Vorfertigung wird zur Notwendigkeit

VÖPE sieht grundlegende Transformation am Bau

von Stefan Posch

Roman Fritz-Salamon, Sabine Müller und Andreas Kött © ALBA Communications Roman Fritz-Salamon, Sabine Müller und Andreas Kött © ALBA Communications
Die VÖPE hat in einem Pressegespräch die zentrale Ergebnisse ihrer Ausschussarbeit präsentiert. Dabei wurde die Vorfertigung für den Bau von Gebäuden als ökonomisch und ökologisch alternativlos präsentiert. Zudem wolle man mehr Klarheit beim Thema Bodenversiegleung schaffen.

VÖPE-Präsident Andreas Köttl betonte die Verantwortung der Projektentwickler: „Mit jeder Quartiersentwicklung, jedem Wohn- oder Gewerbeprojekt werden langfristige Weichen für räumliche, soziale, wirtschaftliche und ökologische Entwicklungen gestellt. Bauweise, Energieeffizienz und Flächennutzung beeinflussen unseren ökologischen Fußabdruck maßgeblich.“ In fünf breit aufgestellten Ausschüssen – Bauen, Corporate Strategy, Nachhaltigkeit, Recht & Finanzierung sowie Wohnen – arbeite man faktenbasiert und zukunftsorientiert an Lösungen für die drängenden Themen der Branche. Die Ergebnisse würden sowohl in die Mitgliedsunternehmen als auch an politische Entscheidungsträger getragen.

Ein konkretes Beispiel für diesen Input sei die angekündigte Vereinfachung der UVP-Verfahren durch die Bundesregierung. „Dafür haben wir uns viele Jahre eingesetzt“, so Köttl. Ziel bleibe es, Verfahren zu beschleunigen, Vereinheitlichungen voranzutreiben und leistbares Bauen zu ermöglichen. Ein Großteil der VÖPE-Vorschläge habe bereits Eingang in das Regierungsprogramm gefunden.

Die Bauwirtschaft stehe vor einer grundlegenden Transformation, erklärte Roman Fritz-Salamon (Strabag AG), Vertreter des VÖPE-Ausschusses Bauen. Fachkräftemangel, steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Effizienz sowie der Druck auf Realisierungszeiten erforderten neue Ansätze. Ein zentraler Hebel sei die Vorfertigung: „Dabei wird die Wertschöpfung von der Baustelle in industrielle Produktionsstätten verlagert. Fertige Bauteile werden mit minimalen Emissionen auf dem Baufeld montiert“, so Fritz-Salamon. Serielles und modulares Bauen, KI in der Projektentwicklung sowie die Weiterentwicklung und Standardisierung von BIM-Prozessen seien dabei zentrale Themen. Ziel sei es, Planung, Ausschreibung und Ausführung durchgängig und effizient zu gestalten.

Wichtig sei jedoch: Vorfertigung bedeute keine uniforme Serienarchitektur. „Flexible Architektur bleibt möglich“, betont Fritz-Salamon. Vielmehr gehe es darum, Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu etablieren, Prozesse anzupassen und dadurch schneller, effizienter und ressourcenschonender zu bauen. Die Entwicklung gehe bis hin zu modularen Raumzellen, die sich auch für Aufstockungen eignen. Klar sei aber auch: Der Aufbau entsprechender Produktionsstrukturen erfordere hohe Investitionen – und Akzeptanz entlang der gesamten Stakeholderkette.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Bodenversiegelung. Sabine Müller, VÖPE-Vorständin und Vorständin der Wien 3420 Development AG, sprach sich für eine sachliche, datenbasierte Diskussion aus. „Die Debatte über Bodenversiegelung braucht Klarheit statt Schlagworte“, so Müller. Begriffe wie Flächenverbrauch, Versiegelung oder Bebauungspotenzial würden häufig unterschiedlich verwendet und interpretiert – sowohl in der öffentlichen Diskussion als auch in politischen Prozessen. Der VÖPE-Ausschuss Nachhaltigkeit hat daher ein Glossar mit 99 Begriffen – von A wie Acker-Grünland bis Z wie Zwischennutzung – erarbeitet, um eine gemeinsame fachliche Grundlage zu schaffen. Entscheidend sei nicht nur, wie viel gebaut werde, sondern wie und wo. „Wachstum muss kompakt gebündelt werden – denn nur eine kompakte Stadt ist eine nachhaltige Stadt“, betont Müller. Die „Stadt der kurzen Wege“ sei dabei Leitbild und Ziel zugleich.

Die Botschaft ist klar: Bauen muss schneller, effizienter und nachhaltiger werden – und die Rahmenbedingungen müssen diesen Wandel ermöglichen.
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Warnung vor Stillstand

WKÖ-Bilanz zum Bestellerprinzip 2025

von Laura Fürst

Immobilienmakler sehen sich angesichts steigender Bruttomieten und komplexerer Rahmenbedingungen als stabilisierenden Faktor am österreichischen Wohnungsmarkt © Adobe Stock Immobilienmakler sehen sich angesichts steigender Bruttomieten und komplexerer Rahmenbedingungen als stabilisierenden Faktor am österreichischen Wohnungsmarkt © Adobe Stock
Wer 2025 in Österreich eine Wohnung suchte oder vermietete, sah sich mit sinkenden Nettomieten, aber steigenden Gesamtkosten konfrontiert. Das geht aus der aktuellen Marktbilanz des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hervor. Untersucht wurden die Auswirkungen des Bestellerprinzips auf Angebotslage, Preisentwicklung und Inseratsdynamik.

„Wer 2025 in Österreich eine Wohnung gesucht oder vermietet hat, bewegte sich in einem Paradoxon: Während die reinen Nettomieten sanken, schossen die Bruttokosten durch die Decke“, sagt Roman Oberndorfer, Obmann des Fachverbandes. Im vierten Quartal lag der bundesweite Median der Nettomiete bei 10,06 Euro pro Quadratmeter. Die tatsächliche Bruttobelastung belief sich auf 15,22 Euro. Seit Einführung des Bestellerprinzips sei die Gesamtbelastung um 1,50 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

Nach einem deutlichen Rückgang der Mietwohnungsanzeigen unmittelbar nach Inkrafttreten des Provisionsentfalls auf Mieterseite habe sich das Anzeigenvolumen 2025 wieder stabilisiert. Laut WKÖ zeige sich jedoch eine klare Trennung zwischen privaten und gewerblichen Anbietern.

„Wir sehen 2025 eine ganz klare Trennung: Auf der einen Seite private Inserenten, die oft mit völlig unrealistischen Preisvorstellungen oder lückenhaften Unterlagen scheitern. Auf der anderen Seite die Makler, die den Markt mit kühlem Kopf stabilisieren“, so Mario Zoidl, stellvertretender Obmann und Sprecher der österreichischen Immobilienmakler. In Niederösterreich etwa lägen gewerbliche Angebote mit 8,60 Euro pro Quadratmeter unter dem privaten Schnitt.
In einzelnen Bundesländern verweisen die Standesvertreter auf kurze Verweildauern professionell vermarkteter Objekte. Im Burgenland würden Inserate teils weniger als 30 Tage online bleiben. In Salzburg seien trotz Bruttomieten von über 22 Euro stabile Vermarktungszeiten erzielt worden.

Mit der Plattform immomarktplatz.at kündigt die WKÖ für 2026 eine zentrale Drehscheibe für gewerbliche Wohnungsanzeigen an. Ziel sei es, Angebot und Nachfrage strukturierter zusammenzuführen.
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Zinshausmodell wird wieder attraktiver

Grossmann + Kaswurm sieht Renditefenster

von Laura Fürst

SODA HOUSE – Schopenhauerstraße 84, 1180 Wien © Grossmann + Kaswurm SODA HOUSE – Schopenhauerstraße 84, 1180 Wien © Grossmann + Kaswurm
Der Wiener Projektentwickler Grossmann + Kaswurm sieht 2026 ein neues Einstiegsfenster für Immobilieninvestments. Nach der Marktkorrektur setzt das Unternehmen auf planbare Entwicklungen, selektive Zukäufe und eine Rückkehr zum klassischen Zinshausmodell. Das aktuelle Projektvolumen liegt bei 89 Mio. Euro, mehrere Vorhaben stehen vor Fertigstellung. Seit Beginn der Marktverwerfungen hat das Unternehmen 186 Wohneinheiten mit 14.808 m² Nettonutzfläche realisiert. Der Fokus liegt auf Bestandsimmobilien, Dachgeschoßausbauten und Neubauten.

Geschäftsführer Benedikt Grossmann verweist auf deutlich gesunkene Einstiegspreise: „Das klassische Zinshausmodell Ankauf – Sanierung – Parifizierung – Abverkauf wird wieder deutlich attraktiver. Die Einstandspreise liegen heute rund 50 Prozent unter Vorkrisenniveau. Das eröffnet neue Renditefenster und federt einen großen Teil der gestiegenen Finanzierungskosten sowie der höheren Bau- und Regulierungskosten ab. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Altbauwohnungen weiterhin sehr gut.“

Co-Geschäftsführer Peter Kaswurm sieht die Angebotsseite gebremst: „Der Markt hat massiv an Tempo verloren – nicht, weil die Nachfrage fehlt, sondern weil Regulierung und Finanzierungspraxis viele Projekte ausbremsen.“ Banken finanzierten häufig nur rund 60 Prozent, basierend auf konservativen Bewertungen.
Das Unternehmen positioniert sich als Investmentpartner für Zinshäuser mit Fokus auf kalkulierbare Objektzustände, wertstabile Lagen und klar erkennbare Nachfrage. Zu den aktuellen Projekten zählen „Soda House“ in Wien-Währing (14 Einheiten), „Parkside“ in Wien-Mariahilf (20 Eigentumswohnungen, 1.466 m²) sowie „Flow“ in Wien-Floridsdorf nahe der Alten Donau.

Für Investoren ergebe sich ein Marktumfeld mit weniger Wettbewerb, attraktiveren Einstiegspreisen und stabiler Wohnungsnachfrage in Wien – vorausgesetzt, das Zinsniveau bleibe berechenbar.
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S+B Gruppe baut Rechenzentrum

Baugenehmigung in Pipera erhalten

von Laura Fürst

S+B Gruppe erhält Baugenehmigung für Bukarests erstes hochmodernes eigenständiges Rechenzentrum © Adobe Stock S+B Gruppe erhält Baugenehmigung für Bukarests erstes hochmodernes eigenständiges Rechenzentrum © Adobe Stock
Die S+B Gruppe hat die Baugenehmigung für ein eigenständiges Rechenzentrum im Bukarester Stadtteil Pipera erhalten. Das Projekt soll mit 12 Megawatt installierter Leistung und rund 3.400 Quadratmetern White Space ausgestattet werden. Der Baustart ist vorbereitet, die Inbetriebnahme wird innerhalb von 18 bis 24 Monaten erwartet.

Der Standort liegt direkt bei der Metrostation Pipera und damit im etablierten Cluster für digitale Infrastruktur der rumänischen Hauptstadt. Es handelt sich laut Unternehmen um die erste moderne, eigenständig entwickelte Tier-III-Anlage in Bukarest. Die technische Auslegung nach Tier-III-Standard zielt auf hohe Verfügbarkeit und redundante Versorgungssysteme ab.

„Dieses Projekt markiert einen bedeutenden Meilenstein für die digitale Infrastruktur Bukarests“, sagte Melinda Reikli, Country Manager Rumänien bei der S+B Gruppe. „Wir bringen S+Bs nachgewiesene Erfolgsbilanz bei der Umsetzung komplexer, hochwertiger Projekte in Mittel- und Osteuropa ein, um der wachsenden Nachfrage nach unternehmensfähigen Rechenzentren in einem der dynamischsten Märkte Europas gerecht zu werden.“

Das Konzept setzt auf Ankermieter und flexible Build-to-Suit-Lösungen. Damit richtet sich das Rechenzentrum insbesondere an Hyperscaler, Cloud-Anbieter, Finanzinstitute und Technologieunternehmen, die dedizierte Kapazitäten in Südosteuropa aufbauen wollen.
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Anna-Lindh-Haus voll vermietet

100 % Quote ein Jahr vor Übergabe

von Laura Fürst

Anna-Lindh-Haus, Berlin © CA Immo Anna-Lindh-Haus, Berlin © CA Immo
Die CA Immo hat das Berliner Projekt Anna-Lindh-Haus ein Jahr vor Fertigstellung vollständig vorvermietet. Zwei langfristige Verträge über insgesamt rund 16.700 m² Bürofläche sichern die Vollvermietung des Neubaus in der Europacity. Der Einzug der Mieter ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Die annualisierte Bruttomiete wird mit 7,9 Millionen Euro beziffert.

Mit dem Abschluss erreicht CA Immo für alle aktuell in Berlin im Bau befindlichen Projekte – insgesamt rund 62.500 m² in drei Entwicklungen – eine Vorvermietungsquote von 100 Prozent noch vor Fertigstellung. Erst kürzlich hatte das Unternehmen einen Mietvertrag über rund 11.500 m² im Projekt „Karlsgärten“ nahe Potsdamer Platz unterzeichnet.

„Die erfolgreiche Vorvermietung des Anna-Lindh-Hauses ist ein weiterer Meilenstein in der aktiven Entwicklungspipeline von CA Immo in Berlin. Mit einem Flächenvolumen von rd. 62.500 m² im Bau haben wir nun vorzeitig, noch vor Fertigstellung, eine 100%ige Vorvermietungsquote für alle drei Projekte erreicht“, sagt CEO Keegan Viscius. Es gebe weiterhin „einen großen Stamm institutioneller Nutzer“, die sich langfristig für Class-A-Büroflächen mit hoher Nachhaltigkeitsausstattung entscheiden.

Das siebengeschossige Gebäude mit rund 17.400 m² oberirdischer Bruttogeschossfläche entsteht in der Jean-Monnet-Straße unweit des Berliner Hauptbahnhofs. Es wird in Holzhybridbauweise errichtet – als erstes Bürogebäude dieser Art in der Europacity. Durch die Konstruktion soll der CO₂-Ausstoß rund 30 Prozent unter jenem eines Standardgebäudes liegen. Der Energiebedarf werde etwa 70 Prozent unter einem vergleichbaren Objekt liegen, rund 20 Prozent des Stroms sollen über Photovoltaik am Dach erzeugt werden.

Geplant sind Zertifizierungen nach Dgnb, Well Core und WiredScore jeweils in Platin. Das Gebäude erfüllt die Vorgaben für ein Niedrigstenergiegebäude (nZEB) und soll EU-Taxonomie-konform umgesetzt werden.

Angesichts der vollständigen Vorvermietung plant CA Immo weitere Projekte in der Europacity, darunter das Alexander-von-Humboldt-Haus mit rund 6.500 m² Fläche sowie zwei zusätzliche Entwicklungen mit zusammen rund 28.800 m².
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Neue Assistentin für IMMOunited-CEO

Sophie Hetfleisch unterstützt Schmid

von Laura Fürst

Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer IMMOunited / Sophie Hetfleisch, Personal Assistant Roland Schmid © IMMOunited GmbH Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer IMMOunited / Sophie Hetfleisch, Personal Assistant Roland Schmid © IMMOunited GmbH
IMMOunited übernimmt Sophie Hetfleisch ab sofort die Funktion der persönlichen Assistentin von CEO Roland Schmid. Das Unternehmen, das seit mehr als 18 Jahren am Markt tätig ist, stellt sich damit organisatorisch für die nächste Wachstumsphase auf.

Die 23-jährige Wienerin ist seit über zwei Jahren im Unternehmen tätig und war bislang im Support- und Sales-Bereich eingesetzt. Dort lernte sie sämtliche Produkte und internen Abläufe kennen. Nach der Matura absolvierte sie die Immobilienmaklerassistenz-Prüfung und verfügt damit über branchenspezifische Qualifikation.

In ihrer neuen Rolle fungiert Hetfleisch als zentrale Schnittstelle für organisatorische und administrative Agenden rund um den Eigentümer und Geschäftsführer. Gerade in einer Expansionsphase gewinnen strukturierte Prozesse, interne Koordination und Managementunterstützung an Bedeutung – insbesondere in datengetriebenen Unternehmen mit wachsender Produktpalette und steigender Kundenanzahl.

„Die erneute interne Nachbesetzung dieser Schlüsselposition zeigt, wie viel Potenzial in unserem großartigen Team steckt“, freut sich Roland Schmid, Eigentümer & CEO der seit über 18 Jahren erfolgreichen IMMOunited.

Sophie Hetfleisch sagt: „Ich freue mich sehr über den Vertrauensbeweis und über die Möglichkeit, Roland Schmid und die gesamte IMMOunited in dieser spannenden Unternehmensphase mit meinem Know-How begleiten zu dürfen.“
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Netzwerkabend über Sicherheit

Hypo Tirol und Thornton & Kautz luden ein

von Stefan Posch

Markus Binder, Lola Lindenbaum, Carmen Thornton und Johannes Kautz © Sebastian Philipp Markus Binder, Lola Lindenbaum, Carmen Thornton und Johannes Kautz © Sebastian Philipp
Unter dem Leitgedanken "Sicherheit aus unterschiedlichen Perspektiven" lud die Hypo Tirol Bank gemeinsam mit Thornton & Kautz Rechtsanwälte sowie der Künstlerin Lola Lindenbaum kürzlich zu einem inspirierenden Netzwerkabend in die Wiener Niederlassung der Hypo Tirol. Rund 60 hochkarätige Gäste aus Medien, Kultur und Wirtschaft folgten der Einladung und erlebten einen Abend, der Sicherheit aus finanzieller, juristischer und künstlerischer Perspektive beleuchtete.

Nach der Begrüßung durch Markus Binder, Leiter der Hypo Tirol Niederlassung Wien, gaben Carmen Thornton und Johannes Kautz spannende Einblicke in aktuelle Fragestellungen rund um Vermögensaufteilung bei Scheidung, Obsorge- und Unterhaltsverfahren sowie die rechtliche und betriebliche Vorsorge über die Ehe hinaus. Ergänzt wurden die juristischen Impulse durch die Werke von Lola Lindenbaum, deren „Campy Art“ zwischen Ernst und Ironie oszilliert und Stofflichkeit als Sinnbild für Geborgenheit – oder deren Verlust – einsetzt. Bei feinen Köstlichkeiten klang der Abend in angeregten Gesprächen aus und zeigte eindrucksvoll, wie vielschichtig Sicherheit gedacht und gestaltet werden kann.
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Grossmann + Kaswurm sieht Renditefenster

Zinshausmodell wird wieder attraktiver

von Laura Fürst

Der Wiener Projektentwickler Grossmann + Kaswurm sieht 2026 ein neues Einstiegsfenster für Immobilieninvestments. Nach der Marktkorrektur setzt das Unternehmen auf planbare Entwicklungen, selektive Zukäufe und eine Rückkehr zum klassischen Zinshausmodell. Das aktuelle Projektvolumen liegt bei 89 Mio. Euro, mehrere Vorhaben stehen vor Fertigstellung. Seit Beginn der Marktverwerfungen hat das Unternehmen 186 Wohneinheiten mit 14.808 m² Nettonutzfläche realisiert. Der Fokus liegt auf Bestandsimmobilien, Dachgeschoßausbauten und Neubauten.

Geschäftsführer Benedikt Grossmann verweist auf deutlich gesunkene Einstiegspreise: „Das klassische Zinshausmodell Ankauf – Sanierung – Parifizierung – Abverkauf wird wieder deutlich attraktiver. Die Einstandspreise liegen heute rund 50 Prozent unter Vorkrisenniveau. Das eröffnet neue Renditefenster und federt einen großen Teil der gestiegenen Finanzierungskosten sowie der höheren Bau- und Regulierungskosten ab. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Altbauwohnungen weiterhin sehr gut.“

Co-Geschäftsführer Peter Kaswurm sieht die Angebotsseite gebremst: „Der Markt hat massiv an Tempo verloren – nicht, weil die Nachfrage fehlt, sondern weil Regulierung und Finanzierungspraxis viele Projekte ausbremsen.“ Banken finanzierten häufig nur rund 60 Prozent, basierend auf konservativen Bewertungen.
Das Unternehmen positioniert sich als Investmentpartner für Zinshäuser mit Fokus auf kalkulierbare Objektzustände, wertstabile Lagen und klar erkennbare Nachfrage. Zu den aktuellen Projekten zählen „Soda House“ in Wien-Währing (14 Einheiten), „Parkside“ in Wien-Mariahilf (20 Eigentumswohnungen, 1.466 m²) sowie „Flow“ in Wien-Floridsdorf nahe der Alten Donau.

Für Investoren ergebe sich ein Marktumfeld mit weniger Wettbewerb, attraktiveren Einstiegspreisen und stabiler Wohnungsnachfrage in Wien – vorausgesetzt, das Zinsniveau bleibe berechenbar.

Baugenehmigung in Pipera erhalten

S+B Gruppe baut Rechenzentrum

von Laura Fürst

S+B Gruppe erhält Baugenehmigung für Bukarests erstes hochmodernes eigenständiges Rechenzentrum © Adobe Stock
Die S+B Gruppe hat die Baugenehmigung für ein eigenständiges Rechenzentrum im Bukarester Stadtteil Pipera erhalten. Das Projekt soll mit 12 Megawatt installierter Leistung und rund 3.400 Quadratmetern White Space ausgestattet werden. Der Baustart ist vorbereitet, die Inbetriebnahme wird innerhalb von 18 bis 24 Monaten erwartet.

Der Standort liegt direkt bei der Metrostation Pipera und damit im etablierten Cluster für digitale Infrastruktur der rumänischen Hauptstadt. Es handelt sich laut Unternehmen um die erste moderne, eigenständig entwickelte Tier-III-Anlage in Bukarest. Die technische Auslegung nach Tier-III-Standard zielt auf hohe Verfügbarkeit und redundante Versorgungssysteme ab.

„Dieses Projekt markiert einen bedeutenden Meilenstein für die digitale Infrastruktur Bukarests“, sagte Melinda Reikli, Country Manager Rumänien bei der S+B Gruppe. „Wir bringen S+Bs nachgewiesene Erfolgsbilanz bei der Umsetzung komplexer, hochwertiger Projekte in Mittel- und Osteuropa ein, um der wachsenden Nachfrage nach unternehmensfähigen Rechenzentren in einem der dynamischsten Märkte Europas gerecht zu werden.“

Das Konzept setzt auf Ankermieter und flexible Build-to-Suit-Lösungen. Damit richtet sich das Rechenzentrum insbesondere an Hyperscaler, Cloud-Anbieter, Finanzinstitute und Technologieunternehmen, die dedizierte Kapazitäten in Südosteuropa aufbauen wollen.
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100 % Quote ein Jahr vor Übergabe

Anna-Lindh-Haus voll vermietet

von Laura Fürst

Die CA Immo hat das Berliner Projekt Anna-Lindh-Haus ein Jahr vor Fertigstellung vollständig vorvermietet. Zwei langfristige Verträge über insgesamt rund 16.700 m² Bürofläche sichern die Vollvermietung des Neubaus in der Europacity. Der Einzug der Mieter ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Die annualisierte Bruttomiete wird mit 7,9 Millionen Euro beziffert.

Mit dem Abschluss erreicht CA Immo für alle aktuell in Berlin im Bau befindlichen Projekte – insgesamt rund 62.500 m² in drei Entwicklungen – eine Vorvermietungsquote von 100 Prozent noch vor Fertigstellung. Erst kürzlich hatte das Unternehmen einen Mietvertrag über rund 11.500 m² im Projekt „Karlsgärten“ nahe Potsdamer Platz unterzeichnet.

„Die erfolgreiche Vorvermietung des Anna-Lindh-Hauses ist ein weiterer Meilenstein in der aktiven Entwicklungspipeline von CA Immo in Berlin. Mit einem Flächenvolumen von rd. 62.500 m² im Bau haben wir nun vorzeitig, noch vor Fertigstellung, eine 100%ige Vorvermietungsquote für alle drei Projekte erreicht“, sagt CEO Keegan Viscius. Es gebe weiterhin „einen großen Stamm institutioneller Nutzer“, die sich langfristig für Class-A-Büroflächen mit hoher Nachhaltigkeitsausstattung entscheiden.

Das siebengeschossige Gebäude mit rund 17.400 m² oberirdischer Bruttogeschossfläche entsteht in der Jean-Monnet-Straße unweit des Berliner Hauptbahnhofs. Es wird in Holzhybridbauweise errichtet – als erstes Bürogebäude dieser Art in der Europacity. Durch die Konstruktion soll der CO₂-Ausstoß rund 30 Prozent unter jenem eines Standardgebäudes liegen. Der Energiebedarf werde etwa 70 Prozent unter einem vergleichbaren Objekt liegen, rund 20 Prozent des Stroms sollen über Photovoltaik am Dach erzeugt werden.

Geplant sind Zertifizierungen nach Dgnb, Well Core und WiredScore jeweils in Platin. Das Gebäude erfüllt die Vorgaben für ein Niedrigstenergiegebäude (nZEB) und soll EU-Taxonomie-konform umgesetzt werden.

Angesichts der vollständigen Vorvermietung plant CA Immo weitere Projekte in der Europacity, darunter das Alexander-von-Humboldt-Haus mit rund 6.500 m² Fläche sowie zwei zusätzliche Entwicklungen mit zusammen rund 28.800 m².
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Sophie Hetfleisch unterstützt Schmid

Neue Assistentin für IMMOunited-CEO

von Laura Fürst

Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer IMMOunited / Sophie Hetfleisch, Personal Assistant Roland Schmid © IMMOunited GmbH
IMMOunited übernimmt Sophie Hetfleisch ab sofort die Funktion der persönlichen Assistentin von CEO Roland Schmid. Das Unternehmen, das seit mehr als 18 Jahren am Markt tätig ist, stellt sich damit organisatorisch für die nächste Wachstumsphase auf.

Die 23-jährige Wienerin ist seit über zwei Jahren im Unternehmen tätig und war bislang im Support- und Sales-Bereich eingesetzt. Dort lernte sie sämtliche Produkte und internen Abläufe kennen. Nach der Matura absolvierte sie die Immobilienmaklerassistenz-Prüfung und verfügt damit über branchenspezifische Qualifikation.

In ihrer neuen Rolle fungiert Hetfleisch als zentrale Schnittstelle für organisatorische und administrative Agenden rund um den Eigentümer und Geschäftsführer. Gerade in einer Expansionsphase gewinnen strukturierte Prozesse, interne Koordination und Managementunterstützung an Bedeutung – insbesondere in datengetriebenen Unternehmen mit wachsender Produktpalette und steigender Kundenanzahl.

„Die erneute interne Nachbesetzung dieser Schlüsselposition zeigt, wie viel Potenzial in unserem großartigen Team steckt“, freut sich Roland Schmid, Eigentümer & CEO der seit über 18 Jahren erfolgreichen IMMOunited.

Sophie Hetfleisch sagt: „Ich freue mich sehr über den Vertrauensbeweis und über die Möglichkeit, Roland Schmid und die gesamte IMMOunited in dieser spannenden Unternehmensphase mit meinem Know-How begleiten zu dürfen.“

Hypo Tirol und Thornton & Kautz luden ein

Netzwerkabend über Sicherheit

von Stefan Posch

Markus Binder, Lola Lindenbaum, Carmen Thornton und Johannes Kautz © Sebastian Philipp
Unter dem Leitgedanken "Sicherheit aus unterschiedlichen Perspektiven" lud die Hypo Tirol Bank gemeinsam mit Thornton & Kautz Rechtsanwälte sowie der Künstlerin Lola Lindenbaum kürzlich zu einem inspirierenden Netzwerkabend in die Wiener Niederlassung der Hypo Tirol. Rund 60 hochkarätige Gäste aus Medien, Kultur und Wirtschaft folgten der Einladung und erlebten einen Abend, der Sicherheit aus finanzieller, juristischer und künstlerischer Perspektive beleuchtete.

Nach der Begrüßung durch Markus Binder, Leiter der Hypo Tirol Niederlassung Wien, gaben Carmen Thornton und Johannes Kautz spannende Einblicke in aktuelle Fragestellungen rund um Vermögensaufteilung bei Scheidung, Obsorge- und Unterhaltsverfahren sowie die rechtliche und betriebliche Vorsorge über die Ehe hinaus. Ergänzt wurden die juristischen Impulse durch die Werke von Lola Lindenbaum, deren „Campy Art“ zwischen Ernst und Ironie oszilliert und Stofflichkeit als Sinnbild für Geborgenheit – oder deren Verlust – einsetzt. Bei feinen Köstlichkeiten klang der Abend in angeregten Gesprächen aus und zeigte eindrucksvoll, wie vielschichtig Sicherheit gedacht und gestaltet werden kann.
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