt sich zwischen Eigentum und Miete. Während mehr als ein Viertel der Eigentümer:innen angibt, keinerlei Belastung rund um das eigene Zuhause zu verspüren, trifft das nur auf 8 Prozent der Mieter:innen zu. 39 Prozent der Mieter:innen nennen hohe Wohnkosten als zentrales Problem, bei Bewohner:innen von Genossenschaftswohnungen sind es 37 Prozent. Insgesamt ist knapp ein Viertel aller Befragten mit steigenden Mieten, Kreditraten oder Betriebskosten konfrontiert.
Besonders betroffen ist die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen: 30 Prozent sehen in den Wohnkosten ihre größte Herausforderung. Unter den aktuell Wohnungssuchenden empfinden 42 Prozent die Suche nach einer Mietwohnung als schwierig – vor allem wegen des begrenzten Angebots im leistbaren Segment.
Neben Kostenfaktoren wirkt sich auch das Wohnumfeld aus. 22 Prozent berichten von Belastungen durch Nachbarschaftslärm oder Konflikte. In Gemeindewohnungen (28 Prozent) und Genossenschaftswohnungen (26 Prozent) ist der Anteil überdurchschnittlich hoch. Regional werden Konflikte besonders häufig in Kärnten (21 Prozent) genannt.
Strukturell zeigt die Studie eine gewisse Unwucht: 9 Prozent klagen über zu wenig Wohnraum, 5 Prozent hingegen über zu viel Platz. Letzteres betrifft häufig Haushalte nach familiären Veränderungen. Für den Markt bedeutet das: Leistbarkeit bleibt dominantes Thema – zugleich wächst der Anpassungsbedarf an veränderte Lebenssituationen.
Die Radisson Hotel Group baut ihre Präsenz in Österreich aus und hat einen Vertrag für das Radisson Blu Hotel & Conference Centre in Salzburg unterzeichnet. Das bestehende Haus mit 262 Zimmern wird derzeit zur Marke Radisson Blu konvertiert und soll ab Mitte 2026 unter neuem Namen auftreten. Franchisenehmer ist die GCH Hotel Group mit Sitz in Berlin, die rund 50 Hotels in Deutschland und Österreich betreibt.
Das Objekt positioniert sich künftig als Business- und Tagungshotel. Insgesamt stehen 1.785 Quadratmeter Veranstaltungsfläche zur Verfügung, verteilt auf 16 flexibel nutzbare Konferenzräume, darunter elf klassische Meetingräume. Der größte Saal umfasst 960 Quadratmeter. Damit zählt das Haus zu den größeren Konferenzstandorten der Stadt.
Ergänzt wird das Angebot durch Gastronomieflächen mit Bar-, Bistro- und Restaurantkonzept sowie einen Wellness- und Fitnessbereich mit Pool, Sauna und Trainingsmöglichkeiten. Der Standort in der Elisabeth-Vorstadt liegt in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof; die Altstadt ist fußläufig in rund 15 bis 20 Minuten erreichbar.
Max Gross, Chief Development Officer Central & Eastern Europe, Radisson Hotel Group, erklärt: „Mit dem Radisson Blu Hotel & Conference Centre, Salzburg bauen wir unsere Präsenz in Österreich weiter aus und beweisen unsere Fähigkeit, bestehende Hotels auch unter unseren Core Brands zu integrieren. Zudem stärken wir die führende Position von Radisson Blu als größte Upper-Upscale-Marke in Europa. Wir danken unseren Partnern von GCH Hotel Group für ihr fortwährendes Vertrauen und freuen uns über den weiteren Ausbau unserer guten Zusammenarbeit.“
Auch Betreiberseite sieht Potenzial im Mice-Segment. „Die Konversion zum Radisson Blu ermöglicht es uns, das Haus gezielt als führendes Business- und Tagungshotel im Salzburger Markt zu positionieren und damit das wachsende Mice-Segment optimal zu bedienen. Wir schätzen die enge Zusammenarbeit mit der Radisson Hotel Group sehr und blicken zuversichtlich auf die Markteinführung Mitte 2026 sowie die sukzessive Weiterentwicklung des Angebots für nationale und internationale Veranstaltungs- und Geschäftsreisende,“ sagt Sascha Hampe, CEO der GCH Hotel Group.
In der Auergasse, Ecke Mießtaler Straße, hat in Klagenfurt der Rückbau eines Bestandsgebäudes begonnen. Auf dem innerstädtischen Grundstück entwickelt die ÖKO Soziales Wohnen Wohnungsbesitzgesellschaft m.b.H. das Neubauprojekt „Auer.One“. Der Baustart ist für Sommer 2026 vorgesehen, die Fertigstellung für 2028.
Das bestehende Gebäude galt nach Angaben der Entwicklerin als nicht mehr wirtschaftlich und ökologisch sanierbar. „Uns war es besonders wichtig, diesen Prozess sozial verträglich und transparent zu gestalten. Die Umsiedelung aller Mieter:innen ist erfolgreich abgeschlossen, und wir freuen uns, dass wir für alle eine gute neue Wohnperspektive schaffen konnten“, betont Geschäftsführer Stefan Konecny. Die inneren Rückbauarbeiten laufen seit 2025, der Außenabriss soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Währenddessen würden Sicherheits- und Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt.
Geplant ist ein Wohnbau mit 115 Stellplätzen, davon 103 in einer Tiefgarage, sowie 236 Fahrradabstellplätzen. Ergänzt wird das Mobilitätskonzept um E-Mobilitätsangebote; zudem erhält jede:r Erstmieter:in ein Jahresticket für den öffentlichen Verkehr in Klagenfurt.
Der Wohnungsmix setzt überwiegend auf Zwei- und Drei-Zimmer-Einheiten, ergänzt um Vier-Zimmer-Wohnungen und Penthouse-Typen. Alle Einheiten verfügen über Loggien oder Balkone, südseitige Freibereiche sind vorgesehen. Ein gemeinschaftlicher Innenhof mit Spielplatz, Home-Office-Bereiche, ein Allgemeinraum mit Dachterrasse und Blick auf die Karawanken sowie Flächen für Urban Gardening sollen gemeinschaftliche Nutzungen ermöglichen.
Der Standort liegt in fußläufiger Distanz zum Stadtzentrum, nahe Bahnhof und Konzerthaus. Damit adressiert das Projekt sowohl urbane Haushalte als auch Pendler. Für den Klagenfurter Wohnungsmarkt bedeutet Auer.One eine Verdichtung in gut angebundener Lage – mit Fokus auf leistbares Wohnen und ergänzender Infrastruktur.
Der Betreiber von Scout24, bekannt durch ImmoScout24, stellt nach einem Zukauf in Spanien weiteres Wachstum in Aussicht. Für 2026 erwartet der Dax-Konzern ein Umsatzplus von 16 bis 18 Prozent, nachdem die Erlöse 2025 bereits um 14,7 Prozent auf 649,6 Millionen Euro gestiegen waren. Sechs bis sieben Prozentpunkte des prognostizierten Wachstums sollen vom Erwerb der spanischen Plattformen Fotocasa und Habitaclia kommen.
2025 erzielte das Unternehmen einen Betriebsgewinn von 405,7 Millionen Euro – ein Plus von 16,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die operative Marge lag bei 62,5 Prozent und damit um einen Prozentpunkt höher als 2024. Für 2026 rechnet Scout24 allerdings mit einer etwas niedrigeren Marge von bis zu 61 Prozent. Begründet wird dies unter anderem mit Integrationseffekten aus dem Zukauf.
Scout24-Chef Ralf Weitz sprach von einem starken Geschäftsjahr. Das Unternehmen habe seine Rolle als zentrale Plattform für Immobilientransaktionen in Deutschland weiter ausgebaut. „Für 2026 erwarten wir eine anhaltende Dynamik“, betonte Weitz. Details zur aktualisierten Strategie sollen bei einem Kapitalmarkttag im Mai präsentiert werden.
Das Ergebnis wurde 2025 neben operativen Effizienzsteigerungen und Synergien auch von einem Einmaleffekt aus der Neubewertung latenter Steuern beeinflusst. Mit dem Schritt nach Spanien setzt Scout24 auf Internationalisierung – und signalisiert zugleich, dass die Konsolidierung im europäischen Portalmarkt weitergeht.
In der Brambillagasse 20 in Wien-Simmering errichtet die BWSG vier Stadthäuser und 16 Eigentumswohnungen. Am 25. Februar wurde die Gleichenfeier begangen, die Fertigstellung ist für September 2026 geplant. Neben dem klassischen Kauf setzt der gemeinnützige Bauträger auf ein Mietkauf-Modell mit fixer Kaufoption.
Das Projekt Brambilla umfasst Wohnungen mit 50 bis 77 Quadratmetern und zwei bis drei Zimmern. Ergänzt wird das Angebot durch vier Stadthäuser mit jeweils rund 90 Quadratmetern Wohnfläche. Hinzu kommen private Freiflächen in Form von Gärten, Balkonen und Dachterrassen. Tiefgaragenplätze können zusätzlich erworben werden.
„Mit dem Projekt Brambilla schaffen wir qualitätsvollen Wohnraum, der Eigentum auch in der Stadt realisierbar macht“, erklären die BWSG-Vorstände Arch. Kerstin Robausch-Löffelmann und Mathias Moser. „Unser Anspruch ist es, modernes Wohnen mit Nachhaltigkeit und hoher Lebensqualität zu verbinden – grün, urban und dennoch ruhig.“
Energetisch setzt das Projekt auf Wärmepumpe und Photovoltaikanlage. Beheizt und gekühlt wird über ein entsprechendes System, das auf einen reduzierten Energieverbrauch abzielt.
Im Mietkauf beträgt die Mietzinsvorauszahlung 800 Euro pro Quadratmeter, die Bruttomiete rund 17 Euro pro Quadratmeter. Für ein Stadthaus ergibt sich damit eine monatliche Belastung ab etwa 1.950 Euro brutto. Eine Kaufoption besteht nach fünf, zehn oder 15 Jahren – zu einem bereits bei Vertragsabschluss fixierten Preis. Der Hauptmietzins wird mit zwei Prozent jährlich indexiert. Im Falle des Kaufs werden 100 Prozent der Mietzinsvorauszahlung sowie 75 Prozent der bis dahin geleisteten Mietzinszahlungen angerechnet.
„Damit ermöglichen wir einen planbaren und fairen Weg ins Eigentum. Unsere Mieterinnen und Mieter bauen Schritt für Schritt Eigenkapital auf – und sichern sich gleichzeitig heute schon ihren zukünftigen Kaufpreis“, sagt Vertriebsleiter Martin Korbutt.
Das Projekt liegt in einem gewachsenen Grätzl mit Nahversorgung und Anbindung an die U-Bahn-Station Simmering. Die Innenstadt ist laut Entwickler in rund 15 Minuten erreichbar.
Am 20. Mai 2026 findet in Wien die KI Con 2026 statt. Veranstalter ist Digital Findet Stadt. Die Convention gilt als zentrale Branchenplattform für Künstliche Intelligenz entlang des gesamten Gebäudelebenszyklus in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Zum dritten Mal bringt das Format Unternehmen, Start-ups, Forschung und Anwender:innen zusammen, um konkrete KI-Anwendungen und technologische Entwicklungen zu präsentieren.
Im Fokus der kommenden Ausgabe stehen gezielt junge Unternehmen. Gesucht werden KI-Lösungen, die sowohl auf der Hauptbühne gepitcht als auch im sogenannten KI-Tool-Parcours live demonstriert werden. Das Format richtet sich an Start-ups, die ihre Anwendungen praxisnah vorstellen und im direkten Austausch mit Entscheidern aus der Immobilien- und Bauwirtschaft testen möchten.
Der KI-Tool-Parcours ist als geführtes Rundgangsformat konzipiert. Besucher:innen erleben die Anwendungen vor Ort, können Funktionen ausprobieren und konkrete Use Cases diskutieren. Für Aussteller:innen bedeutet das direkten Kontakt zu potenziellen Kunden, Feedback aus der Praxis und qualifizierte Leads. Für das Fachpublikum bietet das Format die Möglichkeit, KI-Lösungen nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern im operativen Kontext zu bewerten. Die bisherigen Ausgaben der KI Con verzeichneten ein fachlich spezialisiertes Publikum sowie eine starke Präsenz von Branchenunternehmen. Thematisch deckt die Veranstaltung die gesamte Wertschöpfungskette ab – von Planung, Bau und Betrieb bis hin zu Asset Management und ESG-Reporting.
Mit der gezielten Einbindung von Start-ups setzt die KI Con 2026 auf frühe Innovationsintegration in bestehende Prozesse. Für junge Anbieter von KI-Tools eröffnet sich damit eine Bühne vor einem Markt, der zunehmend nach Effizienzsteigerung, Automatisierung und datenbasierten Entscheidungsgrundlagen sucht.
In Berlin-Spandau entsteht mit dem Quartier Neues Gartenfeld ein neuer Stadtteil für rund 10.000 Menschen. Auf etwa 60 Hektar Fläche werden Wohnungen, Gewerbe und soziale Infrastruktur entwickelt. Ziel ist eine energieeffiziente, dezentrale Versorgung und eine technisch integrierte Quartierslösung – von der Wärmeverteilung in den Gebäuden bis zum Entwässerungssystem im Tiefbau.
Die landeseigene Gewobag realisiert in mehreren Baufeldern rund 1.100 Wohnungen sowie etwa 50 Gewerbeeinheiten, ergänzt um Kita und Beherbergungsbetrieb. Die Energieversorgung basiert auf Kraft-Wärme-Kopplung, Wärmepumpen und einer Power-to-Heat-Anlage. Photovoltaik und perspektivisch Wasserstoff sollen die CO₂-Emissionen senken. Die Wärme- und Kälteversorgung wird dezentral organisiert.
Für die Wärmeverteilung in den Gebäuden kommen Flächenheizsysteme von Rehau zum Einsatz. Verbaut werden das Rohrsystem Rautherm NEO-X5 sowie die Tackerplatte 30-3. Insgesamt werden rund 300.000 Meter Rohr auf mehr als 48.000 Quadratmetern Tackerplatte verlegt. Das Fünfschicht-Rohrsystem mit Sauerstoffbarriere ist für eine Druckbelastung von 8 bar ausgelegt und wird nach Herstellerangaben mit 100 Prozent grünem Strom produziert.
Fatih Yakut, Geschäftsführer der ausführenden Davinci Therm & Screed GmbH, sagt: „Wir bekommen hier ein Komplettpaket aus innovativen, verlegefreundlichen Produkten, einer verlässlichen Abwicklung und professioneller Hilfe bei der Umsetzung.“ Auch Planer Martin Jurisch vom Ingenieurbüro Lebrenz betont: „Für uns als Fachplaner sind bewährte, zuverlässige Produkte genauso wichtig wie eine professionelle Beratung durch den Hersteller. Rehau unterstützt uns bei Bedarf beim Planen und Auslegen der Systeme“.
Neben der Gebäudetechnik spielt die Entwässerung eine zentrale Rolle. Aufgrund von Altlasten, Torfeinlagerungen und der Lage im Trinkwasserschutzgebiet sind erhöhte Anforderungen an den Tiefbau gestellt. Eingesetzt werden unter anderem bis zu 40 Abwasser- und Inspektionsschächte sowie Regenrückhaltebecken mit einem Speichervolumen von bis zu 960 Litern pro Kubikmeter. Damit wird Regenwasser unterirdisch zwischengespeichert und kontrolliert abgeführt. Das Neue Gartenfeld steht damit exemplarisch für integrierte Quartiersentwicklung, bei der Energie, Baugrund und Infrastruktur frühzeitig zusammengedacht werden.
Die Regierungsfraktionen haben am 25. Februar die Eckpunkte für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) vorgestellt. Der Immobilienverband Deutschland IVD bewertet die Pläne als ersten Schritt hin zu mehr Klarheit für Eigentümer – sieht jedoch weiterhin erhebliche offene Fragen. Ziel des Gesetzes ist es, die Modernisierung des Gebäudebestands neu zu regeln und die hitzige Debatte um das sogenannte Heizungsgesetz zu befrieden.
IVD-Präsident Dirk Wohltorf erklärt: „Die Koalition nimmt mit dem neuen Gesetz den unmittelbaren Handlungsdruck von den Gebäudeeigentümern, den das Heizungsgesetz ausgelöst hatte. Die Union löst damit ein zentrales Wahlversprechen ein. Immobilieneigentümer erhalten erste Klarheit.“
Konkret begrüßt der Verband das Instrument der „Biotreppe“, das für Bestandsgebäude mit Gasheizungen Übergangsoptionen eröffnet. Der Einbau von Gas- und Ölheizungen soll weiterhin möglich bleiben, verbunden mit einer schrittweisen Dekarbonisierung. Auch die erleichterte Nutzung von Wasserstoff wird positiv hervorgehoben.
Doch die angekündigte Technologieoffenheit wirft Fragen auf. Ein gesetzlich festgeschriebener Katalog zulässiger Heizsysteme könnte den Spielraum wieder einschränken. Zudem ist unklar, wie die nationale Umsetzung der europäischen Gebäudeeffizienzrichtlinie in das GMG integriert werden soll. Weitere Ankündigungen – darunter ein mögliches „Wärmegesetz“, Einschränkungen bei der Heizungswahl in Mietshäusern sowie ein vorgesehenes „Nachsteuern“ ab 2030 – könnten laut IVD die Investitionsbereitschaft bremsen.
Der Verband fordert im angekündigten Gesetzentwurf zu Ostern mehr Planungssicherheit. Effizienzmaßnahmen und Heizungswahl müssten stärker verzahnt und flexibler gestaltbar sein. Darüber hinaus plädiert der IVD für Quartierslösungen, um die Dekarbonisierung des Gebäudesektors wirtschaftlich tragfähig umzusetzen.
Im 22. Wiener Gemeindebezirk entsteht am Hausgrundweg das Wohnprojekt Am schönen Grund. Entwickelt wird ein Ensemble mit 28 Eigentumswohnungen zwischen rund 31 und 90 Quadratmetern. Die Einheiten umfassen ein bis vier Zimmer und richten sich damit sowohl an Eigennutzer als auch an Anleger. Der Baustart ist erfolgt, das Projekt positioniert sich im wachsenden Teilmarkt der Donaustadt.
Geplant sind kompakte Garçonnièren ebenso wie familiengeeignete Vierzimmerwohnungen. Die Grundrisse setzen auf klar getrennte Wohn- und Schlafbereiche, ergänzt um Balkone, Terrassen oder Eigengärten. Ein Lift erschließt alle Ebenen. Im Untergeschoß stehen acht Tiefgaragenstellplätze zur Verfügung – ein im Quartier nicht selbstverständliches Angebot.
Zur technischen Ausstattung zählen Fußbodenheizung, vorbereitete Anschlüsse für Klimageräte in den Dachgeschoßwohnungen sowie zeitgemäße Sanitärlösungen. Die Küchen werden als Einbauvarianten umgesetzt. Das Projekt folgt damit einem Standard, der im Neubausegment des Bezirks derzeit häufig nachgefragt wird.
Der Standort in Wien-Donaustadt profitiert von seiner Nähe zu den Naherholungsräumen an Alte Donau, Neue Donau und Donauinsel. Gleichzeitig ist die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ausgebaut: Die U2-Station Hardeggasse liegt rund 950 Meter entfernt. Ergänzend verkehren die Straßenbahnlinie 25 sowie die Buslinie 26A, die S-Bahn-Station Wien Erzherzog-Karl-Straße ist ebenfalls rasch erreichbar.
In der weiteren Umgebung befinden sich Nahversorger, Schulen und medizinische Einrichtungen. Die Nähe zu Donau City und zur UNO City sorgt zudem für Nachfragepotenzial durch internationale Organisationen und Unternehmen.
Der österreichische Investmentmarkt hat 2025 deutlich an Dynamik gewonnen. Wer investierte, was gehandelt wurde und wie stark das Volumen stieg, zeigt das aktuelle Markt-Update von Otto Immobilien: Das Transaktionsvolumen erreichte rund 4,2 Milliarden Euro und lag damit um 44 Prozent über dem Vorjahr (2024: 2,9 Milliarden Euro). Besonders das vierte Quartal brachte spürbare Belebung. Im Gesamtjahr liegt das Volumen um 16 Prozent über dem Fünfjahresschnitt und damit wieder auf dem Niveau der Jahre vor der Zinskrise. Neben Wohnen, Büro sowie Industrie und Logistik umfasst das Gesamtvolumen auch Handel, Hotel, betreibergeführtes Wohnen und weitere Nutzungsarten.
Der österreichische Investmentmarkt hat 2025 einen starken Aufschwung erlebt. „Der Investmentmarkt hat 2025 klar an Vertrauen zurückgewonnen. Die starke zweite Jahreshälfte zeigt, dass Kapital wieder mehr bereitsteht und Transaktionen umgesetzt werden. Wir erwarten, dass sich dieser Trend 2026 fortsetzt“, sagt Eugen Otto, Geschäftsführer von Otto Immobilien. Rund zwei Drittel des Volumens entfielen auf inländische Akteure. „Für 2026 rechnen wir mit einer stärkeren Rückkehr institutioneller Investoren aus dem deutschen Raum“, ergänzt Philipp Maisel, Leiter Investment.
Das Segment Wohnen verzeichnete mit rund 1,3 Milliarden Euro nahezu eine Verdoppelung des Transaktionsvolumens (+93 Prozent). Maßgeblich waren Bestandsobjekte mit hohem Vermietungsgrad in Wien und den Landeshauptstädten. Ein wesentlicher Anteil entfiel auf Verkäufe durch offene Immobilienfonds. „Das Transaktionsgeschehen konzentriert sich fast vollständig auf Bestandsimmobilien. Die niedrige Neubaupipeline begrenzt das Angebot. Wir gehen davon aus, dass der Markt auch 2026 stark durch Fondsverkäufe und selektive Bestandsdeals geprägt sein wird“, so Maisel.
In der Assetklasse Büro erreichte das Volumen 2025 rund 1,1 Milliarden Euro und lag damit leicht unter dem Vorjahr (-6 Prozent). Ein wesentlicher Teil entfiel auf großvolumige Transaktionen in etablierten Wiener Büro-Hotspots. „Der Fokus lag klar auf erstklassigen, ESG-konformen Immobilien in zentralen Wiener Lagen mit langfristig gesicherten Mieteinnahmen. Auffällig war die hohe Zahl an Off-Market-Transaktionen. Mehrere prominente Deals wurden ohne öffentlichen Vermarktungsprozess abgewickelt“, sagt Anthony Crow. Genannt werden unter anderem Transaktionen rund um The Icon Vienna sowie den Austria Campus. Auch Industrie und Logistik legten zu: Mit 604 Millionen Euro stieg das Volumen um 35 Prozent gegenüber 2024 und erreichte damit den zweithöchsten Wert der vergangenen fünf Jahre. Neben der stabilen Nachfrage nach modernen Flächen in gut angebundenen Lagen zeigt sich ein Trend zu kleineren Einheiten zwischen 500 und 3.000 Quadratmetern, insbesondere von Klein- und Mittelbetrieben. Sale-and-Leaseback-Transaktionen rücken wieder stärker in den Fokus, während ältere, nicht ESG-konforme Bestände unter Preisdruck geraten.
Trotz weiterhin anspruchsvoller Rahmenbedingungen rechnet Otto Immobilien für 2026 mit einer weiteren Belebung. Sinkende Finanzierungskosten, stabilisierte Preisniveaus und eine zunehmende Aktivität institutioneller Investoren könnten das Transaktionsgeschehen zusätzlich stärken. „Die Marktteilnehmer haben sich auf das neue Zinsumfeld eingestellt. Das schafft Planungssicherheit. Wir erwarten 2026 eine kontinuierliche Zunahme an Transaktionen über mehrere Assetklassen hinweg“, resümiert Eugen Otto.
Die Zahl der anberaumten Zwangsversteigerungstermine in Österreich ist 2025 deutlich gestiegen. Laut Daten von SmartFacts Data Services GmbH wurden 1.559 Termine angesetzt – ein Plus von 42,8 Prozent gegenüber 2024 mit 1.092 Verfahren. Betroffen sind vor allem Wohn- und Gewerbeimmobilien, während Grundstücke leicht rückläufig waren.
Bei Wohnimmobilien erhöhte sich die Zahl der Termine um 54,6 Prozent, bei Gewerbeimmobilien um 52,1 Prozent. Grundstücke verzeichneten hingegen einen Rückgang von 7,1 Prozent. Entsprechend verschob sich auch die Marktstruktur: 62 Prozent der Termine entfielen 2025 auf Wohnimmobilien, 26 Prozent auf Gewerbeobjekte und 12 Prozent auf Grundstücke. Langfristig lag die Verteilung bei 59, 25 und 16 Prozent.
Noch dynamischer entwickelte sich das Schätzwertvolumen. Es stieg von 437 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 705 Millionen Euro im Jahr 2025 – ein Zuwachs von 61,5 Prozent. Besonders stark fiel das Plus bei Wohnimmobilien mit 84,3 Prozent aus. Gewerbeobjekte legten um 58,9 Prozent zu, während Grundstücke ein Minus von 10,7 Prozent verzeichneten.
Regional bleibt Niederösterreich mit rund einem Viertel aller Termine an der Spitze. Wien und die Steiermark folgen mit jeweils knapp einem Viertel Marktanteil. Oberösterreich rückte mit rund 12 Prozent auf Rang vier vor. Deutlich rückläufig waren die Zahlen im Burgenland (-41,6 Prozent) und in Salzburg (-48,4 Prozent). Kärnten blieb nahezu stabil (-1,2 Prozent). Vorarlberg verzeichnete mit plus 109,1 Prozent den stärksten Anstieg.
Auch pro Kopf zeigt sich die Entwicklung klar: Die Zahl der anberaumten Termine stieg von 11,9 auf 17,0 pro 100.000 Einwohner und erreichte damit wieder das Niveau der Jahre 2017 und 2018.
SmartFacts erfasst seit 2007 sämtliche Zwangsversteigerungsobjekte in Österreich, inklusive Bewertungen, Schätzwerten und erzielten Erlösen. Die aktuellen Zahlen deuten auf eine deutliche Marktverschiebung hin, deren Ursachen über reine Preisentwicklungen hinausgehen dürften.
In der Kategorie „Makler:in“ des Cäsar werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die mit der Verwertung eines aktuellen, außergewöhnlichen Projekts neue Maßstäbe gesetzt haben. Gesucht sind Immobilienmakler:innen, die nicht nur einen singulären Abschluss vorweisen, sondern über einen längeren Zeitraum hinweg durch Fachkompetenz, Marktkenntnis und belastbare Ergebnisse überzeugen.
Im Mittelpunkt stehen Leistungen, die über die reine Transaktion hinausgehen: eine realistische und nachvollziehbare Einpreisung, transparente Information gegenüber Auftraggebern sowie der konsequente Wille, ein Mandat strukturiert und erfolgreich zum Abschluss zu führen. Ebenso gewichtet wird der Aufbau langfristiger, vertrauensvoller Kundenbeziehungen – ein Faktor, der gerade in einem herausfordernden Marktumfeld an Bedeutung gewinnt. Die Auszeichnung richtet sich an Makler:innen, die komplexe Projekte professionell abgewickelt haben – sei es im Wohn-, Gewerbe- oder Investmentsegment. Bewertet werden neben dem Projekterfolg auch Prozessqualität, Beratungsleistung und nachhaltige Kundenbindung.
Nominierungen sind bis spätestens 31. März 2026 möglich. Branchenvertreter:innen können sich selbst oder Kolleg:innen über die Website des Cäsar einreichen. Neben der Kategorie „Makler:in“ stehen sieben weitere Kategorien offen, die unterschiedliche Bereiche der Immobilienwirtschaft abdecken.
Mit der Einreichphase startet damit die nächste Runde einer Auszeichnung, die sich in der Branche als Gradmesser für Qualität und Professionalität etabliert hat.
Der Immobiliendienstleister Rustler hat seinen Linzer Standort in das Mozart City Center verlegt. Mit dem Umzug in die Innenstadt von Linz reagiert das Unternehmen auf das anhaltende Wachstum am oberösterreichischen Markt. Das neue Büro soll sowohl für Kunden als auch für das Team erweiterte Kapazitäten schaffen.
Rustler ist seit rund 15 Jahren in Oberösterreich aktiv und betreut Liegenschaften in den Bereichen Hausverwaltung, Immobilienvermittlung und technische Objektbetreuung. Nach Unternehmensangaben ist die Zahl der verwalteten Objekte ebenso gestiegen wie die Mitarbeiterzahl am Standort. Vor diesem Hintergrund wurde eine räumliche Expansion erforderlich.
Am neuen Standort arbeitet ein 20-köpfiges Team unter der Leitung von Tina Wimmer. „Diese bieten nicht nur mehr Platz für effiziente Arbeitsabläufe und eine angenehme Arbeitsatmosphäre, sondern schaffen auch die strukturellen Voraussetzungen für weiteres personelles Wachstum am Standort“, erklärt Wimmer zu den neuen Büroräumlichkeiten.
Mit der Übersiedlung positioniert sich das Unternehmen zentraler im Stadtgefüge. Das Mozart City Center zählt zu den etablierten Büro- und Handelsadressen der Landeshauptstadt und bietet entsprechende Infrastruktur sowie Anbindung an den öffentlichen Verkehr.
Für Rustler ist der Standortwechsel Teil einer längerfristigen Wachstumsstrategie. Der oberösterreichische Immobilienmarkt gilt – trotz verhaltener Transaktionsdynamik im bundesweiten Vergleich – weiterhin als stabiler Verwaltungs- und Betreuungsmarkt. In diesem Segment setzt das Unternehmen auf personelle Aufstockung und organisatorische Skalierung.
Umfrage zeigt Sorgen bei Mietern
Energiekosten drücken aufs Wohnen
von Laura Fürst
Hohe Energiepreise sind derzeit die größte wohnbezogene Sorge der Österreicher:innen. Das zeigt eine im Jänner 2026 durchgeführte Integral-Trendstudie im Auftrag von ImmoScout24, für die 1.000 Personen befragt wurden. 37 Prozent nennen Energiekosten als drängendstes Problem. Dahinter folgen hohe Mieten oder Kreditraten sowie steigende Betriebskosten. Rund 20 Prozent geben hingegen an, dass sie aktuell kein wohnbezogenes Problem belastet – ein Wert, der mit zunehmendem Alter steigt.
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. In der Steiermark sehen 45 Prozent die Energiepreise als größte Herausforderung, in Niederösterreich 43 Prozent, in Kärnten rund 40 Prozent. Vergleichsweise niedriger ist der Anteil in Vorarlberg (28 Prozent) und Tirol (31 Prozent).
Ein klarer Unterschied zeigt sich zwischen Eigentum und Miete. Während mehr als ein Viertel der Eigentümer:innen angibt, keinerlei Belastung rund um das eigene Zuhause zu verspüren, trifft das nur auf 8 Prozent der Mieter:innen zu. 39 Prozent der Mieter:innen nennen hohe Wohnkosten als zentrales Problem, bei Bewohner:innen von Genossenschaftswohnungen sind es 37 Prozent. Insgesamt ist knapp ein Viertel aller Befragten mit steigenden Mieten, Kreditraten oder Betriebskosten konfrontiert.
Besonders betroffen ist die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen: 30 Prozent sehen in den Wohnkosten ihre größte Herausforderung. Unter den aktuell Wohnungssuchenden empfinden 42 Prozent die Suche nach einer Mietwohnung als schwierig – vor allem wegen des begrenzten Angebots im leistbaren Segment.
Neben Kostenfaktoren wirkt sich auch das Wohnumfeld aus. 22 Prozent berichten von Belastungen durch Nachbarschaftslärm oder Konflikte. In Gemeindewohnungen (28 Prozent) und Genossenschaftswohnungen (26 Prozent) ist der Anteil überdurchschnittlich hoch. Regional werden Konflikte besonders häufig in Kärnten (21 Prozent) genannt.
Strukturell zeigt die Studie eine gewisse Unwucht: 9 Prozent klagen über zu wenig Wohnraum, 5 Prozent hingegen über zu viel Platz. Letzteres betrifft häufig Haushalte nach familiären Veränderungen. Für den Markt bedeutet das: Leistbarkeit bleibt dominantes Thema – zugleich wächst der Anpassungsbedarf an veränderte Lebenssituationen.
262 Zimmer nahe Hauptbahnhof
Radisson Blu wächst in Salzburg
von Laura Fürst
Die Radisson Hotel Group baut ihre Präsenz in Österreich aus und hat einen Vertrag für das Radisson Blu Hotel & Conference Centre in Salzburg unterzeichnet. Das bestehende Haus mit 262 Zimmern wird derzeit zur Marke Radisson Blu konvertiert und soll ab Mitte 2026 unter neuem Namen auftreten. Franchisenehmer ist die GCH Hotel Group mit Sitz in Berlin, die rund 50 Hotels in Deutschland und Österreich betreibt.
Das Objekt positioniert sich künftig als Business- und Tagungshotel. Insgesamt stehen 1.785 Quadratmeter Veranstaltungsfläche zur Verfügung, verteilt auf 16 flexibel nutzbare Konferenzräume, darunter elf klassische Meetingräume. Der größte Saal umfasst 960 Quadratmeter. Damit zählt das Haus zu den größeren Konferenzstandorten der Stadt.
Ergänzt wird das Angebot durch Gastronomieflächen mit Bar-, Bistro- und Restaurantkonzept sowie einen Wellness- und Fitnessbereich mit Pool, Sauna und Trainingsmöglichkeiten. Der Standort in der Elisabeth-Vorstadt liegt in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof; die Altstadt ist fußläufig in rund 15 bis 20 Minuten erreichbar.
Max Gross, Chief Development Officer Central & Eastern Europe, Radisson Hotel Group, erklärt: „Mit dem Radisson Blu Hotel & Conference Centre, Salzburg bauen wir unsere Präsenz in Österreich weiter aus und beweisen unsere Fähigkeit, bestehende Hotels auch unter unseren Core Brands zu integrieren. Zudem stärken wir die führende Position von Radisson Blu als größte Upper-Upscale-Marke in Europa. Wir danken unseren Partnern von GCH Hotel Group für ihr fortwährendes Vertrauen und freuen uns über den weiteren Ausbau unserer guten Zusammenarbeit.“
Auch Betreiberseite sieht Potenzial im Mice-Segment. „Die Konversion zum Radisson Blu ermöglicht es uns, das Haus gezielt als führendes Business- und Tagungshotel im Salzburger Markt zu positionieren und damit das wachsende Mice-Segment optimal zu bedienen. Wir schätzen die enge Zusammenarbeit mit der Radisson Hotel Group sehr und blicken zuversichtlich auf die Markteinführung Mitte 2026 sowie die sukzessive Weiterentwicklung des Angebots für nationale und internationale Veranstaltungs- und Geschäftsreisende,“ sagt Sascha Hampe, CEO der GCH Hotel Group.
Projektstart für Auer.One
115 neue Wohnungen in Klagenfurt
von Stefan Posch
In der Auergasse, Ecke Mießtaler Straße, hat in Klagenfurt der Rückbau eines Bestandsgebäudes begonnen. Auf dem innerstädtischen Grundstück entwickelt die ÖKO Soziales Wohnen Wohnungsbesitzgesellschaft m.b.H. das Neubauprojekt „Auer.One“. Der Baustart ist für Sommer 2026 vorgesehen, die Fertigstellung für 2028.
Das bestehende Gebäude galt nach Angaben der Entwicklerin als nicht mehr wirtschaftlich und ökologisch sanierbar. „Uns war es besonders wichtig, diesen Prozess sozial verträglich und transparent zu gestalten. Die Umsiedelung aller Mieter:innen ist erfolgreich abgeschlossen, und wir freuen uns, dass wir für alle eine gute neue Wohnperspektive schaffen konnten“, betont Geschäftsführer Stefan Konecny. Die inneren Rückbauarbeiten laufen seit 2025, der Außenabriss soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Währenddessen würden Sicherheits- und Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt.
Geplant ist ein Wohnbau mit 115 Stellplätzen, davon 103 in einer Tiefgarage, sowie 236 Fahrradabstellplätzen. Ergänzt wird das Mobilitätskonzept um E-Mobilitätsangebote; zudem erhält jede:r Erstmieter:in ein Jahresticket für den öffentlichen Verkehr in Klagenfurt.
Der Wohnungsmix setzt überwiegend auf Zwei- und Drei-Zimmer-Einheiten, ergänzt um Vier-Zimmer-Wohnungen und Penthouse-Typen. Alle Einheiten verfügen über Loggien oder Balkone, südseitige Freibereiche sind vorgesehen. Ein gemeinschaftlicher Innenhof mit Spielplatz, Home-Office-Bereiche, ein Allgemeinraum mit Dachterrasse und Blick auf die Karawanken sowie Flächen für Urban Gardening sollen gemeinschaftliche Nutzungen ermöglichen.
Der Standort liegt in fußläufiger Distanz zum Stadtzentrum, nahe Bahnhof und Konzerthaus. Damit adressiert das Projekt sowohl urbane Haushalte als auch Pendler. Für den Klagenfurter Wohnungsmarkt bedeutet Auer.One eine Verdichtung in gut angebundener Lage – mit Fokus auf leistbares Wohnen und ergänzender Infrastruktur.
Zukauf treibt Prognose für 2026
Scout24 forciert Wachstumsschub
von Laura Fürst
Der Betreiber von Scout24, bekannt durch ImmoScout24, stellt nach einem Zukauf in Spanien weiteres Wachstum in Aussicht. Für 2026 erwartet der Dax-Konzern ein Umsatzplus von 16 bis 18 Prozent, nachdem die Erlöse 2025 bereits um 14,7 Prozent auf 649,6 Millionen Euro gestiegen waren. Sechs bis sieben Prozentpunkte des prognostizierten Wachstums sollen vom Erwerb der spanischen Plattformen Fotocasa und Habitaclia kommen.
2025 erzielte das Unternehmen einen Betriebsgewinn von 405,7 Millionen Euro – ein Plus von 16,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die operative Marge lag bei 62,5 Prozent und damit um einen Prozentpunkt höher als 2024. Für 2026 rechnet Scout24 allerdings mit einer etwas niedrigeren Marge von bis zu 61 Prozent. Begründet wird dies unter anderem mit Integrationseffekten aus dem Zukauf.
Scout24-Chef Ralf Weitz sprach von einem starken Geschäftsjahr. Das Unternehmen habe seine Rolle als zentrale Plattform für Immobilientransaktionen in Deutschland weiter ausgebaut. „Für 2026 erwarten wir eine anhaltende Dynamik“, betonte Weitz. Details zur aktualisierten Strategie sollen bei einem Kapitalmarkttag im Mai präsentiert werden.
Das Ergebnis wurde 2025 neben operativen Effizienzsteigerungen und Synergien auch von einem Einmaleffekt aus der Neubewertung latenter Steuern beeinflusst. Mit dem Schritt nach Spanien setzt Scout24 auf Internationalisierung – und signalisiert zugleich, dass die Konsolidierung im europäischen Portalmarkt weitergeht.
Vier Häuser und 16 Wohnungen
Eigentumsoffensive in Simmering
von Laura Fürst
In der Brambillagasse 20 in Wien-Simmering errichtet die BWSG vier Stadthäuser und 16 Eigentumswohnungen. Am 25. Februar wurde die Gleichenfeier begangen, die Fertigstellung ist für September 2026 geplant. Neben dem klassischen Kauf setzt der gemeinnützige Bauträger auf ein Mietkauf-Modell mit fixer Kaufoption.
Das Projekt Brambilla umfasst Wohnungen mit 50 bis 77 Quadratmetern und zwei bis drei Zimmern. Ergänzt wird das Angebot durch vier Stadthäuser mit jeweils rund 90 Quadratmetern Wohnfläche. Hinzu kommen private Freiflächen in Form von Gärten, Balkonen und Dachterrassen. Tiefgaragenplätze können zusätzlich erworben werden.
„Mit dem Projekt Brambilla schaffen wir qualitätsvollen Wohnraum, der Eigentum auch in der Stadt realisierbar macht“, erklären die BWSG-Vorstände Arch. Kerstin Robausch-Löffelmann und Mathias Moser. „Unser Anspruch ist es, modernes Wohnen mit Nachhaltigkeit und hoher Lebensqualität zu verbinden – grün, urban und dennoch ruhig.“
Energetisch setzt das Projekt auf Wärmepumpe und Photovoltaikanlage. Beheizt und gekühlt wird über ein entsprechendes System, das auf einen reduzierten Energieverbrauch abzielt.
Im Mietkauf beträgt die Mietzinsvorauszahlung 800 Euro pro Quadratmeter, die Bruttomiete rund 17 Euro pro Quadratmeter. Für ein Stadthaus ergibt sich damit eine monatliche Belastung ab etwa 1.950 Euro brutto. Eine Kaufoption besteht nach fünf, zehn oder 15 Jahren – zu einem bereits bei Vertragsabschluss fixierten Preis. Der Hauptmietzins wird mit zwei Prozent jährlich indexiert. Im Falle des Kaufs werden 100 Prozent der Mietzinsvorauszahlung sowie 75 Prozent der bis dahin geleisteten Mietzinszahlungen angerechnet.
„Damit ermöglichen wir einen planbaren und fairen Weg ins Eigentum. Unsere Mieterinnen und Mieter bauen Schritt für Schritt Eigenkapital auf – und sichern sich gleichzeitig heute schon ihren zukünftigen Kaufpreis“, sagt Vertriebsleiter Martin Korbutt.
Das Projekt liegt in einem gewachsenen Grätzl mit Nahversorgung und Anbindung an die U-Bahn-Station Simmering. Die Innenstadt ist laut Entwickler in rund 15 Minuten erreichbar.
Am 20. Mai 2026 findet in Wien die KI Con 2026 statt. Veranstalter ist Digital Findet Stadt. Die Convention gilt als zentrale Branchenplattform für Künstliche Intelligenz entlang des gesamten Gebäudelebenszyklus in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Zum dritten Mal bringt das Format Unternehmen, Start-ups, Forschung und Anwender:innen zusammen, um konkrete KI-Anwendungen und technologische Entwicklungen zu präsentieren.
Im Fokus der kommenden Ausgabe stehen gezielt junge Unternehmen. Gesucht werden KI-Lösungen, die sowohl auf der Hauptbühne gepitcht als auch im sogenannten KI-Tool-Parcours live demonstriert werden. Das Format richtet sich an Start-ups, die ihre Anwendungen praxisnah vorstellen und im direkten Austausch mit Entscheidern aus der Immobilien- und Bauwirtschaft testen möchten.
Der KI-Tool-Parcours ist als geführtes Rundgangsformat konzipiert. Besucher:innen erleben die Anwendungen vor Ort, können Funktionen ausprobieren und konkrete Use Cases diskutieren. Für Aussteller:innen bedeutet das direkten Kontakt zu potenziellen Kunden, Feedback aus der Praxis und qualifizierte Leads. Für das Fachpublikum bietet das Format die Möglichkeit, KI-Lösungen nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern im operativen Kontext zu bewerten. Die bisherigen Ausgaben der KI Con verzeichneten ein fachlich spezialisiertes Publikum sowie eine starke Präsenz von Branchenunternehmen. Thematisch deckt die Veranstaltung die gesamte Wertschöpfungskette ab – von Planung, Bau und Betrieb bis hin zu Asset Management und ESG-Reporting.
Mit der gezielten Einbindung von Start-ups setzt die KI Con 2026 auf frühe Innovationsintegration in bestehende Prozesse. Für junge Anbieter von KI-Tools eröffnet sich damit eine Bühne vor einem Markt, der zunehmend nach Effizienzsteigerung, Automatisierung und datenbasierten Entscheidungsgrundlagen sucht.
In Berlin-Spandau entsteht mit dem Quartier Neues Gartenfeld ein neuer Stadtteil für rund 10.000 Menschen. Auf etwa 60 Hektar Fläche werden Wohnungen, Gewerbe und soziale Infrastruktur entwickelt. Ziel ist eine energieeffiziente, dezentrale Versorgung und eine technisch integrierte Quartierslösung – von der Wärmeverteilung in den Gebäuden bis zum Entwässerungssystem im Tiefbau.
Die landeseigene Gewobag realisiert in mehreren Baufeldern rund 1.100 Wohnungen sowie etwa 50 Gewerbeeinheiten, ergänzt um Kita und Beherbergungsbetrieb. Die Energieversorgung basiert auf Kraft-Wärme-Kopplung, Wärmepumpen und einer Power-to-Heat-Anlage. Photovoltaik und perspektivisch Wasserstoff sollen die CO₂-Emissionen senken. Die Wärme- und Kälteversorgung wird dezentral organisiert.
Für die Wärmeverteilung in den Gebäuden kommen Flächenheizsysteme von Rehau zum Einsatz. Verbaut werden das Rohrsystem Rautherm NEO-X5 sowie die Tackerplatte 30-3. Insgesamt werden rund 300.000 Meter Rohr auf mehr als 48.000 Quadratmetern Tackerplatte verlegt. Das Fünfschicht-Rohrsystem mit Sauerstoffbarriere ist für eine Druckbelastung von 8 bar ausgelegt und wird nach Herstellerangaben mit 100 Prozent grünem Strom produziert.
Fatih Yakut, Geschäftsführer der ausführenden Davinci Therm & Screed GmbH, sagt: „Wir bekommen hier ein Komplettpaket aus innovativen, verlegefreundlichen Produkten, einer verlässlichen Abwicklung und professioneller Hilfe bei der Umsetzung.“ Auch Planer Martin Jurisch vom Ingenieurbüro Lebrenz betont: „Für uns als Fachplaner sind bewährte, zuverlässige Produkte genauso wichtig wie eine professionelle Beratung durch den Hersteller. Rehau unterstützt uns bei Bedarf beim Planen und Auslegen der Systeme“.
Neben der Gebäudetechnik spielt die Entwässerung eine zentrale Rolle. Aufgrund von Altlasten, Torfeinlagerungen und der Lage im Trinkwasserschutzgebiet sind erhöhte Anforderungen an den Tiefbau gestellt. Eingesetzt werden unter anderem bis zu 40 Abwasser- und Inspektionsschächte sowie Regenrückhaltebecken mit einem Speichervolumen von bis zu 960 Litern pro Kubikmeter. Damit wird Regenwasser unterirdisch zwischengespeichert und kontrolliert abgeführt. Das Neue Gartenfeld steht damit exemplarisch für integrierte Quartiersentwicklung, bei der Energie, Baugrund und Infrastruktur frühzeitig zusammengedacht werden.
Die Regierungsfraktionen haben am 25. Februar die Eckpunkte für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) vorgestellt. Der Immobilienverband Deutschland IVD bewertet die Pläne als ersten Schritt hin zu mehr Klarheit für Eigentümer – sieht jedoch weiterhin erhebliche offene Fragen. Ziel des Gesetzes ist es, die Modernisierung des Gebäudebestands neu zu regeln und die hitzige Debatte um das sogenannte Heizungsgesetz zu befrieden.
IVD-Präsident Dirk Wohltorf erklärt: „Die Koalition nimmt mit dem neuen Gesetz den unmittelbaren Handlungsdruck von den Gebäudeeigentümern, den das Heizungsgesetz ausgelöst hatte. Die Union löst damit ein zentrales Wahlversprechen ein. Immobilieneigentümer erhalten erste Klarheit.“
Konkret begrüßt der Verband das Instrument der „Biotreppe“, das für Bestandsgebäude mit Gasheizungen Übergangsoptionen eröffnet. Der Einbau von Gas- und Ölheizungen soll weiterhin möglich bleiben, verbunden mit einer schrittweisen Dekarbonisierung. Auch die erleichterte Nutzung von Wasserstoff wird positiv hervorgehoben.
Doch die angekündigte Technologieoffenheit wirft Fragen auf. Ein gesetzlich festgeschriebener Katalog zulässiger Heizsysteme könnte den Spielraum wieder einschränken. Zudem ist unklar, wie die nationale Umsetzung der europäischen Gebäudeeffizienzrichtlinie in das GMG integriert werden soll. Weitere Ankündigungen – darunter ein mögliches „Wärmegesetz“, Einschränkungen bei der Heizungswahl in Mietshäusern sowie ein vorgesehenes „Nachsteuern“ ab 2030 – könnten laut IVD die Investitionsbereitschaft bremsen.
Der Verband fordert im angekündigten Gesetzentwurf zu Ostern mehr Planungssicherheit. Effizienzmaßnahmen und Heizungswahl müssten stärker verzahnt und flexibler gestaltbar sein. Darüber hinaus plädiert der IVD für Quartierslösungen, um die Dekarbonisierung des Gebäudesektors wirtschaftlich tragfähig umzusetzen.
Im 22. Wiener Gemeindebezirk entsteht am Hausgrundweg das Wohnprojekt Am schönen Grund. Entwickelt wird ein Ensemble mit 28 Eigentumswohnungen zwischen rund 31 und 90 Quadratmetern. Die Einheiten umfassen ein bis vier Zimmer und richten sich damit sowohl an Eigennutzer als auch an Anleger. Der Baustart ist erfolgt, das Projekt positioniert sich im wachsenden Teilmarkt der Donaustadt.
Geplant sind kompakte Garçonnièren ebenso wie familiengeeignete Vierzimmerwohnungen. Die Grundrisse setzen auf klar getrennte Wohn- und Schlafbereiche, ergänzt um Balkone, Terrassen oder Eigengärten. Ein Lift erschließt alle Ebenen. Im Untergeschoß stehen acht Tiefgaragenstellplätze zur Verfügung – ein im Quartier nicht selbstverständliches Angebot.
Zur technischen Ausstattung zählen Fußbodenheizung, vorbereitete Anschlüsse für Klimageräte in den Dachgeschoßwohnungen sowie zeitgemäße Sanitärlösungen. Die Küchen werden als Einbauvarianten umgesetzt. Das Projekt folgt damit einem Standard, der im Neubausegment des Bezirks derzeit häufig nachgefragt wird.
Der Standort in Wien-Donaustadt profitiert von seiner Nähe zu den Naherholungsräumen an Alte Donau, Neue Donau und Donauinsel. Gleichzeitig ist die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ausgebaut: Die U2-Station Hardeggasse liegt rund 950 Meter entfernt. Ergänzend verkehren die Straßenbahnlinie 25 sowie die Buslinie 26A, die S-Bahn-Station Wien Erzherzog-Karl-Straße ist ebenfalls rasch erreichbar.
In der weiteren Umgebung befinden sich Nahversorger, Schulen und medizinische Einrichtungen. Die Nähe zu Donau City und zur UNO City sorgt zudem für Nachfragepotenzial durch internationale Organisationen und Unternehmen.
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