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Mitterdorfer verlässt Amisola

Nachfoler seit Frühjahr gesucht

von Gerhard Rodler

Wechsel an der Spitze der Amisola Immobilien: Michael Mitterdorfer scheidet nach 23 Jahren aus der Karl Wlaschek Gruppe aus. Die Amisola Immobilien AG und damit die Immobiliengesellschaften der Karl Wlaschek Privatstiftung erhalten zum Jahreswechsel damit eine neue Unternehmensführung. Friedrich Reisenhofer bleibt weiterhin im Vorstand der Amisola.
Seit dem Frühjahr war ein Headhunter zur Suche beauftragt, betont ein Unternehmenssprecher.
Der Unternehmenssprecher betont dem gegenüber, dass das Ausscheiden in „größter Harmonie“ stattfinden würde.
„Michael Mitterdorfer hat den Aufbau und die Entwicklung unserer Immobiliengruppe von ihren Anfängen bis heute entscheidend mitgeprägt“, erklärt Günter Cerha, Aufsichtsratsvorsitzender und Vorstandsmitglied der Karl Wlaschek Privatstiftung, der Eigentümerin der Amisola Immobilien.
Mitterdorfer, 67, wird auch in Zukunft in der Immobilienbranche tätig sein: „Nach mehreren, spannenden Jahrzehnten in operativen Führungsfunktionen ist der Zeitpunkt für einen Generationswechsel gekommen und ich möchte für mich persönlich neue Akzente setzen. Dabei werde ich weiterhin viel mit Immobilien zu tun haben und meine umfassenden Erfahrungen und Kontakte einbringen.“ Der Nachfolger von Mitterdorfer soll demnächst veröffentlicht werden. Dann soll auch die Zahl der Vorstände klar sein.

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Zirkus für den guten Zweck

Reinerlös ging an Concordia Sozialprojekte

von Eva Palatin

Lauter strahlende Kinderaugen im Roncalli Zirkus, zu dem EHL Freunde, Mitarbeiter als auch deren Kinder geladen hatte. Vor allem konnten die Concordia - Kinder einen lustigen sorglosen Nachmittag genießen.

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Neue Lagezuschlagskarte in Wien

Unterteilung in drei Referenzzonen

von Stefan Posch

Der Oberste Gerichtshof (OGH) entschied zu Jahresbeginn, dass bei der Bewertung einer Lage in Wien nicht die Grundstückskosten entscheidend sind, sondern die „allgemeine Verkehrsauffassung und die Erfahrung des täglichen Lebens“. Nun hat die Stadt Wien ihre Lagezuschlagskarte dementsprechend umgebaut. Neu ist die Unterteilung des Stadtgebiets in drei Referenzzonen, innerhalb derer sich die Bebauungsmerkmale ähneln (dicht, mittel oder locker bebaut) und daher ein vergleichbares Wohngebiet darstellen. In jeder dieser Zonen wurden sechs Merkmale bewertet: Öffi-Anbindung, Bildungseinrichtungen, Gesundheitsversorgung, Nahversorgung, Grünraum und Bodenpreise. In der neuen Karte nun weit mehr Durchschnittslagen als zuvor. War bisher weniger als die Hälfte des Stadtgebiets (42 Prozent) von einem Zuschlag ausgenommen, sind es nun zwei Drittel (67 Prozent).
Dies trifft vor allem Lagen rund um den Gürtel und im Westen Wiens. Die Karte ist rechtlich nicht verbindlich und soll nur als Orientierungshilfe dienen. Die Karte können Sie hier einsehen.

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Hema expandiert weiter in Österreich

Zwei neue Standorte in Graz und Linz

von Stefan Posch

Der niederländische Einzelhandelskonzern Hema setzt seine Expansion in Österreich weiter fort. Nach dem Markteintritt im Frühjahr 2018 mit zwei Filialen am Wiener Westbahnhof und in der Mariahilfer Straße wurden nun zwei weitere Standorte fixiert: In der Steiermark wird Hema noch 2018 in der Shopping City Seiersberg einen 500 m² großen Shop eröffnen, in der Linzer Pluscity startet Hema voraussichtlich Anfang 2019 mit einer 630 m² großen Fläche. Begleitet wird Hema dabei erneut von EHL Immobilien in Zusammenarbeit mit Recondo Real Estate.
„Das Hema-Konzept und das vielfältige Produktangebot von Wohnaccessoires und Haushaltsprodukten über Baby- und Kinderkleidung bis hin zu Partyzubehör und typisch holländischen Süßigkeiten sind von den österreichischen Konsumenten sehr gut angenommen worden“, sagt EHL-Einzelhandelsexperte Jörg Bitzer. „Wenn es Einzelhändlern mit einem eigenständigen Konzept gelingt, ein vielfältiges und immer neues Einkaufserlebnis zu schaffen, gibt es auf dem österreichischen Markt nach wie vor ausgezeichnete Möglichkeiten und so kann sich der stationäre Einzelhandel auch erfolgreich gegen die Konkurrenz aus dem Internet behaupten.“ Hema wird in Österreich jedenfalls weitere Filialen eröffnen. Mehrere Standorte in Wien und in den Landeshauptstädten sind bereits in Vorbereitung. Der Fokus liegt dabei auf frequenzstarken Einkaufsstraßen, hochwertigen Shopping Centern aber auch größeren Bahnhöfen und Flughäfen.

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Betreutes Wohnen in Berndorf

Salzburg Wohnbau-Gruppe baut 16 Wohneinheiten

von Stefan Posch

Betreutes Wohnen BerndorfBetreutes Wohnen Berndorf

in der Gemeinde Berndorf realisierte das Bausparerheim, ein Unternehmen der Salzburg Wohnbau-Gruppe, ein Projekt im Bereich "Betreutes Wohnen". Insgesamt 16 Mietwohnungen mit Größen zwischen 56 m² und 69 m² wurden kürzlich an die Bewohner übergeben. Das Wohnhaus mit geförderten, barrierefreien 2- und 3-Zimmer-Mietwohnungen wurde nach den Plänen von Architekt Hubert Fölsche direkt im Ortszentrum errichtet. Das 1.900 m² große Grundstück in der Perwanger Straße wurde von der Gemeinde im Baurecht zur Verfügung gestellt. Im Erdgeschoß der Wohnanlage befindet sich ein 70 m² großer Gemeinschaftsraum, der sich ideal für diverse Freizeitaktivitäten und Veranstaltungen für die Bewohner eignet. Er soll künftig auch als Treffpunkt für die Kinderspiel- und Eltern-Kind-Gruppen generationenübergreifend genutzt werden.
Näheres entnehmen Sie bitte der Presseinformation im Anhang.

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Der CEE-Raum wächst weiter

CEE Property Forum über die Zukunft des Markts

von Charles Steiner

Wäre der Eiserne Vorhang 1989 nicht gefallen, es würden Investoren und Immobilienentwicklern wahre Perlen entgehen. Denn durch die Eingliederung der CEE-Staaten in den EU-Raum sind Investments dort, was Renditen betrifft, nicht nur weit über dem Niveau der westlichen Immobilienwelt, sondern sie auch sicher, was die Rechtsstaatlichkeit betrifft. Der Raum wird künftig noch eine größere Rolle spielen, darin waren sich die Teilnehmer des heurigen CEE Property Forum im Imperial Riding School Renaissance Vienna Hotel gestern und heute einig. „Wir bereiten uns für die Zukunft vor“, erklärte Silvio Estienne vom Regional Board der RICS Europe World im vollbesetzten Konferenzsaal.
Tatsächlich wird der ehemalige Ostblock, jetzt wirtschaftsstarke EU-Mitglieder, für Investoren immer wichtiger. Es gibt in Ländern wie Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei wie mittlerweile auch in Rumänien ein stark nachfragegetriebenes Wachstum. Das in Kombination mit einem starken Arbeitsmarkt, einer investorenfreundlichen Steuerpolitik ergibt einen wahren Boost für die Immobilienwirtschaft - und das bei Renditen, die im Westen niemals erwirtschaftet werden können, für internationale Konzerne ist der Raum ideal, um Headquarter dort zu errichten. Doch es gibt dort auch eine Kehrseite der Medaille: Der Arbeitsmarkt für Fachkräfte ist angespannt, fähiges Personal aus diesen Ländern wandert lieber in den Westen aus, da die Verdienstmöglichkeiten höher sind. Deswegen müsse man als Developer oder Investor selbst Personal stellen. Was aber der Euphorie nur sehr bedingt abträglich ist. Doch wird das Hoch im CEE-Raum in der Zukunft noch anhalten? Befürchtungen, wonach die politische Situation in manchen Ländern kritische Maße annehmen könnte, lagen zwar im Raum - doch solange sie Investoren betrifft, ist man auch hier in überwiegender Mehrheit optimistisch.

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Deregulierung von Baunormen gefordert

Erste Jahrestagung für Baurecht und Baustandards

von Stefan Posch

Austrian Standards und die Bundesinnung Bau fordern, Baunormen weiter zu deregulieren und die Rahmenbedingungen für das Planen und Bauen zu vereinfachen. 2016 und 2017 erarbeiteten rund 400 Personen und Organisationen im Rahmen des Dialogforums Bau Österreich konkrete Vorschläge, um Kosten zu senken, Planungssicherheit zu verbessern, Innovationen zu fördern und Haftungsrisiken zu reduzieren. „Die Bundesinnung Bau will mit Austrian Standards die erfolgreiche Initiative strukturiert weiterführen, um unter breiter Einbindung von Fachleuten systematisch an Verbesserungen zu arbeiten“, so Austrian-Standards-Ehrenmitglied Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel von der Bundesinnung Bau der WKÖ. Die Fachleute kommen aus Planung und Ausführung, Verwaltung, Forschung und Lehre und auch aus Industrie und von Interessensverbänden.
Am 28. November 2018 findet die „Jahrestagung 2018 für Baurecht und Baustandards“ bei Austrian Standards statt. Die Veranstaltung in Kooperation mit der Geschäftsstelle Bau der Wirtschaftskammer - Motto „Aktuelle Problemstellungen und Lösungsansätze; zwischen Baustelle, Wildwuchs und Tribunal?“ - bietet Gelegenheit für eine konstruktive Auseinandersetzung mit grundlegenden und zugleich konkreten Fragen rund um unterschiedliche Bauregelungen und deren Auswirkungen.

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Frankfurter "Literaturhaus" eröffnet

2014 begonnenen Sanierungsarbeiten wurden abgeschlossen

von Stefan Posch

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat die „Villa 102“, das ehemalige Frankfurter „Literaturhaus“ in der Bockenheimer Landstraße 102, nach mehrjähriger denkmalgerechter Sanierung mit einer festlichen Abendveranstaltung wieder eröffnet. Die KfW hatte das Haus in unmittelbarer Nachbarschaft ihres Frankfurter Hauptsitzes nach jahrelangem Leerstand im Jahr 2012 erworben.
Das von dem Architekten Alfred Engelhard in einem maßvollen neobarocken Stil geplante und in den Jahren 1912/1913 errichtete repräsentative Gebäude hatte nach einer wechselvollen Geschichte von 1990 bis 2005 als „Literaturhaus“ in Frankfurt besondere Bedeutung erlangt und drohte seither zu verfallen.
Bei den im Frühjahr 2014 begonnenen Sanierungsarbeiten wurde einerseits durch Erhalt und der Aufarbeitung möglichst vieler historischer Elemente den Anforderungen des Denkmalschutzes Rechnung getragen. In der Villa 102 wird zukünftig die KfW Stiftung mit Projekten und Veranstaltungen zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Globalisierung, Umwelt und Klimaschutz, demografischer Wandel sowie zu Kunst und Kultur präsent sein und das Haus dabei auch immer wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Zudem plant die KfW, das Gebäude für Veranstaltungen und als Dialogplattform zu nutzen. Im 2. Obergeschoss sind moderne Funktionsräume entstanden, die für Schulungszwecke genutzt werden.

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Wien und Graz platzen aus allen Nähten

Lösungen für die Stadtentwicklungen sind gefragt

von Charles Steiner

Die Menschen zieht es massiv in die Ballungsräume, Wien und Graz weisen ein Bevölkerungswachstum im zweistelligen Bereich auf. Dafür werden die Regionen ausgedünnt. Für die Städte eine Herausforderung, da schnell Wohnraum wie auch Arbeitsplätze samt Infrastruktur zur Verfügung stellen müssen, für die Kommunen, da die schrumpfende Kommunalsteuer ein weiteres Wachstum blockiert.
Doch wie kann man die Stadtentwicklung in Wien und Graz weiter boosten? Wie lässt sich die Infrastruktur nachziehen? Das wurde in der imh-Konferenz "Der Immobilienstandort Wien und Graz" im Arcotel Kaiserwasser in Wien anhand mehrerer Aspekte beleuchtet. Denn es gilt nicht nur, rasch Wohn- wie Arbeitsräume und Infrastruktur bereitzustellen, erschwerend kommt noch dazu, dass sich die Lebenswelten der Menschen stark geändert haben. Es gibt immer mehr Singles, was die Anzahl der Einpersonenhaushalte nach oben schnellen lässt, sollen dann Familien gegründet werden, braucht man wieder größere Wohneinheiten, die noch einigermaßen leistbar sind. Dazu gibt es mehrere Ansätze, die bei der Konferenz diskutiert wurden. Einerseits Quartiersentwicklung, die Mikrogrätzel entstehen lassen, andererseits Um- bzw. Nachnutzung nicht mehr zeitgemäßer Büroimmobilien, Nachverdichtung - aber auch Wohnhochhäuser waren im Gespräch. Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Holzmodulbauweise, die nicht nur deutlich höhere Errichtungsgeschwindigkeiten erlaubt, sondern auch eine deutlich höhere Flächenausbeute bei gleichbleibenden Kosten. Indes: Noch scheuen Bauträger diese Form zu bauen, da viele noch meinen, noch nicht das passende Know-how dazu entwickelt zu haben und man dem entsprechend nachrüsten müsse.
Auch Kurzzeitwohnen - etwa für Studenten oder Pendler - wäre eine Möglichkeit, Wohnraum zur Verfügung zu stellen - wie auch flexible Arbeitsplätze in Form von Co-Working. Präsentiert wurden auch einige Referenzprojekte, etwa die Seestadt in Wien wie auch das Brauquartier Puntigam in Graz. Auch Stadtteile, wo es noch Grundstücke gibt, sind dort zur Sprache gekommen.

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Rustler hielt Workshops zu Innovation

Konkrete Innovationsansätze sollen weiterverfolgt werden

von Stefan Posch

Innovationen sind oft jene Themen, die im Tagesgeschäft oft viel zu kurz kommen. Bei der Rustler Gruppe wird derzeit diesem Prozess gemeinsam mit einem externen Partner konsequent weiterentwickelt.
In mehreren Workshops wurde eine Fülle von Ideen generiert, von denen sieben konkrete Innovationsansätze und Aufgabenstellungen in den nächsten Monaten in der Rustler Gruppe von verschiedenen Teams weiterverfolgt werden. „Innovation ist nicht nur Sache des Managements. Ein entscheidender Faktor, um die Dynamik und Ideenfindung zu fördern, ist die Einbindung unserer Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Unternehmensbereichen und Ebenen“, erläutert der Geschäftsführer der Rustler Gruppe Robert Wegerer.

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Sicherheit und ihre Grenzen

Was Digitalisierung lösen kann - und was nicht

von Charles Steiner

Die Digitalisierung kann für noch mehr Gebäudesicherheit sorgen - doch auch das hat Grenzen. Nämlich, wenn etwa der Strom ausfällt. Doch was tun? Darüber diskutierten gestern Jörg Dreger (Dreger Group), Heinz Friedl (Raiffeisen-Holding NÖ-Wien), Wolfgang Langer (Safetyconsultin) und Gerhard Schuster (docu tools) im Rahmen des Wisag FM-Club im Haus des Meeres in Wien. Natürlich gibt es zwar in größeren Gebäuden Notstromaggregate, die ein paar Stunden laufen und so den Betrieb wie auch die Sicherheit aufrecht erhalten können. Das Buch "Blackout" von Marc Elsberg zitierend, stellt sich aber die Frage: Was ist, wenn die Stromversorgung für Tage oder gar Wochen zusammengebrochen ist? Da geht es dann ans Eingemachte, sind sich die Diskutanten einig: Da gewinnt, wer entsprechend Vorräte hat und sich auch selbst zu verteidigen vermag. Die Frage ist natürlich auch, wie wahrscheinlich ein solches Schreckensszenario ist.
Bei der Diskussion, die von Gisela Gary moderiert wurde, kam aber auch zutage, dass man selbst auf für die Sicherheit seiner persönlichen Daten achten sollte, da diese immens wertvoll sind und damit auch reger Handel betrieben wird. Auch das Thema Hacker wurde angesprochen.
Natürlich durfte da auch das Socializing nicht fehlen. Und der Anlass war groß, denn immerhin ist Brigitte Fiedler, Geschäftsführerin der Wisag, am Vortag zur Cäsarin gekürt worden. Die zahlreich erschienene Besucherschar zollte für diese Leistung entsprechenden Applaus.

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Termin zum Tag: Future:PropTech

Zum zweiten Mal Konferenz in Wien

von Charles Steiner

Digitalisierung, Blockchain, BigData oder BIM: Das alles sind Themen, die die Immobilienwirtschaft derzeit stark beschäftigt und ein eine neue Gruppe an Dienstleistern in diese Richtung generiert hat. Nämlich PropTechs - Unternehmen oder Startups, die nach passenden Lösungen für die Immobilienbranche arbeiten. Zum nunmehr zweiten Mal veranstaltet die Austrian PropTech Initiative, apti, die Future:PropTech in den Sofiensälen in Wien. Diese findet am 28. November statt, eine internationale Besetzung ist dort als Speaker geladen.
So referieren Key-Player der Branche wie Achim Jedelsky, Leiter Processes/IT bei Daimler Real Estate, Sebastian Kohts, Director Business Development von Wiredscore, Thomas Herr EMEA Head of Digital Innovation bei CBRE, (alle Deutschland) und Martin Bittner, Partner von Acccoi Partners und Domagoj Dolinsek, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von PlanRadar (beide Österreich) für den deutschsprachigen Raum. Die Internationalität der Konferenz bestätigen Referenten wie Or Perelman Co-Founder und COO von ChromaWay (Schweden), Brendan Wallace, Co-Founder und Managing Partner von Fifth Wall (Vereinigte Staaten), oder Taylor Wescoatt, Product Expert für Seedcamp (Großbritannien), um nur einige zu nennen. Infos und Tickets gibt es hier.

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Unterteilung in drei Referenzzonen

Neue Lagezuschlagskarte in Wien

von Stefan Posch

Der Obers­te Ge­richts­hof (OGH) ent­schied zu Jah­res­be­ginn, dass bei der Be­wer­tung ei­ner La­ge in Wien nicht die Grund­stücks­kos­ten ent­schei­dend sind, son­dern die „all­ge­mei­ne Ver­kehrs­auf­fas­sung und die Er­fah­rung des täg­li­chen Le­bens“. Nun hat die Stadt Wien ih­re La­ge­zu­schlags­kar­te dem­ent­spre­chend um­ge­baut. Neu ist die Un­ter­tei­lung des Stadt­ge­biets in drei Re­fe­renz­zo­nen, in­ner­halb de­rer sich die Be­bau­ungs­merk­ma­le äh­neln (dicht, mit­tel oder lo­cker be­baut) und da­her ein ver­gleich­ba­res Wohn­ge­biet dar­stel­len. In je­der die­ser Zo­nen wur­den sechs Merk­ma­le be­wer­tet: Öf­fi-An­bin­dung, Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, Ge­sund­heits­ver­sor­gung, Nah­ver­sor­gung, Grün­raum und Bo­den­prei­se. In der neu­en Kar­te nun weit mehr Durch­schnitts­la­gen als zu­vor. War bis­her we­ni­ger als die Hälf­te des Stadt­ge­biets (42 Pro­zent) von ei­nem Zu­schlag aus­ge­nom­men, sind es nun zwei Drit­tel (67 Pro­zent).
Dies trifft vor al­lem La­gen rund um den Gür­tel und im Wes­ten Wiens. Die Kar­te ist recht­lich nicht ver­bind­lich und soll nur als Ori­en­tie­rungs­hil­fe die­nen. Die Kar­te kön­nen Sie hier ein­se­hen.

Zwei neue Standorte in Graz und Linz

Hema expandiert weiter in Österreich

von Stefan Posch

Der nie­der­län­di­sche Ein­zel­han­dels­kon­zern Hema setzt sei­ne Ex­pan­si­on in Ös­ter­reich wei­ter fort. Nach dem Markt­ein­tritt im Früh­jahr 2018 mit zwei Fi­lia­len am Wie­ner West­bahn­hof und in der Ma­ria­hil­fer Stra­ße wur­den nun zwei wei­te­re Stand­or­te fi­xiert: In der Stei­er­mark wird Hema noch 2018 in der Shop­ping Ci­ty Sei­ers­berg ei­nen 500 m² gro­ßen Shop er­öff­nen, in der Lin­zer Plu­sci­ty star­tet Hema vor­aus­sicht­lich An­fang 2019 mit ei­ner 630 m² gro­ßen Flä­che. Be­glei­tet wird Hema da­bei er­neut von EHL Im­mo­bi­li­en in Zu­sam­men­ar­beit mit Re­con­do Re­al Es­ta­te.
„Das Hema-Kon­zept und das viel­fäl­ti­ge Pro­dukt­an­ge­bot von Woh­nac­ces­soires und Haus­halt­s­pro­duk­ten über Ba­by- und Kin­der­klei­dung bis hin zu Par­ty­zu­be­hör und ty­pisch hol­län­di­schen Sü­ßig­kei­ten sind von den ös­ter­rei­chi­schen Kon­su­men­ten sehr gut an­ge­nom­men wor­den“, sagt EHL-Ein­zel­han­dels­ex­per­te Jörg Bit­zer. „Wenn es Ein­zel­händ­lern mit ei­nem ei­gen­stän­di­gen Kon­zept ge­lingt, ein viel­fäl­ti­ges und im­mer neu­es Ein­kaufs­er­leb­nis zu schaf­fen, gibt es auf dem ös­ter­rei­chi­schen Markt nach wie vor aus­ge­zeich­ne­te Mög­lich­kei­ten und so kann sich der sta­tio­nä­re Ein­zel­han­del auch er­folg­reich ge­gen die Kon­kur­renz aus dem In­ter­net be­haup­ten.“ Hema wird in Ös­ter­reich je­den­falls wei­te­re Fi­lia­len er­öff­nen. Meh­re­re Stand­or­te in Wien und in den Lan­des­haupt­städ­ten sind be­reits in Vor­be­rei­tung. Der Fo­kus liegt da­bei auf fre­quenz­star­ken Ein­kaufs­stra­ßen, hoch­wer­ti­gen Shop­ping Cen­tern aber auch grö­ße­ren Bahn­hö­fen und Flug­hä­fen.
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Salzburg Wohnbau-Gruppe baut 16 Wohneinheiten

Betreutes Wohnen in Berndorf

von Stefan Posch

Betreutes Wohnen BerndorfBetreutes Wohnen Berndorf
in der Ge­mein­de Bern­dorf rea­li­sier­te das Bau­sparer­heim, ein Un­ter­neh­men der Salz­burg Wohn­bau-Grup­pe, ein Pro­jekt im Be­reich "Be­treu­tes Woh­nen". Ins­ge­samt 16 Miet­woh­nun­gen mit Grö­ßen zwi­schen 56 m² und 69 m² wur­den kürz­lich an die Be­woh­ner über­ge­ben. Das Wohn­haus mit ge­för­der­ten, bar­rie­re­frei­en 2- und 3-Zim­mer-Miet­woh­nun­gen wur­de nach den Plä­nen von Ar­chi­tekt Hu­bert Föl­sche di­rekt im Orts­zen­trum er­rich­tet. Das 1.900 m² gro­ße Grund­stück in der Per­wan­ger Stra­ße wur­de von der Ge­mein­de im Bau­recht zur Ver­fü­gung ge­stellt. Im Erd­ge­schoß der Wohn­an­la­ge be­fin­det sich ein 70 m² gro­ßer Ge­mein­schafts­raum, der sich ide­al für di­ver­se Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten und Ver­an­stal­tun­gen für die Be­woh­ner eig­net. Er soll künf­tig auch als Treff­punkt für die Kin­der­spiel- und El­tern-Kind-Grup­pen ge­ne­ra­tio­nen­über­grei­fend ge­nutzt wer­den.
Nä­he­res ent­neh­men Sie bit­te der Pres­se­infor­ma­ti­on im An­hang.

CEE Property Forum über die Zukunft des Markts

Der CEE-Raum wächst weiter

von Charles Steiner

Wä­re der Ei­ser­ne Vor­hang 1989 nicht ge­fal­len, es wür­den In­ves­to­ren und Im­mo­bi­li­en­ent­wick­lern wah­re Per­len ent­ge­hen. Denn durch die Ein­glie­de­rung der CEE-Staa­ten in den EU-Raum sind In­vest­ments dort, was Ren­di­ten be­trifft, nicht nur weit über dem Ni­veau der west­li­chen Im­mo­bi­li­en­welt, son­dern sie auch si­cher, was die Rechts­staat­lich­keit be­trifft. Der Raum wird künf­tig noch ei­ne grö­ße­re Rol­le spie­len, dar­in wa­ren sich die Teil­neh­mer des heu­ri­gen CEE Pro­per­ty Fo­rum im Im­pe­ri­al Ri­ding School Re­nais­sance Vi­en­na Ho­tel ges­tern und heu­te ei­nig. „Wir be­rei­ten uns für die Zu­kunft vor“, er­klär­te Sil­vio Es­ti­en­ne vom Re­gio­nal Board der RICS Eu­ro­pe World im voll­be­setz­ten Kon­fe­renz­saal.
Tat­säch­lich wird der ehe­ma­li­ge Ost­block, jetzt wirt­schafts­star­ke EU-Mit­glie­der, für In­ves­to­ren im­mer wich­ti­ger. Es gibt in Län­dern wie Po­len, Tsche­chi­en, Un­garn und der Slo­wa­kei wie mitt­ler­wei­le auch in Ru­mä­ni­en ein stark nach­fra­ge­ge­trie­be­nes Wachs­tum. Das in Kom­bi­na­ti­on mit ei­nem star­ken Ar­beits­markt, ei­ner in­ves­to­ren­freund­li­chen Steu­er­po­li­tik er­gibt ei­nen wah­ren Boost für die Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft - und das bei Ren­di­ten, die im Wes­ten nie­mals er­wirt­schaf­tet wer­den kön­nen, für in­ter­na­tio­na­le Kon­zer­ne ist der Raum ide­al, um Head­quar­ter dort zu er­rich­ten. Doch es gibt dort auch ei­ne Kehr­sei­te der Me­dail­le: Der Ar­beits­markt für Fach­kräf­te ist an­ge­spannt, fä­hi­ges Per­so­nal aus die­sen Län­dern wan­dert lie­ber in den Wes­ten aus, da die Ver­dienst­mög­lich­kei­ten hö­her sind. Des­we­gen müs­se man als De­ve­l­oper oder In­ves­tor selbst Per­so­nal stel­len. Was aber der Eu­pho­rie nur sehr be­dingt ab­träg­lich ist. Doch wird das Hoch im CEE-Raum in der Zu­kunft noch an­hal­ten? Be­fürch­tun­gen, wo­nach die po­li­ti­sche Si­tua­ti­on in man­chen Län­dern kri­ti­sche Ma­ße an­neh­men könn­te, la­gen zwar im Raum - doch so­lan­ge sie In­ves­to­ren be­trifft, ist man auch hier in über­wie­gen­der Mehr­heit op­ti­mis­tisch.
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Erste Jahrestagung für Baurecht und Baustandards

Deregulierung von Baunormen gefordert

von Stefan Posch

Aus­tri­an Stan­dards und die Bun­des­in­nung Bau for­dern, Bau­nor­men wei­ter zu de­re­gu­lie­ren und die Rah­men­be­din­gun­gen für das Pla­nen und Bau­en zu ver­ein­fa­chen. 2016 und 2017 er­ar­bei­te­ten rund 400 Per­so­nen und Or­ga­ni­sa­tio­nen im Rah­men des Dia­log­fo­rums Bau Ös­ter­reich kon­kre­te Vor­schlä­ge, um Kos­ten zu sen­ken, Pla­nungs­si­cher­heit zu ver­bes­sern, In­no­va­tio­nen zu för­dern und Haf­tungs­ri­si­ken zu re­du­zie­ren. „Die Bun­des­in­nung Bau will mit Aus­tri­an Stan­dards die er­folg­rei­che In­itia­ti­ve struk­tu­riert wei­ter­füh­ren, um un­ter brei­ter Ein­bin­dung von Fach­leu­ten sys­te­ma­tisch an Ver­bes­se­run­gen zu ar­bei­ten“, so Aus­tri­an-Stan­dards-Eh­ren­mit­glied Bun­des­in­nungs­meis­ter Hans-Wer­ner Fröm­mel von der Bun­des­in­nung Bau der WKÖ. Die Fach­leu­te kom­men aus Pla­nung und Aus­füh­rung, Ver­wal­tung, For­schung und Leh­re und auch aus In­dus­trie und von In­ter­es­sens­ver­bän­den.
Am 28. No­vem­ber 2018 fin­det die „Jah­res­ta­gung 2018 für Bau­recht und Bau­stan­dards“ bei Aus­tri­an Stan­dards statt. Die Ver­an­stal­tung in Ko­ope­ra­ti­on mit der Ge­schäfts­stel­le Bau der Wirt­schafts­kam­mer - Mot­to „Ak­tu­el­le Pro­blem­stel­lun­gen und Lö­sungs­an­sät­ze; zwi­schen Bau­stel­le, Wild­wuchs und Tri­bu­nal?“ - bie­tet Ge­le­gen­heit für ei­ne kon­struk­ti­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit grund­le­gen­den und zu­gleich kon­kre­ten Fra­gen rund um un­ter­schied­li­che Bau­re­ge­lun­gen und de­ren Aus­wir­kun­gen.
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2014 begonnenen Sanierungsarbeiten wurden abgeschlossen

Frankfurter "Literaturhaus" eröffnet

von Stefan Posch

Die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau (KfW) hat die „Vil­la 102“, das ehe­ma­li­ge Frank­fur­ter „Li­te­ra­tur­haus“ in der Bo­cken­hei­mer Land­stra­ße 102, nach mehr­jäh­ri­ger denk­mal­ge­rech­ter Sa­nie­rung mit ei­ner fest­li­chen Abend­ver­an­stal­tung wie­der er­öff­net. Die KfW hat­te das Haus in un­mit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft ih­res Frank­fur­ter Haupt­sit­zes nach jah­re­lan­gem Leer­stand im Jahr 2012 er­wor­ben.
Das von dem Ar­chi­tek­ten Al­fred En­gel­hard in ei­nem maß­vol­len neo­ba­ro­cken Stil ge­plan­te und in den Jah­ren 1912/1913 er­rich­te­te re­prä­sen­ta­ti­ve Ge­bäu­de hat­te nach ei­ner wech­sel­vol­len Ge­schich­te von 1990 bis 2005 als „Li­te­ra­tur­haus“ in Frank­furt be­son­de­re Be­deu­tung er­langt und droh­te seit­her zu ver­fal­len.
Bei den im Früh­jahr 2014 be­gon­ne­nen Sa­nie­rungs­ar­bei­ten wur­de ei­ner­seits durch Er­halt und der Auf­ar­bei­tung mög­lichst vie­ler his­to­ri­scher Ele­men­te den An­for­de­run­gen des Denk­mal­schut­zes Rech­nung ge­tra­gen. In der Vil­la 102 wird zu­künf­tig die KfW Stif­tung mit Pro­jek­ten und Ver­an­stal­tun­gen zu den gro­ßen ge­sell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen wie Glo­ba­li­sie­rung, Um­welt und Kli­ma­schutz, de­mo­gra­fi­scher Wan­del so­wie zu Kunst und Kul­tur prä­sent sein und das Haus da­bei auch im­mer wie­der für die Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich ma­chen. Zu­dem plant die KfW, das Ge­bäu­de für Ver­an­stal­tun­gen und als Dia­log­platt­form zu nut­zen. Im 2. Ober­ge­schoss sind mo­der­ne Funk­ti­ons­räu­me ent­stan­den, die für Schu­lungs­zwe­cke ge­nutzt wer­den.
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Lösungen für die Stadtentwicklungen sind gefragt

Wien und Graz platzen aus allen Nähten

von Charles Steiner

Die Men­schen zieht es mas­siv in die Bal­lungs­räu­me, Wien und Graz wei­sen ein Be­völ­ke­rungs­wachs­tum im zwei­stel­li­gen Be­reich auf. Da­für wer­den die Re­gio­nen aus­ge­dünnt. Für die Städ­te ei­ne Her­aus­for­de­rung, da schnell Wohn­raum wie auch Ar­beits­plät­ze samt In­fra­struk­tur zur Ver­fü­gung stel­len müs­sen, für die Kom­mu­nen, da die schrump­fen­de Kom­mu­nal­steu­er ein wei­te­res Wachs­tum blo­ckiert.
Doch wie kann man die Stadt­ent­wick­lung in Wien und Graz wei­ter boos­ten? Wie lässt sich die In­fra­struk­tur nach­zie­hen? Das wur­de in der imh-Kon­fe­renz "Der Im­mo­bi­li­en­stand­ort Wien und Graz" im Ar­co­tel Kai­ser­was­ser in Wien an­hand meh­re­rer As­pek­te be­leuch­tet. Denn es gilt nicht nur, rasch Wohn- wie Ar­beits­räu­me und In­fra­struk­tur be­reit­zu­stel­len, er­schwe­rend kommt noch da­zu, dass sich die Le­bens­wel­ten der Men­schen stark ge­än­dert ha­ben. Es gibt im­mer mehr Sin­gles, was die An­zahl der Ein­per­so­nen­haus­hal­te nach oben schnel­len lässt, sol­len dann Fa­mi­li­en ge­grün­det wer­den, braucht man wie­der grö­ße­re Wohn­ein­hei­ten, die noch ei­ni­ger­ma­ßen leist­bar sind. Da­zu gibt es meh­re­re An­sät­ze, die bei der Kon­fe­renz dis­ku­tiert wur­den. Ei­ner­seits Quar­tier­s­ent­wick­lung, die Mi­kro­grät­zel ent­ste­hen las­sen, an­de­rer­seits Um- bzw. Nach­nut­zung nicht mehr zeit­ge­mä­ßer Bü­ro­im­mo­bi­li­en, Nach­ver­dich­tung - aber auch Wohn­hoch­häu­ser wa­ren im Ge­spräch. Ein wei­te­rer in­ter­es­san­ter As­pekt ist die Holz­mo­dul­bau­wei­se, die nicht nur deut­lich hö­he­re Er­rich­tungs­ge­schwin­dig­kei­ten er­laubt, son­dern auch ei­ne deut­lich hö­he­re Flä­chen­aus­beu­te bei gleich­blei­ben­den Kos­ten. In­des: Noch scheu­en Bau­trä­ger die­se Form zu bau­en, da vie­le noch mei­nen, noch nicht das pas­sen­de Know-how da­zu ent­wi­ckelt zu ha­ben und man dem ent­spre­chend nach­rüs­ten müs­se.
Auch Kurz­zeit­woh­nen - et­wa für Stu­den­ten oder Pend­ler - wä­re ei­ne Mög­lich­keit, Wohn­raum zur Ver­fü­gung zu stel­len - wie auch fle­xi­ble Ar­beits­plät­ze in Form von Co-Working. Prä­sen­tiert wur­den auch ei­ni­ge Re­fe­renz­pro­jek­te, et­wa die See­stadt in Wien wie auch das Brau­quar­tier Pun­ti­gam in Graz. Auch Stadt­tei­le, wo es noch Grund­stü­cke gibt, sind dort zur Spra­che ge­kom­men.
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Konkrete Innovationsansätze sollen weiterverfolgt werden

Rustler hielt Workshops zu Innovation

von Stefan Posch

In­no­va­tio­nen sind oft je­ne The­men, die im Ta­ges­ge­schäft oft viel zu kurz kom­men. Bei der Rust­ler Grup­pe wird der­zeit die­sem Pro­zess ge­mein­sam mit ei­nem ex­ter­nen Part­ner kon­se­quent wei­ter­ent­wi­ckelt.
In meh­re­ren Work­shops wur­de ei­ne Fül­le von Ide­en ge­ne­riert, von de­nen sie­ben kon­kre­te In­no­va­ti­ons­an­sät­ze und Auf­ga­ben­stel­lun­gen in den nächs­ten Mo­na­ten in der Rust­ler Grup­pe von ver­schie­de­nen Teams wei­ter­ver­folgt wer­den. „In­no­va­ti­on ist nicht nur Sa­che des Ma­nage­ments. Ein ent­schei­den­der Fak­tor, um die Dy­na­mik und Ide­en­fin­dung zu för­dern, ist die Ein­bin­dung un­se­rer Mit­ar­bei­ter aus un­ter­schied­lichs­ten Un­ter­neh­mens­be­rei­chen und Ebe­nen“, er­läu­tert der Ge­schäfts­füh­rer der Rust­ler Grup­pe Ro­bert We­ge­rer.
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Was Digitalisierung lösen kann - und was nicht

Sicherheit und ihre Grenzen

von Charles Steiner

Die Di­gi­ta­li­sie­rung kann für noch mehr Ge­bäu­de­si­cher­heit sor­gen - doch auch das hat Gren­zen. Näm­lich, wenn et­wa der Strom aus­fällt. Doch was tun? Dar­über dis­ku­tier­ten ges­tern Jörg Dre­ger (Dre­ger Group), Heinz Friedl (Raiff­ei­sen-Hol­ding NÖ-Wien), Wolf­gang Lan­ger (Safe­ty­con­sul­tin) und Ger­hard Schus­ter (do­cu tools) im Rah­men des Wi­sag FM-Club im Haus des Mee­res in Wien. Na­tür­lich gibt es zwar in grö­ße­ren Ge­bäu­den Not­strom­ag­gre­ga­te, die ein paar Stun­den lau­fen und so den Be­trieb wie auch die Si­cher­heit auf­recht er­hal­ten kön­nen. Das Buch "Black­out" von Marc Els­berg zi­tie­rend, stellt sich aber die Fra­ge: Was ist, wenn die Strom­ver­sor­gung für Ta­ge oder gar Wo­chen zu­sam­men­ge­bro­chen ist? Da geht es dann ans Ein­ge­mach­te, sind sich die Dis­ku­tan­ten ei­nig: Da ge­winnt, wer ent­spre­chend Vor­rä­te hat und sich auch selbst zu ver­tei­di­gen ver­mag. Die Fra­ge ist na­tür­lich auch, wie wahr­schein­lich ein sol­ches Schre­ckens­sze­na­rio ist.
Bei der Dis­kus­si­on, die von Gi­se­la Ga­ry mo­de­riert wur­de, kam aber auch zu­ta­ge, dass man selbst auf für die Si­cher­heit sei­ner per­sön­li­chen Da­ten ach­ten soll­te, da die­se im­mens wert­voll sind und da­mit auch re­ger Han­del be­trie­ben wird. Auch das The­ma Ha­cker wur­de an­ge­spro­chen.
Na­tür­lich durf­te da auch das So­cia­li­zing nicht feh­len. Und der An­lass war groß, denn im­mer­hin ist Bri­git­te Fied­ler, Ge­schäfts­füh­re­rin der Wi­sag, am Vor­tag zur Cä­sa­rin ge­kürt wor­den. Die zahl­reich er­schie­ne­ne Be­su­cher­schar zoll­te für die­se Leis­tung ent­spre­chen­den Ap­plaus.

Zum zweiten Mal Konferenz in Wien

Termin zum Tag: Future:PropTech

von Charles Steiner

Di­gi­ta­li­sie­rung, Block­chain, Big­Da­ta oder BIM: Das al­les sind The­men, die die Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft der­zeit stark be­schäf­tigt und ein ei­ne neue Grup­pe an Dienst­leis­tern in die­se Rich­tung ge­ne­riert hat. Näm­lich PropTechs - Un­ter­neh­men oder Star­tups, die nach pas­sen­den Lö­sun­gen für die Im­mo­bi­li­en­bran­che ar­bei­ten. Zum nun­mehr zwei­ten Mal ver­an­stal­tet die Aus­tri­an PropTech In­itia­ti­ve, ap­ti, die Fu­ture:PropTech in den So­fi­en­sä­len in Wien. Die­se fin­det am 28. No­vem­ber statt, ei­ne in­ter­na­tio­na­le Be­set­zung ist dort als Spea­ker ge­la­den.
So re­fe­rie­ren Key-Play­er der Bran­che wie Achim Je­dels­ky, Lei­ter Pro­ces­ses/IT bei Daim­ler Re­al Es­ta­te, Se­bas­ti­an Kohts, Di­rec­tor Busi­ness De­ve­lop­ment von Wired­s­core, Tho­mas Herr EMEA Head of Di­gi­tal In­no­va­ti­on bei CB­RE, (al­le Deutsch­land) und Mar­tin Bitt­ner, Part­ner von Acc­coi Part­ners und Dom­a­goj Do­lin­sek, Grün­der und ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter von Plan­Ra­dar (bei­de Ös­ter­reich) für den deutsch­spra­chi­gen Raum. Die In­ter­na­tio­na­li­tät der Kon­fe­renz be­stä­ti­gen Re­fe­ren­ten wie Or Pe­rel­man Co-Foun­der und COO von Chro­ma­Way (Schwe­den), Bren­dan Wal­lace, Co-Foun­der und Ma­na­ging Part­ner von Fifth Wall (Ver­ei­nig­te Staa­ten), oder Tay­lor Wes­coatt, Pro­duct Ex­pert für Seed­camp (Groß­bri­tan­ni­en), um nur ei­ni­ge zu nen­nen. In­fos und Ti­ckets gibt es hier.
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Die geplante Justizreform in Polen stößt bei Investoren nicht auf besonders viel Gegenliebe.Die geplante Justizreform in Polen stößt bei Investoren nicht auf besonders viel Gegenliebe.

Wenn die Politik mitmischt

Bei In­ves­to­ren sind die Län­der in der CEE&SEE-Re­gi­on sehr be­liebt. Doch po­li­ti­sche Ent­wick­lun­gen in man­chen Län­dern könn­ten durch­aus auch zu Her­aus­for­de­run­gen wer­den. Er­neut wet­tert der un­ga­ri­sche Mi­nis­ter­prä­si­dent Vik­tor Or­ban ge­gen ei­nen ver­meint­li­chen Sor­os-Plan, wo­nach der un­ga­ri­sche Mil­li­ar­där ei­ne "Um­vol­kung" Eu­ro­pas an­stre­be. Und wie­der ein­mal greift er die EU an und will sich von ver­trag­lich zu­ge­si­cher­ten Flücht­lings­quo­ten dis­tan­zie­ren. Die Vi­segrad-Staa­ten blei­ben, so sag­te er kürz­lich, mi­gran­ten­frei. Ge­meint mit die­sen Staa­ten sind eben Un­garn, Tsche­chi­en und Po­len. Auch in Po­len wer­den die Tö­ne im­mer rau­er. Die Re­gie­rungs­par­tei will hier das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um re­for­mie­ren und Rich­ter­po­si­tio­nen selbst be­set­zen. Die EU wie­der­um be­fürch­tet ei­ne Ab­kehr von der Rechts­staat­lich­keit und hat ein Rechts­staats­ver­fah­ren ge­gen Po­len ein­ge­lei­tet. Und in Tsche­chi­en hat der um­strit­te­ne Mil­li­ar­där An­d­rej Ba­bis die Par­la­ments­wah­len ge­won­nen - auch er schimpft ger­ne über die Flücht­lings­po­li­tik der EU. [ci­te1] War­schau hin­ter Prag Soll­ten da für die Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft die Alarm­glo­cken läu­ten? In be­sag­ten Län­dern sind schließ­lich be­son­ders die ös­ter­rei­chi­schen Ent­wick­ler bzw. Kon­zer­ne in­ves­tiert. Und weil Im­mo­bi­li­en eben un­ver­rück­bar sind, ist die Rechts­si­cher­heit an je­nen Or­ten, wo sie ste­hen, um­so wich­ti­ger. An­dre­as Ridder, Chair­man Cen­tral & Eas­tern Eu­ro­pe Ca­pi­tal Mar­kets bei CB­RE, hat dies­be­züg­lich be­reits in Po­len ei­ni­ge Be­ob­ach­tun­gen ge­macht. Denn die pol­ni­sche Re­gie­rung hat Vor­steu­er­ab­zugs­ver­fah­ren für aus­län­di­sche Un­ter­neh­men deut­lich er­schwert und auch an den Öff­nungs­zei­ten bei Shop­ping­cen­tern her­um­ge­feilt. Maß­nah­men, die in­ter­na­tio­na­le In­ves­to­ren eher ab­schre­cken. Ridder: "Die­se und an­de­re Din­ge, die der­zeit in Po­len ge­sche­hen, ha­ben ei­ne leich­te Preis­dämp­fung bei Im­mo­bi­li­en in War­schau zur Fol­ge ge­habt. Sonst war War­schau im­mer auf dem glei­chen Preis­ni­veau in Prag. [ci­te2] Jetzt liegt die pol­ni­sche Haupt­stadt et­wa fünf Pro­zent un­ter je­ner Tsche­chi­ens." In Un­garn hat sich die In­ves­to­ren­un­si­cher­heit wie­der ge­legt: "Vor ei­nem Jahr wa­ren In­ves­to­ren be­züg­lich Un­garn sehr un­si­cher, jetzt boomt es dort wie­der." Gu­te Nach­rich­ten ei­gent­lich für die CA Im­mo, die in Bu­da­pest den zwei­ten Kern­markt nach Deutsch­land sieht. Bei ei­nem Lo­kal­au­gen­schein in der un­ga­ri­schen Haupt­stadt schien tat­säch­lich al­les ei­tel Won­ne zu sein. Die Mill­en­ni­um Towers, die im Vor­jahr von der Tri­Gra­nit und Heit­man für 175 Mil­lio­nen Eu­ro an­ge­kauft wur­den, sind na­he­zu voll­ver­mie­tet. "Nur ein klei­nes Bü­ro ist noch ver­füg­bar", wie Pé­ter Szal­ma, Lea­sing Ma­nage­ment bei CA Im­mo Hun­ga­ry, wäh­rend ei­ner Bü­ro­füh­rung an­merkt. Und tat­säch­lich: Ei­nem Mar­ket Over­view von Cush­man Wake­field zu­fol­ge wird wie­der in Bu­da­pest in­ves­tiert. Im Vor­jahr wa­ren es an die 1,7 Mil­li­ar­den Eu­ro - der zweit­bes­te Wert nach 2007, vor der Kri­se. Al­ler­dings: Be­trach­tet man die In­vest­ment­vo­lu­mi­na zwi­schen die­sen bei­den Zeit­räu­men, lässt sich ei­ne star­ke Vo­la­ti­li­tät er­ken­nen. Schlech­tes­ter Wert da­bei: 2012 mit ei­nem In­vest­ment­vo­lu­men von nur um die 200 Mil­lio­nen Eu­ro. [ci­te3] Ge­fähr­li­che Re­form? Franz Pöltl, Ge­schäfts­füh­rer der EHL In­vest­ment Con­sul­ting, meint, dass In­ves­to­ren kei­ne son­der­li­che Freu­de mit der po­li­ti­schen Ent­wick­lung in man­chen ost­eu­ro­päi­schen Län­dern hät­ten. Den­noch wür­den sie in­ves­tie­ren, da die Ren­di­ten in West­eu­ro­pa sehr nied­rig sind. "So­lan­ge die Re­gie­run­gen nicht in das wirt­schaft­li­che Ge­sche­hen ein­grei­fen, wer­den die­se In­ves­to­ren auch blei­ben", so Pöltl. Die ge­plan­te Jus­tiz­re­form in Po­len könn­te aber pro­ble­ma­tisch wer­den - vor al­lem dann, wenn die Rechts­si­cher­heit nicht mehr in dem Aus­maß ge­ge­ben ist, wie sie für In­ves­to­ren not­wen­dig ist. "Die Re­form an sich ist nicht das Pro­blem, son­dern wie sie um­ge­setzt wer­den soll. Soll­ten im Zu­ge der Jus­tiz­re­form al­ler­dings bei all­fäl­li­gen Ge­richts­ver­fah­ren dann lo­ka­le Un­ter­neh­men be­vor­zugt wer­den, dann ist es mit dem In­vest­ment­markt in Po­len bald aus", so die ein­dring­li­che War­nung von Pöltl. We­ni­ger dra­ma­tisch sieht es Mar­tin Sa­bel­ko, Ma­na­ging Di­rec­tor bei der War­burg HIH In­vest Re­al Es­ta­te. Er kennt die Län­der gut, seit 1986 hat­te er dort be­reits Ge­schäf­te ge­tä­tigt und meh­re­re Mil­li­ar­den Eu­ro um­ge­setzt. Er glaubt nicht, dass die po­li­ti­sche Si­tua­ti­on in man­chen Län­dern die In­ves­to­ren all­zu sehr ab­schre­cken wür­de. "Man muss die­se Ent­wick­lun­gen dif­fe­ren­ziert se­hen. Auch wenn Po­li­ti­ker all­zu sehr ne­ga­ti­ves Auf­se­hen er­re­gen, wür­den sie doch ein Ta­lent ha­ben, zu­rück­zu­ru­dern, wenn es um In­ter­es­sen von In­ves­to­ren geht." Nach wie vor sei die Ge­richts­bar­keit sta­bil und nach­voll­zieh­bar und das steu­er­li­che Um­feld gut. [ci­te4] Wirt­schaft boomt Wirt­schaft­lich hät­ten In­ves­to­ren im CEE-Raum der­zeit nichts zu be­fürch­ten, kon­sta­tiert Da­nie­la Gro­zea-Hel­men­stein, Se­ni­or Re­se­ar­cher Ma­cro­eco­no­mics and Pu­blic Fi­nan­ce beim In­sti­tut für Hö­he­re Stu­di­en (IHS). "Die Si­tua­ti­on im mit­tel- und ost­eu­ro­päi­schen Raum ist sehr gut, wir er­war­ten in die­sem und im kom­men­den Jahr gu­te Wachs­tums­zah­len." Für Po­len pro­gnos­ti­ziert Gro­zea-Hel­men­stein ein Wachs­tum von vier Pro­zent, für Un­garn und Tsche­chi­en ei­nes von 3,5 Pro­zent und für Russ­land gar 5,5 Pro­zent. Doch könn­te die po­li­ti­sche Si­tua­ti­on in Po­len, Tsche­chi­en und Un­garn die­se Wachs­tums­kur­ve brem­sen oder ins Ge­gen­teil ver­keh­ren? Gro­zea-Hel­men­stein glaubt das nicht: "In die­sen Län­dern wa­ren kei­ner­lei Aus­wir­kun­gen in die­se Rich­tung zu be­ob­ach­ten. Im Ge­gen­teil: Die­se Län­der set­zen auf ein be­son­ders wirt­schafts­freund­li­ches Kli­ma. Die Ar­beits­lo­sig­keit ist dras­tisch ge­sun­ken, mit ei­ner Quo­te von vier Pro­zent in Tsche­chi­en so­wie fünf Pro­zent in Un­garn und Russ­land kann man na­he­zu von Voll­be­schäf­ti­gung spre­chen." Da­mit steigt die Kauf­kraft, wes­we­gen die­se Län­der trotz sehr gu­ter Ex­port­zah­len zu­neh­mend im­por­tie­ren müs­sen. Das könn­te aber in den kom­men­den Jah­ren das Wachs­tum wie­der brem­sen. Brain­d­rain? Auch wenn das Lohn­ni­veau der Mit­ar­bei­ter in den CEE-Län­dern un­ter dem in West­eu­ro­pa liegt (wäh­rend die Bü­ro­mie­ten be­reits auf West-Ni­veau sind), könn­te es in den kom­men­den Jah­ren zu ei­nem Pro­blem kom­men, das für in­ter­na­tio­na­le Un­ter­neh­men, die in CEE Stand­or­te be­trei­ben, re­le­vant sein dürf­te. Die Fach­kräf­te wer­den im­mer we­ni­ger, vor al­lem in Po­len, wie Gro­zea-Hel­men­stein schil­dert: "Es fehlt an qua­li­fi­zier­ten Ar­beits­kräf­ten. Vie­le ge­hen in den Wes­ten, weil sie dort mehr ver­die­nen." Aber die Brut­to­re­al­löh­ne stei­gen. Laut der ak­tu­el­len Stra­te­gie Ös­ter­reich & CEE der Raiff­ei­sen Bank In­ter­na­tio­nal stie­gen die No­mi­nal­löh­ne in Ru­mä­ni­en und Un­garn in die­sem Jahr so­gar zwei­stel­lig, in Tsche­chi­en, Po­len und der Slo­wa­kei zwi­schen vier und 5,5 Pro­zent. [ci­te5] Preis­dy­na­mik schwächt sich ab Den­noch: Be­son­ders, was Wohn­im­mo­bi­li­en be­trifft, bleibt die CEE-Re­gi­on ei­ner der at­trak­tivs­ten In­vest­ment­stand­or­te in­ner­halb der EU, sagt Mi­cha­el Hel­ler, Re­al Es­ta­te In­vest­ment Ana­lyst bei der Raiff­ei­sen Bank In­ter­na­tio­nal (RBI): "Ins­be­son­de­re in Un­garn und Tsche­chi­en lie­ßen sich zu Be­ginn des Jah­res 2017 er­neut zwei­stel­li­ge Preis­stei­ge­rungs­ra­ten be­ob­ach­ten." Es gibt aber auch ei­ne Kehr­sei­te, und zwar in Bu­da­pest. Dort hat die un­ga­ri­sche Na­tio­nal­bank MNB zwar das Ri­si­ko ei­nes Preis­an­stiegs be­tont, je­doch nicht ab­küh­lend in den Markt ein­ge­grif­fen. Hel­ler: "Un­garn ver­sucht hier ge­zielt das lan­ge En­de der Zins­kur­ve nach un­ten zu drü­cken und den Markt für Kre­di­te in Lo­kal­wäh­rung an­zu­hei­zen." Al­ler­dings: Ob­wohl die von der un­ga­ri­schen Po­li­tik in­iti­ier­ten Maß­nah­men eher als preis­trei­bend zu be­zeich­nen sei­en, so Hel­ler, sind die Prei­se auf­grund ei­nes star­ken Markt­ein­bruchs zwi­schen 2008 und 2013 im­mer noch auf Vor­kri­sen­ni­veau. An­ders das Bild in Tsche­chi­en. Dort hat­te der Zen­tral­ban­ker Vo­j­tech Ben­da schon im Mai von ei­ner Über­be­wer­tung des lo­ka­len Im­mo­bi­li­en­markts ge­spro­chen, die durch­schnitt­lich rund zehn Pro­zent über dem ge­recht­fer­tig­ten Ni­veau lie­gen soll. "Die tsche­chi­sche Na­tio­nal­bank (CNB) hat da­her, an­ders als ihr un­ga­ri­sches Pen­dant, Maß­nah­men er­grif­fen, um ei­ner Über­hit­zung ent­ge­gen­zu­wir­ken", sagt Hel­ler. Ge­ne­rell pro­gnos­ti­ziert Hel­ler, dass zwar die CEE-Län­der trotz der po­si­ti­ven ma­kro­öko­no­mi­schen Aus­sich­ten wei­ter­hin als in­ves­to­ren­freund­lich gel­ten, die Preis­dy­na­mik aber ab­ge­schwächt wer­den dürf­te. Auch in Po­len wird ei­ne stei­gen­de Dy­na­mik bei Wohn­im­mo­bi­li­en­prei­sen ver­zeich­net, wenn­gleich sich die Wachs­tums­ra­ten ge­gen­über Tsche­chi­en und Un­garn als deut­lich mo­de­ra­ter er­wei­sen wür­den. "Nach­dem die Fer­tig­stel­lung von Wohn- im­mo­bi­li­en 2016 na­he­zu das Ni­veau des Boom­jah­res 2008 er­rei­chen konn­te, zeich­net sich für das lau­fen­de Jahr er­neut ein Re­kord­wert ab. An­ge­sichts ho­her Zu­wachs­ra­ten bei Früh­in­di­ka­to­ren wie Bau­be­wil­li­gun­gen und Bau­be­gin­nen steht der pol­ni­sche Bau­sek­tor vor ei­nem neu­en Re­kord­jahr", so Hel­ler. Dann wä­ren auch Wachs­tums­ra­ten wie in Tsche­chi­en mög­lich. [ci­te6]

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Ob als Marathonläufer oder Investmentmakler: Das Wort “aufgeben” kennt Franz Pöltl nicht. Und weil er immer am Ball bleibt, verbucht er immer größere Erfolge. Und trotzdem ist der Südburgenländer immer angenehm bescheiden geblieben. Ob als Marathonläufer oder Investmentmakler: Das Wort “aufgeben” kennt Franz Pöltl nicht. Und weil er immer am Ball bleibt, verbucht er immer größere Erfolge. Und trotzdem ist der Südburgenländer immer angenehm bescheiden geblieben.

Der Milliarden-Marathonmann

Nie­mals auf­ge­ben, das ist das Mot­to von Franz Pöltl. Und das spornt zu im­mer grö­ße­ren Leis­tun­gen an. Nach 30 Ki­lo­me­tern war Schluss. Fast Schluss je­den­falls. Der Kör­per will ein­fach nicht mehr. Die Krämp­fe in den Bei­nen. Die Sau­er­stoff­knapp­heit, die den Atem­rhyth­mus end­gül­tig durch­ein­an­der­bringt. Der plötz­lich ein­tre­ten­de Er­mü­dungs­schub lässt die Bei­ne lang­sa­mer wer­den. Und das mit den an­geb­li­chen Glücks­ge­füh­len stimmt auch nicht. Im Ge­gen­teil. Er be­ginnt, sich an die­sem Sep­tem­ber­tag beim Ber­li­ner Ma­ra­thon pünkt­lich ab Ki­lo­me­ter 30 im­mer schlech­ter zu füh­len. So wirk­lich rich­tig schlecht. Wo­zu das al­les? Auf­hö­ren! Jetzt. Aber: Ein Ma­ra­thon­läu­fer gibt nicht auf, kämpft sich durch die kri­ti­schen sechs Ki­lo­me­ter, bis sich das Ziel im­mer mehr in emo­tio­na­ler Sicht­wei­te be­fin­det. Dann läuft der ge­schun­de­ne Kör­per au­to­ma­tisch ans Ziel. Wer auf­gibt, der tut das üb­li­cher­wei­se ge­nau zwi­schen dem 30. und dem 36. Ki­lo­me­ter. Aber Franz Pöltl gibt nicht auf. Er gibt nie auf. Auch nicht an die­sem Sep­tem­ber­tag in Ber­lin rund um sei­nen 50. Ge­burts­tag. Sein Lieb­lings­sport ist meist auch ein gu­tes Syn­onym für das, was den gan­zen Men­schen aus­macht. Im Fal­le von Franz Pöltl ist das Be­stän­dig­keit, Nach­hal­tig­keit. Viel­leicht auch: Das Un­mög­li­che mög­lich zu ma­chen. Das macht ihn wohl auch im Job aus. "Wir bei der EHL konn­ten uns auf nie­man­den ver­las­sen. Bei uns kommt kein Auf­trag von ei­nem Netz­werk aus Lon­don oder wo auch im­mer her." Auch das Sa­vills-Netz­werk, in das die EHL seit Jah­ren ein­ge­bun­den ist, sieht er als wich­ti­ge Netz­werk­platt­form, aber je­den­falls nicht als Ge­schäfts­brin­ger. Schon al­lein des­halb, weil er ein Head­quar­ter sa­gen wir mal in Lon­don oder Wien "nicht als Na­bel der In­vest- mentwelt" sieht. Wie schafft man es den­noch, mit der in­ter­na­tio­na­len Im­mo­bi­li­en­in­vest­ment­welt in Kon­takt zu kom­men? "Wir sind dort schon längst an­ge­kom­men. Vie­le un­se­rer Kun­den sit­zen im Aus­land. Der Punkt ist nur, dass un­se­re Deals im­mer ei­nen Ös­ter­reich-Be­zug ha­ben. Ent­we­der ist das Ob­jekt in Ös­ter­reich, oder zu­min­dest sitzt ent­we­der der Käu­fer oder der Ver­käu­fer in Ös­ter­reich." Pöltls Ma­xi­me war schon im­mer: "Wir be­stim­men un­se­ren Er­folg selbst, des­halb be­mü­hen wir uns eben auch mehr." Das hat Pöltl zum größ­ten In­vest­ment­mak­ler des Lan­des ge­macht. Ge­mein­sam mit sei­nem zehn­köp­fi­gen Team be­wegt er je­des Jahr zwi­schen ei­ner hal­ben und ei­ner gan­zen Mil­li­ar­de Eu­ro. Die­ses Jahr, das ist schon jetzt ab­seh­bar, wird es ein All-ti­me-High. "Kein Ding, das ent­spricht ein­fach dem ak­tu­el­len Markt", re­det Pöltl sei­nen Er­folg klein. Ei­nen Käu­fer aus Süd­ko­rea brin­gen, ob­wohl man dort nicht ver­netzt ist, ja noch nicht ein­mal per­sön­lich dort war? "Ja, das gab es auch schon. Wir ha­ben eben ein sehr gu­tes per­sön­li­ches Netz­werk an Ge­schäfts­freun­den, die uns ent­spre­chend wei­ter­rei­chen." War kein gro­ßes Ding, so et­was... Die Selbst­in­sze­nie­rung liegt dem Süd­bur­gen­län­der nicht. Und au­ßer­ge­wöhn­li­che Hochs schon gar nicht. Pöltl liebt die Kon­ti­nui­tät. Auch in der Kun­den­be­zie­hung. "Wir le­ben von der per­sön­li­chen Wei­ter­emp­feh­lung und da­von, dass un­se­re Kun­den im­mer wie­der zu uns kom­men." Und eben da­von, schon auch mal "das Un­mög­li­che mög­lich zu ma­chen." Und eben nicht beim ers­ten Miss­er­folg auf­zu­ge­ben, son­dern so lan­ge dran­zu­blei­ben, bis es doch klappt. Das Le­ben als lan­ger, ru­hi­ger Fluss? "Ja, aber eben im­mer wie­der mit Strom­schnel­len." Kon­ti­nui­tät be­ruf­lich wie pri­vat. Der Va­ter zwei­er er­wach­se­ner Kin­der ist seit 25 Jah­ren ver­hei­ra­tet. Ein Le­ben, das so un­spek­ta­ku­lär ist, dass es in der heu­ti­gen Zeit des Show­biz und Gla­mours ge­nau des­halb schon wie­der spek­ta­ku­lär ist. Han­dels­aka­de­mie im Süd­bur­gen­land, Uni­ver­si­täts­be­such in Wien. Und hier ge­blie­ben. Klas­sisch eben. Und dann 17 Jah­re im sel­ben Un­ter­neh­men, näm­lich dem heu­ti­gen Bank Aus­tria-Kon­zern. Der ers­te Job war 1989 in der da­ma­li­gen CA Lea­sing mit Ger­hard Drey­er als sei­nem di­rek­ten Chef. Ge­mein­sam mit ihm wech­sel­te er in die kon­zern­ei­ge­ne In­vest­ment­ab­tei­lung, die heu­ti­ge Re­al In­vest. Dort blieb er dann, bis sich ein Job­an­ge­bot als Ge­schäfts­füh­rer auf­tat. Ehr­geiz ist der un­trenn­ba­re Zwil­lings­bru­der des lang­fris­ti­gen Er­fol­ges. Ge­schäfts­füh­rer hin oder her - die Res­sorts IT und Buch­hal­tung bei der Raiff­ei­sen KAG sind für den Ver­triebs­mann nicht un­be­dingt ein fi­na­ler Hei­mat­ha­fen. Aber: Das ein­zig Plan­ba­re im Le­ben ist das Un­plan­ba­re. In­so­fern hielt es Pöltl nur sehr kurz in die­sem Job. Qua­si ei­nen Wim­pern­schlag lang für sei­ne Ver­hält­nis­se, näm­lich "nur zwei Jah­re". Dann kam völ­lig un­ge­plant Mi­cha­el Ehl­mai­er un­ge­fragt mit der Idee, ei­ne ei­ge­ne In­vest­ment­ab­tei­lung auf­zu­bau­en - und mit ei­nem ganz kon­kre­ten Job­an­ge­bot für Franz Pöltl. Der fühl­te, dass ge­nau das sei­ne fi­na­le be­ruf­li­che Er­fül­lung sein könn­te und sag­te zu. Es war der 1. April 2008, und noch hing der In­vest­ment­him­mel am Im­mo­bi­li­en­markt vol­ler Gei­gen. Zu­min­dest die ers­ten sechs Mo­na­te. Im Sep­tem­ber 2009 schlit­ter­te Leh­man Bro­thers im Sog der Sub-Pri­me Kri­se in die In­sol­venz und die Welt­wirt­schaft rutsch­te in die größ­te Kri­se der jün­ge­ren Ge­schich­te. Un­mit­tel­bar da­von be­trof­fen war na­tür­lich der Im­mo­bi­li­en­in­vest­ment­markt. Wer in ei­nem sol­chen Um­feld ei­nen neu­en Job, ver­bun­den mit ei­nem neu auf­zu­bau­en­den Ge­schäfts­feld, über­nimmt, der hat zwei Al­ter­na­ti­ven: Den Ex-Ar­beit­ge­ber an­ru­fen, ob der ge­müt­li­che und si­che­re IT- oder Buch­hal­tungs­job viel­leicht doch noch frei wä­re. Oder sich durch­bei­ßen. Das Un­mög­li­che mög­lich ma­chen. Das Un­mög­li­che hieß in die­sem Fall: Im Ge­schäfts­jahr eins, qua­si am Hö­he­punkt der Im­mo­bi­li­en-, Fi­nanz- und Wirt­schafts­kri­se, zu­min­dest nur ei­nen klei­nen An­lauf­ver­lust zu bau­en. Es wur­de so­gar ein klei­ner Ge­winn. Und im Fol­ge­jahr ein be­reits sehr gu­ter Ge­winn. Seit­her gab es es ein kon­ti­nu­ier­li­ches und ste­tes Wachs­tum, so­wohl was die An­zahl der Kun­den als auch die be­weg­ten In­vest­ment­vo­lu­mi­na an­ge­langt.Kon­ti­nui­tät eben auch hier. Oder an­ders for­mu­liert: Das Un­mög­li­che mög­lich zu ma­chen als un­ter­neh­me­ri­sche Kon­stan­te. Seit zwei­ein­halb Jah­ren üb­ri­gens auch als Ge­sell­schaf­ter. Was ist das Ge­schäfts­ge­heim­nis von Franz Pöltl? Was kann die Num­mer eins am Im­mo­bi­li­en-In­vest­ment­markt die­ses Lan­des, was an­de­re nicht kön­nen? Pöltl denkt lan­ge nach. "Das Ge­heim­nis des Er­fol­ges ist die Kom­bi­na­ti­on aus meh­re­ren Fak­to­ren: EHL hat nicht nur ei­nes der größ­ten, son­dern auch ei­nes der bes­ten In­vest­ment­teams in Ös­ter­reich mit wirk­lich top-mo­ti­vier­ten, in­te­gren und auch er­folg­rei­chen Mit­ar­bei­tern, so­dass ich es je­den Tag ge­nie­ße, ins Bü­ro zu kom­men und mit mei­nen jun­gen, mitt­ler­wei­le aber be­reits sehr er­fah­re­nen "Leu­ten" zu ar­bei­ten. Ins­ge­samt bie­tet na­tür­lich die EHL ei­ne op­ti­ma­le Ba­sis, da wir al­le im­mo­bi­li­en­be­zo­ge­nen Dienst­leis­tun­gen aus ei­ner Hand an­bie­ten und uns kurz­fris­tig und un­mit­tel­bar mit in­ter­nen Spe­zia­lis­ten aus al­len Dis­zi­pli­nen (Bü­ro, Ein­zel­han­del, Woh­nen, etc.) ab­stim­men und qua­si "die Bäl­le zu­wer­fen" kön­nen, was nicht nur ei­ne hö­he­re Ge­schwin­dig­keit, son­dern auch Syn­er­gi­en mit sich bringt. Last but not least funk­tio­niert nach mitt­ler­wei­le fast 10 Jah­ren auch die Zu­sam­men­ar­beit mit Mi­cha­el Ehl­mai­er per­fekt. Wir brau­chen meist nur we­ni­ge Mi­nu­ten um uns be­züg­lich der lau­fen­den Trans­ka­tio­nen ab­zu­stim­men und neue Ge­schäfts­mög­lich­kei­ten aus­zu­lo­ten. Da­zwi­schen bleibt in freund­schaft­li­cher At­mo­sphä­re im­mer auch noch et­was Zeit um über die Fa­mi­lie oder das Le­ben an sich zu phi­lo­so­phie­ren. Ent­schei­dend ist aber na­tür­lich das Ver­hält­nis zu den Kun­den und das wech­sel­sei­ti­ge Ver­trau­en. Vie­le mei­ner Ge­schäfts­part­ner sind zwi­schen­zeit­lich ech­te Freun­de ge­wor­den. Und die Tat­sa­che, dass wir so gut wie je­des Ob­jekt in Wien samt His­to­rie gut ken­nen." 4.000 Kon­tak­te um­fasst das elek­tro­ni­sche Adress­buch von Franz Pöltl. Re­gel­mä­ßi­ge ge­schäft­li­che Kon­tak­te gibt es im­mer­hin zu 200 da­von. Da­zu kommt mit Si­cher­heit die Ge­rad­li­nig­keit. Denn der Wie­ner Markt ist klein, hier kennt im Grun­de je­der je­den. Und Gu­tes wie auch Schlech­tes ver­brei­tet sich in Win­des­ei­le. Wie lan­ge wird der Markt noch so boo­men wie jetzt? "Min­des­tens 24 Mo­na­te", sagt Pöltl - und jetzt muss er kei­ne Se­kun­de nach­den­ken.

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